Formel1

Mercedes crasht in der Formel E Bremsversagen führt zu heftigem Einschlag

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Durch die Nacht mit der Formel E.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Platz zwei zum Saisonauftakt, große Hoffnungen für das zweite Rennen der Saison - doch für Edoardo Mortara endet das erste Wochenende der zur Weltmeisterschaft aufgewerteten Formel-E-Saison 2021 mit einem Unfall. Die Bremsen seines Mercedes versagen.

Ein schwerer Unfall von Edoardo Mortara hat das dritte freie Training zum zweiten Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft im saudi-arabischen Diriyah überschattet. Der 34 Jahre alte frühere DTM-Vizemeister war mit seinem Venturi heftig in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Via Twitter gab das Mercedes-Kundenteam Entwarnung bezüglich des Gesundheitszustandes des im Nachtrennen am Freitagabend zweitplatzierten Italieners.

"Edoardo Mortara ist bei Bewusstsein, er spricht und befindet sich auf dem Weg ins Krankenhaus, um Vorsichtsmaßnahmen zu treffen", hieß es. Mortara sei schnell und sicher aus dem Auto geholt worden und klagte dabei über Rückenschmerzen. Später teilte Mercedes mit, Mortara sei "gesund und munter".

Bei Startübungen hatte sein Venturi-Rennwagen auf dem Weg zur ersten Kurve auf dem Stadtkurs nicht wie gewohnt verzögert, sondern war geradeaus in die Auslaufzone gerast und frontal mit rund 140 Kilometern pro Stunde in den Barrieren gelandet. "Es hat so ausgeschaut, dass das Bremspedal die Verzögerung nicht angenommen hat", erklärte Venturi-Teamchefin Susie Wolff, ihr Ehemann ist Toto Wolff, Teamchef der Formel-1-Mannschaft von Mercedes. Die Rennleitung bestätigte später ein Bremsversagen als Ursache für den Unfall. Mortara trat zum zweiten Rennen nicht mehr.

Den Saisonauftakt, zugleich das erste Nachtrennen der Formel E und der erste Grand Prix als offiziell vom Motorsport-Weltverband anerkannte Weltmeisterschaft hatte der Niederländer Nyck de Vries im Mercedes gewonnen. Der dreimalige DTM-Champion Rene Rast (Audi) fuhr auf einen starken vierten Platz. Pascal Wehrlein kam hinter Rast als Fünfter ins Ziel, Andre Lotterer (beide Porsche) wurde 16.

Das zweite Rennen gewann nach einem vorzeitigen Abbruch aufgrund langwieriger Aufräumarbeiten Sam Bird im Jaguar, er setzte sich vor Robin Frijns (Envision) und Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) durch. Bester Deutscher war auf Platz zehn erneut Rene Rast, der außerdem die schnellste Runde fuhr. In der Gesamtwertung führt de Vries (29 Punkte) vor Bird (25), Frijns (22) und Mortara (18).

Der Rennkalender der Elektroserie ist bislang nur bis Juni geplant, Fragezeichen stehen unter anderem hinter einem Rennen am Traditionsstandort Berlin. Der ehemalige Flughafen Tempelhof hat sich hier bewährt. In der Pandemie fährt die Formel E auf Sicht und will notfalls WM-Läufe spontan vergeben. Bislang sind acht Rennen an sechs Standorten terminiert.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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