Das war Mittwoch, der 25. Juni 2025
Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,
was war es heute wieder - vor allem im Süden Deutschlands - heiß, oder? Mit dem Sonnenschein ist es morgen erstmal vorbei: Von Frankreich aus schieben sich am Donnerstag schwere Unwetter durch Deutschland mit Blitzen, Sturmböen und Hagel im Gepäck. Also passen Sie morgen auf sich auf!
Dann hätte ich noch diese Leseempfehlungen vom Tag:
Lehren aus dem Gipfel: Die Nato huldigt König Trump - und zahlt
Von Frauke Niemeyer und Markus Lippold
Höhere Zölle angedroht: Spanien zieht bei Nato-Gipfel Trumps Zorn auf sich
Attacken werden maßlos: Auch Jens Spahn verdient Fairness
Ein Kommentar von Volker Petersen
Bündnis fordert Paritätszwang: Studie legt Gründe für niedrige Frauenquote im Bundestag offen
Von Vivian Micks
"Alligator Alcatraz": USA errichten Abschiebe-Knast in Sumpflandschaft
Überraschende Wendung vor Urteil: Mehrere Anklagepunkte gegen Sean "Diddy" Combs fallen gelassen
Schulden nach Hotelbesuch: Jimi Blue Ochsenknecht am Hamburger Flughafen festgenommen
Genaue Rasse noch unklar: Exotische Katze soll durch Landkreis Rostock streifen
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und verabschiede mich.
Ihre Johanna Ohlau
Merkel vermisst "die tolle Kanzlerküche"
Den straffen Terminkalender und die sehr langen Arbeitstage vermisst Altkanzlerin Angela Merkel sicher nicht. Doch seit ihrem Ausscheiden fehle ihr "die tolle Kanzlerküche" und die Deko im Bundeskanzleramt. Das sagte die CDU-Politikerin bei einer Preisverleihung für ihr Buch "Freiheit". Jeden Tag würden dort Blumensträuße wunderbar arrangiert, schwärmte die 70-Jährige in Baden-Baden. "Man ist da reingekommen, man hatte einen schweren Tag vor sich, und es war immer wirklich so toll geschmückt." Dass sie die Blumen vermissen werde, habe sie schon zu Amtszeiten gewusst. Etwas banaler sei es bei der Küche. "Ich muss mir jetzt mein Essen wieder selber ranschaffen", sagte Merkel auf die Frage eines Schülers.
Ein Gegenstand findet sich wohl nicht in Merkels Haushalt: ein Thermomix. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erzählte in ihrer Laudatio davon, dass sie Merkel davon mal vorgeschwärmt hat. Darauf habe Merkel nur trocken geantwortet: "Ich kann kochen."
Waffennarr in München hortet Kriegswaffen und Munition
Bei einer Durchsuchung in München ist die Polizei auf ein ganzes Waffenarsenal gestoßen: Laut der Behörden hortete der 62 Jahre alte Waffennarr unter anderem zehn Kriegswaffen - darunter Maschinenpistolen der Modelle AK-47 oder Uzi - sowie sechs vollautomatische Maschinenpistolen in seinem Apartment in Erlangen sowie in dem dazugehörigen Keller. Zudem lagerte er dort auch Munition. Nun hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage erhoben. Die Ermittler werfen dem Mann das unerlaubte Ausüben der tatsächlichen Gewalt über Kriegswaffen mit Munition für Kriegswaffen sowie den unerlaubten Besitz von vollautomatischen Schusswaffen und Munition vor.
Arbeiter kämpft mit Leopard um sein Leben - Kollegen schmeißen Ziegel
Im indischen Lakhimpur Kheri fällt plötzlich ein wilder Leopard einen Mann in einer Ziegelfabrik an. Während er mit dem Tier kämpft, werfen seine Arbeitskollegen Ziegel auf die Großkatze. Der Leopard flieht schließlich, der Mann wird ins Krankenhaus eingeliefert.
