Montag, 15. Februar 2016: Der Tag bei n-tv

Heute mit Volker Petersen und Kai Stoppel

22:30 Uhr

Das war Montag, der 15. Februar

Auch zum Wochenbeginn dominierten wieder zwei Themen die Nachrichtenlage - die gleichzeitig eng miteinander verknüpft sind. Das erste ist die Lage im syrischen Bürgerkrieg. Hier gab es Meldungen über Angriffe auf Kliniken und Schulen im Norden des Landes. Das andere Thema ist die Flüchtlingskrise in Europa, wo es auf vielen Ebenen neue Entwicklungen gab. Die CDU hat ihr Integrationskonzept beschlossen, gleichzeitig arbeiten osteuropäische EU-Länder an einer eigenen Strategie, um den Flüchtlingszuzug zu begrenzen. Auch Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hatte sich zu der Flüchtlings-Situation in Europa geäußert.

Das fanden Sie heute auch noch wichtig:

Ich darf Sie damit in den Feierabend verabschieden. Bleiben Sie uns gewogen und schauen Sie doch morgen wieder rein in "Der Tag". Beste Grüße, Kai Stoppel

22:14 Uhr

Vier US-Journalisten in Bahrain festgenommen

Im Golfstaat Bahrain sind vier amerikanische Journalisten festgenommen worden. Das teilten die Sicherheitsbehörden des Landes mit.

  • Die Polizei wirft ihnen vor, unerlaubt aus Bahrain berichtet zu haben.
  • Einer der Journalisten habe sich an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.
  • Reporter ohne Grenzen forderte die sofortige Freilassung.

Das arabische Königreich Bahrain wird von einem sunnitischen Herrscherhaus regiert. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch schiitisch. Während der arabischen Aufstände vor fünf Jahren ließ die Regierung Proteste von Schiiten mit Gewalt niederschlagen.

22:00 Uhr
21:55 Uhr

Franziskus bittet Urbevölkerung in Mexiko um Verzeihung

Papst Franziskus bei seinem Besuch in Mass at San Cristobal de las Casas, wo er die bewegende Rede hielt.
Papst Franziskus bei seinem Besuch in Mass at San Cristobal de las Casas, wo er die bewegende Rede hielt.(Foto: REUTERS)

Pontifex heißt übersetzt "Brückenbauer". Und der aktuelle Pontifex, Papst Franziskus, baute bei seinem Mexiko-Besuch nun eine Brücke zu der indianische Urbevölkerung des Landes:

  • Papst Franziskus hat die indianische Urbevölkerung Mexikos um Verzeihung für das ihr angetane Leid gebeten.
  • "Mehrfach und in systematischer und organisierter Weise ist Euer Volk missverstanden und von der Gesellschaft ausgeschlossen worden", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.
  • Der argentinische Papst sprach zudem einen kurzen Satz in einer indianischen Sprache.

Der Pontifex maximus erließ außerdem ein Dekret, demzufolge katholische Messen in indigenen Sprachen abgehalten werden dürfen. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Chiapas spricht eine indianische Sprache.

21:30 Uhr

Erste US-Firma seit 1959 will auf Kuba Fabrik errichten

Auf das diplomatische Tauwetter zwischen den USA und Kuba folgen die ersten Investoren - die sich Profit vom Ende der Eiszeit versprechen:

  • Ein Unternehmen für Kleintraktoren aus dem US-Bundesstaat Alabama könnte die erste US-Firma seit 1959 sein, die in Kuba eine Fertigungsstätte errichtet.
  • Einer der Eigentümer sagte, das Unternehmen Firma CleBer LLC (rechts ein Präsentations-Video eines Kleintraktors) habe die Genehmigung der US-Regierung für das Projekt erhalten.
  • Das Unternehmen ist bereits infortgeschrittenen Verhandlungen mit den kubanischen Behörden.
  • Es geht um eine Investition von fünf bis zehn Millionen Dollar.

Die USA und Kuba haben 2015 nach 54 Jahren ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Nach wie vor ist aber ein Handelsembargo in Kraft. Gegen dessen Aufhebung sperren sich die Republikaner im US-Kongress.

