Das war Mittwoch, der 14. Mai 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
mit Spannung war heute die erste Regierungserklärung von Kanzler Friedrich Merz im Bundestag erwartet worden - genauso die Reaktionen aus den anderen politischen Lagern. "Drei Punkte stechen aus Merz‘ "wichtigster Rede" hervor", schreibt mein Kollege Volker Petersen und befindet in einem Kommentar: "Der Kanzler stapelt tief und das ist auch gut so."
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Schauen Sie gern auch nochmal in unserem Ukraine-Ticker vorbei. Da hat uns gerade eben noch die Meldung erreicht, dass Russlands Staatschef Wladimir Putin nicht zu Ukraine-Gesprächen nach Istanbul reisen wird.
Ihre Johanna Ohlau
Blitz schlägt in Zoo ein: Eine Deutsche und zwölf weitere Menschen verletzt
Ein Zoobesuch ist für mehrere Menschen in Frankreich glimpflich geendet - je nach Sichtweise: glimpflich, weil sie nicht ums Leben gekommen sind bei einem Blitzeinschlag in einem Zoo in der Nähe der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence. 13 Menschen sind dabei verletzt worden, darunter eine 29 Jahre alte Deutsche. Zwei der Verletzten seien vom Blitz getroffen worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Blitz sei in ein "ebene und freie" Stelle des Tierpark in La Barben in der Nähe von Aix-en-Provence eingeschlagen, hieß es weiter. Unter den Verletzten waren laut Feuerwehr vier Kinder. Tiere oder Gehege seien nicht getroffen worden.
Von Rihanna gibt es bald neue Musik
Riri-Fans aufgepasst: Rihanna hat nicht nur süße News, dass Baby Nummer 3 auf dem Weg ist. Die Sängerin kündigt eine neue Single an und zwar einen Song für den Soundtrack des neuen Schlümpfe-Films "Die Schlümpfe: Der große Kinofilm". Der soll ja Mitte Juli bei uns in die Kinos kommen. In dem Live-Action-Musical leiht Rihanna zudem der Hauptfigur Schlumpfine ihre markante Stimme. Die Single trägt den Titel "Friend of Mine", wie die Musikerin bei Instagram bekanntgibt. 2016 erschien das letzte Album von Rihanna. Wann sie da News für ihre Fans hat, ist unklar, aber ich kann sagen: Die Single kommt noch vor GTA 6 ... der Spruch ist ja seit vielen Monaten überall bei Socialmedia in den Kommentarspalten zu finden, dass noch etwas VOR GTA 6 passiert. Der Scherz bezieht sich auf das nächste Release des beliebten Spiels "Grand Theft Auto". Gamerinnen und Gamer müssen sich bis (mindestens?) Mai nächsten Jahres gedulden. Ob auch ein neues Album von Rihanna noch VOR GTA 6 kommt, müssen wir leider abwarten ...
Wo ist Aleph? Polizei nennt mögliche Szenarien zu Vermisstenfall
Aleph von Fellenberg Palma verschwindet am Osterwochenende in Berlin. Die Polizei sucht den 33-Jährigen tagelang, die Mutter von Aleph übt Kritik. Zu der und der Suche im Allgemeinen äußert sich Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin.
USA: Autofahrerin gerät erst in Kontrolle - und dann in Abschiebeknast
Die Trump-Regierung schafft mit ihren willkürlichen Abschiebungen - auf Grundlage eines uralten Kriegsrechts aus dem 18. Jahrhundert - immer mehr eine Atmosphäre der Angst in den USA: Eine 19 Jahre alte Studentin wird von der Einwanderungsbehörde ICE inhaftiert, weil sie angeblich falsch abgebogen sein soll mit ihrem Auto. Tage später stellt sich heraus, dass die Beamten einen Fehler gemacht haben, aber die Frau aus Mexiko bleibt weiter inhaftiert. Zudem werfen die Behörden ihr vor, angeblich ohne Führerschein unterwegs gewesen zu sein. Dem widerspricht die junge Frau, sie besitze eine internationale Fahrerlaubnis.
