Wirtschaft
Die Wall Street schaut gebannt auf den morgen stattfindenden Gipfel in Singapur.
Die Wall Street schaut gebannt auf den morgen stattfindenden Gipfel in Singapur.(Foto: AP)
Montag, 11. Juni 2018

Dow Jones fast unverändert: Wall-Street-Anleger warten auf den Gipfel

Kurz vor dem Gipfeltreffen von US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un sind die Anleger an der US-Börse zurückhaltend. Auch der umstrittene Ausgang des G7-Treffens in Kanada inklusive Handelsstreit bringt die Anleger nicht aus der Ruhe.

Am Tag vor dem historischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben sich Anleger mit größeren Engagements an der Wall Street zurückgehalten. Die wichtigsten Aktienindizes hielten sich am Montag knapp über der Gewinnschwelle. Die Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und anderen Industrienationen geriet damit etwas in den Hintergrund. Der Streit beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) am Wochenende spielte nur eine untergeordnete Rolle. "Obwohl alle auf einen besseren Ausgang gehofft hatten, ist niemand überrascht", sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda.

Chart

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat zuletzt bei 25.322 Punkten in etwa auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,1 Prozent auf 2782 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 7659 Punkte.

Der Dax in Frankfurt schloss mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent bei 12.843 Punkten. Besonders die Automobilaktien belasteten den Leitindex zum Wochenstart. Weitere Entwicklungen finden Sie hier im "Börsen-Tag".

Bei den Einzelwerten an der Wall Street stiegen die Aktien von USG um bis zu 4,2 Prozent auf ein Elf-Jahres-Hoch von 43,17 Dollar. Der US-Gipshersteller stimmte nach anfänglicher Ablehnung einer Übernahme durch seinen deutschen Großaktionär Knauf zum Preis von 44 Dollar je Aktie oder insgesamt 6,9 Milliarden Dollar zu. Zuvor hatte sich Star-Investor Warren Buffett, der knapp 31 Prozent an USG hält, für den Deal ausgesprochen.

Spekulationen auf eine baldige Übernahme durch den Konkurrenten Stryker beflügelten den Kurs von Boston Scientific. Die Papiere der US-Medizintechnikfirma, die unter anderem Defibrillatoren anbietet, stiegen um 7,4 Prozent.

Stryker-Titel verloren dagegen 5,1 Prozent. Boston Scientific wird an der Börse aktuell mit gut 47 Milliarden Dollar bewertet, Stryker mit 65 Milliarden. Zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt zählte Genworth. Die Aktien des Versicherers schnellten um 26 Prozent in die Höhe. Die US-Regierung gab grünes Licht für die Übernahme der Firma durch den chinesischen Konkurrenten Oceanwide.

Quelle: n-tv.de