Samstag, 27. Februar 2021Der Tag

Heute mit Vivian Micks und Johanna Ohlau
22:24 Uhr

Das war Samstag, der 27. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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(Foto: picture alliance/dpa)

wie haben Sie den Samstag verbracht? Hoffentlich draußen! Neidisch hab ich heute vom Schreibtisch aus nach draußen geblickt bei dem schönen Wetter - die Bilder der Alten Oper in Frankfurt am Main machen es auch leider nicht besser!

Da Sie also sicherlich im Freien unterwegs waren, was in Deutschland ja schnell mal schlechten Empfang zur Folge hat, habe ich hier nochmal ein paar Leseempfehlungen zusammengestellt:

Bundesregierung will Einreiseverbote aus Mutationsgebieten verlängern

Verbindung zu Prinzessin Latifa? Sohn von inhaftiertem Briten bittet Johnson um Hilfe

Sensationeller Antik-Fund in Pompeij: Forscher graben Erotik-Triumphwagen aus

Zu viele Corona-Fälle: FC Bayern hat Ärger mit dem Gesundheitsamt

Corona ist ein gutes Stichwort: Heute Nacht und auch morgen bleiben Sie am besten auf dem Laufenden mit unserem Corona-Ticker. Damit verabschiede ich mich jetzt auch in den Feierabend.

Ihre Johanna Ohlau

22:04 Uhr

Verkehrsprojekte und erneuerbare Energien fördern - Großbritannien gründet Staatsbank

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Finanzminister Rishi Sunak (rechts) mit Premierminister Boris Johnson.

(Foto: picture alliance / empics)

Die britische Regierung will eine Staatsbank für milliardenschwere Infrastrukturprojekte gründen. Finanzminister Rishi Sunak werde das Vorhaben am Mittwoch im Rahmen des Haushaltsentwurfs offiziell vorstellen, teilte sein Ministerium in London mit. Die Bank werde im Frühling mit einem Kapital von zwölf Milliarden Pfund (13,8 Milliarden Euro) gegründet. Hinzu kommen den Angaben zufolge Staatsgarantien in Höhe von zehn Milliarden Pfund. So könne die Bank Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtumfang von mehr als 40 Milliarden Pfund fördern, etwa in den Bereichen Verkehr und erneuerbare Energien. Die Projekte könnten die Konjunktur in der Corona-Pandemie ankurbeln und zugleich zur Umsetzung des Ziels beitragen, die Wirtschaft klimaneutral zu machen, hob das Finanzministerium hervor. Es gehe darum, "für das 21. Jahrhundert würdige Infrastruktur und Arbeitsplätze zu schaffen".

21:43 Uhr

Nach Kritik an Militärputsch: UN-Botschafter Myanmars nach Hilfsappell entlassen

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Kyaw Moe Tun

(Foto: picture alliance/dpa/UNTV/AP)

Einen Tag nach seiner Kritik am Militärputsch in Myanmar ist der Botschafter des Landes bei den Vereinten Nationen nach staatlichen Angaben entlassen worden. Kyaw Moe Tun habe "das Land betrogen" und "Macht und Verantwortlichkeiten eines Botschafters missbraucht", hieß es zur Begründung laut einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders MRTV. Allerdings haben die Vereinten Nationen Myanmars neue Militärführung nicht anerkannt. Der Diplomat hatte in der UN-Vollversammlung um Hilfe zur Beendigung des Putsches gebeten und dabei betont, dass er im Namen der zivilen Regierung von Aung San Suu Kyi spreche. UN-Sonderberichterstatter Tom Andrews erklärte auf Twitter, er sei von dem Mut des Botschafters überwältigt. "Es ist an der Zeit, dass die Welt auf diesen mutigen Appell mit Taten antwortet."