20:57 Uhr

Russische Kampfjets verfolgen deutsche "Tornados" über Syrien

Im Luftraum über Syrien wird es eng. Und die Flugzeuge der verschiedenen Nationen beschäftigen sich mittlerweile nicht nur mit echten und vermeintlichen Terroristen am Boden, sondern auch miteinander:

  • Die deutschen "Tornado"-Aufklärer werden nach Informationen der "Rheinischen Post" bei ihren Einsätzen über Syrien regelmäßig von russischen Jagdflugzeugen beschattet.
  • Moskau wolle damit verdeutlichen, "dass die russischen Jets im Gegensatz zu der internationalen Anti-IS-Koalition auf Einladung der legitimen syrischen Regierung unterwegs sind", sagte der Kommandeur des Zentrums Luftoperationen der Bundeswehr, Generalleutnant Joachim Wundrak, der Zeitung.
  • Die "Tornados" seien aber nicht Ziel eines Abfangmanövers oder würden aus dem syrischen Luftraum abgedrängt, so Wundrak.
20:41 Uhr

Israelischer Polizist wirft Rollstuhlfahrer um

Ein Video mit einem israelischen Polizisten, der einen palästinensischen Rollstuhlfahrer umwirft, hat im Internet für Empörung gesorgt.

  • Die Aufnahmen zeigen, wie sich der Rollstuhlfahrer am Sonntag in Hebron einer Polizeiabsperrung näherte, hinter der eine schwerverletzte junge Palästinenserin lag.
  • Diese hatte nach israelischen Angaben versucht, einen Polizisten mit einem Messer anzugreifen.
  • Ein Polizist kippte dann den Rollstuhl nach hinten, so dass der Palästinenser hart auf dem Boden aufschlug.

Eine Sprecherin des Justizministeriums sagte, es seien Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet worden.

19:54 Uhr

Nato verhandelt mit Montenegro - trotz Drohungen aus Moskau

Zwar ist die Stimmung zwischen der Nato und Russland derzeit sehr angespannt. Das hält das westliche Militärbündnis aber nicht davon ab, neue Mitglieder zu werben. Auch gegen den Willen Moskaus:

  • Trotz Drohungen aus Russland hat die Nato die Beitrittsverhandlungen mit dem Balkanstaat Montenegro eröffnet.
  • Bei den Gesprächen gehe es um politische, militärische und rechtliche Fragen, teilte das Militärbündnis in Brüssel mit.

Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit dem nur rund 600 000 Einwohner zählenden Balkanstaat war von der Nato im vergangenen Dezember beschlossen worden. Russland kritisiert die Entscheidung als konfrontativen Schritt, der zur weiteren Destabilisierung der euroatlantischen Sicherheit beitragen könne.

19:37 Uhr

Feinde und Verbündete im Nahen Osten - einfach erklärt

Der Blogger Karl Sharro, der sich schwerpunktmäßig mit dem Nahen Osten beschäftigt, hat dieses satirische Diagramm erstellt, um die Lage in der Region zu beschreiben. Und um ein für alle mal zu klären, wer mit wem befreundet ist - und mit wem verfeindet.

19:12 Uhr

Berlin warnt Ukraine vor Abkehr von Reformkurs

Die deutsche Regierung hat die ukrainische Führung angesichts von Korruptionsvorwürfen gewarnt, nicht von ihrem Reformkurs abzuweichen. Was sich etwa rund um den Rücktritt von Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius ereignet habe, werde mit Recht als "eine Art Weckruf" an die politische Führung des Landes verstanden werden, diesen Weg fortzusetzen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

  • Der zurückgetretene Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius.
    Der zurückgetretene Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius.(Foto: REUTERS)
    Der Außenamts-Sprecher fordert ein "ganz klares Bekenntnis der ukrainischen Führung", dass der eingeschlagene Reformweg konsequent fortgesetzt wird.
  • Er erinnerte daran, dass die vielen Hilfen für das Land auf der Zusage grundlegender Reformen basierten. So etwa das Kreditprogramm des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Am Dienstag will die Führung in Kiew eine Bilanz ihrer Arbeit und ihre Pläne für dieses Jahr vorlegen. Das Land steckt tief in der Rezession. Regierungschef Arseni Jazenjuk steht unter Druck.