Mann mit Pfefferspray an Handschuhen in die Augen gefasst - Polizist muss zahlen
Ein Polizist hat sich Pfefferspray auf die Handschuhe gesprüht und dann einem festgenommenen Mann in die Augen gefasst - zu dem Urteil kommt das Amtsgericht Tiergarten in Berlin und verurteilt den Berliner Polizist zu einer Geldstrafe. 5600 Euro muss der Polizist zahlen wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt. Das teilt eine Gerichtssprecherin mit. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Geldstrafe von 13.500 Euro plädiert. Die Verteidigung beantragte, von einer Strafe abzusehen.
Der Vorfall ereignete sich laut Anklage im Mai 2023. Der Mann war bei einem Einsatz in Alt-Treptow wegen einer mutmaßlichen Widerstandshandlung festgenommen worden und saß zu dem Zeitpunkt in einem Einsatzfahrzeug auf dem Weg zur Gefangenensammelstelle. Wegen des Angriffs konnte der Mann laut Staatsanwaltschaft während der weiteren Fahrt seine Augen nicht öffnen und nichts mehr sehen.
"Barbaren" - Ärger über grölende Touris in Unesco-Welterbe-Brunnen
Dass manche Urlauber sich nicht benehmen können, ist bekannt. Besonders hart trifft es oft viel besuchte Sehenswürdigkeiten – so zuletzt das spanische Sevilla. Dort sorgte eine Gruppe offensichtlich betrunkener Touris letztes Wochenende für Ärger, als sie sich in einem historischen Brunnen einer UNESCO-Welterbestätte vergnügten.
Kurz vor Urteil: Mehrere Anklagen gegen Sean "Diddy" Combs fallen gelassen
Der spektakuläre Prozess gegen den Hip-Hop-Mogul Sean "Diddy" Combs ist auf der Zielgeraden. Morgen sollen die Schlussplädoyers gehalten werden. Die Vorwürfe sind schwer und umso überraschender ist wohl die Entscheidung der Staatsanwaltschaft: Sie hat mehrere schwerwiegende Anklagepunkte gegen den 55-Jährigen fallengelassen. Das berichtet das US-Promiportal "TMZ". Wie aus einem Brief an den zuständigen Richter hervorgeht, werden die Vorwürfe der versuchten Entführung, versuchten Brandstiftung und Beihilfe zum Sexhandel nicht weiterverfolgt.
Warum jetzt kurz vor dem Urteil dieser Rückzieher? Offiziell begründet die Staatsanwaltschaft diesen Schritt damit, den Anweisungen des Richters zu folgen, die Jury-Instruktionen zu "straffen". Doch der Zeitpunkt und die Art der zurückgezogenen Anklagen lassen laut den Medienberichten vermuten, dass die Ankläger Schwierigkeiten hatten, ausreichend Beweise für diese schwerwiegenden Vorwürfe zu liefern - insbesondere, was die Entführungsvorwürfe angeht. Die Hauptanklagen wegen Sexhandels bleiben gegen Combs jedoch bestehen, genauso die Vorwürfe des organisierten Verbrechens und Erpressung.
Schleudernder Pkw rammt Lastwagen von Brücke - Zugmaschine explodiert
Ein Autofahrer verliert auf einem Highway im US-Bundesstaat Oklahoma die Kontrolle und kracht in einen Lastwagen, der daraufhin von einer Brücke und auf die darunterliegende Fahrbahn stürzt. Während hinter ihm ein riesiger Feuerball aufsteigt, ergreift der Autofahrer die Flucht.
"Skorpion" auf Balkon sorgt für Polizeieinsatz
Große Aufregung im hessischem Wetzlar: Dort hat ein vermeintlicher Skorpion für einen Polizeieinsatz gesorgt. Das teilt die Polizei mit. Demnach hatte eine aufgeregte Frau die Polizei verständigt und gemeldet, dass das Tier auf ihrem Balkon sitze. Groß, schwarz mit Scheren und einem gerundeten Schwanz sollte es sein - also klar ein Skorpion! Nun ja ... als die Beamten den vermeintlichen Exoten in Augenschein nahmen, konnten sie schnell Entwarnung geben: Es handelt sich um einen heimischen und harmlosen Hirschkäfer. Meine Schwester hat heute auch erst auf ihrer Terrasse einen solchen "Skorpion" gesehen - und hat sich über den Hirschkäfer-Besuch gefreut. Die sind wohl gerade ganz gut aktiv, also lieber zwei Mal hingucken, wenn sich ein vermeintlicher Skorpion zeigt ...
