Marktberichte

Apple und Microsoft legen zu US-Börsen nehmen wieder Fahrt auf

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(Foto: AP)

Nach den Verlusten vom Vortag schließen die US-Börsen zur Wochenmitte in mit deutlichen Aufschlägen. Gefragt waren vor allem Technologiewerte wie Apple und Microsoft. Für Jeans-Hersteller Levi's ging es dagegen bergab.

Die Tech-Rally an der Wall Street hat erneut Fahrt aufgenommen. Am Gesamtmarkt verhinderte die Sorge vor den steigenden Corona-Neuinfektionen indes große Sprünge. Der Dow-Jones-Index schloss in New York mit einem leichten Plus von 0,7 Prozent bei 26.067 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte leicht höher (0,8 Prozent) bei 3169 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq blieb in Reichweite seiner Rekordhochs und legte 1,3 Prozent auf 10.492 Punkte zu.

"Die Menschen debattieren darüber, ob der Tiefpunkt in der Wirtschaft tatsächlich erreicht ist oder nicht, also halten sie an Wachstumswerten fest, und das ist Technologie", sagte Portfolio-Manager Robert Pavlik vom Vermögensverwalter SlateStone Wealth. Die Investoren richteten ihre Aufmerksamkeit jedoch auch immer stärker auf die steigende Zahl neuer Virus-Fälle und den potenziellen Problemen für die Wirtschaftserholung, sagte Peter Cardillo, Chefmarktökonom beim Vermögensverwalter Spartan Capital Securities in New York.

Auch in Europa hatten sich die Anleger deswegen zurückgezogen. Der Dax fiel um ein Prozent und ging mit 12.494 Punkten aus dem Handel. Starke Nachfrage verzeichnete hingegen Gold. Die "Antikrisen-Währung" übersprang erstmals seit knapp neun Jahren die wichtige Marke von 1800 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und stieg um 0,8 Prozent auf 1809 Dollar. "Wenn sich Gold weiter nach oben bewegt, ist das ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen beginnen, sich gegen Risiken abzusichern, und das könnte künftig zulasten von Aktien gehen", sagte Cardillo.

Vor Beginn der Berichtssaison für das zweite Quartal in der kommenden Woche stehen zudem einige Anleger offenbar noch an der Seitenlinie. Refinitiv-Daten zufolge wird erwartet, dass die Quartalsgewinne der S&P 500-Unternehmen im Jahresvergleich um etwa 43 Prozent einbrechen werden. "Die Wall Street blickt auf die Gewinne im Jahr 2021 und ignoriert das Jahr 2020 so gut wie ganz", sagte Investement-Stratege Sam Stovall vom Analysehaus CFRA Research.

Aktien des Biotechkonzerns Biogen sprangen um rund vier Prozent nach oben. Der Konzern hat einen Zulassungsantrag für sein Alzheimer-Mittel Aducanumab bei der Gesundheitsbehörde FDA eingereicht. Eine Therapie gegen die Krankheit könnte für jedes Unternehmen ein Multi-Milliardengeschäft werden. Analysten prognostizieren nach Schätzungen von Refinitiv IBES einen Aducanumab-Umsatz von 673,7 Millionen Dollar allein im Jahr 2022, falls das Medikament zugelassen wird. Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Apple und Microsoft, die bis zu zwei Prozent zulegten.

Ein Quartalsverlust und ein trüber Ausblick setzten hingegen Levi Strauss zu. Die Aktien des Jeans-Herstellers fielen um mehr als acht Prozent. Wegen der Coronavirus-Krise müsse auch im zweiten Halbjahr mit einem schwachen Geschäft und anhaltendem Margendruck gerechnet werden.

Quelle: ntv.de, mba/rts