VW holt zum Gegenschlag ausNeuer Phaeton besser als S-Klasse?
Der VW Phaeton hat 13 Jahre auf dem Buckel und gehört damit zu den dienstältesten Fahrzeugen auf dem Markt. Die neue Generation soll technisch einen Riesensprung machen und besonders einen Wettbewerber alt aussehen lassen.
Mit der neuen Generation der Oberklasselimousine Phaeton will VW ab Ende 2016 neue Maßstäbe beim Fahrkomfort setzen und dem Klassenprimus Mercedes S-Klasse das Wasser abgraben. Das zu Teilen mit Technik des kommenden Audi A8 gebaute Markenflaggschiff soll zu diesem Zweck laut der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" mit einer vorausschauenden Luftfederung ausgestattet werden, die Unebenheiten vor dem Fahrzeug mittels Kameras erkennt und das Fahrwerk darauf einstellt.
Anders als bei der S-Klasse, die eine ähnliche Technik bereits seit Ende 2013 anbietet, wird das VW-System auch nachts und bei höheren Geschwindigkeiten arbeiten. Darüber hinaus soll die große Limousine in der Stadt bis 60 km/h teilautonom fahren können, auf der Autobahn auch bei höherem Tempo. Überholmanöver kann sie dort ohne Hilfe des Fahrers durchführen.
Der seit 2002 angebotene Phaeton war vor allem ein Prestige-Projekt der damaligen Konzernführung. In Europa und den USA konnte sich die technisch exquisite Limousine auch mangels Markenimage nicht durchsetzen, so dass sie ständig vor dem Produktionsaus stand. Die Rettung kam 2009 aus China, wo sich der luxuriöse Viertürer zum Erfolgsmodell mauserte. Zudem konnte die Plattform für die Continental-Modelle der Konzerntochter Bentley genutzt werden. Trotzdem streckte man den üblichen Produktionswechsel von rund acht auf letztlich 14 Jahre.