Die junge Frau war Medienberichten zufolge als Vierjährige mit ihren Eltern aus Mexiko gekommen. Die "New York Post" zitierte einen Anwalt mit den Worten: "Es ist einfach herzzerreißend, dass der Fehler eines Polizeibeamten dieser Person letztendlich ihre Freiheit gekostet hat und sie möglicherweise ihren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten verliert."
Pistorius zu Wehrdienst: Betonung bei Freiwilligkeit liegt auf "zunächst"
Feiert die Wehrpflicht vielleicht doch wieder eine Art Comeback? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius betont im Hinblick auf das neue Wehrdienst-Modell, dass die Freiwilligkeit nur bis auf Weiteres gelte. Die schwarz-rote Koalition habe verabredet, dass sie beim Wehrdienst "zunächst auf Freiwilligkeit" setze, sagte der SPD-Politiker im Bundestag. Er ergänzte: "Ich sage ganz bewusst und ehrlich: Die Betonung liegt auf 'zunächst', falls wir nicht hinreichend Freiwillige gewinnen können." Das deutsche Militär begeistert nämlich immer noch zu wenig Menschen für den Dienst an der Waffe, obwohl die Bewerberzahlen zuletzt gestiegen waren. Und klar, am Geld mangelt es auch, weshalb der SPD-Politiker sagte: "Bedrohungslage geht vor Kassenlage." Vielleicht sollte sich die Union statt auf eine Wehrpflicht, die sie noch vor den Koalitionsverhandlungen gefordert hatte, eher auf eine bessere Ausstattung der Truppe konzentrieren - dann löst sich das Personalproblem vielleicht gleich mit.
Beinahe-Unglück: Unter Wanderern bricht plötzlich Schneehang weg
Schneewanderer in den kanadischen Rocky Mountains entgehen nur um Zentimeter einem schlimmen Unfall. Als sie über einen Bergkamm gehen, teilt sich plötzlich die Schneefläche und ein Schneebrett rauscht in die Tiefe. Um ein Haar wäre mindestens eine Person mitgerissen worden.
Geheim-Bunker voller Waffen: Polizei nimmt mutmaßlichen Reichsbürger fest
Nach der Festnahme des "Reichsbürger-Königs" Peter Fitzek hat die Polizei in Niedersachsen einen weiteren mutmaßlichen Reichsbürger in Lohne festgenommen - und dabei ein Waffenlager samt Bunkeranlage entdeckt. Diese befindet sich unter einer Gewerbehalle. Die Beamten stießen dort auf ein Arsenal unter anderem mit umgebauten Kriegswaffen und vollautomatischen Gewehren, wie die Polizei in Lingen mitteilt. Der 57-jährige Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen. Der Mann wird den Angaben zufolge einer Gruppe namens Vereinte Nation wenea zugerechnet. Laut Verfassungsschutz gilt sie als Reichsbürgervereinigung. Die Gruppe will mit politischen und rechtlichen Strukturen eine eigene Staatsform errichten. Der 57-Jährige war polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten. Ihm werden nun mehrere Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Ein Haftrichter erließ Untersuchungshaftbefehl.
"Wie geht's dir?" - Kaley Cuoco und Matthias Schweighöfer grüßen vom Set
Schauspieler Matthias Schweighöfer ist ja schon länger dabei, sich auch international einen Namen zu machen. Beim Dreh für die Serie "Vanished" steht er mit einem Hollywoodstar vor der Kamera - und lässt seine Fans bei Instagram teilhaben: Dort postete der 44-Jährige ein Foto und ein Video von sich und "The Big Bang Theory"-Star Kaley Cuoco. "Wie geht's dir?", fragt die US-Amerikanerin in die Kamera. Dann fragt die 39-Jährige neckend an Schweighöfer gerichtet: "Wissen sie in Deutschland, wer du bist?"
Nicht mehr "besonders wertvoll"? Film-Jury gibt zum Jahresende auf
In einer Zeit, als es noch keine Google-Bewertungen oder Plattformen wie "Rotten Tomatoes" oder "IMDB" gab, da war die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) mit Sitz in Wiesbaden eine unabhängige Quelle dafür, ob ein Film sehenswert ist. Die Jury versah dann einen Streifen mit dem Prädikat "wertvoll" oder sogar "besonders wertvoll". In der Tat ist diese Einrichtung - gegründet 1951 - wohl etwas aus der Zeit gefallen, weil inzwischen jeder mit einem Klick Kritiker oder Kritikerin sein kann. Die FBW macht zum Jahresende dicht. Das haben das hessische Kulturministerium und die FBW gemeinsam mitgeteilt. Als Gründe nannten sie eine sinkende Nachfrage nach Filmprädikaten und ein Finanzierungsmodell, das nicht mehr tragfähig sei.
