Das war Montag, der 15. Dezember 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
ein ereignisreicher Nachrichtentag geht zu Ende. In Berlin wird weiter um Frieden für die Ukraine gerungen. Wir halten Sie natürlich auch die ganze Nacht auf dem Laufenden.
Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht - Als Nachtlektüre empfehle ich Ihnen noch diese Artikel:
Trump will Fentanyl als Massenvernichtungswaffe einstufen
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Opioid Fentanyl per Erlass als Massenvernichtungswaffe einzustufen. Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das deutlich stärker als Morphin wirkt. Im vergangenen Jahrzehnt starben mehr als 450.000 US-Bürger an einer Überdosis synthetischer Opioide, Millionen weitere sind davon abhängig.
Die US-Regierung wirft China vor, eine Hauptquelle für Fentanyl und seine Vorläufersubstanzen zu sein. Zudem wird die Droge aus Mexiko in die USA geschmuggelt. Trump spricht von einem "historischen Dekret".
"General Hospital"-Star Anthony Geary mit 78 Jahren gestorben
Die amerikanische Fernsehwelt trauert um Anthony Geary. Der Schauspieler, der als Luke Spencer in "General Hospital" zur Legende wurde, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Seine TV-Hochzeit 1981 verfolgten 30 Millionen Zuschauer - ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Wie "TV Insider" berichtet, erlag Geary Komplikationen nach einer Operation.
Geary wurde 1947 in Coalville im US-Bundesstaat Utah geboren. Sein Geburtsname lautete schlicht Tony - erst 1978 änderte er ihn offiziell zu Anthony. 1978 wurde Geary für "General Hospital" engagiert.
Mariah Carey singt bei Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele
Mariah Carey wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien auftreten. Am 6. Februar singt sie in Mailand, verkünden die Organisatoren 53 Tage vor dem Großereignis. Die Sängerin soll im Olympiastadion San Siro zu den Hauptacts des Abends gehören.
Es werde "eine Darbietung, die eine unvergessliche Eröffnungsfeier prägen wird," versprechen die Organisatoren. Carey sei "weltweit bekannt für ihre unverwechselbare Stimme und ihr musikalisches Erbe, das Generationen und Kulturen umspannt". Damit verkörpere die Sängerin "perfekt den emotionalen Geist der Spiele".
BMW-SUV bleibt senkrecht zwischen Bäumen stecken
In Fuhrberg bei Hannover verliert eine 22 Jahre alte Autofahrerin auf einer Landstraße die Kontrolle über ihren SUV. Das Fahrzeug hebt ab und bleibt senkrecht zwischen zwei Bäumen stecken. Der genaue Hergang des Unfalls ist noch unklar.
Anschlag auf Menschenmenge geplant - 21-Jähriger in Magdeburg in Gewahrsam genommen
Fast genau ein Jahr nach der Amokfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt vereitelte die Polizei womöglich einen neuen Terroranschlag in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Wie die "Volksstimme" berichtet, wurde ein 21-Jähriger in Gewahrsam genommen, weil er einen Anschlag auf eine "größere Menschenmenge" geplant haben soll. Den Anschlagsplänen könnte demnach eine islamistische Motivation zugrunde liegen.
Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass in Niederbayern mehrere Männer mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant haben sollen. Gegen vier von ihnen wurde Haftbefehl erlassen.
Brand auf Toilette - 500 Fahrgäste müssen ICE verlassen
In einem ICE der Deutschen Bahn auf dem Weg von München nach Berlin hat es auf einer Zugtoilette gebrannt. Laut Bundespolizei wurden dort Kleidungsstücke angezündet. Das Zugpersonal konnte den Brand selbstständig löschen - Fahrgäste wurden nicht verletzt, wie die Bahn mitteilte. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
Die rund 500 Reisenden verließen laut Bahn den Zug am Bahnhof Gotha in Thüringen und konnten ihre Reise mit anderen Zügen fortsetzen. Das Feuer war nach Angaben der Bundespolizei in der Nähe von Wandersleben im Landkreis Gotha bemerkt worden. Aufgrund des Vorfalls könnte es zeitweise noch zu Zug-Verspätungen kommen.
