Unterhaltung
Hat in "The Revenant" jedenfalls alles gegeben: Leonardo DiCaprio.
Hat in "The Revenant" jedenfalls alles gegeben: Leonardo DiCaprio.(Foto: AP)

Die Nominierungen stehen fest: DiCaprio kann auf Oscar hoffen

Viermal war Leonardo DiCaprio schon als Schauspieler für einen Oscar nominiert. Viermal ging er leer aus. Nun kann er für seine Rolle in "The Revenant" erneut auf die Auszeichnung hoffen - die "Academy" hat die Nominierungen in diesem Jahr bekannt gegeben.

Hat der ewige Oscar-Fluch für Leonardo DiCaprio in diesem Jahr endlich ein Ende? Die Chance ist auf jeden Fall - mal wieder - da. Wie die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" bekannt gab, gehört der 41-Jährige zu den Nominierten bei der diesjährigen Preisverleihung in Los Angeles. DiCaprio könnte die Trophäe als bester Hauptdarsteller in dem Western-Drama "The Revenant - Der Rückkehrer" einheimsen. Bei der Vergabe der Golden Globes am vergangenen Wochenende hatte er die entsprechende Auszeichnung bereits abgeräumt.

Bilderserie

Zu DiCaprios Konkurrenten in der Hauptdarsteller-Kategorie gehört Matt Damon. Er geht für seine Rolle im Weltraumepos "Der Marsianer" ins Rennen. Auch Michael Fassbender kann für seine Darstellung des Apple-Gründers in der Film-Biografie "Steve Jobs" auf den Oscar hoffen. Zudem sind Bryan Cranston für seine Darstellung des Drehbuchautoren Dalton Trumbo im Biopic "Trumbo" und Eddie Redmayne für die Verkörperung von Einar Wegener beziehungsweise Lili Elbe im Transsexuellen-Drama "The Danish Girl" nominiert. Außer Redmayne hat keiner der nun Nominierten bislang einen Oscar für seine schauspielerischen Leistungen erhalten. Damon erhielt 1998 allerdings - gemeinsam mit Ben Affleck - die Drehbuch-Auszeichnung für "Good Will Hunting".

Acht Anwärter auf den besten Film

Bei den Hauptdarstellerinnen konkurrieren Brie Larson, Cate Blanchett, Charlotte Rampling, Saoirse Ronan und Jennifer Lawrence um den beliebten Preis. Larson spielt in dem Familiendrama "Room" eine Frau, die mit ihrem kleinen Sohn gefangen gehalten wird. Blanchett übernahm die Titelrolle der Carol Aird in dem auf einem Roman von Patricia Highsmith basierenden Streifen "Carol". Rampling könnte für ihre Rolle der Kate Mercer in dem Beziehungsdrama "45 Years" ausgezeichnet werden, Ronan für ihre Darstellung der Irin Eilis Lacey im Auswanderer-Drama "Brooklyn" und Lawrence für die Verkörperung der Unternehmerin Joy Mangano in der Film-Biografie "Joy - Alles außer gewöhnlich". Blanchett nennt bereits zwei Oscars ihr Eigen, Lawrence bekam die goldene Statue zum bisher ersten und einzigen Mal 2013. Bei den Golden Globes in diesem Jahr ging der Preis für die beste Hauptdarstellerin in einem Drama an Larson. Auch Lawrence war für ihre Arbeit mit einem Darsteller-Globe geehrt worden.

Video

Um den Oscar für den besten Film wetteifern gleich acht Streifen. Neben "The Revenant", "Der Marsianer", "Room" und "Brooklyn" gehören auch Steven Spielbergs Agententhriller "Bridge of Spies" und das Comeback der Endzeitsaga "Mad Max" mit "Fury Road" zu den  Nominierten. Zur Wahl steht überdies das Drama "Spotlight" um Journalisten der Zeitung "The Boston Globe's", die nach der Jahrtausendwende den Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche aufdeckten. Der Film basiert ebenso auf wahren Begebenheiten wie der Streifen "The Big Short", der die 2007 beginnende Finanzkrise humorvoll thematisiert und ebenfalls auf einen Oscar hoffen kann.

Stallone für Nebenrolle nominiert

Auch wenn es um den Regie-Oscar geht, tauchen wieder fünf der bereits genannten Filme auf. So sind in dieser Kategorie George Miller für "Mad Max: Fury Road", Lenny Abrahamson für "Room", Tom McCarthy für "Spotlight", Adam McKay für "The Big Short" und Alejandro G. Iñárritu für "The Revenant" als mögliche Gewinner gesetzt.

Die männlichen Nominierten in der Kategorie der Nebenrollen sind: Christian Bale ("The Big Short"), Mark Ruffalo ("Spotlight"), Mark Rylance ("Bridge of Spies"), Tom Hardy ("The Revenant") und Sylvester Stallone für sein Mitwirken in dem Boxerfilm "Creed - Rocky's Legacy". Es ist Stallones erste Oscar-Nominierung seit 1977, als er für den Originalfilm der "Rocky"-Reihe als Hauptdarsteller und Drehbuchautor gesetzt war - in beiden Kategorien jedoch verlor.

Deutscher Beitrag außen vor

Bei den Frauen können folgende Darstellerinnen auf den Nebenrollen-Oscar hoffen: Alicia Vikander ("The Danish Girl"), Kate Winslet ("Steve Jobs"), Rachel McAdams ("Spotlight"), Rooney Mara ("Carol") und Jennifer Jason Leigh für ihre Rolle der Daisy Domergue in Quentin Tarantinos neuestem Streich "The Hateful Eight".

Insgesamt ist "The Revenant" mit zwölf Nominierungen der größte Favorit im diesjährigen Oscarrennen. Dahinter folgt mit zehn Nennungen "Mad Max: Fury Road". Die Wahl des besten "nicht-englischsprachigen Films" findet ohne deutsche Beteiligung statt - der Streifen "Im Labyrinth des Schweigens" von Giulio Ricciarelli schaffte es nicht in die Endrunde. Die 88. Oscar-Verleihung geht am 28. Februar über die Bühne.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen