Marktberichte

Dow Jones schließt mit Plus WHO verpasst US-Börsen Aufwärtstrend

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Der Coronavirus belastet vor allem die Toursimusbranche.

(Foto: dpa)

Die WHO-Erklärung zum weltweiten Notstand anlässlich der Coronavirus-Ausbreitung beruhigt die Anleger an den US-Börsen. Eine Branche leidet aber weiterhin. Freude gibt es dagegen bei Elektroauto-Pionier Tesla.

Die US-Aktienindizes haben am Donnerstag im späten Handel ihre Verluste in Gewinne umgewandelt. Die Aufwärtsbewegung begann, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen des Ausbruchs des Coronavirus eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen hatte. Gleichzeitig betonte die WHO, dass keine Reise- und Handelsbeschränkungen nötig seien.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,43 Prozent bei 28 859,44 Punkten, nachdem er über weite Strecken des Handels rund ein halbes Prozent im Minus notiert hatte. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,31 Prozent auf 3283,66 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,38 Prozent auf 9136,09 Punkte.

Investoren zogen sich trotz der WHO-Erklärung angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus aus Touristik-Werten zurück. Die Aktien des Kreuzfahrt-Veranstalters Royal Caribbean rutschten um 1,5 Prozent ab. Die Online-Reisebüros Expedia (-0,5 Prozent) und Booking.com (-1,1) verloren ebenfalls.

Die Titel von Tesla kletterten zeitweise mehr als zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 650,88 Dollar. Damit ist der Elektroauto-Pionier an der Börse etwa so viel wert wie die Fahrzeug-Hersteller BMW, Daimler und Fiat Chrysler zusammen. Umsatz und Gewinn von Tesla hätten die Markterwartungen deutlich übertroffen, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

Microsoft beeindruckte die Börsianer mit einem Umsatz- und Gewinnsprung. Das Cloud-Geschäft werde auf absehbare Zeit der Wachstumstreiber für den Softwarekonzern bleiben, prognostizierten die Experten der Investmentbank RBC Capital Markets. Microsoft-Aktien stiegen um 2,8 Prozent. Enttäuscht reagierten Anleger dagegen auf die Zahlen von Facebook. Zwar habe das Online-Netzwerk beim Quartalsumsatz und -gewinn die Markterwartungen übertroffen, sagte Analyst Adam Vettese vom Online-Broker eToro. Bedenklich sei aber der starke Anstieg der Kosten. Facebook-Aktien verloren 6,3 Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/dpa/rts