Das war Donnerstag, der 27. Juli 2017
Liebe Leser! Der Dauerregen ist endlich abgezogen und etliche Menschen in den besonders betroffenen Regionen atmen auf. In einigen Gemeinden - etwa in einem Stadtteil von Hildesheim - bangt man aber noch angesichts von Flutwellen und Hochwasser.
Was ist sonst noch passiert?
Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat ein Zulassungsverbot für bestimmte Porsche-Modelle erlassen. Dabei will die Politik den Autobauern doch vertrauen.
Der neue Kommunikationschef im Weißen Haus, Anthony Scaramucci, geht auf Angriff - gegen seinen eigenen Chef.
Peter Neururer spricht mit uns über die 2. Fußball-Bundesliga - und Krawalle.
Mein Technik-Kollege hat sich ein paar Mythen rund um den Datenschutz angeschaut und geprüft.
Heute startet im Kino der neue Film von Christopher Nolan - ich habe mir "Dunkirk" schon mal angeschaut.
Außerdem ging die aktuelle "Bachelorette"-Staffel zu Ende - mit der Frage, was aus dem Paar nach Drehschluss wurde.
Damit wünscht Ihnen Markus Lippold eine ruhige und erholsame Nacht. Morgen ist "Der Tag" wieder für Sie da.
Iran testet erfolgreich Trägerrakete
Teheran verkündet den erfolgreichen Test einer Rakete:
Laut der Nachrichtenagentur Fars wurde die Rakete "Simorgh" (Phönix) getestet, die einen 250 Kilogramm schweren Satelliten in eine Umlaufbahn von 500 Kilometern Höhe transportiert hat.
Weitere Satelliten-Tests sollen demnach folgen.
Wegen der Raketentests laufen noch mehrere Sanktionen der USA gegen den Iran. Washington sieht in den Tests einen Verstoß gegen UN-Resolutionen sowie Verpflichtungen aus dem Atomabkommen.
Zwei Verletzte bei Sex zu dritt
Mit einem ungewöhnlichen Unfall bekommt es die Polizei in Rheinland-Pfalz zu tun:
Zwei Frauen, die sich nackt auf einer Terrasse in Bad Breisig mit einem Mann vergnügen, verletzten sich dabei schwer.
Eine der Frauen stürzt über das Geländer der Terrasse etwa drei Meter in die Tiefe. Die zweite Frau geht um das Haus, um ihr zu helfen, stürzt dabei aber an einer Treppe und verletzt sich ebenfalls.
Laut Polizei erleiden beide Knochenbrüche.
Der besorgte Mann ruft die Polizei.
Gewitter über Berlin
Der Tag hat wettermäßig eigentlich recht schön begonnen. Derzeit braut sich über Berlin allerdings ein Gewitter zusammen, wie dieses Video zeigt, dass ich gerade aufgenommen habe.
Frankreich verstaatlicht Großwerft STX
Die französische Werft STX France soll verkauft werden. Doch da dort neben Kreuzfahrt- auch Militärschiffe hergestellt werden, gibt es Streit - den Paris nun kurzerhand beendet, indem man die Werft verstaatlicht:
"Wir haben uns dafür entschieden, das Vorkaufsrecht des Staates für STX auszuüben", sagt Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire.
Die Kosten beziffert er auf rund 80 Millionen Euro.
"Die Rolle des Staates ist, unsere strategischen Interessen zu schützen", sagt er.
Frankreich wollte dem potenziellen italienischen Käufer Fincantieri lediglich 50 Prozent der Werft zugestehen - was der Konzern ablehnte.
Clinton bringt Buch über Wahlkampf heraus
Wo wir schon mal bei den US-Demokraten sind - auch Hillary Clinton arbeitet die Vergangenheit auf:
Sie bringt im September das Buch "What Happened" (Was geschehen ist) heraus, in dem sie den verlorenen Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr beschreibt.
Nach Angaben des Verlagshauses Simon & Schuster beschreibt die Politikerin darin, wie sie sich als erste weibliche Präsidentschaftskandidatin in einem unberechenbaren Wahlkampf mit zahlreichen Hoch- und Tiefpunkten, Sexismus und absurden Wendungen einem Gegner habe stellen müssen, der alle Regeln gebrochen habe.
Demnach will Clinton auch auf eigene Fehler eingehen, sich aber vor allem dem Thema einer angeblichen russischen Einmischung in den Wahlkampf widmen.