Jimi Blue Ochsenknecht am Hamburger Flughafen festgenommen
Jimi Blue Ochsenknechts Ankunft am Hamburger Flughafen war ungemütlich: Er "landete" bei der Polizei. Der Grund: Gegen den Schauspieler liegt ein europäischer Haftbefehl vor. Hintergrund ist eine Rechnung über 14.000 Euro in einem Hotel in Österreich, die der 33-Jährige nicht beglichen haben soll. Dort soll Ochsenknecht 2021 seinen Geburtstag gefeiert haben. Er spricht auf Instagram von einem Missverständnis.
Auch das Management des Stars äußerte sich RTL gegenüber. "Jimi Blue wurde wegen einer offenen Summe am Flughafen Hamburg festgehalten. Wir haben den Betrag bezahlt. Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall."
Trump: US-Angriff auf Iran wie Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
Donald Trump übertrifft sich ja regelmäßig selbst, die Niveau-Messlatte noch tiefer zu hängen. Nun macht er wieder mit arg geschichtsvergessenen Äußerungen von sich reden. Man könnte auch schlichtweg mit ungebildetem Geblubber sagen. Der US-Präsident ist gerade eifrig dabei, sich als großer Friedensstifter im Nahen Osten zu inszenieren. Den US-Angriff auf die iranischen Atomanlagen vergleicht der 79-Jährige mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki vor fast 80 Jahren. Der US-Einsatz gegen die beiden japanischen Städte vom August 1945 habe "auch einen Krieg beendet", sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Den Haag. Was wie Realsatire anmutet, meint Trump tatsächlich ernst und betont vor Journalistinnen und Journalisten: Der US-Angriff auf den Iran am Wochenende habe den Krieg "auf eine andere Weise beendet". Er sei aber "(genau)so verheerend" gewesen.
Verheerend ist das richtige Stichwort: Die Atombomben des US-Militärs auf Nagasaki und Hiroshima haben bis heute gesundheitlich schwere Folgen auf die Betroffenen und ihre Nachkommen wie Krebserkrankungen und körperliche Behinderungen. Doch sowas wischt ein Donald Trump vermutlich einfach weg - genauso wie die Berichte über das geringe Ausmaß der Zerstörungen im Iran, die die bunkerbrechenden Bomben der USA wohl nur angerichtet haben. Als "Fake News" bezeichnete der US-amerikanische Regierungschef diese Meldungen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Sowas machen Autokraten, Diktatoren und ihre Mitläufer nur zu gerne. Zudem sprechen sie auch gern von "massiven Bomben", "tapferen Piloten" und "völliger Vernichtung" und "überwältigendem Erfolg". Diese ganzen Äußerungen finden Sie in dieser Meldung über die womöglich sehr geringen Auswirkungen des US-Angriffs auf den Iran. Machen Sie sich doch mal den Spaß wie ich und tauschen gedanklich alle US-amerikanischen Minister und Sprecher gegen russische oder iranische aus. Das liest sich erschreckend passgenau.
Berufungsprozess um "Kuss-Skandal": Rubiales muss Strafe zahlen
Das spanische Frauen-Nationalteam holte 2023 den WM-Titel. Doch am Tag danach war kaum noch vom Erfolg des Teams die Rede, sondern vor allem von einem Kuss. Diesen hatte der damalige spanische Fußball-Verbandschef Luis Rubiales der Top-Spielerin Jenni Hermoso vor laufenden Fernsehkameras aufgezwungen. Eine Handlung im Siegestaumel? Oder gar einvernehmlich? Das sah die geküsste Spanierin und auch ein Gericht in Spanien mal ganz anders. Daraufhin ging Rubiales gegen das Urteil an - vergeblich: Ein spanisches Berufungsgericht hat die Verurteilung zu einer Geldstrafe wegen eines aufgezwungenen Kusses bestätigt. Die Einordnung des Vorfalls als "sexueller Übergriff" bei der Verurteilung in erster Instanz sei "korrekt" gewesen, erklärte das Gericht. Rubiales habe nicht die Zustimmung der Spielerin Jenni Hermoso gehabt, sie zu küssen.
