Ratgeber

Frist bis 31. März : Freiwillige Beiträge für die Rente

Sicher ist sie wohl, die gesetzliche Rente. Da kann es sich durchaus lohnen, mit der Zahlung von freiwilligen Beiträgen Rentenkürzungen auszugleichen oder sich überhaupt einen Anspruch zu sichern. Doch es eilt.

Es ist nicht lange her, da war das Image der gesetzlichen Rente schwer angeschlagen. Doch diverse wirtschaftliche Krisen haben den Glauben an die Gemeinschaft wieder gestärkt, eine nicht kapitalmarktgedeckte und umlagefinanzierte Altersvorsorge ist wieder gefragt.

Da können auch freiwillige Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenkasse wieder interessant sein. Wer in Deutschland wohnt, hier nicht versicherungspflichtig ist und keine volle Altersrente bezieht, kann sich ab Vollendung des 16. Lebensjahres freiwillig versichern. Dies gilt auch für Deutsche, die im Ausland wohnen.

Vor allem für jene, die nicht gesetzlich rentenversichert sind oder mit den Zusatzbeiträgen ihre Anwartschaft auf die Wartezeit von fünf Jahren Versicherungszeit erfüllen möchten, haben freiwillige Beiträge Sinn.

Besonders Mütter und Väter, die nie in die Rentenkasse eingezahlt und sich stattdessen der Kindererziehung gewidmet haben, profitieren. Sie bekommen pro Kind, das ab 1992 geboren wurden, drei Jahre Kindererziehungszeit gutgeschrieben. Mütter und Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, werden seit 2014 zwei Jahre fiktive Beitragszahlung angerechnet - bisher war es nur ein Jahr. Doch das ist zumindest bei einem Kind nicht ausreichend, um in den Genuss einer gesetzlichen Rente zu kommen. Hier kann die Zahlung von freiwilligen Beiträgen den Rentenanspruch sichern.

Auch in diesem Jahr besteht noch bis zum 31. März die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung rückwirkend für das Jahr 2015 zu zahlen, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mitteilt. Bei einer nachträglichen Zahlung für das Jahr 2015 kann die Beitragshöhe zwischen dem Mindestbeitrag von 84,15 Euro monatlich und dem Höchstbeitrag von 1159,40 Euro monatlich gewählt werden.

Auch Freiberufler und Beamte können sich auf diesem Weg ihre gesetzliche Rente sichern und ebenfalls die Höhe ihres monatlichen Beitrages in den genannten Grenzen frei wählen. Im Falle von Beamten schmälert die so erworbene gesetzliche Rente nicht die Höhe der Pension. Aber auch Arbeitnehmer, die pflichtversichert sind und vorzeitig in den Ruhestand gehen möchten, können durch die Zahlung von freiwilligen Beiträgen eine Rentenkürzung kompensieren. Auch lässt sich durch die Zahlung der Versicherungsschutz für eine Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung aufrechterhalten. Allen anderen Pflichtversicherten ist es nicht möglich, zusätzliche Beiträge einzuzahlen – sei es, um die spätere Rente zu erhöhen oder Rentenlücken auszugleichen.

Um wie viele Euro die freiwilligen Zahlungen die gesetzliche Rente erhöhen, lässt sich hier errechnen. Die Beiträge sind von der Steuer absetzbar.

Quelle: n-tv.de

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