21:05 Uhr

Äußert sich Trump zur Wahl 2024? Ex-US-Präsident hält morgen erste Rede seit Amtsende

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(Foto: picture alliance / abaca)

Per Telefoninterview bei Fox News hat sich Donald Trump ja schon einmal öffentlich zurückgemeldet und dabei fleißig seine Wahlbetrugsvorwürfe erneuert: Mit Spannung wird die erste Rede des früheren US-Präsidenten morgen (15.40 Uhr Ortszeit; 21.40 Uhr MEZ) seit seinem Amtsende erwartet. Der Republikaner wird in Orlando im Bundesstaat Florida bei der Konferenz CPAC auftreten, einem jährlichen Treffen konservativer Politiker und Aktivisten. Der 74-Jährige will sich dabei zur Politik seines Nachfolgers Joe Biden, zur Zukunft der Republikanischen Partei äußern - und vielleicht auch zu seinen eigenen Zukunftsplänen? Geliebäugelt hatte Trump bereits mehrfach öffentlich damit, nochmal bei der Präsidentschaftswahl 2024 anzutreten.

20:46 Uhr

Vereinsheim in Bayern explodiert

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Von dem Vereinshaus ist nach der Explosion nicht mehr viel übrig.

(Foto: picture alliance/dpa/Liss-Fotograf)

Bei der Explosion eines Vereinsheims in Bayern ist ein Millionenschaden entstanden. Das Gebäude in Kaufbeuren wurde in der Nacht zum Samstag vollständig zerstört, wie die Polizei mitteilt. Es gab keine Verletzten. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Durch die Wucht seien Trümmerteile bis zu 200 Meter weit durch die Luft geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher.

20:22 Uhr

Sohn von in Indien inhaftiertem Briten bittet Premierminister Johnson um Hilfe

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Christian Michel nach der Auslieferung aus Dubai an Indien in Neu-Delhi.

(Foto: picture alliance/AP Photo)

Der Sohn des in Indien inhaftierten britischen Waffenhändlers Christian Michel hat Premierminister Boris Johnson um Hilfe gebeten. "Ich hoffe, er wird in Betracht ziehen, dass er ein britischer Staatsbürger ist und unter seinem Schutz als Premierminister unseres Landes steht", sagte der 26-jährige Alaric Michel dem Sender Sky News. Der Fall steht möglicherweise in Verbindung mit der mutmaßlich in Dubai festgehaltenen Prinzessin Latifa.

Der britische Sender BBC veröffentlichte in dieser Woche einen Video-Hilferuf der 35-Jährigen. Sky News veröffentlichte nun ein von Michel während seiner Gefangenschaft in Dubai aufgenommenes Video, in dem dieser seine Auslieferung mit Latifas Fall in Verbindung bringt. Am Vortag hatte die UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Verhaftungen (WGAD) Michels Freilassung gefordert. Indien wies die Vorwürfe jedoch zurück, der Brite werde ohne rechtliche Grundlage festgehalten und seine Festnahme sei politisch motiviert gewesen. Der 59-jährige Michel sitzt seit Dezember 2018 in Indien im Gefängnis, nachdem er von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeliefert worden war. Nach Angaben seines Sohnes wird er unter "schlimmsten Bedingungen" festgehalten.

19:44 Uhr

Keine Maske dabei - Frau zieht sich im Supermarkt ihre Unterhose übers Gesicht

Jeder vergisst mal seine Maske zuhause. Eigentlich gibt es da nur zwei Möglichkeiten: Schnell nochmal nach Hause flitzen und die Maske holen oder - falls möglich - eine käuflich erwerben. Für eine Frau in Südafrika scheint es da aber noch eine dritte Option zu geben: Als sie ohne Maske durch einen Supermarkt schlendert, wird sie von einer Mitarbeiterin auf die fehlende Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen. Es kommt zum Streit. Die Frau soll den Laden verlassen, wenn sie keine Maske aufsetzt. Mit ihrer Reaktion hat da wohl niemand gerechnet: Die Frau greift unter ihr Kleid und zieht kurzerhand ihre Unterhose aus und dann direkt über ihr Gesicht. Nicht unbedingt die kurioseste Maske, aber sicherlich eine der ekelhaftesten Optionen und ganz sicher nicht sonderlich hygienisch. Ein Video davon sorgt seit Tagen für reichlich Diskussion auf Facebook:

19:01 Uhr

Chaotische Szenen und Gewalt bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dublin

Proteste gegen die Corona-Maßnahmen des Landes sind im irischen Dublin wohl aus dem Ruder gelaufen: Hunderte Menschen haben teils gewaltsam gegen die Maßnahmen demonstriert. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Angaben der irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen. In einem Video, das im Internet kursierte, war zu sehen, wie ein Mann Polizisten mit einer Art Feuerwerksraketen beschießt. Daraufhin scheint die Lage zu eskalieren.