Wie auf Aufnahmen zu sehen war, hatte Rubiales die Spielerin mit beiden Händen gepackt und sie grob auf den Mund geküsst. Dafür muss er 10.800 Euro Strafe zahlen, urteilte das Gericht in San Fernando de Henares vor einem Monat. Zudem verfügte das Gericht, dass er sich Hermoso nur bis auf 200 Meter nähern und ein Jahr lang nicht mit ihr kommunizieren darf. Auch dieses Urteil bestätigte das Berufungsgericht. Den Vorwurf, der Richter sei nicht unparteiisch gewiesen, wies das Berufungsgericht zurück.
Teenager rast mit Auto nachts durch Essen - und rammt vier Autos
Es wird wirklich Zeit, dass GTA 6 rauskommt. Vielleicht hätte ein 13-Jähriger sonst nur digital eine gefährliche Spritztour nachts mit einem Auto gemacht. Spaß beiseite: Der Teenager hat laut Polizei aus noch nicht geklärten Gründen die Schlüssel für den Wagen in die Hände bekommen und ist zusammen mit einem 17-Jährigen zu der verbotenen Fahrt durch Essen aufgebrochen. Der filmte die Aktion vom Beifahrersitz aus, wie der 13-Jährige mit hohem Tempo unterwegs war. Schließlich prallte der Wagen in vier am Straßenrand geparkte Autos. Bei GTA macht das nichts - im echten Leben allerdings schon. Der 13-Jährige und sein Begleiter seien zunächst zu Fuß geflüchtet, so die Polizei, die Beamten hätten sie aber wenig später stellen können. Einen Führerschein hatte der 13-Jährige logischerweise noch nicht. Gegen den Jungen wird jetzt wegen verschiedener Delikte ermittelt.
Karl Lagerfelds Pariser Villa - so sieht es drinnen aus
Sie beherbergt eine Nachbildung seines Kinderzimmers und einen Katzenspielplatz für seine große Liebe, seine Katze Choupette: Karl Lagerfelds Villa bei Paris. Nun wird das dekadente Landhaus versteigert. Startpreis: 4,6 Millionen Euro. Selbst geschlafen hat der Mode-Zar hier wohl selten, dafür waren Prinzessinnen zu Gast.
Exotische Katze nahe Rostock gesichtet
Der nächste Kandidat für das Sommerlochtier 2025 steht in den Startlöchern: Im Landkreis Rostock herrscht etwas Aufregung um eine exotische Katze, die dort unterwegs sein soll. "Wir sammeln aktuell weitere Sichtmeldungen", sagte Frauke Parr, Sprecherin im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) auf Nachfrage. Gesehen wurde das Tier bislang mehrfach in der Nähe der Stadt Schwaan. Es könnte sich um einen Serval oder eine Savannah-Katze handeln - das wollen Experten nun klären. "Anhand der Bilder gibt es aber noch keine endgültige Experten-Einschätzung, um welches Tier es sich handelt", sagte Parr weiter.
Ganz so brenzlig wie bei dem vermeintlichen Puma in Sachsen-Anhalt vor einigen Tagen, der wohl eher näher an einer Perserkatze war, ist die Situation in Mecklenburg-Vorpommern nun nicht: Der in Afrika beheimatete Serval ist südlich der Sahara weit verbreitet. Die Rumpflänge beträgt einen knappen Meter, die Schulter bis zu 60 Zentimeter. Die Savannah-Katze ist eine domestizierte Hauskatzenrasse, die auf eine Kreuzung von Serval und Hauskatze zurückgeht. Von Savannah-Katzen gehe keine unmittelbare Gefahr aus, so Parr. Reinrassige Servale gelten dagegen als aggressiver.