Pistolen-Einsatz im Garten: US-Polizisten müssen Kinder entwaffnen
Im US-Bundesstaat New Mexico kommt es zu einem denkwürdigen Polizeieinsatz. Mehrere Beamte müssen in Albuquerque ausrücken um zwei Kindern eine Pistole abzunehmen. Eines der Kinder wollte die Waffe laut den Polizisten auch abfeuern. Mithilfe eines Ablenkungsmanövers überlisten sie die Kinder.
Kreise: Laschet soll Chef des Auswärtigen Ausschusses werden
Etwas aus der Kategorie "Was macht eigentlich (in Zukunft)?": Der ehemalige NRW-Ministerpräsident Armin Laschet widmet sich wohl bald einer neuen Aufgabe: Der frühere CDU-Parteichef soll Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages werden. Unionskreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur in Berlin eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung. Bei der noch anstehenden Vergabe der Vorsitzendenämter der Bundestagsausschüsse besteht die Union demnach auf dem Auswärtigen Ausschuss - und will Laschet für den Vorsitz vorschlagen. Bei einer endgültigen Nominierung müsste er noch vom Ausschuss gewählt werden. Der 64 Jahre alte Bundestagsabgeordnete war während der Bildung der neuen schwarz-roten Koalition auch als Kandidat für den Posten des Außenministers gehandelt worden. CDU-Chef Friedrich Merz hatte sich bei der Besetzung des Postens des deutschen Chefdiplomaten allerdings für den schleswig-holsteinischen Abgeordneten Johann Wadephul entschieden.
Laschet ist international gut vernetzt. Von 1999 bis 2005 war er Europaabgeordneter, er ist seit 2022 Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Auch nach Frankreich ist er gut verdrahtet - von 2019 bis 2021 war er Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Deutsch-Französischen Vertrags.
Ex-RAF-Terroristen auf der Spur? Polizei durchsucht Gebäude in Berlin
Wo halten sich Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg auf? Die Polizei hält den Druck auf die gesuchten Ex-RAF-Terroristen aufrecht. In Berlin wurden vier Gebäude durchsucht. Die Beamten nahmen unter anderem die Räume einer mutmaßlichen Mittäterin unter die Lupe, wie die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilten. Sie ermitteln gegen die 38-Jährige wegen Beihilfe zum schweren Raub. Ein Haftbefehl gegen die Frau liegt aber nicht vor. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Mobiltelefone, Laptops und weitere Datenträger, die jetzt ausgewertet werden. Von den beiden Ex-RAF-Terroristen fehlt weiter jede Spur. Ihre mutmaßliche Komplizin Daniela Klette nahm die Polizei am 26. Februar 2024 in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg fest.
Gegen Staub und Garweg bestehen Haftbefehle wegen des Verdachts der Beteiligung an Terroranschlägen. Sie werden auch wegen mehrerer Raubüberfälle und wegen versuchten Mordes gesucht. Zwischen 1999 und 2016 sollen sie Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben.
Gericht: Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich muss in Haft
Volksverhetzung, üble Nachrede, Beleidigung - die bekannte Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich muss nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Naumburg ins Gefängnis. Mehrfach stand Liebich vor Gericht, das heutige Urteil in der Revisionsverhandlung kann nicht mehr angefochten werden. Liebich war im Juli 2023 noch unter einem männlichen Namen vom Amtsgericht Halle unter anderem wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Das OLG bestätigte das Urteil als rechtsfehlerfrei. Lediglich einer von 17 angeklagten Fällen wurde auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft vorläufig eingestellt, die Strafe dafür wäre nicht ins Gewicht gefallen. Liebich kam nicht persönlich zur Verhandlung nach Naumburg.
