Mittwoch, 24. April 2019Der Tag

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Volker Petersen
22:41 Uhr

Das war Mittwoch, der 24. April 2019

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Gewitter über Essen heute Abend.

(Foto: imago images / Gottfried Czepluch)

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende, ich hoffe Sie konnten ihn genießen. Hier Meldungen und Artikel, die auf besonders großes Interesse stießen:

Bayern München steht übrigens im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig - gegen Werder Bremen setzte sich die Kovac-Truppe mit 3:0 im Weserstadion durch. Ich wünsche Ihnen (trotzdem) eine gute Nacht!

22:21 Uhr

CNN: Deutsche Bank händigt Finanzunterlagen Trumps aus

Die Deutsche Bank hat Finanzunterlagen von US-Präsident Trump an die Strafverfolgungsbehörden in New York übergeben. Das berichtet CNN. Weder die Bank noch die Staatsanwaltschaft wollten sich dazu äußern.

  • Auch mehrere Ausschüsse des US-Abgeordnetenhauses verlangen Unterlagen von der Deutschen Bank, die Trump Kredite im Milliardenvolumen gegeben haben soll. Es geht unter anderem um den Verdacht zweifelhafter Geschäfte in Russland.
  • Lange Zeit war die Deutsche Bank nach Informationen der "New York Times" das einzige Geldinstitut, mit dem Trump noch in signifikanten Geschäftsbeziehungen stand. Zu Beginn der Amtszeit soll der Schuldenstand bei dem Bankhaus bei 300 Millionen Dollar gelegen haben.
21:46 Uhr

Legendärer Darsteller aus "Dallas" gestorben

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Das "Dallas"-Ensemble - Ken Kercheval sehen Sie unten rechts.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Kennen Sie noch "Dallas"? Falls Sie über 40 sind, gehe ich einfach mal davon aus. Alle anderen können ja mal eben bei Wikipedia vorbeischauen. Nun ist einer der Schauspieler gestorben - Ken Kercheval verkörperte Cliff Barnes, den ewig unterlegenen des Bösewichts J. R. Ewing. Kercheval war starker Raucher. In den 90er Jahren erkrankte er an Lungenkrebs und musste sich einer Operation unterziehen. Er wurde 83 Jahre alt.

21:19 Uhr

Massen von Saharasand fegen über Griechenland

Die Frage, wie heute das Wetter in Griechenland war, könnte man auch mit "sandig" beantworten. Starker Wind wehte "gewaltige Mengen von Feinsand aus der Sahara" herüber, wie Meteorologen sagten. Und der erschwerte vielerorts die Sicht. Bei feuchtwarmen Temperaturen um die 22 Grad war die Sicht in einigen Regionen des Landes wie auf Kreta auf wenige Hundert Meter beschränkt.

20:47 Uhr

Letzte gelbe Telefonzelle wird abgebaut

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So sah die letzte Zelle aus.

Ja, tatsächlich, wie mehrere Medien berichten und die Telekom selbst bereits am Wochenende in einem Youtube-Video berichtete, wurde die letzte gelbe Telefonzelle abgebaut. Sie befand sich auf der Insel St. Bartholomä im bayerischen Königsee. Die Zelle befand sich in einem Bootshaus aus Holz. Der Telekom zufolge waren Telefonzellen seit 1946 gelb - bis Mitte der 90er Jahre. Dann wurden sie auf weiß-grau-magenta umgestellt - den Farben der Telekom. Schon in den 80er Jahren seien die Telefonzellen unrentabel gewesen, weil immer mehr Menschen einen Hausanschluss gehabt hätten, heißt es in dem Video. Ein Telefonhäusschen werde abgebaut, wenn der Umsatz dauerhaft unter 50 Euro im Monat absinke. Zeitweise habe es mehr als 100.000 Telefonzellen in Deutschland gegeben. Anfang dieses Jahres waren es noch 17.000.

Mehr zum Aussterben der Telefonzelle lesen Sie in diesem Artikel vom Februar 2019.

20:09 Uhr

Carl Jakob Haupt ist tot

*Datenschutz

Er galt als Partykönig der Hauptstadt, als Modeblogger wie kein Zweiter - jetzt ist Carl Jakob Haupt gestorben. Er wurde 34 Jahre alt, die Todesursache sei Krebs, melden mehrere Medien. Sein Modeblog "Dandy Diary" gilt als bahnbrechend.

Mehr dazu hier.

19:19 Uhr

Flugzeug fängt bei Landung im Siegerland Feuer

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Das Fahrwerk der Maschine knickte weg, es gab Funkenflug, dann fing die Cessna Citation II Feuer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Flugstunde ist in NRW mit einem Beinahe-Absturz zu Ende gegangen. Am Siegerland-Flughafen in Burbach brachten ein Flugschüler und sein Lehrer eine Cessna zwar herunter, doch am Boden fing die Maschine Feuer. Die beiden konnten sich in Sicherheit bringen - der Grund für das Unglück ist auch schon bekannt: Das Kleinflugzeug setzte zu früh auf, daher knickte das Fahrwerk weg. "Die Maschine rutschte dann auf dem Bauch, es gab Funkenflug und vermutlich hat das Fahrwerk sich dann in eine Tragfläche gebohrt und Kerosin freigesetzt", sagte eine Sprecherin der zuständigen Bezirksregierung in Münster.

18:41 Uhr

Autofahrer im Gotthard von losem Rad erschlagen

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Unfall im Gotthardtunnel.

(Foto: dpa)

Ein loses Rad ist im Schweizer Gotthardtunnel zu einem tödlichen Projektil geworden - ein 65-Jähriger kam ums Leben.

  • Wie die Polizei mitteilt, hatte sich das Rad rund zwei Kilometer vor der Tunnelausfahrt in Göschenen von einem Sattelschlepper gelöst. Der Reifen touchierte zunächst auf der Gegenfahrbahn einen Bus, wurde von dort zurückgeschleudert und durchschlug dann die Windschutzscheibe des Autos.
  • Der 65-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Fahrer des Lastwagens sowie des Busses blieben unverletzt. Der Gotthard-Straßentunnel wurde für rund drei Stunden gesperrt.
18:21 Uhr

IS-Anhängerin in Konstanz wegen Sklavenhaltung angeklagt

Sarah O. schmiss das Gymnasium, um sich Islamisten in Syrien anzuschließen - jetzt soll der inzwischen 21-Jährigen in Düsseldorf der Prozess gemacht werden. Die Bundesanwaltschaft hat dort am Oberlandesgericht Anklage gegen die Deutsch-Algerierin erhoben.

  • Ihr werde auch Menschenhandel und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Die Schülerin aus Konstanz am Bodensee war 2013 mit nur 15 Jahren in das Bürgerkriegsland gereist und hatte einen aus Deutschland stammenden IS-Kämpfer geheiratet.
  • Sie wird beschuldigt, für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Wach- und Polizeidienste übernommen zu haben. Außerdem soll das Paar zum Kinderhüten und für die Hausarbeit drei Jesidinnen als Sklaven gehalten und eine Wohnung bezogen haben, deren Eigentümer getötet oder vertrieben worden waren.
  • Sarah O. war von der Türkei nach Deutschland abgeschoben worden, nachdem sie sich wegen der zugespitzten militärischen Lage dorthin hatte flüchten wollen. Im September 2018 war die junge Frau mit ihren drei Kindern am Düsseldorfer Flughafen gelandet und direkt festgenommen worden.
17:54 Uhr

Deutsche mit Kind tot in Teneriffa-Höhle gefunden

Die Suche nach einer Deutschen und ihrem zehn Jahre alten Kind auf Teneriffa ist vorbei - die Leichen der beiden wurden in einer Höhle gefunden. Die Todesursache sei noch unklar, hieß es von der Polizei, eine Beteiligung des festgenommenen Familienvaters am Tod der beiden werde nicht ausgeschlossen, sagte ein Justizsprecher auf Anfrage. Der Deutsche war nach Polizeiangaben schon gestern Abend in einer Wohnung in Adeje festgenommen worden, nachdem kurz zuvor ein zweites Kind des Ehepaars von Passanten weinend und unter Schock aufgegriffen worden sei. Der Fünfjährige habe anschließend der Polizei erzählt, dass der Vater die ganze Familie zur Höhle gebracht und dort sowohl die Mutter als auch die beiden Kinder brutal attackiert habe, berichtete "El País". Dem Kleinen sei nach eigenen Angaben die Flucht gelungen.

17:24 Uhr

Wissenschaftler lösen Rätsel um Lüneburger Schädel

Diese Akte können die Ermlittler gleich wieder schließen - ein in Lüneburg gefundener Totenschädel hat nichts mit einem Verbrechen zu tun. Und wenn doch, dürfte der Täter nicht mehr unter den Lebenden weilen. Der Knochenkopf ist mehr als 600 Jahre alt, wie eine Untersuchung ergab. Er stamme von einer Frau, die im Jahr 1405 verstorben sei, sagte eine Polizeisprecherin. "Der Fund dürfte somit weniger von kriminalistischer als archäologischer Bedeutung sein", sagte die Sprecherin.

16:28 Uhr

Frau erwacht nach 27 Jahren aus dem Koma

Im Jahr 1991 hatte eine 32-jährige Frau in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen schweren Autounfall und fiel ins Wachkoma. Nach Jahren und Jahrzehnten in verschiedenen Krankenhäusern zahlte ihre Regierung ihr schließlich die Teilnahme an einem Spezialprogramm in Deutschland - und das schlug so gut an, dass sie mittlerweile wieder erwacht ist, nach 27 Jahren, wie die Schön-Klinik in Bad Aibling nun mitteilte.

  • Die Frau sei mit Medikamenten, operativen Eingriffen und Physiotherapie behandelt worden, sagte Klinik-Sprecherin Astrid Reining am Mittwoch. Später sei sie erwacht.
  • "Jahrelang habe ich von diesem Moment geträumt, und mein Name war das erste Wort, das sie sagte", berichtete ihr Sohn der englischsprachigen Zeitung "The National". "Ich habe sie nie aufgegeben, weil ich immer das Gefühl hatte, eines Tages wird sie aufwachen", sagte er.
  • Der heute 32-Jährige war vier Jahre alt, als der Unfall geschah. Er wurde damals leicht verletzt.

Mehr dazu hier.

15:47 Uhr

China will in zehn Jahren Mondstation haben

Im Rennen um die Vorherrschaft im Weltraum hat China große Pläne - das Land will sich häuslich auf dem Mond niederlassen. In den kommenden zehn Jahren wolle man mehrere Astronauten zum Trabanten senden und auch eine dauerhafte Forschungsstation errichten. Sie soll am Südpol des Mondes entstehen, sagte der Chef der Raumfahrtbehörde, Zhang Kejian.

15:16 Uhr

Britischer Geheimdienst nennt Trump-Vorwurf "Unfug"

*Datenschutz

US-Präsident Trump hat mal wieder etwas getwittert - diesmal fühlt sich der britische Geheimdienst GCHQ auf den Schlips getreten. Trump warf diesem vor, ihn nach der Wahl 2016 ausspioniert zu haben. Und zwar auf Aufforderung von seinem Vorgänger Obama.  Ein GCHQ-Sprecher nannte sie "Unfug" und erklärte weiter: "Sie sind völlig lächerlich und sollten ignoriert werden". In seinem Tweet berief sich Trump auf einen ehemaligen Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA, Larry Johnson. "Es ist jetzt nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit ans Licht kommt", schrieb Trump weiter.

Das Thema ist übrigens nicht neu und wurde vor zwei Jahren schon einmal im US-Kongress erörtet.

