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(Foto: imago/Eibner)

Keine Lust auf Rundfunkbeitrag? : Befreiung von GEZ-Nachfolger wird leichter

Die monatlich 17,50 Euro Rundfunkbeitrag muss jeder Haushalt zahlen. Wirklich? Nein. Ungeachtet des Unmutes um die Zwangsabgabe können sich bestimmte Personengruppen befreien lassen. Und das geht jetzt leichter.

Ja, ja. Auch wer nur ein Radio oder gar kein Rundfunkgerät sein Eigen nennt, muss ihn bezahlen, den Runkfunkbeitrag. Monatlich werden so 17,50 Euro fällig. Die Rundfunkanstalten begrüßen entsprechende Urteile, da der Beitrag für die Möglichkeit erhoben wird, Rundfunk zu empfangen und nicht für die tatsächliche Nutzung. Zudem sei es heutzutage schwierig, zu überprüfen, wer tatsächlich den Rundfunk nutzt. Denn auch am PC, Tablet oder Smartphone kann Radio gehört und Fernsehen geschaut werden. Neuerdings können säumige Zahlern auch Besuch von Inkassounternehmen bekommen.

Ungeachtet dieser Unannehmlichkeiten besteht grundsätzlich die Möglichkeit für Personen, die Leistungen vom Staat erhalten, sich von der Zahlung des Rundfunkbeitrags befreien zu lassen oder aber diesen nur in ermäßigter Höhe zahlen zu müssen. Dies betrifft unter anderem Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Ausbildungsförderung oder Grundsicherung im Alter. Auch taubblinde Menschen können sich von der Abgabe befreien lassen.

Neu ist, dass entsprechende Personengruppen den Grund für die Befreiung nur noch als einfache Kopie dem Antrag beifügen müssen. Bis Ende 2016 war dazu noch ein Original oder eine beglaubigte Kopie des entsprechenden Bescheides nötig. Außerdem kann seit 2017 der Antrag rückwirkend bis zu drei Jahre gestellt werden. Außerdem kann, wer bereits zwei Jahre lang durchgehend aus dem selben Grund von der Gebühr befreit war, bei erneuter Antragsstellung jetzt ein Jahr länger von der Befreiung profitieren. Und auch volljährige Kinder, die im selben Haushalt leben, sind fortan vom Beitrag befreit. Automatisch ist von der Zahlung aber niemand befreit.

Die Antragsformulare sind online sowie bei Städten und Gemeinden und bei den zuständigen Behörden erhältlich.

Quelle: n-tv.de

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