Schichtwechsel
In den wohlverdienten Feierabend geht es jetzt für meinen lieben Kollegen Stefan Guther. Ich übernehme in der "Der Tag" und halte Sie in der zweiten Hälfte mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Ralph Siegel trauert um Naddel: "Das tut einem schon weh"
Nach dem plötzlichen Tod von Nadja Abd el Farrag meldet sich nun auch ihre kurzzeitige Liebe Ralph Siegel zu Wort. "Das tut einem schon weh und leid, wenn ein Mensch so jung sterben muss", erklärt er der "Bild"-Zeitung. "Ich finde ihren Tod sehr bedauerlich und traurig", sagt die ESC-Legende.
Die beiden waren im Jahr 2001 für etwa vier Monate ein Paar - zu einer Zeit, als Naddel nach ihrer komplizierten On-Off-Beziehung mit Musikproduzent Dieter Bohlen einen Neuanfang wagte. Obwohl die Liaison mit Siegel nur kurz hielt, sorgte sie für einiges Aufsehen in der deutschen Medienlandschaft. Abd el Farrag beendete die Beziehung damals überraschend per SMS. Nadja Abd el Farrag war am Freitag in einer Hamburger Klinik mit nur 60 Jahren an Organversagen gestorben.
Erneut Kokain-Pakete am Sylter Strand angespült
Rund sechs Monate nachdem am Strand vor Sylt die ersten von zahlreichen Kokain-Paketen entdeckt wurden, gibt es weiterhin neue Funde. "Es wird immer mal wieder erneut einiges Kokain auf Sylt angespült", sagt ein Sprecher des Zollfahndungsamts Hamburg. In den vergangenen Monaten wurden immer wieder kleinere Mengen gefunden. Wie viel genau seit den größeren ersten Anspülungen aus der aktuellen Serie vom Winter noch hinzugekommen ist, könne er nicht sagen.
Nach den Anspülungen waren Zoll und anderer Dienststellen in den betreffenden Regionen vermehrt Streife gelaufen - dies sei inzwischen heruntergefahren worden. Die Ermittlungen zu möglicherweise involvierten Beförderungsmitteln und Tatbeteiligten sowie der Herkunft der Drogen dauere demnach an. Details zur Art der Ermittlungen oder zu Ergebnissen würden nicht öffentlich gemacht.
Seit dem 1. Dezember 2024 waren an den Stränden der drei nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr und Amrum insgesamt mehr als 250 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von zehn Millionen Euro entdeckt worden. Das ist deutlich mehr, als bei anderen Funden in der Vergangenheit auf den Urlaubsinseln.
"Dramatische Lage" - Schulzentrum in Erkrath brennt komplett ab
In Erkrath gerät ein Feuer in einem Schulzentrum komplett außer Kontrolle. Dichte Rauchwolken sind kilometerweit zu sehen. Die Polizei spricht von verheerenden Schäden. Unterlagen, Einrichtungen und ganze Gebäude von zwei Schulen sind zerstört.
Peter Urban erleidet Unfall - ESC-Comeback abgesagt
Grand-Prix-Urgestein Peter Urban hat einen Auftritt im Umfeld des diesjährigen Eurovision Song Contests wegen eines Unfalls kurzfristig absagen müssen. Eigentlich hätte der 77-jährige Hamburger am Abend in Stefan Raabs RTL-Show "Chefsache ESC 2025 - Live aus Basel" zu sehen sein sollen.
Seine Frau Laura Urban sagt zu RTL, "dass Peter aufgrund seiner Behinderung durch ein fehlendes Hüftgelenk leider am Wochenende gestürzt ist und daher wegen der schmerzhaften Folgeerscheinungen nicht nach Basel anreisen konnte. Es tut ihm in der Seele weh, nicht dabei sein zu können - auch nach über 25 Jahren als TV-Kommentator hat der ESC seinen Zauber für ihn nicht verloren."
Constantin Schreiber hört als "Tagesschau"-Sprecher auf
Der "Tagesschau"-Moderator Constantin Schreiber verlässt die ARD-Nachrichtensendung. Der 45-Jährige werde am 25. Mai zum letzten Mal die 20-Uhr-Hauptausgabe der Sendung sprechen, teilt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in Hamburg mit. Der 45-Jährige gehe "auf eigenen Wunsch, da er sich künftig anderen Aufgaben widmen will".