Nato folgt Trump: Fünf-Prozent-Ziel beschlossen
Die Nato vereinbart eine massive Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Jeder Bündnispartner verpflichtet sich, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren, wie aus der Abschlusserklärung des Nato-Gipfels in Den Haag hervorgeht.
Nach Explosion: Mutter wirft Baby aus Verzweiflung aus zweitem Stock
In einem Wohnhaus im US-Bundesstaat Ohio bricht mutmaßlich aufgrund einer Explosion ein Feuer aus. Eine Frau und ihr Kind sind von den Flammen eingeschlossen. Die Mutter sieht nur einen Ausweg und wirft ihr Baby kurzerhand aus dem Fenster. Beide sind unverletzt.
Diebe legen europäische Zugverbindung lahm
Zwischen Paris, Brüssel und London brauchen Zugreisende auf der Schnellbahnstrecke viel Geduld: Die Zugverbindungen des Betreibers Eurostar sind seit dem Vormittag beeinträchtigt - sie fallen aus oder sind verspätet. Zahlreiche Züge werden umgeleitet. Der Grund: ein Kabeldiebstahl im großen Stil in der Nähe der französischen Stadt Lille. Etwa 600 Meter Kabel wurden der französischen Bahn zufolge entwendet. Die Reparaturen sollen den ganzen Tag über anhalten. Eurostar schreibt auf seiner Homepage: "Die Bahnhöfe sind stark ausgelastet, sodass wir empfehlen, Ihre Reise zu stornieren oder zu verschieben."
Tausende Baustellen: Wann die maroden Brücken saniert sein sollen
Bei etwa 4000 Brücken sieht der Bund dringenden Handlungsbedarf. Sie stehen oben auf der Sanierungsliste. "Ich gehe davon aus, dass wir bis 2032 einen Großteil dieser 4000 Brücken saniert haben", sagt Verkehrsminister Patrick Schnieder. Damit bleibt er beim Zeitplan für die Brückensanierung, den sein Vorgänger Volker Wissing angestrebt hatte. Die Baustellen könnten für viele Autofahrerinnen und Autofahrer zur Geduldsprobe werden. "Das führt natürlich zu Einschränkungen und Belastungen", so der Minister. "Die Perspektive ist aber, dass es danach besser wird, weil es wieder eine einwandfrei funktionierende Brücke gibt."
Nach dem Entwurf der Bundesregierung sind im Haushalt 2025 aus dem riesigen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz 2,5 Milliarden Euro für die Brückensanierung geplant, in den kommenden Jahren weitere Milliarden Euro.
Zugspitze bekommt zweites Gipfelkreuz
Auf der Zugspitze möchten viele Menschen ein Foto am Gipfelkreuz machen. Dieses steht auf einem ausgesetzten Felsen in fast 3000 Metern Höhe, daneben geht es in die Tiefe. Der Weg von der Station der Bergbahn auf den Gipfel ist zwar kurz, aber mit etwas Kletterei verbunden und erfordert Trittsicherheit und Konzentration. Doch für viele Besucher sei das eher ungeeignet, heißt es von der Zugspitzbahn. Einige seien sogar in Flip-Flops unterwegs, sagt eine Sprecherin dem BR. Daher soll es ab nächstem Donnerstag ein zweites Gipfelkreuz geben – in der Gipfelstation. Man wolle es den Gästen ermöglichen, das Kreuz ohne risikoreiche Kletterei besuchen zu können.
Menschen mit Migrationshintergrund bei Bundesverwaltung unterrepräsentiert
Die Vielfalt in der Gesellschaft spiegelt sich nicht bei den Behörden wider. So sind Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Das geht aus einer Studie der Bundesregierung hervor: Während 31,9 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund haben, sind es in der Verwaltung des Bundes nur 16,2 Prozent der Beschäftigten. Allerdings ist die "Repräsentationslücke" etwas kleiner geworden. Demnach stieg der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung um 3,1 Prozent in den letzten fünf Jahren. Für die Studie wurden im letzten Jahr über 50.000 Beschäftigte in 73 Bundesbehörden befragt.