14:41 Uhr

Schichtwechsel

Haben Sie auch zu viel überschüssige Schokolade vom Osterfeste übrig? Ist Ihnen auch am Dienstag wieder aufgefallen, dass Sie ja eigentlich ein wenig auf die Linie achten wollten? Haben Sie dann das ganze Zeug auch mit zur Arbeit gebracht? Ich auch. Ich hoffe Uladzimir Zhyhachou hat das Problem nicht und er genießt seinen Feierabend. Ich heiße Volker Petersen und begleite Sie nun bis zum späten Abend. Grüß Gott!

14:34 Uhr

Frank Elstner an Parkinson erkrankt

Der TV-Moderator Frank Elstner ist an Parkinson erkrankt. Das bekannte der 77-Jährige erstmals in einem Interview mit der "Zeit".

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Elstner wurde unter anderem durch "Wetten, dass..?" einem Millionenpublikum bekannt.

(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

  • Vor fünf Jahren habe er gemerkt: "Hoppla, ich habe was. Als ich ein Wasserglas nahm, zitterte ich." Vor drei Jahren habe er dann die Diagnose bekommen, so Elstner.
  • Außer seiner Familie und seinem besten Freund habe er noch niemandem davon erzählt.
  • Beeinträchtigungen des Gedächtnisses oder Schluckbeschwerden habe er bislang nicht: "Doch wenn ich heute Morgen meine Pille nicht genommen hätte, würde ich jetzt mehr zittern. Wenn ich eine nehme, dann hält es wieder ein paar Stunden. Ich hoffe, dass das noch ein paar Jährchen so geht".

Mehr dazu hier.

14:02 Uhr

Fall Lügde: Verfahren gegen 68-Jährigen eingestellt

Im Missbrauchsfall von Lügde bei Detmold haben die Ermittler das Verfahren gegen einen 68-Jährigen eingestellt. Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft liegt gegen den Mann aus Steinheim im Kreis Höxter kein hinreichender Tatverdacht vor.

  • Seine Tochter hatte der Polizei gesagt, dass ihr Vater sie dem Hauptbeschuldigten auf dem Campingplatz in Lügde anvertraut habe, obwohl sie ihrem Vater von sexuellen Übergriffen Anfang der 90er Jahre berichtet hatte. Damit bestand gegen den Mann der Verdacht der Beihilfe.
  • Laut Mitteilung ergaben die Ermittlungen aber keine Anhaltspunkte für die von der heute 39 Jahre alten Zeugin geschilderten sexuellen Handlungen, Gewalt oder Drohungen des Hauptbeschuldigten.
  • Auf dem Campingplatz in Lügde soll der Hauptbeschuldigte - ein 56-jähriger Dauercamper - mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein 48-Jähriger aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wurden bislang 40 Opfer.
13:30 Uhr

Bus-Unglück auf Madeira: Die meisten Opfer kamen aus NRW

Nach dem Bus-Unglück von Madeira muss das Land Nordrhein-Westfalen mit rund einem Dutzend Todesopfer aus seinen Städten und Kommunen rechnen.

  • Wie die DPA aus Polizeikreisen erfuhr, stammt die größte Gruppe der insgesamt 29 Todesopfer aus NRW. Betroffen sind demnach alle Landesteile, darunter Köln, Langenfeld, Euskirchen, Paderborn, Elsdorf, Pulheim und Minden.
  • Der Bus war am Mittwochabend nahe der Inselhauptstadt Funchal einen Abhang hinuntergestürzt und auf ein Haus gekracht. Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. 27 weitere Menschen erlitten Verletzungen.
  • Sowohl die Ursache des Unfalls als auch die Identität der 29 Todesopfer sind weiterhin nicht endgültig geklärt. Erst nach der Identifizierung sollen die Leichen nach Deutschland gebracht werden.
12:54 Uhr

Hannovers Oberbürgermeister Schostok angeklagt

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Stefan Schostok

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Oberbürgermeister Stefan Schostok wegen schwerer Untreue angeklagt. Schostok soll spätestens seit April 2017 von unzulässigen Gehaltszuschlägen für zwei Spitzenbeamte gewusst haben, die dann mit seinem Einvernehmen weiter gezahlt wurden, wie die Anklagebehörde mitteilte. Auch der bisherige Bürochef des Oberbürgermeisters sowie der suspendierte Kultur- und frühere Personaldezernent der niedersächsischen Landeshauptstadt wurden wegen schwerer Untreue angeklagt.