Schreiber erklärt, nach achteinhalb Jahren wolle er künftig wieder stärker inhaltlich journalistisch arbeiten. Welche Projekte er genau verfolgen will, teilte er nicht mit. Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Marcus Bornheim, erklärt, er bedaure die Entscheidung sehr, respektiere aber den Wunsch nach Veränderung.
Schreiber hatte neben seiner Tätigkeit als Nachrichtensprecher wiederholt im Mittelpunkt von Kontroversen gestanden, die sich um Sachbuchveröffentlichungen von ihm zum Islam drehten. 2023 wurde er bei einer Lesung an der Universität im thüringischen Jena mit einer Torte angegriffen. Anschließend erklärte Schreiber, sich nicht mehr zum Islam äußern zu wollen.
Studentin stirbt nach Autounfall an Straßenbahn-Haltestelle
Fast eine Woche nach dem schweren Autounfall an einer Straßenbahn-Haltestelle in München ist eine der Verletzten gestorben. Die 22 Jahre alte Studentin sei am Dienstag ihren schweren Verletzungen erlegen, sagt ein Polizeisprecher. Den Zustand der jungen Frau hatte die Polizei zuvor als kritisch bezeichnet. Weitere Details sind bisher nicht bekannt.
Bei dem Unfall am 7. Mai war ein Auto nahe der Donnersbergerbrücke an einer vielbefahrenen Kreuzung in eine Straßenbahn-Haltestelle gefahren. Sieben Menschen wurden laut Polizei verletzt, drei von ihnen schwer. Wie genau es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Gegen den 52 Jahre alten Autofahrer wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
"Let's Dance"-Star Malika Dzumaev nach Bandscheibenvorfall im Krankenhaus
Große Sorge um "Let's Dance"-Star Malika Dzumaev. Die Profitänzerin liegt im Krankenhaus. Auf Instagram teilt sie ein Bild, das ihre Hand mit Infusionszugang in einem Klinikbett zeigt. Dazu schreibt sie: "Etwas ganz Persönliches ... manchmal spielt das Leben ein anderes Spiel." Vor einer Woche sei "aus dem Nichts" bei ihr ein "Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule" aufgetreten, "Nervenquetschung, Ausstrahlung in den Arm/ Hand", wie sie weiter erzählt.
Dzumaev fügte in ihrem emotionalen Beitrag hinzu: "... und plötzlich liegst du ganz alleine im Krankenhaus, in einer fremden Stadt weit weg von Familie und Freunden, kämpfst mit starken Schmerzen, Tränen, Entscheidungen, Überforderung und größten Ängsten ... denkst nur dran wieder gesund zu werden ...".
Die 34-Jährige bedankte sich zudem bei allen Menschen, die sich "in dieser sehr schwierigen und intensiven Woche" bei ihr gemeldet haben: "Ich schätze es unendlich." Sie vertraue jetzt ihrem Körper und probiere statt mit einem operativen Eingriff mit konservativer Therapie zurückzukommen, verrät sie zudem: "Hoffe so sehr, dass es hilft und bin für jeden Tipp unendlich dankbar. Tanzen ist mein Leben, ohne könnte ich nicht."
Bundeswehr warnt vor neuem Fallschirm - und rudert wieder zurück
Die Qualitätsmanager der Bundeswehr haben einen Bericht verschickt und darin ein 56 Millionen Euro teures neues Fallschirmsystem als untauglich bezeichnet. Am nächsten Tag soll der Bericht wieder einkassiert worden sein. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein vertrauliches Papier von Anfang Mai, das der "SZ", dem NDR und WDR vorliegt.
Demnach listen die Qualitätsmanager des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in dem Report gravierende technische und betriebswirtschaftliche Mängel des neuen Fallschirmsystems EPC-B auf. Technisch passe es nicht zu den Flugzeugen der Bundeswehr, die Betriebskosten seien zu hoch, das Risiko für die Fallschirmjäger nicht in den Griff zu bekommen. Kaum ausprobiert, sollten die Beschaffer der Bundeswehr lieber "zeitnah über eine geeignete technische Nachfolgelösung" entscheiden, heißt es.
Der brisante Report sei dann nur einen Tag nach seiner Verbreitung vom BAAINBw schon wieder als "gegenstandslos" einkassiert worden. Beim Verschicken sei "ein Bürofehler passiert", zitiert die Zeitung aus einer E-Mail an die Empfänger des Papiers im Verteidigungsministerium. Demnach werde der Inhalt noch einmal überarbeitet.
Mützenich wird nicht Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses
Das Ansinnen der SPD-Spitze, den früheren Fraktionschef Rolf Mützenich zum neuen Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses zu machen, ist gescheitert. Mützenich erklärt gegenüber dem "Stern" seinen Verzicht: "Eine demokratische und kluge Außenpolitik darf sich nicht allein auf militärische Themen und Ziele konzentrieren. Das ist auch der Wunsch eines größeren Teils unserer Bevölkerung. Wie schon in der Vergangenheit, hätte ich mich gerne an dieser Debatte beteiligt. Der Vorsitz im Auswärtigen Ausschuss schien mir dazu der geeignete Ort", sagt der Sozialdemokrat.
Hintergrund ist Parteikreisen zufolge eine Niederlage der Sozialdemokraten gegen die Union in internen Verhandlungen mit CDU und CSU über die Verteilung der Ausschüsse. So habe die Union bei Gesprächen in dieser Woche auf dem Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses bestanden. Das ist ungewöhnlich, da die CDU auch das Außenministerium besetzt. In der Regel geht der Fachausschuss nicht an dieselbe Partei wie das Ministerium. Die Idee, Mützenich zum Chef des Auswärtigen Ausschusses zu machen, war dem Vernehmen nach in der SPD-Spitze entstanden. Der frühere Fraktionschef war nach der historischen Wahlniederlage der Sozialdemokraten der erste Spitzengenosse, der seinen Posten räumen musste. Er war zwischenzeitlich von Lars Klingbeil an der Fraktionsspitze ersetzt worden, mittlerweile führt die Fraktion der Niedersachse Matthias Miersch.
Verdacht auf Tötungsdelikt in Hanau: Polizei nimmt 39-Jährigen fest
Die Polizei hat nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes im hessischen Hanau wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt die Ermittlungen gegen einen 39-Jährigen aufgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, hörten Zeugen Dienstagnacht gegen 23.30 Uhr Hilferufe aus einer Wohnung und alarmierten die Polizei. In der Wohnung fanden die Beamten demnach einen schwer verletzten Mann.
Trotz Reanimationsmaßnahmen verstarb der 38-Jährige, wie die Behörden weiter mitteilen. Den 39 Jahre alten Tatverdächtigen nahm die Polizei demnach vorläufig fest. Hintergründe und Umstände sind bisher unklar, auch das Landeskriminalamt ist den Angaben zufolge an den Ermittlungen beteiligt.
Vorwurf der Behinderung der Festnahme eines Migranten: US-Gericht klagt Richterin an
In den USA hat ein Bundesgericht Anklage gegen eine Richterin erhoben, die sich der Festnahme eines Migranten durch die Einwanderungsbehörde widersetzt haben soll. Laut der Anklageschrift wird Bezirksrichterin Hannah Dugan aus dem Bezirk Milwaukee beschuldigt, einem Migranten ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung geholfen zu haben, sich der Verhaftung zu entziehen. Im Falle einer Verurteilung wegen Behinderung der Justiz droht ihr eine Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis.
Der Anklageschrift zufolge wird der 66-Jährigen vorgeworfen, einem mexikanischen Staatsangehörigen bei der Flucht aus dem Gerichtssaal geholfen zu haben, nachdem sie erfahren hatte, dass Beamte der Einwanderungsbehörde ICE und andere Bundesbeamte den 30-Jährigen auf dem Flur festhalten wollten. Ende April war die Richterin von der US-Bundespolizei FBI in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin festgenommen worden. Der Fall hatte in den USA für Aufsehen gesorgt.
