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Preiswerter Einstieg Voge - vier China-Bikes für Deutschland

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Mit vier recht attraktiven Motorrädern will sich der chinesische Hersteller Voge auf dem deutschen Markt etablieren.

(Foto: Voge)

Mit Marken wie Mondial, Horwin, Brixton oder Mash tummeln sich schon einige chinesische Motorradmarken in Deutschland. Jetzt folgt mit Voge ein weiterer Hersteller. Gleich mit vier Modellen bietet die chinesische Loncin-Tochter Einsteigern preiswerte Alternativen.

Voge ist nicht die erste chinesische Motorradmarke, die sich auf dem deutschen Markt versucht. Allerdings hat Voge, anders als andere Marken aus dem Reich der Mitte, nicht den Namen einer europäischen Motorrad-Legende gekauft. Dafür steht hinter Voge mit Loncin einer der größten Hersteller von Zweirädern weltweit. Das Produktionsvolumen beläuft sich jährlich auf eine Million Fahrzeuge.

Auch BMW lässt bei Loncin bauen. Die Bayern hatten bereits vor einiger Zeit die Produktion der beiden aktuellen 400er-Roller und den Bau der Zweizylinder-Triebwerke für die beiden Mittelklasse-Enduros F 750 GS und F 850 GS nach China verlagert. In Deutschland werden die Modelle von Voge im Übrigen über die im bayrischen Weiden ansässige MSA GmbH angeboten.

Der Einsteiger

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Bereits für 3700 Euro gibt es die Voge 300 R mit 26 PS.

(Foto: Voge)

Interessant ist, dass Voge bei ihrem Debüt in Deutschland gleich mit vier, recht preiswerten Modellen an den Start geht. Mit etwa 3700 Euro markieren die Einzylindermodelle 300 R und 300 AC den Einstieg in die Voge-Welt. Bei der R handelt es sich um ein sportliches Naked Bike mit überschaubaren 26 PS.

Der gut 170 Kilogramm schwere Einzylinder ist mit zwei 300er-Bremsscheiben am Vorderrad, Updside-down-Gabel und Sechsgangschaltung ausgestattet. Die geringfügig schwächere, aber technisch mit der R weitgehend identische 300 AC zeichnet sich durch einen klassischen Look aus. Allerdings haben die Chinesen es nicht verpasst, das Retro-Bike mit modernen Akzenten auszustatten.

Der Sportler

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Eine Stufe über der 300 steht die 500 R mit 44 PS für etwa 4900 Euro.

(Foto: Voge)

Knapp 4900 Euro kostet die 500 R, die optisch der 300 R ähnelt. Als Antrieb kommt ein flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder mit 44 PS zum Einsatz. Ab 7000 Kurbelwellenumdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 40 Newtonmetern auf der Kette. Mit 198 Kilogramm und einer Sitzhöhe von 80 Zentimetern dürfte sich auch die 500 R prima als Einsteiger-Bike eignen. Die Kraft wird über ein Sechsgangschaltgetriebe verteilt, eine Nissin-Bremsanlage mit Wave-Scheiben sorgt für die entsprechende Verzögerung, und eine USB-Gabel von Kayaba soll die Unebenheiten der Straße vom Piloten fernhalten.

Der Reisefreund

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Die 500 DS steht bei Voge momentan als das Topmodell auf der Liste. Kostenpunkt: 5200 Euro.

(Foto: Voge)

Als Topmodell darf die 5200 Euro teure Reiseenduro 500 DS angesehen werden. Auch hier treibt der Zweizylinder an, der aber aus den 500 Kubikzentimetern Hubraum nur mit 43,5 PS schöpft. Das Drehmoment, die Kraftverteilung und der Tankinhalt von 16,5 Litern sind identisch. Das Gewicht steigt hier allerdings auf fahrfertige 205 Kilogramm, und die Sitzhöhe liegt bei 81,5 Zentimetern. Für knapp 500 Euro Aufpreis bietet Voge ein Kofferset für die DS, bestehend aus Trägersystem mit zwei Seitenkoffern sowie einem Topcase aus Aluminium.

Das, was Voge in Deutschland am Ende auf die Füße fallen könnte, ist die Hubraumgröße. Statistisch liegt die hierzulande bei 700 Kubikzentimetern, und in diesem Segment sind die Chinesen noch nicht unterwegs. Aber was nicht ist, wird sicher noch kommen.

Quelle: ntv.de, hpr