18:37 Uhr

Wer von "polnischen KZs" spricht, soll ins Gefängnis

Die Polen wollen ihren guten Ruf wahren - und ergreifen dazu nun auch Gesetzesmaßnahmen. Neben der Verankerung des "Schutzes des guten Rufs der Republik Polen und der polnischen Nation" in der Verfassung gehört dazu auch folgende Initiative:

  • Die polnische Regierung will die Verwendung des Begriffs "polnische Lager" für Nazi-Konzentrationslager in Polen während des Zweiten Weltkriegs bestrafen.
  • Bis zu fünf Jahre Haft sollen für einen Verstoß gegen dieses Gesetz verhängt werden können.
  • Der stellvertretende Justizminister Patryk Jaki sagte, es müsse Schluss sein damit, "Polen die Rolle des Holocaust-Urhebers zuzuschieben".

Warschau protestiert immer wieder sehr scharf, wenn etwa in der ausländischen Presse ein deutsches Konzentrationslager im damals besetzten Polen als "polnisches" KZ bezeichnet wird.

18:12 Uhr

Intelligente Bürostühle hören auf Kommandos

Hach, wäre das nicht ein Traum: Zu Hause herrscht Unordnung, aber mit ein Mal in die Hände klatschen räumt sich das Wohnzimmer von selbst auf. Etwas ähnliches haben nun die Tüftler von Nissan ersonnen. Hierbei handelt es sich um Bürostühle, die sich auf Kommando in ihre Ausgangsformation begeben.

17:45 Uhr

Merkel für Flugverbotszone in Syrien

Zerstörte Wohnblöcke und demoralisierte Bewohner in Aleppo nach einem Luftangriff.
Zerstörte Wohnblöcke und demoralisierte Bewohner in Aleppo nach einem Luftangriff.(Foto: REUTERS)

Um das ungeheure Leid der Menschen im syrischen Bürgerkrieg zu beenden, oder zumindest zu lindern, setzt sich die deutsche Bundeskanzlerin nun für einen bereits existierenden Vorschlag ein:

  • Angela Merkel (CDU) unterstützt den bislang vor allem von der Türkei vorgebrachten Vorschlag einer Flugverbotszone in Syrien.
  • "In der jetzigen Situation wäre es hilfreich, wenn es dort ein Gebiet gäbe, auf das keine der Kriegsparteien Angriffe fliegt, also eine Art Flugverbotszone", sagte Merkel der "Stuttgarter Zeitung".
  • Dazu solle nach Möglichkeit eine Vereinbarung zwischen Unterstützern und Gegnern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad geschlossen werden.

Angesichts der derzeit existierenden Gegensätze der Kriegsteilnehmer und ihrer Unterstützer, erscheint mir dieser Vorschlag als sehr opptimistisch - um es mal vorsichtig zu formulieren.

17:18 Uhr

EU beendet Sanktionen gegen "letzten Diktator Europas"

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko wurde einst als der "letzte Diktator Europas" bezeichnet. Allerdings erscheint der EU sein Regime wohl mittlerweile nicht mehr so verurteilenswert:

  • Lukaschenko bei einer Militärparade in Minsk im Jahr 2013.
    Lukaschenko bei einer Militärparade in Minsk im Jahr 2013.(Foto: REUTERS)
    Als Zeichen einer langsamen Annäherung lässt die Europäische Union die meisten Sanktionen gegen Weißrussland auslaufen.
  • Auch die Sanktionen gegen Präsident Lukaschenko werden aufgehoben – dazu jene gegen weitere 170 Personen.
  • Die EU honoriert mit dem Schritt, dass es vor der Wiederwahl Lukaschenkos im vergangenen Jahr weniger Menschenrechtsverletzungen gab und politische Häftlinge freikamen.

Gegen vier Geheimdienstmitarbeiter, die mit dem Verschwinden von Oppositionellen in Verbindung gebracht werden, bleiben die Sanktionen indes genauso in Kraft wie das Waffenembargo. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kleine Anekdote am Rande: Das Zitat, mit dem "letzten Diktator Europas" geht übrigens auf den ehemaligen Bundesaußenminister Guido Westerwelle zurück. Lukaschenko hatte auf dessen Vorwurf entgegnet: "Lieber Diktator sein als schwul."