Indien, Polen und Ungarn haben ISS-Premiere
Sie werden die ersten Astronauten aus Indien, Polen und Ungarn an Bord der Internationalen Raumstation ISS sein, wenn alles glatt läuft. Zusammen mit der US-amerikanischen Astronautin Peggy Whitson sind die drei auf dem Weg dorthin. In einer Crew-Dragon waren sie zuvor mit einer Falcon-9-Rakete vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Die Kapsel soll am Donnerstag gegen 13 Uhr MESZ an der ISS andocken.
Für Indien fliegt Shubhanshu Shukla auf die ISS, für Polen Slawosz Uznanski-Wisniewski und für Ungarn Tibor Kapu. Die drei sind seit Jahrzehnten die ersten Bürger ihrer Länder, die ins All fliegen. Die letzte Raumfahrtmission, an der die Länder teilnahmen, startete noch zu Zeiten der Sowjetunion. "Ich nehme nicht nur Instrumente und Ausrüstung mit, sondern auch die Hoffnungen und Träume von Milliarden Herzen", sagt Shukla vor dem Abflug.
Auszahlung der erweiterten Mütterrente zieht sich
Die Mütterrente soll künftig für alle Mütter einheitlich geregelt sein, unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder. Doch bis das Geld ankommt, dauert es noch Jahre. Vom Arbeitsministerium heißt es, dass die Rentenversicherung nach Verkündung des Gesetzes zwei Jahre für die technische Umsetzung brauche. Die ausgeweitete Mütterrente könne daher erst ab 2028 ausgezahlt werden. Die Rentenversicherung hatte schon klargemacht, dass die verabredete Ausweitung der Mütterrente nicht gleich verwirklicht werden kann: Um herauszufinden, wer mehr Rente bekommt, müsste die Datenbank mit allen etwa 26 Millionen Renten durchforstet werden.
EU lockert Vorgaben für Gasspeicherung
Bisher war der 1. November der Stichtag, bis zu dem die Gasspeicher zu 90 Prozent befüllt sein müssen. Die Vorgaben in der EU werden nun gelockert: Die Mitgliedsländer müssen das vorgegebene Ziel für den Winter künftig zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember nachweisen. Darauf haben die 27 EU-Länder und das Europaparlament geeinigt. Die bisher strikten Vorgaben hatten zu Preissteigerungen beigetragen: Steht zu einem bestimmten Datum die Befüllung der Speicher an, rechnen die Märkte in den Monaten davor mit einer höheren Nachfrage, sodass der Preis steigt. Allein die Ankündigung einer Flexibilisierung der Speichervorgaben hatte Anfang des Jahres dafür gesorgt, dass die Gaspreise leicht sanken.
Riesiger Frachter kracht in Hafenanlage am Suezkanal
Im Nordosten Ägyptens verunglückt ein riesiger Frachter an einer Hafenanlage am Suezkanal. Ein Handyvideo zeigt, wie das Wasser des wichtigen Schifffahrtswegs den Kai überflutet. Zuvor war das Schiff vom Kurs abgekommen. Als Unfallursache wird ein plötzlicher Ausfall der Steuerung vermutet.
Boris Becker: "Habe mir wieder etwas aufgebaut"
Die Zeit in Haft liegt hinter ihm: Vor zweieinhalb Jahren kam Boris Becker aus dem Gefängnis frei. Über sein neues Leben, das er mit seiner Ehefrau Lilian de Carvalho Monteiro teilt, spricht der 57-Jährige mit dem "Stern". "Ich habe mir wieder etwas aufgebaut, eine kleine Burg, und da kommt erst mal niemand drauf. Meine Frau Lilian ist die Burgherrin. Sie hat den Schlüssel. Sie entscheidet, wer reinkommt." Becker saß zwischen April und Dezember 2022 wegen Insolvenzvergehen in Großbritannien in Haft. Er sagt, seine Partnerin sei damals seine einzige Bezugsperson gewesen. "Sonst war da keiner mehr. Meine Kinder waren noch zu jung, mein Vater tot, meine Mutter etwas zu alt. Kein Tiriac mehr. Niemand. Nur Lilian."
