Sonntag, 04. März 2007
Wolken vor der Finsternis: Roter Mond kaum zu sehen
Sterngucker haben in der Nacht in weiten Teilen Deutschlands vergeblich im Freien, auf Straßen und Balkonen gefroren: Eine dicke Wolkendecke verdeckte den Blick auf die totale Mondfinsternis. Besser war das Schauspiel in Italien, England und Israel zu sehen: Bei klarem Himmel hing der Mond dort über eine Stunde lang als roter Ball am Himmel. In vielen europäische Städten hatten sich tausende Sterngucker auf öffentlichen Plätzen versammelt um das Spektakel gemeinsam zu bestaunen.
Nur in einzelnen Teilen von West- und Süddeutschland hatten die Mondbeobachter Glück mit dem Wetter. Dort gaben die Wolken immer wieder den Blick auf das Himmelsspektakel frei. Der Mond ist um 22.30 Uhr in den Schatten der Erde eingetaucht, von 23.44 bis 0.58 Uhr kam es zu einer totalen Mondfinsternis.
Während der Zeit der totalen Verdunklung bleibt der Mond trotzdem zu sehen: Die irdische Lufthülle bricht das Sonnenlicht und lenkt vor allem den roten Anteil in den Schatten. Je nach Verschmutzung der Atmosphäre schimmert der verfinsterte Mond daher dunkelgrau bis kupferrot. Um 2.12 Uhr verließ der Mond den Kernschatten der Erde wieder komplett.
Die letzte totale Mondfinsternis hat es über Deutschland vor drei Jahren gegeben. Anders als eine Sonnenfinsternis sieht eine Mondfinsternis von jedem Ort auf der Nachtseite der Erde gleich aus. Bei klarem Himmel wäre die Verdunklung über ganz Mitteleuropa besonders gut zu sehen gewesen. Meteorologen sprachen von einem einzigartigen Naturschauspiel.
Beobachter, denen das Wetter keinen Blick auf die Finsternis erlaubt hat, können sich das Ereignis auf dem Computer ansehen: Die Vereinigung der Sternfreunde hat eigene Bilder mit denen von Hobbyfotografen aus ganz Deutschland ergänzt. Unter www.vds-astro.de ist die Finsternis daher trotz der schlechten Wetterbedingungen nahezu lückenlos zu sehen.
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