Irlands Vizepremier Leo Varadkar zeigte sich bestürzt. "Gewalt gegen Polizisten oder sonst jemanden ist unentschuldbar", schrieb er auf Twitter. Die irische Regierung hatte kürzlich angekündigt, die höchste Lockdown-Stufe in dem Land bis mindestens zum 5. April beizubehalten. Die Schulen sollen allerdings schrittweise bereits vom kommenden Monat an wieder geöffnet werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:26 Uhr

Akku von E-Bike explodiert in Wohnung und entfacht Feuer

In einer Wohnung in Bochum ist der Akku eines E-Bikes explodiert und hat ein Feuer verursacht. Fünf Bewohner des Hauses hätten sich heute Nachmittag aus dem Gebäude gerettet und seien vom Notarzt untersucht worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Eine Person musste den Angaben nach mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte sei die Brandwohnung bereits stark verraucht gewesen, teilte die Feuerwehr weiter mit. Der explodierte Akku sei in einem Wasserbad gesichert worden.

18:02 Uhr

Hahn tötet vor illegalem Kampf seinen Besitzer

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Absolut kein Spaß und verboten: Hahnenkämpfe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wie gefährlich ein Hahn nicht nur einem tierischen Kontrahenten werden kann, diese - leider tödliche - Erfahrung musste ein Mann in Indien machen. Vor einem illegalen Hahnenkampf habe der bereits mit einem Messer am Bein ausgestattete Hahn den Mann bei dem Versuch, ihm zu entkommen, schwer in der Leistengegend verletzt. Der Mann sei daraufhin verblutet, teilte die Polizei im südlichen Bundesstaat Telangana mit.

Demnach ereignete sich das Unglück vor einigen Tagen in dem Dorf Lothunur. Dort waren 16 Menschen zusammengekommen, um den Tieren beim Kämpfen zuzusehen. Nach dem Vorfall seien die Menschen geflohen, nach ihnen werde gefahndet. Der Hahn sei kurzzeitig mit auf die Polizeiwache genommen worden, später dann aber einer Geflügelfarm übergeben worden.

17:33 Uhr

Londoner muss mehr als 3000 Euro Strafe für nächtlichen Karaoke-Lärm zahlen

Mit den Nachbarn steht und fällt das eigene Wohlbefinden - und der Nachbarschaftsfrieden ist in der Corona-Pandemie wohl nochmal deutlich wichtiger geworden. Nur was tun, wenn der Nachbar nachts gegen die Wände hämmert und Songs von Abba, Dire Straits und New Order in eine Karaoke-Maschine schmettert? Nachbarn in London sind wegen ständiger Ruhestörungen vor Gericht gezogen - mit Erfolg: Der Mann muss für seine nächtlichen Gesangseinlagen und Heimwerker-Tätigkeiten umgerechnet mehr als 3000 Euro zahlen. Das bestätigte die zuständige Bezirksverwaltung.

Rund 150 Beschwerden wegen Ruhestörung häuften sich in den vergangenen Jahren an, hieß es in einer Mitteilung. Ermahnungen von Mitarbeitern der Ordnungsbehörde habe er einfach ignoriert. Insgesamt 2748 Pfund muss der Mann als Bußgeld und Schmerzensgeld sowie für entstandene Kosten zahlen. Der Karaoke-Fan selbst bewertet seine Freizeitgestaltung nicht als exzessiv, wie er der Zeitung "Evening Standard" sagte. "Was wird von uns erwartet, dass wir still zuhause sitzen?" Bleibt abzuwarten, ob er in Zukunft wenigstens leiser singt.

17:05 Uhr

Politische Krise in Tunesien spitzt sich zu - Massenproteste in der Hauptstadt

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Menschen in Tunis gehen für Demokratie auf die Straße.

