Auto

Teardrop neu entdeckt Lkw-Auflieger bald in Coupéform

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Der Teardrop-Trailer hat ein nach hinten abfallendes Dach, was den Spritverbrauch deutlich senken soll.

Gerade bei den Elefanten der Straße gilt: Quadratisch, praktisch ist nicht immer gut. Mit den eckigen Auflegern verbrauchen die Giganten Unmengen an Sprit. Eine nicht unbekannte Form soll den Luftwiderstand und den Spritverbrauch jetzt senken.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, mit diesem Lkw-Auflieger sei etwas nicht in Ordnung: Der Sattelzug hat einen Trailer mit nach hinten abfallendem Dach. Genauso wie bei einem Auto soll diese aerodynamische Verbesserung den Spritverbrauch senken. In Großbritannien setzt DHL bereits mehr als 1100 der so genannten Teardrop-Trailer ein, sie sind benannt nach der angedeuteten Tränen- beziehungsweise Tropfenform. Dabei ist die Idee an sich nicht neu. Teardrop ist die klassische Form der Miniwohnwagen, wie sie beispielsweise bereits 1937 von Hans Berger gebaut wurden.

Dank des reduzierten Luftwiderstandes sinke der Spritverbrauch bei den Sattelzügen um bis zu zehn Prozent, heißt es. Nach einigen Veränderungen ist das Gespann mit 40 Tonnen Ladekapazität nun auch auf die in Kontinentaleuropa geforderten Regularien angepasst, ein erster Lkw mit Teardrop-Trailer pendelt ab sofort zwischen Deutschland und Frankreich.

Der erste seiner Art in Deutschland

Laut DHL ist es der erste überhaupt auf deutschen Straßen, er soll nun den Weg bereiten für weitere Spritspar-Trucks, die das Unternehmen hierzulande einsetzen will. Dem Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) sind zumindest größere Stückzahlen dieser Teardrop-Auflieger auf deutschen Straßen nicht bekannt. Der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer Adolf Zobel geht aber davon aus, dass sich aerodynamische, und damit spritsparende, Lastwagen durchsetzen werden. "Unter der Voraussetzung, dass sie den Anforderungen der Verkehrssicherheit und Ladungssicherung gerecht werden."

Lkw- und Trailer-Hersteller arbeiten seit Jahren daran, ihre Fahrzeuge aerodynamischer zu machen. Mercedes hat beispielsweise auf der IAA 2012 einen windschnittigen Prototypen mit Seitenverkleidungen, einem strömungsgünstig abgerundeten Heck und Anströmkörpern zwischen Anhänger und Zugmaschine, die störende Luftverwirbelungen verhindern, vorgestellt. Er sollte auf eine Jahreslaufleistung von 150.000 Kilometern gerechnet rund 2000 Liter Kraftstoff sparen.

Quelle: ntv.de

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