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Maserati GranCabrio Sport im Test Ein Auto mit elitärem Anspruch

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Die Preise starten bei 139.000 Euro.

Maserati krönt die GranCabrio-Baureihe mit einem 450 PS starken Topmodell. Er soll der deutschen und britischen Konkurrenz das Leben schwermachen. Für 139.000 Euro gibt es Technik und Luxus der obersten Kategorie.

Ab sofort bildet der 139.000 Euro teure GranCabrio Sport den oberen Abschluss der offenen Baureihe von Maserati, die auf dem geschlossenen Coupé basiert. Das GranCabrio ist ein vollwertiger Viersitzer mit elektrisch zu betätigendem Stoffdach. Mit einem überarbeiteten, 331 kW/450 PS starken Motor, der 10 PS mehr leistet als im regulären GranCabrio, wurde das Modell jetzt nachgeschärft. Die Maschine kommt in dieser Evolutionsstufe bislang nur im Coupé MC Stradale zu Einsatz.

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Das Design unterscheidet sich in Details vom Standard-Cabrio.

Obwohl das GranCabrio Sport im Gegensatz zum MC Stradale keinerlei rennsportliche Ambitionen hegt, macht sich die neue Maschine durchaus bemerkbar - insbesondere akustisch. Wenn die Einstellung "Sport" vorgewählt wurde, öffnen bei höheren Drehzahlen die speziellen Auspuffklappen; im manuellen Schaltmodus und bei "Sport"-Vorwahl trompetet der Motor sogar über das gesamte Drehzahlband hinweg in ungeniert hoher Lautstärke. Der elastische 4,7-Liter-V8-Antrieb, dessen Wurzeln bei Ferrari liegen, geht dabei eine harmonische Symbiose mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe ein, das beim Herunterschalten fröhlich Zwischengas gibt.

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Die Karbon-Zierteile im Innenraum wirken etwas deplaziert.

Ein Sieben- oder Achtgang-Getriebe, nach Aussage der deutschen Wettbewerber das Nonplusultra der Getriebetechnik, haben wir zu keinem Zeitpunkt vermisst - im Gegenteil. Für Statistik-Fans: Die 100-km/h-Marke wird nach 5,2 Sekunden passiert, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 285 km/h. Der Normverbrauch liegt bei knapp 15 l/100 km - in der Praxis dürfte sich der mit 75 Liter Fassungsvermögen gerade mal ausreichend große Tank noch erheblich rascher leeren.

Sehen und gesehen werden

Das Fahrverhalten des nicht eben leichten GranCabrio ist auch in der Sport-Variante eher komfortbetont. Die Lenkung ist nicht übermäßig präzise, und die Karosserie könnte etwas verwindungssteifer sein. Für sportliches Fahren auf engen Landstraßen gibt es mit Sicherheit geeignetere Modelle.

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Der Aufpreis gegenüber dem Standard-Modell liegt bei 6000 Euro.

Der Maserati GranCabrio Sport ist eben für den großen Auftritt auf dem Boulevard gedacht. Hier kommen seine gute Federung und das großzügige Platzangebot zur Geltung - und natürlich die dramatische Form, die bestens mit der luxuriösen Innenausstattung korrespondiert. Etwas deplaziert wirken die Kohlefaser-Applikationen - sie wollen zum edlen Ambiente nicht so recht passen, und sie können auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Maserati knapp zwei Tonnen auf die Waage bringt. Übrigens ist der Kofferraum mit 173 Litern nicht eben üppig dimensioniert. Wenn die ganze Familie verreist, darf das Personal mit dem Gepäck vorwegfahren.

Maserati vor Modelloffensive

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Der V8 hat Ferrari-Gene.

Maserati will mit der Sport-Variante rund die Hälfte der GranCabrio-Verkäufe bestreiten - in Anbetracht des relativ geringen Aufpreises von nur rund 6.000 Euro eine vermutlich noch konservative Schätzung. Das Konkurrenzumfeld ist bestens bestückt: Zur Wahl stehen unter anderem der neue BMW 6er, das Porsche 911 Cabrio und der Mercedes-Benz SL sowie der Jaguar XK und verschiedene Aston Martin-Typen. Die britischen Modelle dürften dem aristokratischen Charakter des Italieners am nächsten kommen, während die deutschen Konkurrenten eher unterkühlt und perfektionistisch auftreten.

In den Jahren 2012 bis 2014 wird es bei Maserati eine regelrechte Modelloffensive geben: Dann kommen die sechste Generation des Quattroporte, eine etwas kompaktere Limousine sowie ein Geländewagen, der auf dem Jeep Grand Cherokee basieren dürfte. Man darf hoffen, dass Maserati auch im Rahmen dieser Expansion die Eigenständigkeit bewahrt, die das GranCabrio zu einem so faszinierenden Automobil macht.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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