(Foto: picture alliance / AA)

Tausende Menschen sind heute in Tunesiens Hauptstadt Tunis auf die Straße gegangen, um für Demokratie zu protestieren. Massenhaft Anhänger der islamisch-konservativen Ennahda, der stärksten Partei Tunesiens, haben sich in Tunis zu einem der größten Proteste seit Jahren versammelt. Sie forderten "nationale Einheit" und "politische Stabilität", wie die Staatsagentur TAP berichtete. Die Partei hatte für heute zum "Marsch zur Verteidigung demokratischer Institutionen" aufgerufen. Die Proteste blieben zunächst friedlich.

Hintergrund des Protests ist eine sich zuspitzende politische Krise im Land. Präsident Kais Saied weigert sich, einer von Ministerpräsident Hichem Mechichi vorgeschlagenen Umbildung des Kabinetts zuzustimmen. Das Parlament hat diese bereits abgesegnet. Der Konflikt lähmt die Regierung, die neben der Corona-Pandemie auch mit einer schweren Wirtschaftskrise ringt.

16:31 Uhr

Gorbatschow glaubt an bessere Beziehungen zwischen Russland und der EU

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Michail Gorbatschow war der letzte Mann an der Spitze der Sowjetunion.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor seinem 90. Geburtstag hat der frühere Kremlchef Michail Gorbatschow die Hoffnung auf eine Besserung des Verhältnisses zur Europäischen Union geäußert. "Man darf keine Angst vor Verhandlungen haben", sagte der Friedensnobelpreisträger der Agentur Interfax. Die Beziehungen zwischen Moskau und Brüssel sind etwa im Ukraine-Konflikt so gespannt wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. "Nur Verhandlungen, nur die Treffen auf allen Ebenen - vor allem auf höchster - können positive Ergebnisse bringen. Ich glaube daran", sagte er. Der frühere Sowjetpräsident wird a 2. März 90 Jahre alt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:55 Uhr

Star-Wachsfiguren sorgen in Restaurant für Abstand

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Abstandhalterin der besonderen Art - eine Wachsfigur von Audrey Hepburn in der Rolle als "Holly" in "Frühstück bei Tiffany" sitzt in einem New Yorker Restaurant.

(Foto: picture alliance/dpa/FR170574 AP)

Mit "Frühstück bei Tiffany"-Ikone Audrey Hepburn am Tisch sitzen oder mit Jon Hamm alias Don Draper aus "Mad Men" auf einen Drink am Tresen? Das geht ab sofort in einem New Yorker Steak-Restaurant. Das hat Wachsfiguren von Stars aufgestellt, um seinen Gästen in der Corona-Pandemie beim Abstand halten zu helfen. Die Wachsfiguren stammten aus dem Museum Madame Tussauds und sollten bis Anfang März in dem Lokal Peter Luger im Stadtteil Brooklyn bleiben, teilten die Betreiber beider Einrichtungen mit. Zu sehen ist auch der Moderator Jimmy Fallon. Den Restaurants in New York war in der Pandemie erst vor kurzem erlaubt worden, ihre Innenräume wieder mit eingeschränkter Kapazität und unter Einhaltung von Masken-, Hygiene- und Abstandsregeln zu öffnen.

15:16 Uhr

Illegales Rennen: Auto überschlägt sich und fängt Feuer

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Totalschaden nach einem mutmaßlichen Autorennen im niedersächsischen Oldenburg.

(Foto: picture alliance/dpa/Nord-West-Media TV)

In Köln hatte erst am Donnerstag ein 19 Jahre alter Autoposer einen Mietwagen bei einem waghalsigen Fahrmanöver zu Schrott gefahren. Gestern Abend war den Rettungskräften bei einem Einsatz in der Oldenburger Innenstadt wahrscheinlich auch schnell klar, dass das kein normaler Verkehrsunfall ist: Ein Fahrzeug lag auf dem Dach und stand in Flammen - offenbar das Ergebnis eines illegalen Rennens. Nach Polizeiangaben sollen sich zwei Männer mit ihren Autos mitten in der Innenstadt ein Rennen geliefert haben. Dabei hätten sich demnach die Fahrzeuge während eines Überholmanövers berührt, sodass es zu dem schweren Unfall kam. Die Fahrzeuginsassen hatten großes Glück im Unglück und konnten das Wrack mit leichten Verletzungen durch die Seitenfenster verlassen. Die Polizei hat beide Fahrzeuge beschlagnahmt.