Damit dürfte das Buch ja dann auch für Präsident Trump interessant sein.
Michelle Obama spricht über rassistische Angriffe
Sie wurde rassistisch beleidigt, mit einem Affen verglichen und verspottet. Dabei saß Michelle Obama als First Lady im Weißen Haus. Auf einer öffentlichen Veranstaltung spricht sie nun über rassistische Anfeindungen während und nach der Präsidentschaft ihres Mannes. Vor den Gästen einer Frauenstiftung habe sie etwa darüber gesprochen, wie sehr es sie verletzt habe, dass manche sie auch nach acht Jahren im Dienste des Landes immer noch nach ihrer Hautfarbe beurteilten, schreibt die "Denver Post". "Als Frauen müssen wir jeden Tag so viele kleine Verletzungen ertragen", sagt Obama, "und wir stehen trotzdem wieder auf".
Ehrlicher Finder gibt Goldbarren und Geld ab
Ein Schatz unter einem Baum? Nein, einfach vergessene Wertsachen - und ein ehrlicher Finder:
Unter einem Baum in Berlin-Neukölln findet ein Mann 3500 Euro Bargeld und 22 verschieden große Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 1 Kilo - und gibt sie bei der Polizei ab.
Der Eigentümer wurde recht schnell ermittelt. Er holte die Sachen wenig später im zentralen Fundbüro in Tempelhof ab.
Der Besitzer hatte die Mappe nach eigenen Angaben beim Abschließen seines Rades abgestellt - und schlicht vergessen.
Und der Finder darf sich über einen Finderlohn freuen - 3 bis 5 Prozent des Wertes sind gesetzlich vorgeschrieben.
Baby Charlie soll bald in einem Hospiz sterben
Das juristische Tauziehen um Baby Charlie in Großbritannien geht zu Ende:
Die lebenserhaltenden Maßnahmen für das todkranke Kind sollen kurz nach seiner Ankunft in einem Hospiz eingestellt werden, entscheidet ein Richter am Londoner High Court.
Wo und wann Charlie sterben wird, soll auf Anordnung des Gerichts aber geheim bleiben.
Charlies Eltern hatten sich noch mehr Zeit gewünscht, um Abschied von ihrem elf Monate alten Sohn zu nehmen.
Die Ärzte des Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhauses hatten dagegen auf ein rasches Ende der lebenserhaltenden Maßnahmen gedrängt. Sie wollen dem Jungen weiteres Leiden ersparen.
Videos des Tages
Kritik an Freilassung der Terrorverdächtigen von Güstrow
Gestern erst wurden bei einer Razzia in Güstrow drei mutmaßliche Islamisten - zwei Bosnier und ein Deutscher - wegen Terrorverdachts festgenommen. Doch schon am Abend kamen sie wieder frei. Das wirft Fragen auf:
Dem Amtsgericht in Güstrow zufolge hatte das Landeskriminalamt beantragt, die Männer in Gewahrsam zu nehmen. Doch seien die Verdächtigen nicht, wie vorgeschrieben, unverzüglich einem Richter vorgeführt worden. Deshalb hätten sie wieder freigelassen werden müssen.
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommerns bedauert diese Entscheidung. Man habe "alles dafür getan", eine unverzügliche Entscheidung des Richters herbeizuführen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die vorübergehende Festnahme der Männer sei im Rahmen der Gefahrenabwehr durch die Polizei nach deren Ermessen erfolgt, sagt derweil ein Sprecher der Generalbundesanwaltschaft. Ein Haftbefehl sei nicht beantragt worden. Dafür habe es am dringenden Tatverdacht gefehlt.
Vertreter von Linkspartei und AfD fordern nun von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Aufklärung über den Anti-Terror-Einsatz und mögliche Versäumnisse der Behörden.
Putin kündigt Antwort auf US-Sanktionen an
Die USA wollen ihre Sanktionen gegen Russland verschärfen. Nun reagiert der Kreml, mit harschen Worten:
Die Sanktionen seien nach internationalem Recht illegal, sagt Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch in Finnland.
"Wir sind immer sehr zurückhaltend und geduldig, aber irgendwann werden wir eine Antwort geben müssen, denn es ist unmöglich, diese Art von Frechheit gegenüber unserem Land ewig zu tolerieren", so Putin.
Die Sanktionen seien "extrem zynisch" und dienten nur dazu, die geopolitischen Interessen der USA auf Kosten ihrer Alliierten zu sichern.
