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Im Aufwärtstrend: Deutschland ist dem großen Glück schon näher gekommen.
Im Aufwärtstrend: Deutschland ist dem großen Glück schon näher gekommen.(Foto: picture alliance / dpa)

Im "Happiness Report" aufgestiegen: Deutschland ist glücklicher geworden

Zugegeben: Nach oben ist noch Luft. Mit den Skandinaviern oder Schweizern zum Beispiel können die Deutschen in Sachen Zufriedenheit noch lange nicht mithalten. Doch sie fühlen sich schon deutlich besser als noch vor einem Jahr - sagt eine Studie.

Das große Glück ist ein Nachbar von Deutschland: Dänemark ist das glücklichste Land der Welt – heißt es im Weltglücksbericht 2016. Damit verdrängt das nordeuropäische Königreich die Schweiz vom Spitzenplatz des globalen Glücks. Sie hatte die Liste im vergangenen Jahr angeführt und steht nun an zweiter Stelle. Ebenfalls sehr glücklich sind die Menschen in Island: Der Inselstaat belegt Platz drei.

Deutschland hat es nicht unter die Top Ten der weltglücklichsten Länder geschafft, doch immerhin gelang ein Sprung vom bisherigen 26. Platz auf den 16. Davor liegen – von Platz vier abwärts - Norwegen, Finnland, Kanada, die Niederlande, Neuseeland, Australien und Schweden sowie Israel, Österreich, die USA, Costa Rica und Puerto Rico.

Ungleiche Glücksverteilung macht unzufrieden

Es war das Earth Institute der Columbia Universität in New York, das den Weltglücksbericht vorgestellt hat. Er erschien in diesem Jahr zum vierten Mal. Alljährlich werden dafür 156 Länder ausgewertet. Der diesjährige Bericht stützt sich auf Daten aus den Jahren 2013 bis 2015. Dabei geht es um das subjektive Wohlbefinden der Menschen, um positive und negative Gefühle und darum, wie sie die Lebensqualität bestimmen. Auch Daten von Sozialsystemen und Arbeitsmarkt fließen ein.

Erstmals berücksichtigt der Bericht in diesem Jahr, welche Folgen es haben kann, wenn das Glücksempfinden der Menschen regional sehr unterschiedlich ist. Ein Fazit der Forscher ist: Je weniger Ungleichheit in Fragen der Zufriedenheit herrscht, umso glücklicher sind die Menschen insgesamt. Allerdings zeigt der Report, dass das Glück in den meisten Ländern immer ungleicher verteilt ist beziehungsweise wahrgenommen wird.

Dänemark ist immer glücklich

Im Vergleich zum Vorjahr verbesserten sich am stärksten Nicaragua und Sierra Leone. In Griechenland, Ägypten und Saudi-Arabien verschlechterte sich die Lage mit Blick auf das Glück der Bewohner am deutlichsten. Dänemark war auch 2012 und 2013 schon auf dem ersten Platz der Glücksliste gelandet, im vergangenen Jahr lag es an dritter Stelle.

Schlusslichter der Liste sind das zerrüttete Bürgerkriegsland Syrien, das gegen radikal-islamische Taliban kämpfende Afghanistan, das ostafrikanische Burundi sowie die westafrikanischen Länder Togo und Benin. Nur fünf der Länder auf den letzten 30 Plätzen liegen nicht in Afrika.

In fünf Ländern der Welt – Bhutan, Ecuador, Schottland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Venezuela – gibt es bereits eigene Ministerposten für die Frage des Glücks. Der Bericht ist für die Vereinten Nationen erstellt worden und erschien im Vorfeld des Weltglückstages. Der steht am 20. März an.

Quelle: n-tv.de

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