Erstmals äußert sich die 35-Jährige öffentlich über ihre Beziehung mit Becker: "Das Wichtigste ist für mich, unser Leben zu schützen", sagt de Carvalho Monteiro. Auf ihren Mann aufzupassen, sei ihre "natürliche Aufgabe als seine Partnerin und Ehefrau".
Bahn schlägt deutlich längere Sanierung vor
Die Deutsche Bahn will Dutzende stark überlastete Strecken grundlegend sanieren - und eigentlich bis 2031 damit fertig sein. Doch daraus wird so wohl nichts. Nach den Vorstellungen der Bahn soll die geplante Sanierung bis 2035 dauern. Diesen Vorschlag macht der bundeseigene Konzern auf einem Branchenforum anderen Verkehrsunternehmen und Verbänden. "Ziel des Branchenforums ist die Erarbeitung eines angepassten Vorschlags für eine zeitliche Streckung der Korridorsanierungen bis 2035", teilt die Bahn mit. Wenn die Hinweise anderer Verkehrsunternehmen und Verbände eingeflossen sind, soll ein finales Konzept erstellt werden.
Der bisherige Zeitplan stieß insbesondere bei Bahn-Wettbewerbern im Güterverkehr auf Kritik. Er sei zu ambitioniert, die Umleiterstrecken seien nicht ausreichend vorbereitet und geplant. Zudem war insbesondere die Union skeptisch, was das Konzept angeht. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist vereinbart, die Strategie zu überprüfen.
Ex-Teenie-Idol Bobby Sherman ist tot
Sein Gesicht zierte in den 1970er Jahren unzählige Poster in Teenagerzimmern: Der US-amerikanische Sänger Bobby Sherman ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er sei nach einem Krebsleiden friedlich eingeschlafen, schrieb seine Frau am Dienstag auf Instagram.
Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre eroberte der Sänger mit seinen Balladen die US-Charts. "Julie, Do Ya Love Me" ist sein bekanntester Song. Weitere Top-10-Hits hatte er mit "Little Woman", "La La La (If I Had You)" und "Easy Come, Easy Go". Zudem erreichten auch drei seiner Alben Gold-Status.
Mitte der 70er begann Sherman ein neues Kapitel in seinem Leben: Er wurde Notfallsanitäter und brachte Polizisten an der Polizeiakademie in Los Angeles Erste Hilfe bei. "Er war ein Dienstleister", schreibt seine Frau. "Er tauschte ausverkaufte Konzerte und Titelseiten gegen den Rücksitz eines Krankenwagens ein. Er rettete Leben und zeigte uns, wie wahrer Heldenmut aussieht - still, selbstlos und zutiefst menschlich."
Wilder Sommertag steht bevor: Hitze, Windböen, Gewitter
Das Wetter hat es in sich: Im Südwesten können es heute bis zu 36 Grad werden. Für Teile von Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gibt es Hitzewarnungen. Auch in der Mitte Deutschlands werden laut ntv-Meteorologen teilweise über 30 Grad erwartet. Der Nordosten bekommt zwar keine Hitze, dafür Windböen ab. Und in der Nacht sind im Westen kräftige Schauer und Gewitter möglich.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Das steht heute im Terminkalender:
Die Nato-Mitglieder wollen bei ihrem Gipfel in Den Haag ein neues Ausgabenziel verabschieden, das bis 2035 milliardenschwere Investitionen in Rüstung und Infrastruktur nach sich ziehen wird.
Das umstrittene Vorgehen beim Beschaffen von Schutzmasken zu hohen Preisen in der Corona-Krise beschäftigt den Bundestag. Im Haushaltsausschuss werden Gesundheitsministerin Nina Warken und der damalige Minister Jens Spahn erwartet.
Im sogenannten Sommermärchen-Prozess wird das Urteil erwartet. Im Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt wird dem Deutschen Fußball-Bund vorgeworfen, im Zuge der Affäre um die WM 2006 Steuern in Höhe von 2,7 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Der DFB weist das zurück.