Rasche Aufrüstung kommt nicht - SPD bremst Union aus
Union und SPD haben sich Parlamentskreisen zufolge bei einem weiteren Vorhaben verhakt. Das geplante Planungs- und Beschaffungsbeschleunigungsgesetz für eine raschere Aufrüstung werde dieses Jahr nicht mehr beschlossen, sagten Vertreter beider Fraktionen. Das Gesetz sollte eigentlich schon vergangene Woche im Bundestag verabschiedet werden. Ein Kompromissversuch scheiterte jedoch in den vergangenen Tagen, sodass 2025 kein Beschluss mehr kommen wird. Hintergrund ist ein Streit um das Verbot von Windrädern in der Nähe von Bundeswehrstandorten und Radargeräten. In der SPD wurde befürchtet, dass die Regelungen dort so weit gehen, dass der Ausbau ins Stocken gerät. Die Koalition will nun Anfang 2026 einen neuen Anlauf nehmen.
Der Kompromissvorschlag aus der SPD-Fraktionsspitze um Mattias Miersch traf Parlamentskreisen zufolge auf Widerstand der Union. Er sah demnach vor, dass die Bundeswehr in den betroffenen Regionen jeweils nachweisen sollte, dass Windräder eine Behinderung darstellen. Der ursprüngliche Gesetzentwurf hatte auch bei der Windindustrie Proteste ausgelöst. Mit dem Gesetz sollten beispielsweise der Zwang zu Ausschreibungen bei Rüstungsaufträgen und Umweltstandards etwa beim Kasernenbau gelockert werden, wie der im Sommer vom Kabinett beschlossene Entwurf vorsah.
Sichtlich ergriffener Merz ringt mit den Tränen
Zum achten Mal kommt das deutsch-ukrainische Wirtschaftsforum zusammen, um Kooperation mit dem angegriffenen Land auszuhandeln. Als Friedrich Merz zu seiner Rede ansetzt, ist dem Bundeskanzler seine Betroffenheit deutlich anzusehen.
Terroranschläge an Silvester geplant - Festnahmen in Los Angeles
Das FBI hat nach Angaben der US-Regierung Anschlagspläne einer linksextremen Gruppe in Kalifornien aufgedeckt. Die als pro-palästinensisch, regierungs- und kapitalismusfeindlich eingestufte Gruppe "Turtle Island Liberation Front" habe eine Serie von Bombenanschlägen vorbereitet, teilt US-Justizministerin Pam Bondi mit. Die Anschläge sollten demnach in der Gegend von Los Angeles stattfinden und in der Silvesternacht beginnen. Geplant seien Anschläge gegen fünf Ziele, darunter zwei US-Unternehmen sowie Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE und deren Fahrzeuge. Vier Personen seien in dem Zusammenhang wegen Verschwörung und Besitz eines Sprengsatzes festgenommen worden.
Rob Reiners Sohn in Polizeigewahrsam - Trump poltert gegen "Harry und Sally"-Regisseur
US-Medien melden, dass Reiners Sohn Nick in Polizeigewahrsam sei. Er wird offenbar verdächtigt, seinem Vater und dessen Ehefrau Michele Singer Reiner in deren Haus getötet zu haben. Ihm wird doppelter Mord vorgeworfen.
Donald Trump attackiert bei "Truth Social" den erstochen aufgefundenen "Harry und Sally"-Regisseur - ein Trump-Kritiker: "Mögen Rob und Michele in Frieden ruhen," schreibt der US-Präsident über Rob Reiner und die ebenfalls tote Ehefrau. "Rob Reiner, ein gequälter und kämpfender, aber einst sehr talentierter Filmregisseur und Komiker, ist zusammen mit seiner Frau Michele verstorben, angeblich aufgrund des Zorns, den er bei anderen durch seine massive, unnachgiebige und unheilbare Erkrankung an einer geisteskrankhaften Krankheit namens Trump-Verwirrungssyndrom, manchmal auch TDS genannt, hervorrief."
Trump unterstellt Reiner bei "Truth Social" eine "offenkundige Paranoia". Der US-Präsident lobt in dem Posting anschließend seine eigene Arbeit und sieht "das Goldene Zeitalter Amerikas". Der "Harry und Sally"-Regisseur engagierte sich in den vergangen Jahren politisch. Er unterstützte verschiedene Volksinitiativen in Kalifornien und war zudem ein Spendensammler für die Demokratische Partei.
Internet-Störung im Bundestag während Selenskyj-Besuch
Große Internet-Störung im Bundestag während des Besuches des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Ein Sprecher der Bundestag-Verwaltung bestätigt gegenüber "Stern" einen "größeren Ausfall" der IT-Infrastruktur. Derzeit werde geprüft, ob dahinter ein Angriff von außen stecke und ob der Ausfall sicherheitsrelevant sei. Betroffen seien verschiedene Fraktionen und Bundestagsabgeordnete.
13-Jährige in Dresden wird zwischen Tram und Bahnsteig eingeklemmt
Ein Mädchen ist in Dresden von einer Straßenbahn erfasst und zwischen dem Zug und dem Bahnsteig eingeklemmt worden. Für die Rettung der 13-Jährigen hob die Feuerwehr die Straßenbahn an, wie die Behörde mitteilte. Das Mädchen wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise. Laut Feuerwehr bestand die Gefahr, dass das Mädchen sich unterkühlt. Mit Decken und einem Halogen-Scheinwerfer wurde sie gewärmt. Um das Kind zu befreien, wurden Teile des Geländers am Bahnsteig entfernt. Anschließend wurde die Straßenbahn angehoben, wobei der Bahnsteig absackte und der Zug zu kippen drohte. Beim zweiten Hebevorgang wurde das Mädchen schließlich befreit.
Bahnhofstoiletten bald kostenlos? Deutsche Bahn gibt klare Antwort
Viele Menschen wünschen sich mehr kostenlose Toiletten an Bahnhöfen - doch die wird es voraussichtlich nur geben, wenn etwa die Kommunen sie betreiben wollen. Die Deutsche Bahn sieht derzeit keine Möglichkeit, an ihren Bahnhöfen kostenlose Toiletten anzubieten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. "Nach Auskunft der DB AG ist eine kostenfreie Nutzung derzeit nicht realisierbar, da hohe Standards bei Sauberkeit, Hygiene und Ausstattung erhebliche Investitionen erfordern", heißt es in der Antwort.
Die Linke hatte die Bundesregierung gefragt, ob bisher "Anstrengungen für eine kostenfreie Toilettenversorgung im Obhutsbereich der DB unternommen" worden seien. Der Regierungsantwort zufolge befinden sich an 327 von der DB InfraGo betriebenen Bahnhöfen oder ihrem näheren Umfeld Toilettenanlagen. An 153 dieser Standorte werden sie von Dritten, Kommunen oder Gemeinden betrieben. Welche Gebühren dort erhoben werden, ist der Bahn demnach nicht bekannt. An den anderen 174 Standorten sind die Toiletten kostenpflichtig.
Menschen in Holzminden spenden für "kleinen, hässlichen Weihnachtsbaum"
Oh Tannenbaum: Die Stadt Holzminden ruft die Menschen zum Spenden von Weihnachtsschmuck auf. Der etwas karge Baum soll damit aufgehübscht werden. Die Stadt spricht von einem "weihnachtlichen Akt der Nächstenliebe". Der parteilose Bürgermeister Christian Belke bringt mit einem Hubsteiger gespendeten Baumschmuck am sogenannten "Little Ugly Christmas Tree" am Haarmannplatz in Holzminden an.
Der schnurgerade gewachsene Baum hat in den vergangene Tagen wegen seines kargen Bewuchses bundesweit für Schlagzeilen gesorgt - darunter viel Häme für das trockene und zunächst ungeschmückte Gewächs. "Wir fanden ihn naturschön, es muss nicht alles perfekt sein", verteidigt Michaela Reinecke-Koller, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, den kargen Baum. Das Stadtmarketing nutzt die Aufmerksamkeit für eine Spendenaktion für die ortsansässige Tafel.
