Der TagDas war Sonntag, der 27. Februar 2022
Liebe Leserinnen und Leser,
rund 370.000 Menschen sind seit Beginn des Krieges aus der Ukraine in die Nachbarländer geflüchtet. Diese Zahl nannte das UN-Flüchtlingshilfswerk am frühen Nachmittag. Es dürften also inzwischen noch viele mehr sein. In Berlin, Prag, Madrid und in vielen anderen Städten gab es neue Proteste gegen den Krieg. Alleine in Berlin waren es mindestens 100.000 Menschen, die Veranstalter sprachen sogar von einer halben Million.
Nicht nur die Proteste auf den Straßen nehmen zu, auch die Strafmaßnahmen. Viele Länder, darunter Deutschland und Kanada, sperrten ihren Luftraum für russische Flugzeuge. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland dürften auch deutsche Firmen belasten, die Bundesregierung stellte deshalb Hilfen für betroffene Firmen in Aussicht. Kanzler Scholz kündigte außerdem eine milliardenteure Modernisierung der Bundeswehr an. Und Scholz will Flüssiggas-Terminals in Norddeutschland bauen lassen, um bei der Energieversorgung unabhängiger von Russland zu werden. Aus Moskau kam diese bedrohliche Nachricht: Präsident Putin ordnete an, die "Abschreckungswaffen" der Atommacht in besondere Alarmbereitschaft versetzen zu lassen. Die EU sicherte der Ukraine später eine halbe Milliarde Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung zu. Etwas Hoffnung ließ diese Meldung aufkommen: Die Ukraine und Russland wollen miteinander verhandeln. Kiew stimmte Gesprächen an der Grenze zu Belarus zu. Hier finden Sie weitere wichtige Meldungen des Tages:
Nun mache auch ich Feierabend und wünschen Ihnen noch einen entspannten Abend!