14:47 Uhr

Britischen Corona-Held "Captain Tom" mit militärischen Ehren verabschiedet

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Der bekannte Brite war Anfang Februar gestorben.

(Foto: REUTERS)

Großbritannien hat heute von dem zum Corona-Helden aufgestiegenen Weltkriegsveteranen Tom Moore mit militärischen Ehren Abschied genommen. Soldaten formten bei einer kleinen, im Fernsehen übertragenen Zeremonie bei einem Krematorium im englischen Bedford eine Ehrengarde. Die Beisetzung von "Captain Tom" fand auf Wunsch der Familie des Hundertjährigen anschließend im kleinen Kreis statt. Angelehnt an den Komiker Spike Milligan, auf dessen Grabstein "Ich sagte doch, dass ich krank bin" zu lesen ist, hat sich Moore für sein eigenes Grab die Aufschrift: "Ich sagte doch, dass ich alt bin" gewünscht.

Der Anfang Februar im Alter von 100 Jahren nach einer Coronavirus-Infektion gestorbene Weltkriegsveteran hatte im vergangenen Jahr mehr als 32 Millionen Pfund (etwa 36,8 Millionen Euro) an Spenden für den in der Pandemie schwer unter Druck geratenen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Beinahe über Nacht avancierte er zum nationalen Helden. Queen Elizabeth II. schlug ihn zum Ritter.

14:22 Uhr

"Sea-Watch-3"-Crew rettet mehr als hundert Menschen vor dem Ertrinken

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Das Rettungsschiff "Sea Watch 3"

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Flüchtlingshelfer des Rettungsschiffs "Sea-Watch-3" haben vor der Küste Libyens 102 Menschen aus Seenot gerettet. Nach der Rettungsaktion am frühen Morgen befänden sich nun 147 Menschen auf dem Rettungsschiff, teilte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch auf Twitter mit. Erst gestern hatte das Team der "Sea-Watch-3" die Rettung von 45 Menschen vor der libyschen Küste gemeldet, darunter 15 Minderjährige.

Bei der Rettung am Morgen hatte ein Schlauch des Bootes, auf dem die mehr als hundert Menschen festsaßen, bereits Luft verloren. Die Flüchtlinge hätten aber sicher an Bord der "Sea-Watch-3" gebracht werden können. Nach Angaben von Sea-Watch war das Schiff seit November 2017 an der Rettung von mehr als 3000 Menschen beteiligt.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Vivian Micks verabschiedet sich jetzt in den verdienten Feierabend. Ab jetzt übernehme ich für sie die zweite Hälfte von "Der Tag" bei ntv.de und behalte den Überblick für Sie an diesem Samstag! Haben Sie Lob, Kritik oder Hinweise für uns? Schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:47 Uhr

Juan Carlos bezahlt Steuerschulden offenbar mit Geld von Freunden

Gut, wenn man loyale Freunde hat. Besser, wenn sie zudem noch reich sind. Davon profitiert nun offenbar der frühere spanische König Juan Carlos. Medienberichten zufolge soll er seine Steuerschulden in Höhe von 4,4 Millionen Euro mit Hilfe von Darlehen beglichen haben. Wie die Tageszeitungen "El Pais" und "El Mundo" berichteten, gewährten ihm etwa zehn Unterstützer, darunter Geschäftsleute und Adelige, Finanzhilfen. Juan Carlos hält sich wegen Korruptions- und Geldwäscheermittlungen derzeit im Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Dabei ging es "El Pais" zufolge unter anderem um Nachzahlungen für nicht deklarierte Flüge, die dem 83-Jährigen bis 2018 kostenlos von einer Privatjet-Firma ermöglicht worden waren.

13:20 Uhr

Unbekannte verprügeln Obdachlosen und zünden sein Zelt an

In Berlin hat ein Obdachloser die wenigen Dinge verloren, die er besaß. Der 59-Jährige gab laut Polizei an, er sei am Freitagabend von drei jungen Männern aus seinem Zelt getrieben und mit Stöcken geschlagen und getreten worden. Daraufhin sei er geflüchtet und habe nach seiner Rückkehr kurze Zeit später sein Zelt in Flammen vorgefunden. "Trotz der Löschversuche alarmierter Kräfte der Feuerwehr brannte das Zelt samt aller Habseligkeiten des 59-Jährigen vollständig nieder", teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich in einem Park im Stadtteil Britz. Ermittelt wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung durch Feuer.

12:46 Uhr

Katastrophe in Bayern: Heftige Explosion zerstört Vereinsheim

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Von dem Vereinsheim ist nicht viel übrig geblieben.

(Foto: picture alliance/dpa/Liss-Fotograf)

Vergangene Nacht wurden in Kaufbeuren im Südwesten Bayern mehrere Menschen aus dem Schlag gerissen. Eine heftige Explosion hat das Vereinsheim des TSV Oberbeuren vollständig zerstört, Trümmerteile flogen hunderte Meter weit, wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West mitteilte. Mehrere umliegende Wohnhäuser wurden zudem stark beschädigt. Glücklicherweise habe es aber keine Verletzten gegeben, mehrere Menschen mussten jedoch ihre Häuser verlassen. Die Ursache der Explosion ist unklar, Spezialisten des Landeskriminalamts München arbeiten nun an dem Fall. Nach bisherigen Schätzungen dürfte sich der Gesamtsachschaden bei etwa einer bis 1,5 Millionen Euro bewegen.

12:05 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:48 Uhr

"Perverse" Persönlichkeit: Geburtshelfer vergewaltigt jahrelang Patientinnen

Wegen insgesamt elf Vergewaltigungen sowie einem sexuellen Überfall auf Patientinnen ist ein Geburtshelfer in Frankreich zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 49-jährigen Lionel Charvin habe sich zwischen 2013 und 2016 unter dem "Deckmantel der Vertrautheit" an seinen Patientinnen vergriffen, sagte der Staatsanwalt Albert Cantinol. "Er machte sie zu Opfern, die in ihren Schuldgefühlen gefangen waren." Er habe verletzliche Frauen ausgenutzt, die sich während ihrer Schwangerschaft oder nach der Geburt an ihn gewandt hätten.

  • Während der Geburtsvorbereitung und nach der Geburt soll er seinen Patientinnen medizinische Eingriffe vorgegaukelt haben, um sie sexuell zu missbrauchen.
  • Charvins Rechtsvertreterin Maryse Pechevis sagte, sein einziges Ziel Charvins sei es gewesen, die körperliche Funktionstüchtigkeit seiner Patientinnen und ihr Wohlergehen wiederherzustellen.

  • Ein psychiatrischer Gutachter kam zu dem Schluss, dass Charvin ein "Gelegenheitstäter" sei, der über eine "perverse" Persönlichkeit verfüge. Die Kindheit des Beschuldigten sei von familiärer Gewalt, Alkoholismus und mehrfachem Inzest geprägt gewesen.

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11:08 Uhr

Audi rast in Hamburg auf Gehweg - zwei Menschen schwer verletzt

Am Bahnhof Altona in Hamburg ist ein Mann durch ein Straßengitter gekracht und mitten auf den Gehweg gerast. Der Mann hatte aufgrund von gesundheitlichen Problemen die Kontrolle über seinen Wagen verloren, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Bild-Zeitung berichtet, der Fahrer habe während der Fahrt einen Herzinfarkt erlitten. Er wurde bei dem Unfall am Freitagabend schwer verletzt von Sanitätern in ein Krankenhaus gebracht. Neben ihm habe seine Frau in dem Auto gesessen, die ebenfalls verletzt wurde. Auf dem Gehweg befanden sich glücklicherweise keine Menschen zu dem Zeitpunkt.

11:00 Uhr
Breaking News

Die Linke wählen Hennig-Wellsow und Wissler zur neuen Doppelspitze

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Janine Wissler (l.) und Susanne Hennig-Wellsow führen ab sofort die Linkspartei an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Linke wird künftig von einer weiblichen Doppelspitze geführt: Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow wurden auf einem digitalen Parteitag zu den neuen Vorsitzenden gewählt. Sie treten die Nachfolge von Katja Kipping und Bernd Riexinger an. Das Abstimmungsergebnis muss noch durch eine Briefwahl bestätigt werden.

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10:07 Uhr

Entsetzen bei Zuschauern: Moderator Micky Beisenherz soll sich im TV selbst verspeisen

Dieser Scherz ging nach hinten los - falls es denn einer sein sollte: Bei der Show "Duell um die Welt" auf Prosieben stellt sich ntv-Moderator Micky Beisenherz den Aufgaben von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Soweit so gut. Doch was sich Joko in der neusten Folge überlegt hat, schockte selbst die abgehärtesten Fans. Beisenherz reiste nach Lettland, wo er sich ein Stück Fleisch aus seinem Rücken schneiden lassen sollte - und es dann gebraten selbst verspeisen. Beisenherz reagiert geschockt: "Das ist doch sowas wie Kannibalismus?! An dieser Stelle war klar, der Länderpunkt ist verloren, das war mir aber egal. Das wäre dumm und verantwortungslos mir selbst gegenüber, geschweige denn das im Fernsehen zu zeigen. Was hat Joko sich dabei gedacht? Ist das seine Vorstellung von modernem Fernsehen?" Auch die Zuschauer sehen eine Grenze überschritten. Auf Twitter verlangten manche die Absetzung der Show von Prosieben. Ein PR-Gag seitens Joko und Klaas wäre zwar denkbar - es wäre nicht das erste Mal - doch selbst das ginge vielen zu weit.

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09:29 Uhr

Bidens Billionenschweres Corona-Hilfspaket nimmt erste Hürde

Demokraten und Republikaner streiten in den USA heftig über das neue Konjunktur- und Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden. Nun billigte das Repräsentantenhaus in Washington das 1,9 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) teure Maßnahmenpaket. 219 Abgeordnete stimmten für das Konjunktur- und Hilfspaket, 212 Abgeordnete dagegen, darunter zwei Demokraten. Nun muss noch der Senat zustimmen. Das Hilfspaket sieht Schecks über 1400 Dollar für Millionen Bürger vor. Außerdem sind unter anderem 160 Milliarden Dollar für Corona-Impfungen, Tests und Gesundheitspersonal vorgesehen, 130 Milliarden Dollar für eine sichere Wiedereröffnung von Schulen sowie 350 Milliarden Dollar Hilfen für Städte und Bundesstaaten. Die Republikaner im Kongress sehen das Hilfspaket kritisch - sie halten die Hilfen für übertrieben und nicht ausreichend zielgerichtet.

09:12 Uhr
08:46 Uhr

Polizei in Myanmar schießt mit Gummigeschoss auf Demonstranten

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ob auch scharf geschossen wurde, ist noch unklar. Allerdings hat die Polizei in Myanmar Gummigeschosse abgefeuert, um Demonstranten in der Stadt Rangun auseinanderzutreiben. Hunderte Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Mon protestieren heute anlässlich ihres nationalen Feiertags, andere Minderheiten schlossen sich ihnen an, um gegen den Militärputsch zu protestieren.

Die von der Polizei vertriebenen Demonstranten und Journalisten versteckten sich in umstehenden Gebäuden. Auf den live in Facebook übertragenen Aufnahmen war zu hören, wie Schüsse fallen. Unter den Festgenommenen waren drei Journalisten.

07:42 Uhr

67-Jähriger beklaut und schlägt Frau und schleift sie mit Auto mit

Die Frau liegt im Krankenhaus, der Mann wurde festgenommen: In Hessen haben sich in Ginsheim-Gustavsburg hässliche Szenen abgespielt. Ein 67 Jahre alter Mann hat die Handtasche und Lebensmittel aus dem Buggy einer 35-jährigen Frau gestohlen und in sein Auto gepackt. Als die Frau sich wehren wollte, schlägt der Mann zu. Als dieser dann mit seinem Auto losfuhr, wurde die Frau bei dem Versuch ihn aufzuhalten noch mehrere Meter von dem Wagen mitgezerrt und verletzt. Doch weit kam der 67-Jährige nicht - auf einem Campingsplatz wurde er von der Polizei wegen seines Autokennzeichens festgenommen und soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

07:11 Uhr

Kanadierin wünscht sich zum 94. Geburtstag Corona-Impfung

Nina Rocketts wird 94 Jahre alt - und ist immer noch nicht geimpft. Alles, was sich die Kanadierin deshalb zu ihrem Geburtstag wünscht, ist eine Corona-Impfung: "Heute werde ich 94! Keine Geschenke, nur den Impfstoff, bitte" schrieb Nina Rocketts Tochter Margot auf ein Transparent, das sie am Haus ihrer Mutter in Toronto aufhängte. Sie wolle damit auch gegen die bisher zögerliche Impfkampagne im Land protestieren, sagte Rockett: "Was hier passiert, ist schlimm und eine Schande." Die Tochter sei sauer und wolle, dass die Welt weiß, dass ihre Mutter 94 ist und es verdient habe, geimpft zu werden - "und dass sie das will", schilderte Rockett. Wegen der Produktionsengpässe der Impfstofffirmen ist die Impfkampagne in Kanada eher zögerlich angelaufen. Bisher sind weniger als drei Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

langsam aber sicher kriecht die Zahl der Neuinfektionen und Inzidenzen wieder nach oben. In Hamburg tritt deshalb heute eine neue Verschärfung der Maskenpflicht in Kraft. Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation führt Hamburg an den Wochenenden eine Maskenpflicht in besonders beliebten großen Parks und Grünanlagen ein. Sie gelte darüber hinaus auch an allen Stellen im öffentlichen Raum, in denen es "eng" werde und Abstände nicht garantiert seien. Alle weiteren Informationen lesen Sie in unserem Corona-Liveticker. Weitere Termine heute:

  • Fortsetzung Online-Bundesparteitag der Linken mit Neuwahl des Parteivorstandes: Thüringens Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow kandidiert gemeinsam mit der Linksfraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler.
  • Polizei bereitet sich auf eine Versammlung gegen Corona-Maßnahmen vor: Die Stadt Erfurt hat die großangelegte Kundgebung untersagt, für die bis zu 10.000 Teilnehmer angemeldet worden waren. Die Behörden rechnen jedoch damit, dass die Anmelder juristisch dagegen vorgehen werden.

  • Online-Gesprächsrunde der Jungen Union mit CDU-Chef Michael Sack, dem vorpommerschen CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor und Wolfgang Bosbach, ehemaliger Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag

Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir! Sie erreichen mich unter: vivian.micks(at)nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag!

06:20 Uhr

200 Häftlinge fliehen nach blutigem Gefängnisausbruch in Haiti mit 25 Toten

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Etwa die Hälfte der Ausbrecher in Haiti konnten wieder gefasst werden.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

In Haiti kam es zu einem gewaltsamen Massenausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis. In Croix-des-Bouquets nahe der Hauptstadt Port-au-Prince sind am Donnerstag 200 Insassen auf der Flucht. Dabei wurden 25 Menschen getötet, unter anderem sechs Gefängnisinsassen sowie der Leiter der Haftanstalt. Aus ihrer Flucht hätten die Ausbrecher auf ihrer Flucht zudem mehrere Zivilisten getötet.

Insgesamt waren rund 400 Insassen am Donnerstag aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen. Etwa die Hälfte von ihnen wurde wieder festgenommen. Nach den übrigen wird nach Angaben des Sprechers noch gefahndet: "Manche von ihnen tragen Handschellen, sie werden nicht weit kommen." Die Haftanstalt ist für maximal 872 Häftlinge ausgerichtet. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs waren dort jedoch mit 1542 fast doppelt so viele Insassen untergebracht.

06:07 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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