12:21 Uhr

Berliner Bezirk ruft Bürger auf, Straßenbäume zu gießen

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Noch sind die Blätter auf den Kreuzberger Straßenbäumen grün ...

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der anhaltenden Trockenheit sind Berliner Bürger jetzt aufgerufen, beim Gießen von Straßenbäumen und jungem Grün mitzuhelfen. Das Grünflächenamt allein schaffe das mit seinen personellen Möglichkeiten nicht, sagte der Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt. Falls möglich solle ein Baum mindestens zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag bekommen.

In Berlin hat es im April bisher kaum geregnet. Oft fielen nicht mehr als ein bis zwei Liter pro Quadratmeter, manchmal sogar weniger. Normal für den April sind nach Angaben von Meteorologen der Freien Universität rund 42 Liter pro Quadratmeter.

11:47 Uhr

A2 nach tödlichem Unfall voll gesperrt

Bei einem Auffahrunfall auf der A2 bei Recklinghausen ist ein Transporter-Fahrer ums Leben gekommen. Die Autobahn bleibe in Richtung Oberhausen zwischen Henrichenburg und Recklingshausen-Ost voraussichtlich bis 13 Uhr voll gesperrt, sagte eine Polizeisprecherin. Autofahrer müssten mit sechs bis zehn Kilometer Stau rechnen und sollten den Bereich umfahren.

Den Angaben zufolge war der Transporter am Morgen am Stauende unter einen Sattelzug geraten. Ein Autofahrer fuhr dann auf den Transporter auf und wurde schwer verletzt. Der Transporter-Fahrer sei durch die Kollision im Führerhaus eingeklemmt worden und noch am Unfallort gestorben.

11:22 Uhr

Arbeiter an Notre-Dame missachteten Rauchverbot

Vor dem Großbrand von Notre-Dame haben Arbeiter auf dem Dach der Pariser Kathedrale das strikte Rauchverbot missachtet. Das räumte die Gerüstbaufirma Le Bras Frères gegenüber der Nachrichtenagentur AFP ein.

  • Einige ihrer Mitarbeiter hätten "sich ab und zu über das Verbot hinweggesetzt", erklärte die Firma. "Wir bedauern das."
  • Das Unternehmen bestritt aber einen Zusammenhang mit dem verheerenden Feuer.
  • Ein Firmensprecher betonte: "In keinem Fall kann ein schlecht ausgedrückter Zigarettenstummel Ursache des Brandes von Notre-Dame sein."

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:06 Uhr

Steven Spielberg verliert Kampf gegen Netflix

Die Oscar-Akademie hat sich vorerst gegen eine Änderung ihrer Statuten entschieden, die Netflix-Filme aus dem Wettbewerb um die begehrten Filmpreise ausgeschlossen hätte.

  • Es bleibe dabei, dass ein Wettbewerbsfilm lediglich einen Monat und eine Woche in einem Kino des Bezirks Los Angeles gelaufen sein müsse, teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit.
  • Eine Initiative mit Regisseur Steven Spielberg an der Spitze kämpft seit einigen Monaten dafür, dass Netflix-Filme von den Oscars ausgeschlossen werden. Sie wenden sich damit dagegen, dass Netflix-Filme kaum in Kinos gezeigt werden, damit der Streamingdienst seine Abos besser vermarkten kann.
  • "Wir unterstützen die Filmvorführung in Kinos und betrachten sie als essenziell für die Filmkunst", beteuerte Academy-Präsident John Bailey in einer Erklärung. Dieser Aspekt habe in der Diskussion über eine Änderung der Wettbewerbsregeln auch eine große Rolle gespielt. Vorerst wolle die Akademie aber keine Änderungen vornehmen.
10:29 Uhr

Mehr als 50 Tote nach heftigen Regenfällen in Südafrika

Nach heftigen Regenfällen in Südafrika sind mehr als 50 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen gestorben.

