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Investitionen in Startups Nach Berlin fließen drei Milliarden Euro

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Immer mehr europäische Jungunternehmen erhalten "frisches Geld".

(Foto: imago/Westend61)

Das europäische Startup-Ökosystem gewinnt weiter an Stärke. Insgesamt erhalten junge Unternehmen im vergangenen Jahr so viel Geld wie nie zuvor. Im Städteranking reiht sich Berlin hinter London auf Platz zwei ein.

Europäische Startups haben im vergangenen Jahr Rekordinvestitionen im Umfang von 19,2 Milliarden Euro erhalten. Kapitalgeber investierten damit im Vergleich zum Vorjahr 84 Prozent mehr Geld in junge Unternehmen und die Zahl der Finanzierungen legte um 39 Prozent zu, wie die Beratungsgesellschaft EY mitteilte. Die deutschen Startups verzeichneten einen Anstieg der Mittel von 2,3 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro, wie aus dem Barometer hervorgeht.

Im europäischen Städteranking landete London mit 4,9 Milliarden Euro an Investitionen und 547 Finanzierungen weit vorn, danach folgten Berlin mit drei und Paris mit zwei Milliarden Euro. Dahinter kamen Basel und Stockholm, mit München konnte sich außerdem eine weitere deutsche Stadt in den Top Ten platzieren. Alles zusammengerechnet wurde im vergangenen Jahr so viel Geld wie nie zuvor in europäische Startups gesteckt. Mit 19,2 Milliarden Euro waren es 84 Prozent mehr als im Jahr davor.

Das europäische Startup-Ökosystem gewinne "weiter an Stärke", erklärte Peter Lennartz von EY zu den Ergebnissen. Immer mehr europäische Jungunternehmen erhielten "frisches Geld" und könnten damit innovative Geschäftsmodelle oder Technologien weiterentwickeln.

Der größte Deal fand der EY-Analyse zufolge 2017 in der Schweiz statt - dort erhielt das Basler Biotech-Unternehmen Roviant Sciences im August umgerechnet fast eine Milliarde Euro. Dahinter folgten das britische Virtual-Reality-Startup Improbable mit 464 Millionen Euro und der britische Essenslieferdienst Deliveroo mit 428 Millionen Euro. Das Berliner Start-up Delivery Hero sammelte bei seinem Börsengang im Juni 423 Millionen Euro ein und bekam einen Monat zuvor eine Finanzspitze von 387 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP/rts