Trump will in Davos über Erwerb von Grönland sprechen
US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung nach einem Erwerb Grönlands durch die USA bekräftigt und die dänische Arktis-Insel als entscheidend für die nationale und weltweite Sicherheit bezeichnet. Er habe deswegen ein "sehr gutes" Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte geführt, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Grönland ist für die nationale und weltweite Sicherheit unerlässlich", erklärt Trump. "Es kann kein Zurück geben - darüber sind sich alle einig!"
Er kündigt zudem Gespräche über einen Erwerb Grönlands auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in dieser Woche an. Dänemark könne das riesige Territorium nicht schützen. "Wir müssen es haben", sagt Trump vor Reportern in Florida. "Ich kenne die führenden Politiker, das sind sehr gute Leute, aber sie fahren nicht einmal dorthin."
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
heute blicken wir auf den Schweizer Alpenort Davos. Dort beginnt das offizielle Programm des Weltwirtschaftsforums mit rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zum Auftakt sind unter anderem Reden von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng geplant. Die Jahrestagung steht im Schatten der Forderung von US-Präsident Donald Trump, Grönland - notfalls auch mit Zwang - den Vereinigten Staaten einzuverleiben. Trump wird morgen in Davos erwartet und soll dann auch eine Rede halten.
Außerdem beschäftigen uns diese Themen:
Zum besseren Schutz vor feindlichen Drohnen organisiert die Ukraine ihre Flugabwehr um. Präsident Wolodymyr Selenskyj betraute Pawlo Jelisarow mit dieser Aufgabe und machte den erfolgreichen Kommandeur einer Drohneneinheit zum Vizekommandeur der Luftwaffe. Der Geheimdienst der Ukraine nahm nach Angaben Selenskyjs derweil einen Russen gefangen, der für die Tötung neun ukrainischer Kriegsgefangener verantwortlich sein soll.
Heute soll über die Genehmigung des Baus einer chinesischen "Super-Botschaft" in London entschieden werden. Der Bau war in den vergangenen Monaten kontrovers diskutiert worden. Kritiker haben große Sicherheitsbedenken.
Außenminister Wadephul beginnt seine Reise nach Kenia und Äthiopien.
Im Prozess um die Entführung der Kinder der Unternehmerin Christina Block wird das Landgericht Hamburg den mutmaßlichen Chef der Kidnapper weiter befragen. Es ist bereits der fünfte Verhandlungstag, an dem der 68-Jährige unter hohen Sicherheitsvorkehrungen als Zeuge erscheint.
Knapp einen Monat vor Festivalbeginn wird das Programm der diesjährigen Berlinale vorgestellt. Direktorin Tricia Tuttle will in der Akademie der Künste in Berlin die Filme für den Wettbewerb bekanntgeben. Die Internationalen Filmfestspiele beginnen am 12. Februar. Regisseur Wim Wenders leitet in diesem Jahr die internationale Jury.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik freue ich mich über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de.
Verdi ruft zu Warnstreiks auf – Brücken und Tunnel gesperrt
Für Autofahrer könnte es ein harter Tag werden: Auf Autobahnen, Landstraßen sowie an Brücken und Tunneln müssen sie mit möglichen Einschränkungen im Verkehr rechnen. Der Grund sind Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Verdi hat zeitgleich zu gemeinsamen Streiks in zwei großen Tarifrunden aufgerufen - bei den bundesweit rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sowie bei den mehreren Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen, also zum Beispiel Straßenmeistereien.
Verdi fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro. Auch der Nachwuchs solle deutlich besser entlohnt werden. Der Hamburger Elbtunnel soll wegen des Warnstreiks nur eingeschränkt befahrbar sein. Je Richtung wird einer von drei Fahrstreifen des Autobahntunnels geschlossen, wie die Autobahn GmbH mitteilte. Die Teilsperrung, die die A7 betrifft, sollte bis Dienstagabend dauern. Auch in NRW müssen Autofahrer mit Sperrungen in elf Tunneln rechnen: Hier wird die Tunnelleitzentrale in Leverkusen bestreikt.
Nach Bahnunglück in Spanien steigt Zahl der Todesopfer auf mindestens 40
Nach dem verheerenden Bahnunglück im Süden Spaniens ist die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben auf mindestens 40 gestiegen. 41 weitere Menschen würden derzeit im Krankenhaus behandelt werden, davon zwölf auf der Intensivstation, erklärten die Behörden der Region Andalusien am Montag. Die spanischen Behörden teilten mit, dass 43 Vermisstenmeldungen eingegangen seien. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez rief eine dreitägige Staatstrauer aus und kündigte Aufklärung an.
Den andalusischen Behörden zufolge werden auch vier Kinder derzeit im Krankenhaus behandelt. Andalusiens Regierungschef Juan Manuel Moreno sagte bei einer Pressekonferenz, in den kommenden 24 bis 48 Stunden "werden wir mit Sicherheit wissen, wieviele Todesfälle es bei diesem schrecklichen Unfall gab". Fünf der als vermisst gemeldeten Menschen konnten den spanischen Behörden zufolge bereits unter den Todesopfern identifiziert werden. Auch Deutsche sind unter den Opfern, wie es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß. "Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden. Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben." Man stehe mit den Behörden im engen Austausch, um Aufklärung zu betreiben.