Tatsächlich ist auch die EU mit den neuen Sanktionen nicht einverstanden. Denn es geht dabei auch um die Vormachtstellung auf dem europäischen Energiemarkt.
Jeff Bezos ist jetzt reichster Mensch der Welt
Reich, reicher, Jeff Bezos. Auf der Liste der reichsten Menschen des "Forbes"-Magazins hat der Amazon-Chef den Spitzenplatz erobert und Microsoft-Gründer Bill Gates verdrängt:
Demnach kommt Bezos nun auf ein Vermögen von mehr als 90 Milliarden Dollar (76,9 Mrd Euro).
Der Grund für den Wechsel auf dem Spitzenplatz ist ein leichter Kursanstieg der Amazon-Aktien - von denen Bezos selbstredend jede Menge besitzt.
Sollte die Amazon-Aktie wieder fallen, könnte Bezos den Spitzenplatz natürlich schnell wieder verlieren. Ohnehin geht es hier nur um Schätzwerte.
Netanjahu fordert Todesstrafe für Terroristen
Israels Premier Benjamin Netanjahu fordert die Todesstrafe für palästinensische Attentäter. Die "Zeit dafür ist gekommen", sagt der Rechtspolitiker beim Besuch von Angehörigen eines Terroropfers. 1979 hatte das Land die Todesstrafe für Terroristen eingeführt, die besonders grausame Anschläge verüben. Bisher wurde die Regelung noch nie angewandt. Mehr dazu lesen Sie hier.
US-Admiral würde Befehl für Atomangriff befolgen
Ein Soldat hat zu gehorchen. Diese Ansicht vertritt auch Admiral Scott Swift. Der Kommandeur der US-Pazifikflotte äußert sich auf einer Sicherheitskonferenz in Australien zu der Frage, ob er auch den präsidialen Befehl für einen Atomangriff auf China ausführen würde. Als guter Soldat sagt Swift: "Die Antwort wäre Ja." Schließlich hätte er als Soldat einen Eid geschworen, den Befehlen von Offizieren und des Präsidenten Folge zu leisten. Ein Sprecher der Pazifikflotte kritisiert später die Swift gestellte hypothetische Frage als lächerlich.
AfD fordert Neuauszählung in NRW
Das Parlament ist zusammengekommen, die Koalition steht, der Ministerpräsident ist gewählt: Eigentlich könnte in Nordrhein-Westfalen das politische Tagesgeschäft losgehen. Die AfD fordert allerdings eine Neuauszählung aller Zweitstimmen:
Die Partei sei "massiv um Stimmen betrogen" worden, sagt der Essener AfD-Chef Stefan Keuter in Düsseldorf. Es gehe im Ergebnis um mehr als ein Mandat.
Man habe Nachweise für Manipulationen und "landesweite systemische Fehler", sagt der von der AfD beauftragte Anwalt Christian Bill. "Man könnte auch sagen, es handelt sich um Wahlfälschung."
Die AfD war bei der Wahl am 14. Mai mit 16 Abgeordneten in den Landtag eingezogen. Der Landeswahlausschuss hatte bereits kurz nach der Wahl Ungenauigkeiten zu Ungunsten der AfD festgestellt und das Zweitstimmen-Ergebnis nach oben korrigiert.
Dobrindt verhängt Zulassungsverbot für Porsche-Modell
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verfügt im Dieselskandal ein Zulassungsverbot für bestimmte Fahrzeuge des Modells Porsche Cayenne. Der Minister begründet diesen Schritt mit einer illegalen Software für die Abgassteuerung, die in dem Fahrzeug verbaut sei. Mehr dazu lesen Sie hier.
Betrunkene zünden an Tanksäule Benzin an
Wer auf dem Klo sitzt, sollte nicht mit Toilettenpapier werfen. Und an einer Tankstelle sollte man nicht mit dem Feuer spielen:
An einer Tankstelle im thüringischen Saalfeld setzen zwei Männer Benzin in Brand: Dazu lassen sie Benzin aus einer Tanksäule ab und zünden es mit einem Feuerzeug an.
Zeugen alarmieren die Polizei, die die beiden Männer festnimmt. Der Jüngere soll dabei einen Polizisten angegriffen und mit Tritten verletzt haben.
Ein Atemalkoholtest ergibt bei dem 40-Jährigen einen Wert von 3,1 Promille. Der 28-Jährige verweigert zunächst einen Atemtest.
