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Bis ans Ende der Welt Praetorian - der Bus für jedes Gelände

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Der Praetorian von Torsus ist auf jedes Gelände vorbereitet.

(Foto: Torsus)

Reisebusse sind beliebt, weil sie Menschen für wenig Geld an weit entfernte Orte bringen. Dafür brauchen sie aber auch ein gut ausgebautes Straßensystem. Wie wäre es da mit einem Reisebus, der seine Gäste auch durch schweres Gelände ans Ziel bringt?

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Hätte Mad Max Freunde gehabt, hätten sie mit dem Praetorian einen Ausflug machen können.

(Foto: Torsus)

Was auch immer den Menschen in Zukunft treiben mag, den heimischen Herd zu verlassen und in die entlegensten Gebiete dieser Welt zu ziehen, für den Besuch solcher Orte bräuchte es ein Fahrzeug mit Nehmerqualitäten. Ein solches Gefährt wäre zum Beispiel der Reisebus Praetorian der tschechischen Firma Torsus.

Der Praetorian wirkt nicht nur betont geländetauglich und robust, sondern zeigt sich gleichsam von einer sehr futuristischen Seite. Dafür sorgen sowohl seine alle Ecken und Kanten vermeidende, abgerundete Kastenform als auch die sehr progressiv inszenierten LED-Leuchten an Front und Heck. Auffällig ist zudem die zweifarbige Außenlackierung im Zusammenspiel mit einem dunkel getönten Fensterband.

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Bis zu 35 Leute finden Platz.

(Foto: Torsus)

Auf Wunsch können die Sitzbezüge im Inneren das äußere Farbschema aufgreifen. Die Form der Sitze erinnert an das Gestühl von Passagierflugzeugen. Bis zu 35 davon lassen sich in den rund achteinhalb Meter langen Zweiachser einbauen. Außerdem kann der Bus mit Video-Entertainment und Klimaanlage ausgestattet werden.

Basis ist die Schwerlastplattform von MAN

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Mit dem nötigen Kleingeld kann man sich den Praetorian auch zum geländetauglichen Eigenheim umbauen lassen.

(Foto: Torsus)

Der Praetorian steht auf der Schwerlast-4x4-Plattform TGM von MAN, die unter anderem für den Bau von Militärlastwagen genutzt wird. Im Fall des Torsus-Aufbaus bietet sie 39 Zentimeter Bodenfreiheit und 70 Zentimeter Wattiefe. Die 240 PS des 6,9-Liter-Sechszylinder-Diesels werden permanent an beide Achsen verteilt. Traktion dürfte der Antrieb selbst auf schwierigem Untergrund unter anderem dank zuschaltbarer Längs- und Quersperren bieten.

Der Praetorian ist nicht nur eine Vision, sondern bereits bestellbar. Rund 155.000 Euro soll das Standardmodell kosten. Bei Torsus sieht man durchaus einen Markt für geländetaugliche Reisebusse. Sie könnten auf Baustellen zum Einsatz kommen, um Arbeiter in größerer Zahl in Gegenden zu bringen, die nur mit Geländewagen erreichbar sind. Auch ein Einsatz als Safari-Bus wäre denkbar. Wer natürlich das nötige Kleingeld hat, kann sich den Praetorian auch zu einem alle Wege fressenden Wohnmobil ausbauen lassen, um dann ans Ende der Welt zu reisen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x