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Sexwillige Bonobo-Weibchen gehen in Konflikten mit Männchen häufig als Siegerinnen hervor. Die Männchen verhalten sich dann weniger aggressiv.
Sexwillige Bonobo-Weibchen gehen in Konflikten mit Männchen häufig als Siegerinnen hervor. Die Männchen verhalten sich dann weniger aggressiv.(Foto: dpa)
Montag, 15. Juli 2013

Trick von Bonobo-Weibchen: Sexbereitschaft macht Männchen sanft

Bonobo-Männchen sind meist größer und stärker als die Weibchen. Dennoch sind sie in manchen zwischengeschlechtlichen Konflikten die Verlierer. Wenn die Weibchen sich sexwillig zeigen, sind die Männchen weniger aggressiv.

Bei Konflikten mit ihren männlichen Artgenossen setzen Bonobo-Weibchen laut einer neuen Studie ganz gezielt auf ihre Attraktivität. Wenn die Weibchen sexuelle Bereitschaft zeigen, gewinnen sie Konflikte mit männlichen Vertretern der Primatenart leichter, wie Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie mitteilten. Gegenüber solchen Weibchen verhalten sich die meist größeren und stärkeren Männchen dann weniger aggressiv.

Für die Studie untersuchten die Leipziger Wissenschaftler zwischengeschlechtliche Konflikte in einer wildlebenden Bonobo-Gruppe in der Nähe des Salonga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo. Dabei wiesen sie eine geschlechtsunabhängige Hierarchie in der Gruppe nach, in der einige Weibchen die höchsten Ränge einnehmen. Zugleich beobachteten die Forscher, dass beim Ausgang von Konflikten vor allem zwei Faktoren eine wichtige Rolle spielen: der Wille der Weibchen, ihrem Nachwuchs zu helfen - und die weibliche Attraktivität.

So gewannen die Weibchen alle Konflikte, bei denen ihre Jungen von Männchen angegriffen wurden. Interessanterweise gewannen die Weibchen aber auch vermehrt Auseinandersetzungen, wenn sie eine auf höhere Empfängnisbereitschaft hinweisende sexuelle Schwellung zeigten - und damit für die Männchen besonders attraktiv waren. "Die Männchen waren zu diesen Zeiten auch von sich aus weniger aggressiv gegenüber den Weibchen, was sie sehr deutlich zum Beispiel von Schimpansenmännchen unterscheidet", erklärte der Wissenschaftler Martin Surbeck.

Quelle: n-tv.de

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