Der Anklage zufolge hat Dugan den Mann durch eine Nebentür aus dem Gebäude gelassen, bevor die ICE-Beamten ihn festsetzen konnten. Dugans Anwälte erklärten einem Bericht der "New York Times" zufolge, ihre Mandantin beteuere ihre Unschuld. Sie freue sich darauf, "vor Gericht Recht zu bekommen", hieß es. Seit Trumps Amtsantritt sieht sich die Justiz massiv unter Druck, nicht nur in der Einwanderungspolitik. Der Republikaner hatte ein hartes Vorgehen gegen "kriminelle" Einwanderer und Massenabschiebungen angekündigt. Gerichte gingen in einer Reihe von Fällen jedoch dagegen vor.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
kurz vor geplanten Verhandlungen in Istanbul über die Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine sind Format und Zusammensetzung des Treffens weiter offen. Der Kreml lässt bisher offen, wer zur Delegation gehört und ob Russlands Machthaber Putin anreisen wird. Indes werden Rufe nach weiteren Sanktionen gegen Russland laut, sollten bei den Verhandlungen keine Fortschritte erzielt werden. Wir behalten die Lage weiter im Blick.
Zudem stehen heute diese Themen bei uns auf der Tagesordnung:
Merz stellt Regierungsprogramm im Bundestag vor: Gut eine Woche nach seiner Wahl zum Bundeskanzler gibt Friedrich Merz im Bundestag seine erste Regierungserklärung ab. In der etwa 45-minütigen Rede wird er sein Programm für den Start der Koalition von Union und SPD vorstellen. Anschließend ist eine zweistündige Aussprache geplant. Zuvor werden Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil sowie Kanzleramtschef Thorsten Frei den Abgeordneten in einer Regierungsbefragung ab 11:30 Rede und Antwort stehen.
Trump in Nahost: Der US-Präsident setzt seinen Besuch in der Golfregion fort. In der saudischen Hauptstadt Riad will der Republikaner zunächst an einem Treffen mit Anführern mehrerer Golfstaaten teilnehmen, verlautet aus Diplomatenkreisen in Riad. Darunter sollen Staatschefs und Monarchen aus Saudi-Arabien, Kuwait und dem Oman sein.
Urteil zu von der Leyens SMS an Pfizer-Chef erwartet: Das Gericht der EU urteilt zur Herausgabe der SMS-Nachrichten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla. Eine Journalistin der "New York Times" beantragte vor drei Jahren zusammen mit ihrer Zeitung den Zugang zu sämtlichen Textnachrichten, die von der Leyen und Bourla zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 11. Mai 2022 ausgetauscht hatten. Die Kommission wiegelte mit der Begründung ab, in ihrem Besitz befänden sich keine solchen Dokumente. Im Fokus steht ein Geschäft über bis zu 1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer im Frühjahr 2021.
Steinmeier besucht Kibbuz nahe Gazastreifen: Rund eineinhalb Jahre nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den damals fast völlig zerstörten Kibbuz Beeri besuchen. Er war bereits wenige Wochen nach der Attacke vom 7. Oktober 2023 zusammen mit dem israelischen Präsidenten Izchak Herzog dorthin gereist und hatte sich einen Eindruck vom Ausmaß der Zerstörung gemacht. Der Kibbuz liegt nur rund vier Kilometer vom Gazastreifen entfernt.
Rechtsextremistin Liebich beschäftigt Justiz weiter: Ein unter anderem wegen Volksverhetzung ergangenes Urteil des Landgerichts Halle gegen die Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich kommt auf den Prüfstand. Das Oberlandesgericht Naumburg verhandelt ab 11:00 Uhr über die Revision der Angeklagten.
Frust über Sparpläne: Bei den Kölner Ford-Werken soll es zum ersten Streik in der fast hundertjährigen Firmengeschichte kommen. Vom Beginn der Frühschicht an soll die Arbeit ruhen, an den Werkstoren sollen Streikposten aufgebaut werden.
Inflation sinkt minimal: Sinkende Preise für Energie haben im April für Entlastung bei der Teuerung für Deutschlands Verbraucher gesorgt. Mit 2,1 Prozent verteuerte sich das Leben weniger stark als in den Monaten zuvor. Im März hatte die jährliche Inflationsrate noch bei 2,2 Prozent gelegen, in den beiden Monaten zuvor waren es 2,3 Prozent. Detaillierte Angaben zur Preisentwicklung im April veröffentlicht das Statistische Bundesamt am Morgen.