17:00 Uhr
16:40 Uhr

Kletterer filmen sich auf Wolkenkratzer-Spitze

Bei dem Video wird mir schwindelig. Sehr schwindelig. Ihnen auch? Aufgenommen wurde das Video in der chinesischen Stadt Shenzhen.

16:23 Uhr

Silvester - Kölner Behörde ermittelt gegen 73 Beschuldigte

Geht es nun doch vorwärts mit den Ermittlungen gegen die Grabscher und Taschendiebe aus der Kölner Silversternacht? Es hat zumindest den Anschein:

  • Mittlerweile werde gegen 73 Beschuldigte ermittelt, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.
  • Dabei handele es sich "weit überwiegend" um Asylbewerber, Asylsuchende oder Menschen, die sich illegal in Deutschland aufgehalten hätten.
  • Auch drei Deutsche seien unter den Beschuldigten, sagte Bremer. Die beiden größten Gruppen kommen den Zahlen der Ermittler zufolge aus Marokko und Algerien.

In Untersuchungshaft sitzen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang 15 Verdächtige. Nur einem von ihnen machen die Ermittler aber bislang ein Sexualdelikt zum Vorwurf. In den anderen Fällen geht es meist um Eigentumsdelikte wie Diebstahl.

In der Nacht auf Neujahr hatten in Köln große Gruppen von Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt.
In der Nacht auf Neujahr hatten in Köln große Gruppen von Männern Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt.(Foto: dpa)

15:55 Uhr

Australien könnte "Atommüllkippe der Welt" werden

Eine verwegene Idee wird derzeit in Australien diskutiert: Ein gigantisches Endlager im wüstenreichen Bundesstaat South Australia könnte einen Teil des weltweit anfallenden Atommülls aufnehmen.

  • Das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel.
    Das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel.(Foto: imago/epd)
    Eine Anlage mit einer Kapazität von 138.000 Tonnen Schwermetall und 390.000 Quadratmetern an mittelradioaktivem Material könnte in einer "Reihe von Szenarien hoch profitabel" sein, heißt es in einem Bericht der von der Regierung des Bundesstaats eingesetzten Untersuchungskommission.
  • Die Anlage könne damit 13 Prozent des weltweit anfallenden Atommülls aufnehmen, so die Kommission.
  • Sie machte aber auch deutlich, dass eine Zustimmung der Bevölkerung erforderlich sei.

Der Regierungschef des Bundesstaats South Australia, Jay Weatherhill, betonte, seine Regierung habe sich bisher weder für noch gegen ein Atommülllager ausgesprochen. Grünen-Chef Mark Parnell forderte die Regierung unverzüglich auf, den Bundesstaat nicht zur "Atommüllkippe der Welt" werden zu lassen.

15:29 Uhr

IS soll Senfgas gegen Kurden eingesetzt haben

Neue Schreckensnachricht aus dem Krisenherd Naher Osten: Im Irak soll die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu einer der hinterhältigsten Waffen gegrifffen haben - Senfgas.

  • Labortests zufolge hat der IS das Giftgas gegen kurdische Kämpfer im Irak eingesetzt.
  • Ein mit dem Vorgang vertrauter Diplomat sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dies gehe aus Untersuchungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag hervor.
  • Anlass der Tests waren Erkrankungen von 35 kurdischen Kämpfern im August vergangenen Jahres.

Bereits im September 2015 hatte der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, von Erkenntnissen gesprochen, wonach der IS Senfgas einsetzte. Damals sagte er, der Giftstoff stamme entweder aus Beständen des früheren Machthabers Saddam Hussein, oder der IS habe nach der Einnahme der Universität von Mossul mit den dort vorhandenen Chemielaboren selbst das Gas produziert.

Mehr dazu lesen Sie hier.

15:00 Uhr
14:57 Uhr

London will Gesetze weiter auf Tierhäuten drucken

Derzeit ändert sich die Welt rasant, für manche zu rasant. Die britische Regierung etwa möchte an einer alten Tradition festhalten, die aus der Sicht mancher etwas schrullig sein dürfte:

  • Herstellung von Pergament in Altenburg.
    Herstellung von Pergament in Altenburg.(Foto: picture alliance / dpa)
    Auch in Zukunft sollen Gesetze in Großbritannien weiterhin auf Pergament, also Tierhäuten gedruckt werden.
  • Die Regierung in London besteht darauf, obwohl das Oberhaus jüngst die Abschaffung beschlossen hatte - aus Kostengründen.
  • Der zuständige Minister verwies auf die "großen Traditionen", die bewahrt werden müssten.