Seehundbaby verirrt sich in Flensburger Innenstadt
Für Flensburger ist der Anblick einer Robbe nichts Ungewöhnliches. Doch mitten in der Innenstadt halten sich die Tiere eher selten auf. Umso größer ist die Überraschung, als Passanten ein Seehundbaby finden. Offenbar verirrt sich das Jungtier über einen unterirdischen Bach in ein Wasserrad.
Nur zwei kehren zurück - Retter suchen 13 Bergsteiger im Uralgebirge
In Russland werden 13 Mitglieder einer 15-köpfigen Touristengruppe vermisst. Die Gruppe, zu der sowohl erfahrene Bergsteiger als auch Anfänger gehören, machte sich am Samstag auf Schneemobilen auf den Weg zum Gipfel des Bergs Osljanka im Uralgebigre. Die Sicht soll zu diesem Zeitpunkt nicht besonders gut gewesen sein. Am selben Tag kehrten zwei Touristen verfrüht zurück. Sie begründeten das mit Erledigungen, die sie zu tun hätten. Von den 13 verbliebenen Bergsteigern fehlt seither jede Spur.
Besonders verhängnisvoll ist die Tatsache, dass sie ihre Reise nicht registriert hätten, erklärte das Ministerium für Notfallsituationen. Das würde die Eingrenzung des Suchgebietes enorm erschweren. Ermittler und Freiwillige suchen nun mit Drohnen und Schneemobilen nach der Gruppe. Ein Schneesturm lässt jedoch nur Sichtweiten von zwei bis drei Metern zu. Es wird gehofft, dass die Vermissten ein Lager aufgeschlagen haben. Sie sollen über ausreichend Essen, Wasser und Treibstoff verfügen. Allerdings sollen sie weder Satellitentelefone noch Zelte bei sich haben.
Auch ohne Verbot: Jugendliche laufen WhatsApp davon
Es braucht nicht zwingend ein Verbot, um junge Menschen von Social Media zu entfremden. Denn gleich mehrere Social-Media-Kanäle verlieren einer Umfrage zufolge in Deutschland jugendliche Nutzer. Wie aus der veröffentlichten Jugend-Digitalstudie der Postbank hervorgeht, verloren im Vergleich zum Vorjahr alle führenden Social-Media-Plattformen unter den 16- bis 18-Jährigen an Reichweite. Besonders deutlich fällt demnach der Rückgang bei WhatsApp aus. In den vergangenen fünf Jahren sank dessen Nutzung von 86 Prozent auf aktuell 65 Prozent. Instagram und YouTube bleiben der Studie zufolge mit jeweils 68 Prozent die beliebtesten Plattformen. Dahinter rangieren neben WhatsApp TikTok und Snapchat.
Gleichwohl bleiben soziale Plattformen laut Postbank ein fester Bestandteil im Alltag junger Menschen und "ein Marktplatz mit wirtschaftlichem Potenzial". Knapp die Hälfte der Befragten kaufte bereits mindestens einmal direkt über eine soziale Plattform etwas. Ein Drittel der Befragten lehnt das ab. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Wohnungskrise befördert - Spanien brummt Airbnb riesige Strafe auf
Die Plattform für Kurzzeitvermietungen Airbnb soll in Spanien eine Millionenstrafe wegen unzulässiger Angebote zahlen. Das Verbraucherschutzministerium verhängte ein Bußgeld in Höhe von rund 64 Millionen Euro. Zahlreiche auf der Plattform angebotene Wohnungen hätten demnach nicht touristisch vermietet werden dürfen. Airbnb müsse "die festgestellten Mängel beheben und die illegalen Inhalte entfernen", teilte das Ministerium mit. "Tausende Familien leben aufgrund der Wohnungskrise in prekären Verhältnissen, während sich einige wenige dank Wirtschaftsmodellen, die Menschen aus ihren Wohnungen vertreiben, bereichern", erklärte Verbraucherschutzminister Pablo Bustinduy.
Airbnb wird vorgeworfen, insbesondere in Städten wie Barcelona und Valencia zur Wohnungsknappheit beizutragen, weil es für Eigentümer einträglicher ist, ihre Wohnung an Touristen zu vermieten als an Einheimische. Spanien verzeichnete im Jahr 2024 eine Rekordzahl von 94 Millionen Besuchern und ist damit nach Frankreich das zweitbeliebteste Reiseziel weltweit.
