Marktberichte

"Harvey", "Irma" und Nordkorea Wall Street trotz den Krisen

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Börsenhändler an der Wall Street.

(Foto: REUTERS)

Die Trümmer von "Harvey" sind noch nicht weggeräumt, da hält mit "Irma" schon der nächste Wirbelsturm auf die USA zu. Auch die Nordkorea-Krise sorgt für Unsicherheit an den Aktienmärkten. Der Dow Jones legt dennoch leicht zu.

Die Wall Street hat sich am Mittwoch leicht erholt. Die Kursverluste vom Dienstag ermunterten einige Anleger zum Wiedereinstieg in den US-Aktienmarkt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Abend in New York 0,3 Prozent im Plus bei auf 21.807 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2465 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 6393 Punkte.

Die schwelende Nordkorea-Krise sorge allerdings erneut für Unruhe, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensverwalters Raymond James. "Außerdem hält ein weiterer Hurrikan auf Florida zu." Während die US-Golfküste noch mit den Folgen von "Harvey" kämpft, formiert sich in der Karibik der Wirbelsturm "Irma" mit Windgeschwindigkeiten von etwa 300 Stundenkilometern.

Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea bereiteten den Börsianern Sorgen. "Es gibt die Befürchtung, dass Nordkorea am 9. September, dem nordkoreanischen Unabhängigkeitstag, eine weitere Atomrakete testet", sagte Analyst Edward Meir vom Finanzdienstleister INTL FCStone. Das Land hatte nach dem bisher größten Nukleartest vom Wochenende den USA mit "weiteren Geschenkpaketen" gedroht.

"Harvey" hinterlässt Spuren

Zu den Verlierern an der Wall Street gehörten die Aktien von Newell Brands mit einem Minus von 5,1 Prozent. Weil der Sturm "Harvey" den Nachschub mit Kunstharz störe, stiegen die Preise für das Material, teilte der Anbieter von "Spontex"-Schwämmen, "Nuk"-Schnullern und "Parker"-Kugelschreibern mit. Daher schraube er seine Gesamtjahresziele zurück.

Auch die US-Airline United Continental bekommt die Folgen von "Harvey" zu spüren. Wie das Unternehmen mitteilte, wird der Umsatz pro angebotenen Sitzkilometern im dritten Quartal drei bis fünf Prozent niedriger ausfallen als bisher erwartet. Die in der Branche viel beachtete Kennziffer werde damit stagnieren. Grund sei die viertägige Schließung des für United besonders wichtigen Flughafens Houston infolge von "Harvey". United-Continental-Aktien ließen 2,4 Prozent Federn.

In Frankfurt legten die Aktienmärkte unterstützt von Kursgewinnen der Autobauer zu. Die Furcht vor einem Krieg in Fernost ließ Anleger aber nicht los. Die bevorstehende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) machte sie zusätzlich nervös. Der Dax gewann 0,7 Prozent auf 12.214,54 Punkte.

Was sonst noch an den Aktienmärkten passiert ist, können Sie hier in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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