Die Deutsche Börse bekommt eine neue Aufsichtsratschefin. Clara-Christina Streit soll Martin Jetter beerben und unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung des Dax-Konzerns am Mittwoch vom Kontrollgremium gewählt werden.
Mein Name ist Stefan Guther. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir doch an dertag(at)ntv.de.
Robert De Niro teilt gegen Trump aus
Robert De Niro hat die Filmfestspiele in Cannes mit deutlicher Kritik an Donald Trump eingeläutet. Der 81-Jährige sendet damit ein Signal an Hollywood, das sich zuletzt mit politischen Statements auffallend zurückhielt. Auf der Bühne des Festivalpalastes kritisierte er die Ankündigung des US-Präsidenten, Zölle auf im Ausland produzierte Filme erheben zu wollen.
De Niro hat in Cannes die Goldene Ehrenpalme für sein Lebenswerk erhalten und wurde mit Standing Ovations begrüßt. Obwohl er als Trump-Gegner bekannt ist, sind seine Worte bemerkenswert. Denn seit der zweiten Amtseinführung Trumps haben insbesondere US-Filmstars vermieden, öffentlich politische Kritik zu üben. Einzig Trumps Fürsprecher in der Filmwelt - allen voran Oscar-Preisträger Jon Voight - wurden laut.
De Niro bezeichnete den US-Präsidenten in seiner Dankesrede als Banausen und rief das Publikum dazu auf, politisch wehrhaft zu sein. "In meinem Land kämpfen wir mit aller Macht um die Demokratie, die wir einst für selbstverständlich hielten", sagte der zweifache Oscar-Preisträger.
Er fuhr fort: "Kunst umarmt die Vielfalt. Und deshalb ist die Kunst eine Bedrohung. Deshalb sind wir eine Bedrohung für Autokraten und Faschisten. Amerikas philisterhafter Präsident hat sich selbst zum Leiter einer unserer wichtigsten Kultureinrichtungen ernannt. Er hat die Mittel und die Unterstützung für die Künste, die Geisteswissenschaften und die Bildung gekürzt. Und jetzt hat er einen 100-prozentigen Zoll auf außerhalb der USA produzierte Filme angekündigt. Lassen Sie das einen Moment auf sich wirken. Man kann Kreativität nicht mit einem Preis belegen, aber anscheinend kann man sie mit einem Zoll belegen. Das ist natürlich inakzeptabel."
Hollywood-Regisseur Robert Benton ist tot
Der dreifache Oscar-Preisträger Robert Benton ist tot, wie US-Medien berichteten. Seine langjährige Managerin und Assistentin, Marisa Forzano, bestätigt laut der "New York Times" den Tod des Regisseurs und Drehbuchautors. Demnach starb er bereits am Sonntag in seiner Wohnung in Manhattan. Benton wurde 92 Jahre alt. Bei "Kramer gegen Kramer" führte Benton Regie und verfasste das Skript für "Bonnie und Clyde" mit.
Benton arbeitete in seiner langen Karriere mit Filmgrößen wie Meryl Streep, Nicole Kidman, Gene Hackman, Anthony Hopkins, Dustin Hoffman, Paul Newman und Morgan Freeman. Mit seinem Kollegen David Newman war Benton in den 1960er Jahren für das New Yorker Magazin "Esquire" tätig, als sie gemeinsam das Drehbuch für den Gangster-Hit "Bonnie und Clyde" (1967) schrieben und damit ihre erste Oscar-Nominierung holten. Warren Beatty und Faye Dunaway spielten in der brutalen Verbrechersaga unter der Regie von Arthur Penn die Hauptrollen.
Als Regisseur und Drehbuchautor von "Kramer gegen Kramer" (1979) wurde Benton mit zwei Oscars ausgezeichnet. Das von Kritikern gefeierte Scheidungsdrama gewann auch Oscars als "Bester Film", für Hauptdarsteller Dustin Hoffman und Nebendarstellerin Meryl Streep. Sie spielte eine Ehefrau, die Mann und Kind verlässt. Einen weiteren Drehbuch-Oscar nahm Benton für das Drama "Ein Platz im Herzen" (1984) entgegen.