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(Foto: Wikipedia/Creative Commons/Sethwoodworth)

Miterfinder Künstlicher Intelligenz: Computerpionier Marvin Minsky ist tot

In den 50er-Jahren waren seine Gedanken revolutionär, heute arbeitet ein großer Teil der Menschheit mit Computern: Marvin Minsky, der die Grundlagen für das Konzept Künstlicher Intelligenz legte, ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Marvin Minsky ist tot. Der Pionier der Künstlichen Intelligenz starb im Alter von 88 Jahren in Boston an den Folgen einer Hirnblutung.

Minsky begründete 1956 gemeinsam mit anderen US-Forschern den Begriff der Künstlichen Intelligenz und legte damit einen wichtigen Grundstein zur Entwicklung der modernen Computertechnik. Der Gründer des Labors für Künstliche Intelligenz am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) erhielt im Laufe seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Turing-Preis.

Annahme Minskys Schaffens war es, dass menschliches Gehirn und Computer in ihrer Funktionsweise nichts Grundlegendes unterscheide. Technische Simulationen des Denkens seien daher möglich. So erarbeitete er ein künstliches neuronales Netzwerk aus Vakuumröhren, das das neuronale Netzwerk im menschlichen Gehirn simulieren sollte.

Minsky war in vielen Erfindungen seiner Zeit voraus. Schon in den 1950er-Jahren erschuf er eine künstliche Hand; später entwickelte er ein am Kopf befestigtes Display, das heutigen Virtual-Reality-Systemen zum Vorbild wurde.

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Quelle: n-tv.de

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