Schlagzeilen zum Feierabend
Verletzte bei neuen Zusammenstößen auf dem Tempelberg
Nach dem Abbau israelischer Sicherheitsvorkehrungen am Tempelberg in Jerusalem kommt es erneut zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei. Der palästinensische Rote Halbmond meldet 46 Verletzte auf dem Tempelberg selbst und in dessen unmittelbarer Umgebung. Zuvor hatten erstmals seit zwei Wochen gläubige Muslime das Plateau zum Gebet betreten.
Brexit-Fahrplan wackelt bereits
Erst seit etwa einem Monat sprechen EU und Großbritannien offiziell über den Brexit. Der zu Beginn festgelegte Fahrplan ist aber offenbar schon wieder Makulatur:
Der für Oktober geplante Beginn der Verhandlungen über die künftigen Handelsbeziehungen wackelt laut EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Das erfährt Reuters von mehreren EU-Vertretern.
Der Franzose habe am Mittwoch die Botschafter der verbleibenden 27 EU-Staaten darüber informiert.
Bisher gibt es bei den Gesprächen zwischen London und Brüssel kaum Fortschritte.
Zwei Tote bei Badeunfällen auf Usedom
Beim Baden in der Ostsee kommen auf der Insel Usedom zwei Menschen ums Leben:
In Zinnowitz wird ein Mann leblos aus der Ostsee geborgen. Er kann nicht wiederbelebt werden.
Kurz darauf werden in Ahlbeck eine Frau und ein Mann bewusstlos aus dem Wasser geholt. Der Mann kommt wieder zu sich, die Frau stirbt.
Details zu den Umständen der Badeunfälle sowie zu Identität und Herkunft der Betroffenen gibt es bisher nicht.
Putin ernennt neuen UN-Botschafter
Jahrelang prägte Witali Tschurkin das Gesicht Russlands bei den Vereinten Nationen. Im Februar jedoch starb der UN-Botschafter überraschend. Nun steht der Nachfolger fest:
Staatschef Wladimir Putin ernennt Wassili Nebensja zum neuen UN-Botschafter Russlands.
Der 55-jährige Nebensja gehört zu Moskaus erfahrensten Diplomaten. Zuletzt war er seit 2013 stellvertretender Außenminister.
Vorübergehend hatte Tschurkins Stellvertreter Pjotr Ilitschow die russische UN-Vertretung geleitet.
In Langenstein droht ein Erdrutsch
Nicht nur in Hildesheim ist die Hochwasserlage weiter angespannt. Auch in der Harzregion geht das Zittern weiter - und die Angst vor einem Erdrutsch:
Die Fluten des übergelaufenen Goldbachs bedrohen nicht nur Harsleben in Sachsen-Anhalt, sondern auch das nahe Langenstein.
Hier droht ein durchweichter Hang abzurutschen und womöglich Wohnhäuser mitzureißen.
In der Nacht hatte der Goldbach die Straße überspült und stundengelang gegen die Böschung gedrückt, sagt Einsatzleiter Thomas Dittmer. Zur Stabilisierung bauen Rettungskräfte Vliesmatten ein.
Arbeitgeber dürfen keine Keylogger einsetzen
Welcher Arbeitgeber weiß schon, was die Angestellten so den ganzen Tag über machen? Zumal wenn sie am Computer sitzen und Zugang zum Internet haben. Aber darf die Firma eine Spähsoftware auf den Rechnern einsetzen, um die Mitarbeiter zu kontrollieren?
Das Bundesarbeitsgericht setzt der Überwachung von Arbeitnehmern durch solche Software enge Grenzen.
Sogenannte Keylogger, die alle Tastatureingaben an einem Rechner heimlich protokollieren und Bildschirmfotos schießen, seien zur Überwachung des Arbeitsverhaltens unzulässig, entscheiden die Richter in Erfurt.
Das gelte nur dann nicht, wenn ein konkreter Verdacht auf eine Straftat oder eine schwerwiegende Pflichtverletzung des Arbeitnehmers bestehe.
US-Kunden verklagen Autobauer wegen Kartell
Nach der Aufdeckung eines Kartells deutscher Autobauer droht den beteiligten Firmen juristischer Ärger in den USA:
Drei Kunden beschuldigen den Volkswagen-Konzern sowie Daimler und BMW, unter anderem mit illegalen Absprachen zu Preisen und Abgastechnik gegen US-Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben.
