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Startup-Szene im Blick Sebastian Kurz mischt sich unter die Gründer

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Kurz war am 9. Oktober nach Vorwürfen der Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit als Regierungschef zurückgetreten.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Seitdem sich der österreichische Ex-Bundeskanzler Kurz aus allen politischen Ämtern zurückgezogen hat, ist der 35-Jährige auf neuen Pfaden unterwegs. Bei einem Job bei einer Investmentfirma des milliardenschweren Mitbegründers von Paypal, Peter Thiel, soll es nicht bleiben.

Nachdem Sebastian Kurz als Österreichs Bundeskanzler wegen anhaltender Korruptionsvorwürfe zurückgetreten ist, orientiert sich der 35-Jährige beruflich um und hat eine eigene Firma gegründet. Die SK Management GmbH soll laut übereinstimmenden Berichten der "Kronenzeitung" und des Nachrichtenportals Heute künftig die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Ex-ÖVP-Chefs verwalten, etwa wenn Kurz in Startups investiert oder bezahlte Vorträge hält.

Kurz ist laut Firmenbuch Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter des im Bezirk Horn angesiedelten Unternehmens, die Stammeinlage der GmbH beträgt 35.000 Euro. "Es ist ihm wichtig, auch weiterhin Steuern in Österreich zu zahlen", wird eine Stimme aus dem Umfeld des Ex-Politikers zitiert. Als Geschäftszweige werden laut Firmenbuch das "Halten von Beteiligungen", "Beteiligungsverwaltung", "Erbringung von Managementdienstleistungen" und "Unternehmensberatung" genannt.

Bereits im Dezember hat Kurz als "Global Strategist" bei dem deutsch-amerikanischen Tech-Investor Peter Thiel angeheuert. Der gebürtige Frankfurter Thiel war einer der Gründer des Online-Bezahldienstes Paypal und der erste externe Investor von Facebook (heute Meta). Er gilt als politisch konservativ und zählt zu den Unterstützern des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Schon als Politiker hatte Kurz ein reges Interesse an der Startup-Szene. Noch als Außenminister trat er etwa bei dem Pioneers Festival auf und eine Zeitlang beriet seine Partei Runtastic-Mitgründer Florian Gschwandtner rund um das Thema Digitalisierung.

Kurz war am 9. Oktober nach Vorwürfen der Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit als Regierungschef zurückgetreten. Sein Team soll seinen Aufstieg seit 2016 durch geschönte Umfragen und gekaufte Medienberichte befördert haben. Im Gegenzug sollen hohe Summen, darunter auch Steuergelder, für Anzeigen geflossen sein. Knapp zwei Monate nach seinem Rücktritt kündigte Kurz schließlich seinen vollständigen Rückzug aus der Politik an. Er begründete dies mit den gegen ihn laufenden Korruptionsermittlungen, aber auch mit der Geburt seines Kindes.

Quelle: ntv.de, jki

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