Bundeswirtschaftsminister Katherina Reiche und ihr Vorgänger Robert Habeck sind zu Beratungen des Bundestags-Haushaltsausschusses über die Insolvenz des Batterieherstellers Northvolt geladen. Dabei geht es um die Frage, wie viel Geld die Insolvenz den Steuerzahler wegen der staatlichen Förderung von Northvolt kosten könnte.
Entlastungen für Landwirte und eine gesicherte Finanzierung für mehr Tierschutz in Ställen sind zentrale Themen beim Deutschen Bauerntag in Berlin.
Die deutsche U21-Nationalmannschaft strebt das Endspiel bei der Fußball-Europameisterschaft in der Slowakei an. Gegner im Halbfinale in Kosice ist Frankreich.
Deutschlands Basketballerinnen gehen als klare Außenseiterinnen ins EM-Viertelfinale gegen Belgien. Die Titelverteidigerinnen sind vor der Partie in Piräus noch ungeschlagen und erneut Topfavoritinnen auf den EM-Titel.
Borussia Dortmund will sich mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Schlusslicht Ulsan HD für die K.-o.-Runde der Club-Weltmeisterschaft qualifizieren. Gegen die bereits ausgeschiedenen Südkoreaner würde dem BVB in Cincinnati auch ein Unentschieden reichen, um sicher ins Achtelfinale einzuziehen.
Es grüßt Sie hier Heidi Ulrich - Sie können mich bei Hinweisen zu "Der Tag" über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen.
Im verschütteten Blatten werden menschliche Überreste entdeckt
Seit dem verheerenden Bergsturz in der Schweiz wird ein Bewohner des Dorfes Blatten vermisst. Womöglich wird es bald Gewissheit über den Tod des 64-Jährigen geben. Im Schuttkegel in Blatten wurden menschliche Überreste gefunden. Die Kantonspolizei schreibt, dass sie nach der Identifizierung weitere Informationen mitteilen wird.
Vor einem Monat war ein großer Teil des Birchgletschers abgebrochen. Gesteins- und Eismassen stürzten herab. Große Teile von Blatten wurden verschüttet oder überschwemmt, weil sich das Wasser eines Flusses durch den Schutt vorübergehend zu einem See aufstaute.
Bundesweite Polizeiaktion gegen Hetze im Internet
Der Aktionstag findet seit einigen Jahren regelmäßig statt: Die Polizei geht seit dem Morgen in einer bundesweiten Aktion gegen mutmaßliche Verfasser von Hass- und Hetznachrichten im Internet vor. Nach dpa-Informationen soll es mehr als 170 Einsätze geben. Den Beschuldigten wird unter anderem Volksverhetzung und das Beleidigen von Politikern vorgeworfen. Der Schwerpunkt der Ermittlungsverfahren in den Ländern entfällt auf rechtsradikale Äußerungen im Internet. Es geht vielfach auch um strafbare Beleidigungen gegen Politiker, in weniger Fällen um extremistische religiöse Postings oder linksradikale Postings.
Erste Stargäste der Mega-Hochzeit reisen per Wassertaxi an
Die Hochzeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos und der früheren TV-Moderatorin Lauren Sánchez ist das Promi-Event der Woche. Rund 200 Gäste sollen zur Luxus-Feier eingeladen sein - und die treffen nach und nach in Venedig ein. Darunter sind viele Prominente wie Ivanka Trump. Die Tochter des US-Präsidenten reiste gestern mit Ehemann Jared Kushner und ihren Kindern an. Sie stiegen in ein Wassertaxi und ließen sich durch die berühmten Kanäle zu ihrem Luxus-Hotel chauffieren, wie Bilder zeigen. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, wurde die Umgebung deswegen weiträumig abgesperrt und Spürhunde als zusätzlicher Schutz eingesetzt. Das dürfte sich noch ein paar Mal wiederholen. Denn Gerüchten zufolge stehen Stars wie Leonardo DiCaprio, Mick Jagger, Kim Kardashian, Oprah Winfrey oder Katy Perry und Orlando Bloom auf der Gästeliste. Laut Berichten soll die Trauung auf der Klosterinsel San Giorgio Maggiore stattfinden, die große Party soll Samstag sein.