Die entsprechende Klage, hinter der die US-Kanzlei Robins Kaplan steht, wurde am Dienstag bei einem Gericht im Bundesstaat New Jersey eingereicht.
Die US-Anwälte berufen sich bei ihren Vorwürfen der Verschwörung im Wesentlichen auf Informationen aus deutschen Presseberichten. Sie haben den Rechtsstreit als potenzielle Sammelklage angelegt, der sich weitere Autobesitzer und Leasing-Nehmer anschließen könnten.
Ex-Präsident Saakaschwili ist staatenlos
Früher war er Präsident Georgiens, dann siedelte er in die Ukraine über. Nun ist Michail Saakaschwili staatenlos:
Die Ukraine entzieht ihm seine Staatsbürgerschaft, wie das Büro von Präsident Petro Poroschenko in Kiew mitteilt.
Das Büro Poroschenkos begründet die Entscheidung mit einem Verstoß Saakaschwilis gegen die Vorschriften zur Einbürgerung. Dieser habe in seinem Antrag "falsche Angaben" gemacht.
Georgien hatte seinen Pass bereits Ende 2015 für ungültig erklärt, nachdem Saakaschwili Bürger der Ukraine geworden war.
Saakaschwili betonte, er werde um sein Recht auf Rückkehr in die Ukraine kämpfen. Nach Angaben einer Sprecherin hält er sich derzeit in New York auf.
Schichtwechsel
Wenn in Berlin die Ampelanlage an einer größeren Straße ausfällt heißt das: Chaos. Zumindest bis Polizisten händisch den Verkehr regeln. Das hab ich auch lange nicht gesehen - bis heute auf dem Weg zur Arbeit. Ich hoffe, mein Kollege Volker Petersen umfährt auf dem Weg in den Feierabend die Kreuzung weiträumig. Jetzt übernimmt Markus Lippold und wünscht einen schönen Nachmittag.
Juncker steckt Merkel in die Tasche
Nicht einmal Kanzlerin Merkel kann darauf vertrauen, dass immer jeder rangeht, wenn sie anruft. EU-Kommissionschef Juncker trat heute mit dem slowakischen Regierungschef Fico in Brüssel vor die Mikrofone, als sein Handy klingelte. "Das ist meine Frau, sorry", sagte der Luxemburger. Nach einem Blick aufs Display korrigierte er sich: "Nein, es war Frau Merkel." Fico war amüsiert, die im Urlaub weilende Kanzlerin dürfte es verschmerzen. Wo sie und andere Politiker ihren Urlaub ist verbringen, lesen Sie übrigens hier.
Frankreich will "Hotspots" für Flüchtlinge in Libyen
Frankreich prescht mit einem Vorschlag zur Flüchtlingsfrage vor. Die Regierung will noch in diesem Jahr sogenannte Hotspots für Flüchtlinge in Libyen errichten - mit oder ohne Hilfe der EU.
"Ich will das ab diesem Sommer machen", sagte Präsident Macron. Allerdings erklärte der Präsidentenpalast kurz danach, für die Entsendung französischer Beamter müsse zunächst die Sicherheitslage ausreichend gut sein - derzeit sei dies in Libyen nicht der Fall.
Die EU hat "Hotspots" wegen der Flüchtlingskrise in den europäischen Hauptankunftsländern Italien und Griechenland eingerichtet. Migranten werden dort mit Unterstützung von Experten der EU-Grenzbehörde Frontex und der europäischen Asylagentur Easo registriert.
Mit der EU war der Vorstoß wohl nicht abgestimmt - bieder EU-Kommission zeigte man sich überrascht.
Mario Barth antwortet auf Rassismus-Vorwürfe
Wenn Künstler sich zu politischen Fragen äußern, verdrehen immer alle die Augen, die anderer Meinung sind. Das erlebte auch Mario Barth, der manch einen mit Facebook-Posts irritierte. Kritik muss er sich allerdings gefallen lassen, zum Beispiel wegen seiner Trumptower-Geschichte. Dass er am rechten Rand fischt, gar etwas mit Rassismus am Hut hat, weist er nun gegenüber dem "Stern" zurück. Er verweist auf seine Familiengeschichte. Sein Urgroßvater mütterlicherseits sei als Jude im KZ ermordet worden, sein Großvater habe als sogenannter Halbjude Deutschland verlassen müssen. "Ich verachte alles Rassistische. Ich weiß, was solche Leute anrichten."