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Mehrere Dutzend Menschen sind in Südafrika bei Überschwemmungen ums Leben gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Einsatzkräfte hätten mittlerweile 51 Leichen gefunden, sagte Nomusa Dube-Ncube von der Provinzregierung KwaZulu-Natals dem Radiosender SA FM. Nun werde darüber verhandelt, als "Langfrist-Lösung" Menschen aus niedrig gelegenen Gebieten in sicherere Regionen umzusiedeln.
  • Staatschef Cyril Ramaphosa reiste in das Katastrophengebiet im Osten des Landes, um sich vor Ort ein Bild von den Zerstörungen zu machen.
  • In die am schwersten betroffenen Regionen wurden Soldaten zur Unterstützung der Rettungskräfte entsandt. Die Helfer kämpften gegen überflutete Straßen und verstopfte Abwasserkanäle. Zudem stürzten Strommasten um. Von den Fluten betroffene Menschen erhielten Lebensmittel.
09:55 Uhr

Urteil: Apple muss Erben Zugang zu iCloud gewähren

Apple muss den Erben eines gestorbenen iCloud-Anwenders Zugang zu dem Netz-Service gewähren. Das hat das Landgericht Münster entschieden.

  • Die Erben erhoffen sich von den in der iCloud gespeicherten Daten Erkenntnisse über die Gründe, die zum Tod des Apple-Kunden aus dem Münsterland führten. In der iCloud können Fotos, E-Mails und andere Dokumente gespeichert werden.
  • Nach Angaben der Bielefelder Rechtsanwaltskanzlei Brandi, die die Erben vor Gericht vertrat, starb der Familienvater während einer Reise im Ausland.
  • Apple hatte den Wunsch der Angehörigen, Zugang zu den in der iCloud gespeicherten Daten zu erhalten, außergerichtlich abgelehnt.
09:25 Uhr

Polo-Fahrer "parkt" auf zwei anderen Autos

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Der "Falschparker" machte sich nach dem Unfall davon.

(Foto: Polizei Mittelhessen )

In einer ungewöhnlichen Lage hat ein Passant im mittelhessischen Büdingen ein Auto vorgefunden. Der Polo lag schräg auf zwei anderen Fahrzeugen. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur.

  • Laut Ermittler war ein Unfall Ursache der "ungewöhnlichen Parkposition". Der Fahrer hatte offenbar auf der nahen Bundesstraße die Kontrolle über das Auto verloren. Er fuhr auf einen Radweg, prallte gegen eine Schutzplanke, schleuderte über den Weg auf den tieferliegenden Parkplatz.
  • "Nach dem Unfall machte sich der Fahrzeugführer davon und nahm dabei auch die Kennzeichen seines Autos mit, wohl in der Hoffnung, so nicht so schnell ermittelt werden zu können", sagte eine Polizeisprecherin.
  • Doch man habe den Halter ermittelt, der vermutlich auch am Steuer saß: Der 24-Jährige aus Büdingen sei bereits am Abend zuvor aufgefallen, als er mit einem Holzkeil ein geparktes Auto beschädigt habe.
  • Die Polizei fand ihn am Morgen mit einer halbleeren Schnapsflasche in der Hand in der Innenstadt von Büdingen. Sein Führerschein wurde sichergestellt.
08:41 Uhr

Bürgermeister in Deutschland muss nach Brexit Posten räumen

Iain Macnab, Bürgermeister der Gemeinde Brunsmark in Schleswig-Holstein, würde seinen Posten im Fall des Brexits verlieren.