Ampel-Effekt: Deutsche Gerichte fällen knapp 25.000 Urteile weniger
Deutsche Gerichte haben im Jahr 2024 rund 632.100 Personen wegen Gesetzesverstößen rechtskräftig verurteilt. Das waren etwa 24.800 oder vier Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Wie schon in den Jahren zuvor war die Geldstrafe die mit Abstand häufigste Sanktionsart: In rund 506.500 Fällen - etwa 80 Prozent aller Verurteilungen - verhängten die Gerichte eine Geldstrafe nach allgemeinem Strafrecht. Freiheitsstrafen nach allgemeinem Strafrecht oder Strafarrest wurden bei rund 85.700 Personen ausgesprochen (14 Prozent). In weiteren rund 39.900 Fällen (6 Prozent) kam das Jugendstrafrecht zur Anwendung.
Ein besonders großes Minus gab es bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dort wurden 21.200 Urteile weniger gefällt als im Jahr zuvor – ein Rückgang um 37 Prozent. Zwar wurde in dem Bereich in den Vorjahren bereits ein Rückgang verzeichnet, allerdings brachte erst die Teillegalisierung von Cannabis diesen deutlichen Effekt. Ein Argument der Befürworter war unter anderem, dass Gerichte dann nicht mehr mit so vielen einfachen Betäubungsmittel-Delikten befasst wären.
Britische Pop-Legende macht Krebserkrankung öffentlich
Cliff Richard hat in einem TV-Interview öffentlich gemacht, dass er wegen Prostatakrebs behandelt wurde. Die Erkrankung wurde bei einer Gesundheitsuntersuchung im Vorfeld seiner Tour entdeckt. Im Gespräch mit dem Journalisten Dermot Murnaghan für die Sendung "Good Morning Britain", der selbst wegen Prostatakrebs behandelt wurde, schilderte der britische Sänger die Umstände der Diagnose: "Ich war dabei, eine Tournee zu beginnen, die tatsächlich zu dieser Zeit in der Royal Albert Hall endete", so Richard. Danach habe er nach Australien und Neuseeland reisen wollen. Der Veranstalter habe ihm jedoch erklärt: "Für Ihre Versicherung müssen Sie sich untersuchen lassen." Bei dieser Untersuchung sei der Prostatakrebs entdeckt worden. "Zum Glück wurde er früh erkannt", betonte der Sänger. "Der Krebs ist im Moment weg. Ich weiß nicht, ob er zurückkommen wird. Wir können solche Dinge nicht vorhersagen, aber wir müssen unbedingt hingehen, uns testen und untersuchen lassen", sagte er.
Der Brite wurde mit Hits wie "We Don't Talk Anymore" und "The Young Ones" weltbekannt. Nach Angaben seiner Plattenfirma aus dem Jahr 2014 hat der Brite mehr als 250 Millionen Platten verkauft.
Knapp 73.000 Fälle - Negativrekord bei Kindeswohlgefährdungen
Die Zahl der gemeldeten Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stellten die Jugendämter 2024 bei rund 72.800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Die Zahl solcher Fälle stieg damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel (31 Prozent) oder 17.300. Die betroffenen Kinder waren demnach im Durchschnitt 8,3 Jahre alt.
Etwa jedes zweite (52 Prozent) Kind war jünger als neun Jahre, jedes dritte (33 Prozent) sogar unter sechs Jahren. Besonders häufig stellten die Behörden Anzeichen von Vernachlässigung (58 Prozent) und für psychische Misshandlungen (37 Prozent) fest. In weiteren 28 Prozent der Fälle gab es Hinweise für körperliche Misshandlungen und in sechs Prozent für sexuelle Gewalt.
Hitlergruß gezeigt - Staatsanwaltschaft klagt AfD-Abgeordneten an
Wegen eines Hitlergrußes innerhalb des Reichstagsgebäudes hat die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 60-jährigen AfD-Bundestagsabgeordneten erhoben. Dem namentlich nicht genannten Politiker wird das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte. Die Anklage wurde vor dem Amtsgericht Tiergarten erhoben.
Der Abgeordnete soll am 22. Juni 2023 während einer Sitzung des Bundestags einen Parteikollegen im Garderobenbereich an einem Eingang des Bundestags mit Hackenschlag und Hitlergruß begrüßt haben. Dabei soll ihm bewusst gewesen sein, dass die Grußformel der verbotenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei für andere wahrnehmbar gewesen sein soll. Im Oktober 2025 wurde laut Staatsanwaltschaft die Immunität des Abgeordneten aufgehoben.
Maskendeals: Spahn ist sich keiner Fehler bewusst
Schon vor seiner Befragung durch die Enquete-Kommission verteidigt der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sein Vorgehen bei der Beschaffung von Schutzmasken während der Corona-Pandemie. Der heutige Unionsfraktionschef räumte im ARD-"Morgenmagazin" zwar ein, dass man zu viel an Desinfektionsmittel, Beatmungsgeräten, Impfstoffen und Schutzmasken beschafft habe. "Aber wir wollten in der damaligen Lage eben vorsorgen für alles, was kommen konnte. Wir hatten am Anfang von allem zu wenig und am Ende von allem zu viel - besser als andersherum." Mit dem Wissen von heute hätte man manche Entscheidungen eventuell anders getroffen, betonte der CDU-Politiker. Er verwies aber darauf, dass damals mit großer Schnelligkeit und unter großem Druck entschieden werden musste. "Auch nicht entscheiden hätte in der Krise ja Folgen gehabt", sagte Spahn.
Deutschland habe 5,7 Milliarden Schutzmasken für 5,9 Milliarden Euro bezahlt, also gut einen Euro pro Maske. Andere Länder hätten mehr ausgegeben. Der Ex-Minister verteidigte zugleich, dass Masken vorgehalten und nach Ablaufzeit auch vernichtet werden müssen. "Vorsorge kostet Geld", sagte Spahn.
"Festung" Weihnachtsmarkt? - Miersch: Künftig wohl Realität
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch geht davon aus, dass die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten notwendig bleiben. Er selbst fühle sich zwar auch dem verhinderten Anschlag in Dingolfing nicht unsicher, aber man denke schon nach, warum die Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten notwendig seien. "Ich gehe davon aus, dass wir das augenblicklich brauchen, weil wir sehen gerade auch über Social Media, wie Menschen angestachelt werden. Und insofern sind das wahrscheinlich Sicherheitsvorkehrungen, mit denen wir leben müssen", so Miersch im RTL/ntv Frühstart. Er erwarte vor allem auf europäischer Ebene weitere Diskussionen, wie auch die Social-Media-Plattformen verpflichtet werden könnten, dagegen vorzugehen.
Zoll beschlagnahmt in NRW mehr als 10 Millionen unversteuerte Zigaretten
Der Zoll hat in Nordrhein-Westfalen mehr als zehn Millionen unversteuerte Zigaretten beschlagnahmt und fünf Männer festgenommen. Der Einsatz erfolgte am Dienstag vergangener Woche, wie das Zollfahndungsamt Essen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gemeinsam mit hessischen Behörden mitteilten. Ermittelt wurde seit Juli gegen eine Gruppierung wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Steuerhehlerei in großem Ausmaß durch illegalen Zigarettenhandel. Die Gruppe soll aus Lagern in Hilden und Langenfeld große Mengen unversteuerter Zigaretten an Abnehmer im Raum Köln verkauft haben. Diese wiederum sollen Abnehmer in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und im Saarland mit den Zigaretten versorgt haben. In den drei Städten sowie in Düsseldorf, Erkrath, Frechen, Geldern und Leverkusen wurden 14 Wohn- und Gewerbeobjekte durchsucht und 10,4 Millionen unversteuerte Zigaretten verschiedener Marken sowie Beweismaterial beschlagnahmt.
Den Steuerschaden schätzten die Ermittler auf knapp zwei Millionen Euro. Sie beschlagnahmten zehntausende Euro Bargeld. Die Ermittlungen dauerten an.
25 Jahre weniger Haft? Bolsonaro-Gegner gehen auf die Barrikaden
In Brasilien haben Tausende Menschen gegen eine Verkürzung der Haftstrafe von Ex-Präsident Jair Bolsonaro demonstriert. Allein in Rio de Janeiro versammelten sich am Sonntag fast 19.000 Menschen an der Copacabana. Auf Protestplakaten stand "Keine Amnestie" oder "Kongress, Feind des Volkes". Auf einer Bühne traten der Sänger Caetano Veloso und andere Musiker auf. Proteste gab es auch in São Paulo und der Hauptstadt Brasília. Das brasilianische Unterhaus hatte am vergangenen Mittwoch in einer turbulenten Sitzung für einen Gesetzesentwurf gestimmt, durch den Bolsonaros 27-jährige Haftstrafe auf etwas mehr als zwei Jahre verkürzt werden könnte. Am kommenden Mittwoch soll der Senat über den Gesetzentwurf beraten. Sollte das Oberhaus ihm zustimmen, würde das letzte Wort bei der Justiz liegen, die das Strafmaß unter den neuen Bedingungen neu formulieren müsste.
Das Oberste Gericht Brasiliens hatte Bolsonaro im September wegen eines geplanten Umsturzes zu gut 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Er war schuldig gesprochen worden, eine "kriminelle Organisation" angeführt zu haben, die seine 2022 erlittene Wahlniederlage gegen seinen linksgerichteten Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva kippen wollte.
Keine Beweise für Uni-Morde - US-Polizei lässt Verdächtigen frei
Nach tödlichen Schüssen an einer Elite-Universität im US-Bundesstaat Rhode Island soll die kürzlich festgenommene Person wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Die Beweise deuteten nach weiteren Ermittlungen in eine andere Richtung, sagte Generalstaatsanwalt Peter F. Neronha auf einer Pressekonferenz. Der Bürgermeister der Stadt Providence, Brett Smiley, erklärte, die Person solle in Kürze entlassen werden. "Wir wissen, dass dies wahrscheinlich neue Ängste in unserer Gemeinschaft hervorrufen wird", so Smiley. Man gehe aber weiterhin davon aus, dass keine Gefahr für die Menschen in Providence bestehe. Es bleibe dennoch bei einer verstärkten Polizeipräsenz in der Stadt und auf dem Campus. Er bat um Hinweise wie Videos des Geschehens. "Unsere Ermittlungen zu dieser schrecklichen Tat dauern an."
Ein bewaffneter Täter hatte am Samstag an der Brown University zwei Studenten getötet und mehrere verletzt. Am späten Samstagabend (Ortszeit) hatte die Polizei zunächst ein Video veröffentlicht, das eine schwarz gekleidete Person zeigte. Das Gesicht war nicht zu erkennen. Der mutmaßliche Schütze hatte das Universitätsgelände demnach zu Fuß verlassen und war dann über Stunden flüchtig gewesen - sein Motiv ist bislang ungeklärt.
Südkoreas Ex-Präsident wollte Attacke Nordkoreas provozieren
Südkoreas früherer Präsident Yoon Suk Yeol soll die Ausrufung des Kriegsrechts vor rund einem Jahr von langer Hand geplant haben. Dabei habe er auch bewusst versucht, Nordkorea zu einer militärischen Reaktion zu provozieren - um so einen Vorwand zu schaffen, im eigenen Land das Kriegsrecht zu verhängen und damit seine politische Macht zu sichern. Das erklärte die Sonderstaatsanwaltschaft unter Leitung von Cho Eun Suk in Seoul.
Am Abend des 3. Dezember 2024 hatte der 64-jährige Yoon überraschend das Kriegsrecht ausgerufen und sein Land in eine tiefe Staatskrise gestürzt. Auslöser war offiziell ein Streit über den Staatshaushalt. Der konservative Politiker begründete den drastischen Schritt damit, Südkorea gegen eine angeblich staatsfeindliche und von der kommunistischen Partei Chinas unterwanderte linke Opposition schützen zu müssen. Belege für diese Vorwürfe legte er nicht vor.
Spahn-Aussage und Ukraine-Gipfel - Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
die gestrigen Ereignisse in Sydney drücken auch hierzulande auf die vorweihnachtliche Stimmung. Der Anschlag zweier Männer - Vater und Sohn, wie wir mittlerweile wissen - kosten 16 Menschen das Leben. Sie waren Besucher eines Fests zum Auftakt der jüdischen Chanukka-Feierlichkeiten in Sydney. Die Ermittlungen laufen weiter. Premierminister Anthony Albanese denkt bereits über die Verschärfung der Waffengesetze nach.
In Berlin gehen heute die Gespräche europäischer Vertreter mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner weiter. Zunächst verhandelt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit den beiden US-Vertretern, später empfängt Kanzler Merz ihn. Am Abend stehen dann Gespräche mit dem britischen Premier Keir Starmer und dem französischen Präsidenten Emanuel Macron an. Alle Einzelheiten erfahren Sie in unserem Ukraine-Ticker.
Innenpolitisch interessant ist eine Aussage vor einer Enquete-Kommission. Dort steht ab 14 Uhr Unions-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn Rede und Antwort. Es geht um seine Amtszeit als Gesundheitsminister und Maskenkäufe, die er seinerzeit zu Beginn der Corona-Pandemie beauftragt hatte. Ihm wird vorgeworfen, die Deals ohne Verhandlungen gemacht zu haben - und zu deutlich überhöhten Preisen.
Ansonsten wollen die EU-Außenminister eine weitere Verschärfung gegen die russische Schattenflotte auf den Weg bringen. In Tschechien wird das neue Kabinett des rechtspopulistischen Regierungschefs Andrej Babis vereidigt. Die Darts-Fans richten derweil ihren Blick wieder nach London: Dort geht die erste Runde der Darts-WM weiter. Heute im Einsatz ist unter anderem der Deutsche Max Hopp.
Ich hoffe, Sie sind für den Moment mit allen wichtigen Infos versorgt und können gut informiert in den Tag starten. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den Tag. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Polizei geht von Mord aus - Kultfilm-Regisseur tot in Haus gefunden
Im Haus von US-Regisseur Rob Reiner in Los Angeles sind Medienberichten zufolge am Sonntag zwei Menschen tot aufgefunden worden. Der Sender NBC berichtete unter Berufung auf die Feuerwehr, es handele sich um einen Mann und eine Frau im Alter von schätzungsweise 78 und 68 Jahren. Die Ermittlungen hat demnach eine Raub- und Mordkommission der Polizei übernommen. Nachbarn bestätigten dem Sender, dass Reiner und seine Frau in dem Haus im wohlhabenden Stadtteil Brentwood leben.
Wie die "New York Times" mittlerweile berichtet, soll es sich bei den Toten tatsächlich um Reiner und seine Ehefrau Michele handeln. Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, habe ihren Tod bestätigt. Die Polizei geht derzeit von Mord aus.
Reiner war in den 1970er Jahren durch seine Rolle in der Fernsehserie "All in the Family" zunächst als Schauspieler bekannt geworden. 1984 drehte er mit "This Is Spinal Tap" seinen ersten Film als Regisseur. Weltbekannt wurde Reiner in den 80er Jahren mit Filmen wie "Harry und Sally" und "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers".
Anschlag in Sydney könnte australisches Waffengesetz verändern
Nach dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney erwägt die australische Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze. Er werde eine Begrenzung der Anzahl der Waffen sowie eine Überprüfung bestehender Lizenzen vorschlagen, kündigte Premierminister Anthony Albanese an. "Die Lebensumstände von Menschen können sich ändern. Menschen können im Laufe der Zeit radikalisiert werden. Lizenzen sollten nicht auf Dauer erteilt werden", so Albanese.
Der Anschlag in Sydney am Sonntag mit insgesamt 16 Toten war der schlimmste Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit rund 30 Jahren. Die Ermittler haben die beiden Angreifer als Vater und Sohn identifiziert. Der Chef der Polizei von New South Wales, Mal Lanyon, erklärte, dass der 50-jährige Vater Mitglied in einem Jagdverein gewesen sei. Er habe über eine Waffenbesitzkarte verfügt, weswegen er Langwaffen besitzen durfte.