Waschbär reißt Tausende Berliner aus dem Schlaf
Als Wahlberliner kann ich berichten, dass man in der Hauptstadt mit einem gewissen Geräuschpegel leben muss - in meiner Nachbarschaft lebt zum Beispiel der vermutlich lauteste Nieser der Welt, der immer viermal hintereinander die Gläser in der Vitrine mit einem gewaltigen ATSCHUUU erklirren lässt. Eine Nummer größer war aber das, was im Westen der Stadt in der vergangenen Nacht los war.
Hunderte Notrufe gingen bei der Polizei ein, die Anrufer berichteten von einem lauten Knall und einem fast halbstündigen Geräuschpegel, wie der RBB berichtet. Schuld war ein Waschbär - der hatte im Heizkaftwerk Reuter in Berlin-Siemensstadt einen Kurzschluss ausgelöst.
Dadurch sei ein großer Trafo vom Dienst gegangen, wodurch wiederum eine Turbine ausfiel, die mit dem Dampf einer benachbarten Müllverbrennungsanlage betrieben wird. Da der Dampf dennoch entweichen musste, wurde der über Ventile abgelassen, was die lauten Geräusche erklärte.
Ich glaube, bei meinem niesenden Nachbarn ist die Erklärung simpler. Es kitzelt ihn einfach in der Nase.
Anklage gegen Regensburger Bürgermeister
Der Regensburger Oberbürgermeister sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt - er soll bestechlich gewesen sein. Nun klagt die Staatsanwaltschaft SPD-Mann Joachim Wolbergs an.
Wolbergs werden Bestechlichkeit in zwei Fällen sowie Vorteilsannahme und fünf Verstöße gegen das Parteiengesetz vorgeworfen.
Vor dem Hintergrund der Ermittlungen war der Oberbürgermeister Anfang des Jahres bereits des Dienstes enthoben worden.
Zu den insgesamt vier Beschuldigten in dem Verfahren zählt den Angaben zufolge auch ein Unternehmer aus der Wohnungsbaubranche sowie der Ex-Fraktionschef der SPD im Regensburger Stadtrat.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Prinz William steigt letztmals ins Cockpit
Bis heute ist Prinz William eigentlich hauptberuflich Pilot eines Rettungshubschraubers. Am Abend steigt er nun zum letzten Mal ins Cockpit, sein letzter Dienst steht an. Danach will er mit seiner Familie von Norfolk nach London ziehen, er ist dann hauptberuflich Thronfolger. Er habe großen Respekt vor den Mitarbeitern des Rettungsdienstes und sei stolz gewesen, zu dienen, schrieb William in einem offenen Brief in der "Eastern Daily Press" an seine Kollegen. Die Erfahrungen als Rettungspilot hätten ihn darin bestärkt, sich dem Thema psychische Gesundheit zu widmen, so William.
Ostdeutsche arbeiten im Schnitt eine Stunde länger
Wer arbeitet mehr, die im Westen oder die im Osten? Die zweite Antwort ist richtig.
Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung arbeiten Tarifbeschäftigte in Ostdeutschland noch immer etwa eine Stunde länger pro Woche als Arbeitnehmer in Westdeutschland.
Die tarifliche Wochenarbeitszeit in Ostdeutschland liege im Schnitt bei 38,7 Stunden, im Westen bei 37,6 Stunden, wie die Hans-Böckler-Stiftung mitteilt.
Das war der Morgen bei n-tv
Britische Autobranche wird nervös
Dass der Brexit ein großes Problem für die britische Wirtschaft wird, ist unumstritten - das spüren nun die Autobauer des Landes ganz besonders. Um 14 Prozent geht die Produktion im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. 137.000 Autos liefen noch bei Vauxhall, Ford, Jaguar, Mini oder Lotus vom Band. Im ersten Halbjahr ist die Lage zwar weniger dramatisch, aber dennoch bedenklich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Produktion um drei Prozent auf knapp 867.000. Das Problem: Mehr als die Hälfte der Autos werden in der EU verkauft. Wenn Großbritannien raus ist, müssten die Autohändler zehn Prozent Zoll zahlen, wenn es keinen neuen Handelsvertrag gibt.
Übrigens, bei Volkswagen sehen die Quartalszahlen sehr gut aus.