  • Der Grund: Als Schotte würde der 69-Jährige mit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union automatisch zum Nicht-EU-Ausländer, dann verlöre er sein aktives und passives Wahlrecht in Deutschland.
  • Er sei gerne Bürgermeister in Brunsmark und würde es sehr bedauern, wenn er dieses Amt aufgeben müsste, sagte Macnab. Der Brite ist seit elf Jahren ehrenamtlicher Verwaltungschef der 160 Einwohner zählenden Gemeinde. Doch er habe die Hoffnung auf einen Verbleib der Briten in der EU noch nicht aufgegeben. Er wünsche sich ein zweites Referendum auf der Insel.
  • Wenn es dennoch zum Brexit kommt, ist er vorbereitet. "Wenn es so weit ist, werde ich den Schlüssel für mein Büro abgeben und einen schönen schottischen Whisky trinken", sagte Macnab mit typisch britischer Gelassenheit.
08:07 Uhr

Mann knackt Mega-Jackpot - bekommt aber nur die Hälfte

Manuel Franco aus dem US-Bundesstaat Wisconsin hat einen der höchsten Lotto-Jackpots der Geschichte gewonnen.

Ganze 768 Millionen Dollar hätte der 24-Jährige einsacken können, doch er entschied sich anders. Nach den Spielregeln konnte Franco zwischen zwei Optionen wählen: einer Auszahlung über 29 Jahre in Raten oder einer Einmal-Auszahlung von 477 Millionen Dollar. Franco entschied sich für Letzteres. Nach Abzug von Steuern bleiben immerhin 326 Millionen Dollar übrig.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze.

07:38 Uhr

Britney Spears: Dinge sind aus Kontrolle geraten

*Datenschutz

Nach Gerüchten rund um ihren Gesundheitszustand hat Popsängerin Britney Spears ihre Fans beruhigt. "Alles ist in Ordnung", sagte die 37-Jährige in einem Video auf Instagram. Zugleich wünschte sie sich mehr Rücksicht: Ihre Familie mache gerade eine schwere Zeit durch - sie brauche Zeit, damit umzugehen. "Aber keine Sorge, ich bin bald zurück."

  • Die Dinge seien außer Kontrolle geraten, schrieb die Sängerin unter das Video. Ihre Familie und ihr Team seien Gerüchten und Morddrohungen ausgesetzt gewesen. "Ich versuche, einen Moment für mich zu finden, aber all diese Dinge machen es schwerer für mich", erklärte Spears.
  • "Eure Liebe und Engagement ist unglaublich, doch alles was ich jetzt brauche, ist etwas Privatsphäre."
  • Wegen einer schweren Erkrankung ihres Vaters hatte die US-Sängerin im Januar alle Auftritte abgesagt. Anfang April berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend, dass Spears die Sorge um ihren Vater derart zu schaffen mache, dass sie sich in einer Psychiatrie professionelle Hilfe hole. 30 Tage wollte sie laut Promi-Portal "TMZ" in der Klinik bleiben.
07:03 Uhr

Riesen-Greta schmückt Hausfassade in Brüssel

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Stil erinnert ein wenig an die Graffiti des britischen Künstlers Banksy, der Schauplatz ist aber nicht London oder Bristol: An einer heruntergekommenen Hauswand in der Brüsseler Innenstadt prangt seit Kurzem ein riesiges schwarz-weißes Konterfei der Klimaaktivistin Greta Thunberg. Der belgische Künstler Encq sprayte dort das Gesicht der jungen Schwedin inklusive ihrer typischen langen Zöpfe an die schmutzige Fassade - mehr als drei Stockwerke nimmt das Abbild der 16-Jährigen ein.

