Wirtschaft
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Montag, 09. Juli 2018

Pfeile zeigen nach oben: Wall Street startet stark in die Woche

In New York herrscht Vorfreude auf die bevorstehende Bilanzsaison. Die Anleger erwarten wohl gute Zahlen und langen schon einmal kräftig zu. Der Zollstreit zwischen den USA und China tritt in den Hintergrund.

In Erwartung starker Quartalsberichte hat die New Yorker Wall Street zu Wochenbeginn zugelegt. Unter den Gewinnern waren insbesondere Banken- und Industriewerte. Der Optimismus der Börsianer drängte sogar den verschärften amerikanisch-chinesischen Zollstreit in den Hintergrund. "Der Markt stellt sich auf eine sehr gute Berichtssaison ein und ignoriert die Handelsthemen", sagte Portfoliomanager Paul Nolte vom Vermögensverwalter Kingsview Asset Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 1,3 Prozent höher und schloss bei 24.777 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte 0,9 Prozent auf 2784 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 0,9 Prozent auf 7756 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,4 Prozent fester bei 12.543 Punkten. Mehr dazu lesen Sie hier.

An der Wall Street standen vor allem Banken auf der Gewinnerseite. JP Morgan Chase gewannen 3,1 Prozent und Wells Fargo 1,4 Prozent. Sie und die Citigroup liefern am Freitag ihre Quartalszahlen.

Auch die Aktienkurse von Industrieunternehmen legten zu. Angetrieben wurden sie von den Caterpillar-Papieren, die 4,0 Prozent stiegen. Investoren spekulierten, dass die Unternehmen dank der Steuersenkungen von US-Präsident Donald Trump im zweiten Quartal mehr verdient haben.

Tesla-Titel gewannen 3,1 Prozent. Dem Branchendienst Electrek zufolge hob der US-Elektroautobauer wegen neuer Zölle seine Preise in China drastisch an.

Zu den Verlierern zählten dagegen Twitter mit einem Minus von 5,4 Prozent. Händler verwiesen auf einen Bericht der "Washington Post", wonach der Kurznachrichtendienst im Kampf gegen die Verbreitung von Falschmeldungen über seine Plattform in den vergangenen Monaten mehr als eine Million Nutzerkonten pro Tag gesperrt hat. Einem Insider zufolge könnte dies im zweiten Quartal zu einem seltenen Rückgang der monatlichen Nutzerzahl geführt haben, wie die Zeitung weiter berichtete.

Quelle: n-tv.de