So groß ist die deutsche Durchschnittswohnung
Drei Millionen Wohnungen sind in den vergangenen 16 Jahren in Deutschland entstanden - das hat dazu geführt, dass im Schnitt jedem Einwohner 7,7 Quadratmeter mehr zur Verfügung stehen. Auf 1000 Einwohner kamen Ende des vergangenen Jahres rund 500 Wohnungen. Und die waren im Schnitt 92,2 Quadratmeter groß.
Ost-Ausschuss: Notfalls Sanktionen gegen USA
Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft hat deutlich gemacht, wie unglücklich er über die US-Sanktionspläne gegen Russland ist. Nun stellt Geschäftsführer Michael Harms etwas in den Raum, das ein Novum in der Nachkriegsgeschichte wäre: Sanktionen gegen die USA. So sollten Auswirkungen von neuen US-amerikanischen Strafmaßnahmen gegen Russland auf hiesige Firmen beantwortet werden. "Ich muss sagen, das ist natürlich das Allerletzte, was wir uns wünschen", sagte er. "Aber wir müssen uns diese Möglichkeit offenhalten", ergänzte er.
Wirtschaftsministerin Zypries ist da anderer Meinung - sie warnt vor einem Handelskrieg mit den USA.
Jones sichert sich Millionen Dollar Michael Jacksons
Ein Gericht spricht Musikproduzent Quincy Jones eine Millionensumme aus dem Nachlass von Poplegende Michael Jackson zu. Der Los Angeles Superior Court stimmte seiner Klage aus dem Jahr 2013 zu - danach stehen ihm Tantiemen für die Nutzung von Jackson-Songs nach dem Tod des Sängers zu. "Es ist nicht nur ein Sieg für mich selbst, sondern auch einer für Künstlerrechte", schrieb Jones in einem Statement. Jones hatte unter anderem Jacksons Album "Thriller" produziert, der meistverkauften Platte aller Zeiten.
Dauerregen bedroht Ernte deutscher Bauern
So viel Regen kam in vielen Gebieten Deutschlands herunter, dass die Landwirte noch mehr Sorgen haben als sonst. Wegen des Dauerregens komme es zu "Qualitätsschäden und es droht auch zu einem Mengenproblem zu werden", sagt der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands (DBV), Bernhard Krüsken. Die Bauern sorgen sich zudem um die Wetterextreme generell: "Die Ausschläge und Extreme nehmen deutlich zu", sagte Krüsken der "Passauer Neuen Presse". Dadurch stiegen die Risiken für die Landwirte.
Schlagzeilen am Morgen
1977 entführte Landshut kommt an den Bodensee
Die "Landshut" ist Teil bundesrepublikanischer Geschichte - 1977 wurde das Lufthansa-Flugzeug von Terroristen entführt, die schließlich in Mogadischu landeten. Dort befreite dann die GSG 9 die Geiseln in einer bis dahin beispiellosen Aktion. Vor einiger Zeit wurde die Maschine in Brasilien wiederentdeckt, wo sie verschrottet werden sollte. Das Auswärtige Amt hat sie nun für 20.000 Euro gekauft und will sie nun nach Deutschland verschiffen. Sie soll nach einer Instandsetzung in Friedrichshafen am Bodensee ausgestellt werden.
Justin Bieber fährt Fotografen an
Fotografen und Reporter haben gestern Abend den Pick-up-Truck von Justin Bieber umringt, als der gerade nach einem Gottesdienst in Beverly Hills losfahren wollte - jetzt liegt einer von ihnen im Krankenhaus. Der Popstar setzte sein Auto in Bewegung und fuhr dabei versehentlich einen Fotografen an, wie ein Video auf dem Promi-Portal TMZ zeigt. Bieber stieg aus und harrte an der Seite des am Boden liegenden Mannes aus, bis ein Rettungswagen kam.
Airbus baut noch weniger A380
Das Riesenflugzeug A380 ist ein Ladenhüter - daher will Airbus künftig noch weniger Exemplare davon bauen. Ab 2019 sollen jedes Jahr nur noch 8 Exemplare entstehen - im vergangenen Jahr waren es noch 28.
Mehr dazu hier.