  • Das Werk ist eine Hommage des Künstlers an die jungen engagierten Menschen, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Sie beeindruckten ihn, meint der 58-Jährige.
  • Seine Generation habe die Klimakrise mitverursacht, sagt der Großvater. "Ich schäme mich und bin gleichzeitig stolz, dass junge Leute für die Zukunft kämpfen." Seine Enkelkinder sollten in einer lebenswerten Welt aufwachsen.
  • Das Wohnhaus steht in einer Sackgasse. Die Graffiti-Greta aber blickt nach rechts, in Richtung "Ausweg", erklärt Encq.
06:53 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

heute ist der internationale "Tag gegen Lärm". In Deutschland wird er von der Deutschen Gesellschaft für Akustik organisiert. An diesem Aktionstag geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seine Wirkungen zu lenken, mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Also lehnen Sie sich vor dem Arbeitstag zurück und genießen Sie noch mal die Stille. Oder dieses schöne Video.

*Datenschutz

Was wird heute wichtig?

  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist vor seinem ersten Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Russland eingetroffen. In der russischen Grenzstadt Chassan wurde der Machthaber gemäß der Tradition mit Brot und Salz begrüßt. Am Donnerstag wird er Putin in Wladiwostok treffen.
  • Der FC Bayern strebt sein 23. Endspiel im DFB-Pokal an. Vier Tage nach dem 1:0 in der Fußball-Bundesliga will der deutsche Fußball-Rekordchampion auch im Pokal-Halbfinale beim SV Werder Bremen bestehen. Zu Hause ist Werder aber eine Macht: Seit 37 Heimspielen oder 31 Jahren verlor Bremen im Weser-Stadion nicht mehr im Pokal.
  • Wegen Diebstahls von vier aussortierten Werken des Künstlers Gerhard Richter aus dessen Altpapiertonne muss sich heute ein Mann vor dem Kölner Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte soll die von Richter entsorgten Entwürfe im Juli 2016 aus dem Altpapier des berühmten Künstlers an sich genommen haben. Richter hatte nach früheren Gerichtsangaben die Skizzen als misslungen verworfen. Das Kölner Gericht wird nun die Frage zu klären haben, ob sich die Skizzen in der Altpapiertonne noch in Richters Eigentum befanden.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie heute durch den "Tag".

06:26 Uhr

Saharastaub bringt "Blutregen" nach Deutschland

Heute geht es neuerlich oft schön in den Tag. Lediglich bei den Nordlichtern sind vormittags kompaktere Wolken unterwegs. Im Tagesverlauf wird es aber auch dort wieder sonniger, während später vom Schwarzwald bis herauf an den Niederrhein erste, teils kräftige Regengüsse sowie Gewitter möglich sind. Örtlich drohen hierbei Starkregen, kleiner Hagel und Sturmböen. Zuvor bringen es die Temperaturen verbreitet auf Spitzenwerte zwischen 22 und 28 Grad. Einzig direkt an der Nordsee ist es mit Höchstwerten um die 20 Grad frischer. Alles in allem erwartet uns aber ein frühsommerlich warmer Tag, was sich wiederum in den Niederschlagsgebieten im Südwesten auch optisch zeigen kann. Hier wird nämlich der Saharastaub in der Atmosphäre ausgewaschen, sodass Sie zum Teil den sogenannten "Blutregen" beobachten können. Das bedeutet, dass sich mit dem Regen der Staub beispielsweise auf Autos absetzt. Vorsichtig sollten Sie beim Entfernen des Staubes sein, denn dieser könnte beim trockenen Abreiben natürlich den Lack Ihres Fahrzeugs beschädigen.

Björn Alexander

Björn Alexander

Die weiteren Aussichten: morgen gibt’s im Westen nur noch einzelne Gewitterschauer. Ansonsten dominiert die Sonne und bringt uns nochmals zwischen 18 und 28 Grad. Damit hat der Aprilsommer dann aber den Zenit überschritten. Der Freitag bringt zwar im Osten nochmals bis zu 26 Grad. Von Westen her kommen aber immer häufiger Schauer und Gewitter auf, die dort teils nicht mehr als 10 Grad zulassen. Und auch das Wochenende bringt maximal noch wechselhafte und teilweise windige bis stürmische 10 bis 18 Grad. Ihr Björn Alexander