Die Gesetze auf Pergamentrollen werden in einem zum Londoner Parlamentsgebäude gehörenden Turm - dem Victoria-Tower - aufbewahrt. Sie nehmen viel Platz weg: So ist etwa eines zu Steuerfragen aus dem Jahr 1821 fast 350 Meter lang. Zu zweit würde es einen Tag lang dauern, den kompletten Text auszurollen.

14:35 Uhr

Merkel erwägt keine Vertrauensfrage wegen Flüchtlingspolitik

(Foto: picture alliance / dpa)

Sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Vertrauensfrage stellen, wenn Sie auf dem EU-Gipfel mit ihrer Idee einer europäischen Lösung der Flüchtlingskrise scheitert? Ins Spiel gebracht hatte dies FDP-Chef Christian Lindner. Doch was sagt Merkel selbst dazu?

  • "Diese Frage stellt sich für die Bundeskanzlerin nicht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.
  • Merkel arbeite daran, das Thema so zu lösen, wie es für Deutschland und Europa am besten sei.
  • Seibert sagte zudem, er sehe die Bundesregierung in Europa nicht isoliert.

Zuletzt hatten in einer Infratest-Dimap-Umfrage 81 Prozent die Ansicht vertreten, die Bundesregierung habe die Flüchtlingssituation nicht im Griff.

14:35 Uhr

Schichtwechsel

Tief hängen die Wolken über Berlin und die Nachrichtenlage der vergangenen Tage war ähnlich trist. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Sonne mal wieder durchbricht. In jeglicher Hinsicht. Vielleicht schon an diesem Nachmittag? Wenn ja, lesen Sie es im "Tag". Ich begleite Sie nun durch die zweite Tageshälfte. Mein Name ist Kai Stoppel, seien Sie gegrüßt.

14:01 Uhr

Angeklagte sollen für Mord an Schwangerer Lebenslang bekommen

Es war ein besonders grausamer Mord: Eine schwangere Berufsschülerin war im Januar 2015 ermordet worden. Der Vater des Kindes, Eren T., und sein Helfer Daniel M. sollen die 19-Jährige mit einem Totschläger verprügelt und mit einem Brotmesser in den Bauch gestochen haben. Anschließend sollen sie sie mit Benzin übergossen und angezündet haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft ist von der Schuld der beiden überzeugt und fordert nun lebenslange Haft.

13:39 Uhr

Verschwundenes Auto taucht wieder auf

Seine Vergesslichkeit könnte einen Autofahrer aus Oberbayern teuer zu stehen kommen: Vor knapp einem halben Jahr hatte der 50-Jährige seinen Wagen in einem Münchner Parkhaus abgestellt - und nicht mehr wiedergefunden. Ende August meldete der Mann das Auto bei der Polizei als verloren. Nun meldete sich der Betreiber des Parkhauses bei der Polizei und berichtete von einem Auto, das schon seit Längerem nicht abgeholt worden sei. Eine Überprüfung ergab, dass es sich um den Wagen des 50-Jährigen handelte. Das wird teuer: Etwa 2400 Euro Parkkosten sind demnach angefallen.

13:04 Uhr

Lucke: EU soll Asylausgaben bezahlen

(Foto: dpa)

Bernd Luckes neue Partei stellt ihr Programm vor. Eine Idee: Die EU soll die Ausgaben für Asyl bezahlen - dadurch könnten auch Staaten, die bisher wenig Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen zeigen, gezwungen werden, einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten, sagte der Parteivorsitzende der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa). Lucke forderte eine "atmende Obergrenze". Diese müsse sich an den Integrationskapazitäten der Gemeinden orientieren. Außerdem sollte Deutschland verstärkt Frauen und Kinder aufnehmen.

12:47 Uhr
12:29 Uhr

Bundesregierung: Kein Kalter Krieg mit Russland

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Zitat des russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedjew hat bei der Münchener Sicherheitskonferenz für Aufruhr gesorgt. Er sagte, Russland und Europa befänden sich auf dem Weg in einen neuen Kalten Krieg. Oder wir sind bereits mittendrin - da gingen die Meinungen auseinander. Die Bundesregierung sieht das anders: "Diese Einschätzung teilt die Bundesregierung nicht, Geschichte wiederholt sich nicht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert: "Für die Bundesregierung, für Europa, auch (für) die Nato, gilt: Wir bleiben dialogbereit, wir bleiben kooperationsbereit."

12:00 Uhr
11:41 Uhr
11:14 Uhr

Leiche in Frachtflugzeug aus München gefunden

Sollte eine Leiche heimlich, still und leise nach Simbabwe entsorgt werden? Folgender Fall beschäftigt die Behörden.

  • In einem aus München kommenden Frachtflugzeug ist in Simbabwe eine Leiche gefunden worden. Sie wurde beim Öffnen eines Kühlungsschachtes gefunden.
  • Eigentlich war die Maschine auf dem Weg nach Südafrika, warum sie überhaupt in Simbabwe landete, ist noch unklar.
10:49 Uhr

Jeder Zehnte nicht mit Arbeitszeit zufrieden

Viele Deutsche sind mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden. Die meisten wollen aber nicht etwa weniger, sondern mehr arbeiten, wie neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.

  • 2,9 Millionen Arbeitnehmer würden gern noch länger am Arbeitsplatz verweilen, 900.000 würden gern kürzertreten. Befragt wurden Menschen zwischen 15 und 74 Jahren.
  • Unterbeschäftigt waren nach eigener Einschätzung vor allem teilzeitbeschäftigte Frauen, die ihre bestehende Wochenarbeitszeit von 19,3 Stunden im Schnitt um 13,4 Stunden erhöhen wollten.
  • Bei den Menschen mit zu viel Arbeit sind die Männer in der Mehrheit. Sie würden gerne rund 11 Stunden kürzer arbeiten.
10:25 Uhr

Van-Gogh-Bild sah einst anders aus

Ursprünglich war es lila: das "Schlafzimmer in Arles".
Ursprünglich war es lila: das "Schlafzimmer in Arles".(Foto: dpa)

Heute ist die bestimmende Farbe des Bildes "Schlafzimmer in Arles" von Vincent van Gogh blau. Aber der Künstler hat es offenbar anders gemalt - ursprünglich sei das Bild eher lila gewesen, haben Forscher vom Art Institute Chicago herausgefunden. Eine Wissenschaftlerin sei schreiend aus dem Labor gerannt, als sie die Entdeckung machte. Ein Ohr hat sie sich aber nicht abgeschnitten.

10:11 Uhr

Iran liefert erstmals wieder Öl nach Europa

Noch heute sollen Öltanker den Iran verlassen und nach Europa schippern. Es ist die erste Lieferung nach Europa seit drei Jahren. Der französische Energieriese Total charterte ein Tankschiff, das mit 2 Millionen Barrel Richtung Europa fahren soll. Zwei weitere Tanker mit einer Kapazität von je 1 Million Barrel fahren für den spanischen Ölkonzern Cepsa und die Lukoil-Tochter Litasco. Die Tanker sind die Vorhut für die erwartete Ölschwemme aus dem Land, das lange unter dem Wirtschaftsembargo des Westens litt.

Mehr dazu hier.

09:57 Uhr

Große Mengen Drogen in BH geschmuggelt

Crystal Meth gilt als das "Kokain des kleinen Mannes" und sorgt für gigantische Umsätze bei der Drogenmafia. Nun ist der australischen Polizei ein schwerer Schlag gegen das Verbrechen gelungen. Sie stellten Crystal im Wert von 795 Millionen Euro sicher, laut Polizei der größte Verkaufswert aller Zeiten. Kurios war das Versteck: Zum Teil fanden die Beamten die Droge unter anderem in flüssiger Form in BH-Polstern. Sie gelangten in einem Frachtcontainer aus Hongkong ins Land. Auch in Mal- und Kunstutensilien wurde das Crystal versteckt.

Bilderserie

09:31 Uhr

Pilot bricht Flug wegen Laserstrahl ab

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Laserstrahl hat einen Piloten veranlasst, einen Flug abzubrechen. Eigentlich sollte die Maschine der "Virgin Atlantic" von London nach New York fliegen. Kurz nach dem Start landete sie aber sicherheitshalber wieder in Heathrow. Der Laserstrahl war auf das Cockpit gerichtet worden. Von wem? Das wird jetzt ermittelt. Ein Kopilot fühlte sich nach dem Zwischenfall unwohl, berichtete die BBC.

09:17 Uhr

BER-Chef: Wir starten 2017

Mühlenfeld.
Mühlenfeld.(Foto: picture alliance / dpa)

Egal, wer den Posten gerade inne hat - dem Chef des BER begegnet man erstmal mit Misstrauen. Der derzeitige Boss Karsten Mühlenfeld versucht nun, via "Handelsblatt" Berichte über eine drohende erneute Verschiebung des Eröffnungstermins des Hauptstadtflughafens zu entkräften.

  • Der Airport werde wie geplant im zweiten Halbjahr 2017 eröffnen, sagte er der Zeitung.
  • Der Planungsrückstand betrage "nur" vier Monate, daher sei der Zeitplan noch zu halten.
  • Der "Tagesspiegel" hatte am Wochenende berichtet, die Verzögerung wachse von vier auf sechs Monate, da Bauanträge nicht pünktlich eingereicht worden seien.

Mehr dazu hier.

09:04 Uhr
08:33 Uhr

Russland liefert Iran Raketen

(Foto: picture-alliance / dpa)

Der Westen ist not amused, der Iran freut sich. Russland liefert Abwehrraketen des Typs S-300 an Teheran. In Kürze sollen die Lieferungen beginnen. Das ärgert die USA und Israel. Denn dann könne sich das Land gegen etwaige Luftangriffe auf seine Atomanlagen wehren, die als letztes Mittel gelten, um den kürzlich abgeschlossen Atomdeal durchzusetzen.

08:25 Uhr

Lady Gaga lässt David Bowie auf ihren Körper

Lady Gaga ist Fan von David Bowie - vielleicht wegen der Lieder, die unter die Haut gehen? Passenderweise tätowiert sich die Dame nun das Konterfei des kürzlich verstorbenen Sängers auf die Rippen. Glückwunsch.

Mehr dazu hier.

07:59 Uhr

Messi verzückt mit Elfmetertrick

Unglaublich. Einzigartig. Messi. Messi schießt nicht direkt, sondern legt ab auf Suárez, der eiskalt einschiebt. So einen Elfmeter habe ich noch nicht gesehen. Und ein bisschen fies war es auch.

Es passierte gestern beim Ligaspiel des FC Barcelona gegen Celta Vigo, Endstand war übrigens 6:1 für die Katalanen. Armes Vigo.

Mehr dazu hier.

Wie ein Leser mir mitteilt, gab es schonmal so einen Elfmeter. Ist aber länger her: 1982 bei einem Spiel von Ajax Amsterdam gegen Helmond Sport. Schütze war damals Johann Cruyff.

 

07:49 Uhr

"The Revenant" räumt bei britischen Filmpreisen ab

Video

Haben Sie schon "The Revenant" gesehen? Ich leider noch nicht, interessieren würde er mich ja schon. Vor allem, weil es ja im Hintergrund um die Frage geht, ob Leonardo DiCaprio nun endlich einen Oscar gewinnt. Es sieht gut aus: bei den britischen Filmpreisen ("BAFTA-Awards") hat er schon mal abgeräumt. DiCaprio gewann die Auszeichnung für den besten Hauptdarsteller. Insgesamt ist der Film für zwölf Oscars nominiert.

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07:26 Uhr

Flüchtlinge bringen eigene bundesweite Zeitung heraus

Ramy al-Ascheq mit der Flüchtlingszeitung.
Ramy al-Ascheq mit der Flüchtlingszeitung.(Foto: dpa)

Eine große Leserschaft ist ihnen sicher: Flüchtlinge bringen in Deutschland eine eigene Zeitung auf Arabisch heraus.

  • Die Zeitung "Abwab" will als neue bundesweite Zeitung Flüchtlingen auf Arabisch Deutschland leichter verständlich machen.
  • Gleichzeitig gehe es darum, einen eigenen Blick auf die Ereignisse zu werfen, sagt Chefredakteur Ramy Al-Asheq. Er ist selbst aus Syrien geflohen und lebt nun in Köln.
  • Einen Teil der Zeitung machen Nachrichten aus der arabischsprachigen Community aus. Neben Meldungen aus den Heimatländern setzt Al-Asheq wichtige Themen aus Deutschland.
07:06 Uhr

Basel feiert jetzt erst Karneval

 Die Baseler lassen sich bis weit nach Aschermittwoch Zeit mit ihrem Karneval. Sie nennen ihn "Morgenstraich", feiern ihn nachts und setzten auf Gruseleffekte, wie schaurige Masken zeigen. Drei Tage wird gefeiert, Trommler und Pfeifenspieler sind dabei wichtig, es ist die größte protestantische Fastnacht der Welt.

06:46 Uhr

Türkei verlangt Flüchtlings-Schutzzonen in Syrien

Mevlüt Çavuşoğlu.
Mevlüt Çavuşoğlu.(Foto: AP)

Der Streit zwischen der Türkei und Russland geht weiter: Jetzt fordert der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass es Schutzzonen für syrische Flüchtlinge auf syrischem Gebiet geben soll. Die Russen sollten enger mit den US-Amerikanern zusammenarbeiten, forderte er, und wenn Moskau weiter "unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung" das Assad-Regime unterstütze, sehe er die geplante Waffenruhe in Gefahr.

06:34 Uhr

Slowenien begrenzt Einreise von Flüchtlingen

(Foto: imago/Christian Mang)

Nun auch Slowenien: Nach einigen anderen Staaten der EU will das Land nun die Einreise von Flüchtlingen einschränken. Das sei eine Folge der gleichen Entscheidung Österreichs, hieß es. Nähere Begründung? Fehlanzeige. Wien hatte am Sonntag erklärt, in der kommenden Woche die Einreisen über den wichtigsten Grenzübergang mit Slowenien zu begrenzen. Ich gehe mal davon aus, dass die Slowenen verhindern wollen, dass sich Tausende Flüchtlinge in ihrem Land stauen.

Mehr dazu hier.

06:21 Uhr

Das wird heute wichtig

Auch heute noch attraktiv: Kindheitsträume. Aber eine neue Woche im Büro ist ja auch schön.
Auch heute noch attraktiv: Kindheitsträume. Aber eine neue Woche im Büro ist ja auch schön.(Foto: imago/Nature Picture Library)

Sattelt die Pferde, wir reiten vom Hof, eine neue Woche in der Nachrichtenwildnis beginnt! Das wird heute wichtig:

  • Die EU-Außenminister beraten heute über ein Ende vieler Sanktionen gegen Weißrussland.
  • Die neue Partei Bernd Luckes, genannt Alfa, stellte heute ihr Parteiprogramm vor. Bin gespannt, inwiefern es sich von dem der AfD unterscheidet.
  • Es gibt neue Berichte über eine Verzögerung des Eröffnungstermins des Hauptstadtflughafens BER. Heute tagt der Aufsichtsrat. Ob sie etwas dazu sagen?
  • Papst Franziskus besucht Mexiko.
  • In der Zweiten Fußball-Bundesliga empfängt der 1. FC Nürnberg heute den VfL Bochum (zu verfolgen ab 20.15 Uhr im n-tv.de-Liveticker).

Ich bin Volker Petersen und trabe nun in den Vormittag hinein. Guten Morgen! Wollen Sie mir schreiben? Dann können sie das unter volker.petersen (at) nachrichtenmanufaktur.de oder bei Twitter tun.

06:05 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

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n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute früh kann es streckenweise ziemlich glatt sein. Denn vor allem im Norden und Westen sind Schnee- oder Schneeregenschauer unterwegs. Und auch im Süden müssen Sie bei teils frostigen Temperaturen am Morgen mit Glätte rechnen. Tagsüber bleibt es dann leider vielerorts wolkig mit etwas Regen oder Schnee. Nur vom Rheinland über das Ems- und Münsterland bis nach Schleswig-Holstein setzt sich die Sonne immer besser durch. Die Temperaturen: spätwinterlich mit minus 1 bis plus 7 Grad. Und auch danach bleibt es zuerst einmal kalt mit Höchstwerten von minus 1 bis plus 6 Grad und frostigen Nächten.

06:00 Uhr