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Mutter gab Tochter Heroin zum Einschlafen
Weil ihre minderjährige Tochter nicht einschlafen konnte, hat eine Frau aus Hamm in NRW ihr zweimal Heroin überlassen. Wie der WDR berichtet, hat die 39-Jährige das bereits gestanden. Heute beginnt ihr Prozess vor dem Landgericht Dortmund. Die Tochter wandte sich schließlich selbst an die Polizei, die darauf die Mutter und deren ebenfalls drogensüchtigen Freund festnahm. Beide sollen mit Heroin gedealt und es selbst konsumiert haben. Auch die Tochter nahm demnach heimlich Drogen.
Mann fliegt aus Karussell und stirbt
Tödlicher Unfall auf einem Jahrmarkt in Columbus im US-Staat Ohio: Ein 18-Jähriger ist aus einem Fahrgeschäft geflogen und ums Leben gekommen.
Sieben weitere Personen seien verletzt worden, fünf von ihnen befänden sich im kritischen Zustand, sagten Feuerwehrleute dem Sender NBC24 Columbus.
Auf einem Amateurvideo war zu sehen, wie sich Sitzreihen aus einer Art Schaukel gelöst hatten, als sie nahe dem Boden war.
Mehr dazu hier.
Angelina Jolie litt an Gesichtslähmung
Die Trennung von ihrem Mann Brad Pitt war für Schauspielerin Angelina Jolie sehr hart. So hart, dass sie sogar zeitweise an einer Gesichtslähmung litt, wie sie der Zeitschrift "Vanity Fair" sagte. Wegen Nervenschäden habe eine Gesichtshälfte heruntergehangen. Außerdem habe sie ein paar zusätzliche graue Haare bekommen. "Manchmal setzen sich Frauen in Familien an die letzte Stelle", sagte sie demnach. "Bis es Folgen für ihre eigene Gesundheit hat."
Mehr dazu hier.
500 Jahre altes Rathaus in Dillingen ausgebrannt
Entsetzen in Dillingen an der Donau - gestern Abend stand das historische Rathaus der schwäbischen Stadt in Flammen. Nach etwa zwei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Verletzte gab es nicht. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch völlig unklar.
Nord- und Südkorea gedenken 64 Jahre Waffenstillstand
64 Jahre ist es nun her, dass der Korea-Krieg endete, der zur Gründung des kommunistischen Nordstaates führte, während im Süden eine Militärdiktatur errichtet wurde, die vor rund 30 Jahren in die heutige Demokratie mündete. Den Tag begehen beide Regime mit Gedenkfeiern.
Die südkoreanische Regierung zeichnete in Seoul Soldaten postum aus, die während des Korea-Kriegs zwischen 1950 und 1953 starben.
Währenddessen drohte Nordkorea zu diesem Anlass erneut den Vereinigten Staaten mit einem Atomkrieg. Die wichtigste nordkoreanischen Tageszeitung "Rodong Shinmun" mahnte die USA, "die Lektionen vom Korea-Krieg zu lernen".
Von Frieden ist übrigens offiziell nicht die Rede - seit 1953 gilt lediglich ein Waffenstillstand. Völkerrechtlich gilt damit noch der Kriegsszustand.
Das wird heute wichtig
Man ist ja dankbar in diesem Sommer, dankbar für ein wenig Trockenheit. Das wird heute wichtig:
Wir befassen uns weiter mit dem abgestürzten Bundeswehrhubschrauber in Mali.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz reist nach Italien und trifft dort Ministerpräsident Gentiloni.
Die Plädoyers im NSU-Prozess gehen weiter.
Die Deutsche Bank, Bayer und Airbus legen Quartalszahlen vor.
Wir berichten über die sich entspannende Lage in den Hochwassergebieten.
Über die Autorin
Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Fragen, Anregungen, Kritik? Schreiben Sie an volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter.
Bis zu 24 Grad möglich
Heute gibt es einen Mix aus dichten Wolken, aufgelockerten Abschnitten und einzelnen Regenschauern, vereinzelt sind auch Gewitter möglich. Am freundlichsten ist es zu Beginn ganz im Osten, später dann eher im Westen. Die Temperaturen erreichen 20 bis 24, in Bayern sowie im Bergland 18 bis 20 Grad. Morgen weiter es wechselhaft bei 18 bis 25 Grad. Am Wochenende wird es im Süden öfter sonnig, lediglich in den Alpen bilden sich lokale Gewitter. Im Norden geht es dagegen unbeständig und windig weiter. Dazu steigen die Temperaturen aber merklich an und erreichen 24 bis 28, am Sonntag 25 bis 30 Grad. An der Küste werden es 20 bis 23 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander