Unterhaltung

"Hoppla, ich habe was" Frank Elstner offenbart Parkinson-Erkrankung

imago82469190h.jpg

Bislang wussten nur seine Familie und sein bester Freund von seiner Erkrankung: Frank Elstner.

(Foto: imago/STAR-MEDIA)

Einst war er der Entertainer der Nation. Und das nicht nur, weil er "Wetten, dass..?" erfunden hat. Inzwischen ist Frank Elstner 77 - und an Parkinson erkrankt. Doch nicht nur dieses Geheimnis plaudert er in einem Interview aus. Er verrät auch: "Ich habe den Frank Elstner immer nur gespielt."

Sein Lebenswerk kennt noch heute jedes Kind. Schließlich war es Frank Elstner, der "Wetten, dass..?" 1981 aus der Taufe hob, ehe Thomas Gottschalk der Show ihr Denkmal im Unterhaltungsfernsehen zimmerte. Aber nicht nur damit machte sich Elstner einen Namen als Entertainer, sondern auch mit seinen Moderationen, sei es bei Radio Luxemburg, bei den TV-Formaten "Spiel ohne Grenzen" oder "Die Montagsmaler" oder später mit "Jeopardy!" und "Aber Hallo" bei RTL.

Auch heute hat der mittlerweile 77-Jährige seine Leidenschaft fürs Fernsehen und die Unterhaltung noch nicht ad acta gelegt und scheut sich dabei auch nicht, neue Wege zu beschreiten. So feiert am Donnerstag etwa seine neue Talkshow "Wetten, das war's..?" Premiere. Sein erster Gast: Jan Böhmermann. Zu sehen ist das Format - ganz zeitgemäß - auf Youtube.

Diagnose vor drei Jahren

So ist es sicher auch nicht ganz zufällig, dass Medienprofi Elstner kurz vor dem Start seiner jüngsten Erfindung nun in einem Interview mit der "Zeit" einige pikante Details aus seinem Privatleben ausplaudert. Die sicherlich schwerwiegendste Offenbarung ist, dass er seit längerer Zeit an Parkinson leidet.

Schon vor fünf Jahren, so Elstner, habe er gemerkt: "Hoppla, ich habe was. Als ich ein Wasserglas nahm, zitterte ich." Zwei Jahre später habe er dann die Parkinson-Diagnose erhalten. Sein Gedächtnis funktioniere noch, verrät der Entertainer weiter. Auch Schluckbeschwerden habe er bislang nicht. "Doch wenn ich heute Morgen meine Pille nicht genommen hätte, würde ich jetzt mehr zittern. Wenn ich eine nehme, dann hält es wieder ein paar Stunden", sagt Elstner und fügt an: "Ich hoffe, dass das noch ein paar Jährchen so geht."

Sich selbst beschreibt der Moderator im "Zeit"-Gespräch als "Weltmeister im Verdrängen". Damit hoffe er auch, den Einfluss seiner Parkinson-Erkrankung auf sein Leben im Zaum zu halten. "Warum soll ich den jetzt reinlassen und sagen: Mach mit mir, was du willst?", so Elstner.

"Nicht fürs Fernsehen gebaut"

Doch nicht nur darüber lässt sich der Entertainer aus. Auch auf seine Karriere blickt er zurück. Schließlich will er nicht ausschließen, dass seine jetzige Erkrankung eine Spätfolge der beruflichen Überlastung in früheren Jahren ist. "Ich bin nicht fürs Fernsehen gebaut. Ich habe ein kaputtes Auge, so fängt's schon mal an", sagt Elstner, der wegen einer angeborenen Fehlbildung seit seinem 20. Lebensjahr rechts ein Glasauge trägt.

Zudem sei er eigentlich ein "verhältnismäßig introvertierter Mensch", so Elstner weiter. "Also immer, wenn ich rausgehe, muss ich mich zwingen." Der Entertainer sei dabei die Rolle seines Lebens: "Ich habe den Frank Elstner immer nur gespielt". Eine Rolle, von der er jedoch trotz seines Alters und seiner Erkrankung nicht loszukommen scheint. Ans Aufhören jedenfalls denkt Elstner noch immer nicht. "Dann zittere ich halt", zeigt er sich mit sich selbst und seinem Gesundheitszustand versöhnt.

Quelle: ntv.de, vpr

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen