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Wall Street uneinheitlich US-Börsen vor Powell-Auftritt zurückhaltend

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(Foto: dpa)

Vor den möglicherweise kursbewegenden Aussagen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zum künftigen Zinspfad in den USA tut sich an den US-Börsen kaum noch etwas. Zudem warten weitere Signale für die Geldpolitik.

Vorsicht hat auch am Dienstag den Handel an der Wall Street geprägt. Denn an den nächsten Tagen kann es eine Reihe von neuen Signalen für die weitere Geldpolitik geben. Am Mittwoch und Donnerstag stellt sich Powell einer Anhörung vor den beiden Kammern des Kongresses. Ebenfalls am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht. Nach den Kursverlusten der vorigen Handelstage war der Verkaufsdruck aber nicht mehr so stark. Anfängliche Verluste wurden verringert oder sogar mehr als wettgemacht.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 26.783 Punkte, der S&P-500 schloss 0,1 Prozent höher. Der Nasdaq-Composite rückte um 0,5 Prozent vor. Dabei kamen auf 1.425 Kursgewinner 1.516 -verlierer. Unverändert schlossen 91 Titel.

Das Thema Zinsen hat sich vor allem wegen des starken US-Arbeitsmarktberichts für Juni wieder nach vorne geschoben, während die Handelskonflikte und die Irankrise eher im Hintergrund schwelten. Die Vorgaben aus Asien und Europa waren sehr schwach. Eine Gewinnwarnung der deutschen BASF führte den Chemiesektor abwärts und weckte darüber hinaus generelle Konjunktursorgen. Im Dow fiel der Kurs des US-Chemiekonzerns Dow Inc um 1,3 Prozent. Die Aktie der kürzlich abgespaltenen Agrarsparte Corteva gab um 2,8 Prozent nach. Der Sektor Materials, dem die Chemiebranche angehört, war mit minus 1,0 Prozent der schwächste.

Acacia Communication schnellten um 35 Prozent nach oben, da Cisco den Zulieferer übernehmen will. Die Cisco-Aktie stieg um 0,3 Prozent. Pepsico gaben anfängliche Kursgewinne ab und schlossen 0,6 Prozent im Minus. Der Snack- und Getränkekonzern hat im zweiten Geschäftsquartal von einem soliden organischen Wachstum in nahezu allen Vertriebsregionen profitiert. Der Konzern, bekannt für Marken wie Pepsi, Doritos und Quaker Oats, verdiente mehr als von Analysten erwartet. Den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte das US-Unternehmen. Einige Beobachter bemängeln allerdings, dass höhere Preise darüber hinwegtäuschten, dass Absatz und Nachfrage schwächelten.

Boeing gingen 0,6 Prozent höher aus dem Handel. Wegen der Flugverbote für den Flugzeugtyp 737 MAX hat das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte deutlich weniger Flugzeuge ausgeliefert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und ist damit hinter den europäischen Konkurrenten Airbus zurückgefallen. Beim Auftragsbestand für die profitableren Großraumflugzeuge habe Boeing mit 58 Prozent des gemeinsamen Volumens aber immer noch die Nase vorn, erklärten Beobachter die gelassene Reaktion der Aktie.

Quelle: n-tv.de, ftü/DJ

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