Ratgeber

Badreiniger im Test: Meister Proper ist schwach auf der Brust

Wird der Körper sauber, wird das Bad dreckig. Und nicht nur das: Neben Fett und Seifenresten sammelt sich mit der Zeit auch Kalk auf Flächen und Armaturen. Wer gründlich saubermachen will, muss nicht zu teurer Markenware greifen.

Wer oft genug putzt, kann mit den milden Reinigern meist schon groben Ablagerungen vorbeugen.
Wer oft genug putzt, kann mit den milden Reinigern meist schon groben Ablagerungen vorbeugen.(Foto: Imago)

Für die meisten ist die Badreinigung lästige Pflicht. Manche finden aber auch Entspannung darin, mit dem Schwamm über Armaturen, Duschwände und Kacheln zu  schrubben. Befriedigend ist es auf jeden Fall, zu sehen, wie der Schmutz verschwindet. Wie gründlich das gelingt, ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch des Reinigungsmittels. Die Stiftung Warentest hat zehn Badreiniger und neun extrastarke Kraftreiniger ins Labor geschickt. Meister Proper erwies sich als besonders schwach auf der Brust. Besser schnitten Produkte vom Discounter ab.   

Für die alltägliche Reinigungroutine sollten normale Badreiniger ausreichen. Sie sind sanft zum Material und können bei regelmäßiger Anwendung dicke Beläge verhindern. Sind die Oberflächen aber schon verkalkt, kommt man mit den meisten klassischen Reinigern nicht weit. Nur die Mittel von Lidl, Aldi Süd, Aldi Nord und Sagrotan lösten im Test Kalk gut, wenn auch nicht ganz so wirkungsvoll wie die Kraftreiniger. Die Reiniger von Aldi Süd und Meister Proper schafften es zudem, die Flächen wasserdicht zu versiegeln, so dass sich erstmal kein neuer Kalk ablagern konnte. Lange hielt der Effekt allerdings nicht an. Und bei Meister Proper war die Versiegelung auch der einzige Pluspunkt. Ansonsten blieb die Marke mit dem markanten Glatzkopf als Maskottchen unter den Erwartungen, bei Seifenresten kapitulierte der Meister sogar komplett. Hier stießen aber auch die meisten anderen milden Mittel an Grenzen, einzig Lidls W5-Reiniger wirkte stark gegen Seifenrückstände und wurde dafür mit dem Testsieg belohnt.

Wirksam, aber ungesund

Besser waren hier die Erfolge der scharfen Kraftreiniger. Sie sind erst Wahl für alle, die hartnäckigem Schmutz zu Leibe rücken wollen. Die meisten wirken sehr gut gegen Kalk. Einzig der Kalk & Schmutz-Reiniger von Bref hatte hier Defizite. Dafür kam er sehr gut mit Seifenresten zurande, wie auch die Produkte von Antikal und Rossmann. Die beiden Testsieger unter den Powerreinigern sind beides keine Markenprodukte. Aufs beste Gesamtergebnis kommen der Gut&Günstig Power Reiniger von Edeka und der Maxx Power Cleaner von Lidl. Beide wirken nicht nur gegen Seife und Kalk, sondern können sogar Rost lösen. Kein schlechtes Feature, schließlich gibt es in vielen Bädern auch Metallteile.

Die kräftigen Superreiniger haben natürlich auch ihre Nachteile: Sie wirken nicht nur aggressiv gegen Schmutz und Beläge, sondern auch gegenüber der Umwelt. Kraftreiniger belasten die Gewässer besonders stark, weshalb man es mit dem Einsatz nicht übertreiben sollte. Außerdem setzen viele Hersteller auf Sulfaminsäure. Sie wirkt etwa sechsmal so stark wie Zitronensäure – und das riecht man auch. Für die Schleimhäute sind die scharfen Sprays Gift, deshalb sollte man beim Putzen am besten auch das Fenster auflassen. Trotz der ätzenden Inhaltsstoffe erwiesen sich die Power-Reiniger als überraschend materialschonend. Empfindliche Flächen wie Marmorfliesen oder Dekorkacheln sollte man damit trotzdem nicht behandeln. 

Wer dicke Kalkränder ohne die chemische Keule beseitigen will, kann sich auch mit einfachen Küchenmitteln behelfen: Einfach ein paar Tropfen Essig mit Wasser mischen und einweichen lassen.  Mit einem Lappen bekommt man die Krusten normalerweise ab. Als Alternative bietet sich ein Kochfeldschaber an. Den sollte man natürlich vorsichtig verwenden, damit die Oberfläche nicht zerkratzt.

Quelle: n-tv.de

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