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Wer mit dem Niesmann Sove in "Frozen Red Metallic" vorfährt, der kann sicher sein, dass er die Blicke auf sich zieht.
Wer mit dem Niesmann Sove in "Frozen Red Metallic" vorfährt, der kann sicher sein, dass er die Blicke auf sich zieht.
Donnerstag, 05. Juli 2018

Luxusliner im Farbrausch: Niesmann und Bischoff treibt es bunt

Auch bei den Reisemobilen wird die Möglichkeit zur Individualisierung immer wichtiger. Nicht nur innen, sondern auch außen. Soviel Farbe wie der Luxushersteller Niesmann+Bischoff hat bisher aber noch keiner ins Spiel gebracht.

Wo dieses Reisemobil steht, zieht es unweigerlich alle Blicke auf sich: Der Niesmann Smove, ohnehin schon wegen seiner schnittigen Formgebung von der Fachzeitschrift Promobil zum "Reisemobil des Jahres 2018" gekürt, wird auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon Ende August in der auffälligen Lackierung "Frozen Red Metallic" präsentiert. Und dabei handelt es sich keineswegs um ein Show-Objekt. Niesmann+Bischoff, der Hersteller von Luxusmobilen, bietet diese Volllackierungen für einen Aufpreis von 14.000 Euro für die gesamte Modellpalette, also auch für die Modelle Flair und Arto, an.

Für den Nismann Flair gibt es vier neue Grundrisse.
Für den Nismann Flair gibt es vier neue Grundrisse.

Und dabei treibt es das Unternehmen aus Polch bei Koblenz wirklich bunt. Denn in einer Welt, in der die nicht gerade grazilen Produkte von der Farbe Weiß beherrscht werden, bieten die Rheinland-Pfälzer nicht nur die Option auf den rot-orangen BMW-Speziallack an, sondern gehen auf alle erdenklichen Kundenwünsche ein. Gern auch passend zum Pkw, der in der heimischen Garage steht. Vom Lamborghini Anthrazit bis zum Lava Orange von Porsche eröffnet sich eine breite Palette an Farbmöglichkeiten.

Die Nachfrage steigt

"Der Wunsch nach maßgeschneiderten Produktlösungen ist auch im fahrbaren Zuhause immer ausgeprägter", sagt Niesmann-Geschäftsführer Hubert Brandl. So bunt wolle es gewiss nicht der Massengeschmack haben, "aber wenn wir auf einer Ausstellung solche Sonderlackierungen zeigen, steigt die Nachfrage spürbar an". Und der hohe Aufpreis relativiert sich, wenn ein gut ausgestatteter Flair ohnehin schon die 200.000-Euro-Marke durchbricht.

Der Innenraum des Niesmann Arto mit Komfortbad und Wellnessdusche.
Der Innenraum des Niesmann Arto mit Komfortbad und Wellnessdusche.

Es geht aber auch eine Nummer kleiner. Die Hymer-Tochter offeriert auch Akzent-Lackierungen an Front- und Heckwand sowie an Schürzen und Außenspiegeln, mit denen sich das Outfit individualisieren lässt, oder stellt Designaufkleber und Dekorfolie für die Seitenwände zur Wahl. Da zudem die Optionsliste für die Wohnraumgestaltung und Ausstattungsdetails, die zur neuen Saison um weitere Wohnwelten mit hellen Klappen und Polstern erweitert wurden, weit über 500 Kombinationsmöglichkeiten zulässt, hat der Kunde tatsächlich die Qual der Wahl.

Vier neue Grundrisse

Während sich am teilintegrierten Smove, dem Einstiegsmodell in die mobile Luxuswelt von Niesmann, zum neuen Modelljahrgang ansonsten nichts ändert, kommen bei den Linern vier neue Grundrisse, je zwei bei Flair und Arto, hinzu. In der Topbaureihe Flair verfügt der 920 EK über einen deutlich größeren Küchenblock, der mit etwa zwei Quadratmetern Grundfläche über einen großen Arbeitsbereich verfügt, und der 920 LB mit Einzelbetten im Heck hat auch eine Bar an Bord. Beide 9,27 Meter langen Flairs basieren als 7,2-Tonner, die bis auf 7,5 Tonnen aufgelastet werden können, auf einem Iveco Daily 70 mit einem 180 PS starken Vierzylinder-Dieselmotor, der mit AdBlue-Reinigung die Euro-6-Norm erfüllt. Kostenpunkt: ab 172.000 Euro aufwärts. Insgesamt ist der Flair in neun Ausführungen erhältlich.

Bei der mittleren Baureihe Arto ersetzt der neue 88B das bisherige Modell 83B. Der Längenzuwachs auf 8,76 Meter kommt bei dem Queensbett-Grundriss vor allem dem großen Raumbad zugute, wie man es aus den Flair-Modellen kennt. Hauptmerkmale des neuen Arto 88 LF sind das auf 1,50 Meter verbreiterte Queensbett im Heck und ebenfalls ein geräumigeres Komfortbad mit Wellnessdusche. In den Grundversionen ab rund 115.000 Euro fahren die insgesamt 13 Arto-Modellvarianten allerdings nur mit der 130-PS-Variante des Fiat Ducato vor. Angesichts eines Gesamtgewichts von fünf Tonnen sind die stärkeren 150- oder 180-PS-Alternativen aber durchaus empfehlenswert.

Quelle: n-tv.de