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Das etwas andere Motorradtreffen Biker-Karneval beim Glemseck 101

Längst hat das Glemseck 101 den Ruf eines internationalen Motorrad-Festivals erworben. Dabei ist es einfach anders als die anderen Treffen der Customszene. Der größte Unterschied ist wohl der, dass man sich hier nicht ganz so ernst nimmt.

In der Motorrad-Szene ist das Glemseck 101 eine feste Größe. Jedes Jahr treffen sich in Leonberg bei Stuttgart Tausende Motorradfahrer auf ihren Custombikes. In manchen Momenten erinnert das Festival mehr an einen Karneval als ein Fest der benzinschwangeren Zweiradszene. Aber gerade diese Mischung zieht dann auch den einen oder anderen Promi an, wie zum Beispiel John Friedmann. Besser bekannt als Erkan-Darsteller. "Mein bester Freund wohnt in Frankfurt, ich in München. Wir treffen uns dann immer hier in der Mitte. Das hat schon richtig Tradition"

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Wer sich beim Glemseck verschönern lassen möchte, der geht zum Barber.

Aber auf dem Glemseck 101 geht es nicht nur ums Motorrad. Vor allem Lifestyle wird hier immer wichtiger. Egal, ob Klamotten oder ein abgefahrener Helm. Der Biker von heute will auch schick sein. Da darf der Barber auf so einem Fest natürlich nicht fehlen. Und der ist, wer hätte es gedacht, die komplette Zeit ausgebucht.

Selbst die Polizei macht mit

Und wo Biker in so großer Zahl unterwegs sind, da ist die Polizei nicht weit. Aber auch die nimmt die Sache nicht Bierernst und fährt mit dem mutmaßlich kleinsten Polizeimotorrad der Welt vor. "Das Moped wurde irgendwann einmal von ein paar Jugendlichen sichergestellt, die es nie lernen konnten, dass man ohne Fahrerlaubnis nicht fahren darf", so ein Beamter. "Dann wurde es beschlagnahmt und ein bisschen modifiziert für den Polizeigebrauch. Mit Blaulicht und so weiter."

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Das Bike von Amelie Mooseder ist "Kunst".

Was im Karneval die Festwagen sind, sind hier die sogenannten Custombikes. Fast jeder, der in Glemseck mit seiner Maschine vorfährt, hat irgendetwas verändert und für sich ganz persönlich stylischer gemacht. Völlig legal und doch oft total verrückt. Sie sehen aus wie halbe Vogelkäfige, wie Raketen oder ein Zweirad, bei dem man nicht mal weiß, wo eigentlich der Lenker ist.

Ein solches Unikat ist auch das Motorrad von Rennfahrerin Amelie Mooseder. "Hier gibt es total unterschiedliche Motorräder. Meines sieht zum Beispiel aus wie ein Flugzeug. Das ist total kreativ. Für mich ist es Kunst." Und genau diese "Kunst"-Motorräder bilden dann auch die Wagenparade des Glemseck-Karnevals, nur etwas schneller. Denn beim 1/8-Milenrennen im K.-o.-Lauf kann nur einer gewinnen.

Quelle: n-tv.de, hpr