Pikes Anwalt nach gescheiterter Hinrichtung: "Mindestens sieben Nadeln im linken Arm"
Christa Pike sollte eigentlich als verurteilte Mörderin am Mittwochabend im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden. Doch nachdem der 50-Jährigen zwei Mal das tödliche Mittel Pentobarbital verabreicht worden war, stirbt sie nicht. Sie atmet schwer, schnarcht, singt, ringt um Luft. Die Behörden brechen die Tötung der Frau schließlich ab. Ihren Anwälten zufolge befindet sich Pike nun in kritischem Zustand im Krankenhaus. Ihnen sei gesagt worden, dass Pike lebensrettende medizinische Behandlung erhalte, teilen ihre Anwälte in einer Pressekonferenz mit. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist bislang unklar. Pikes Anwalt Randy Spivey sagte gestern, das Personal habe etwa eine Stunde erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen. "Ich zählte allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln, von denen eine verbogen zu sein schien, als sie nach einem erfolglosen Versuch aus ihrem Arm gezogen wurde", sagte Spivey.
Unabhängig von diesem juristischen Tauziehen hatten Pikes Verteidiger schon seit Monaten auch vor möglichen Problemen bei der Hinrichtung selbst gewarnt. Nach ihren Angaben hat Pike kleine und schwer zugängliche Venen. Von der "New York Times" befragte Mediziner halten es für möglich, dass das Pentobarbital zumindest teilweise nicht in Pikes Blutbahn, sondern in das umliegende Gewebe gelangte. Das könne erklären, warum die verabreichte Menge nicht ausreichte, um Atmung und Kreislauf vollständig zum Stillstand zu bringen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
ab heute heißt es: "Deutschland zu Gast in Bremen" - die Hansestadt ist Gastgeber der Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit. Bremen statt Berlin kommt einigen vielleicht gelegen, weil die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin ab heute dicht ist - allerdings nicht nur fürs Wochenende, sondern für mehr als ein Jahr. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 soll es auf der Strecke dann moderner und pünktlicher zugehen. Was noch im Terminkalender für heute steht:
"Exzellenz-Unis" werden gekürt: Bis zu fünf weitere deutsche Hochschulen können sich auf den Titel und vor allem millionenschwere Förderung freuen. Für Einzeluniversitäten bedeutet der Titel bis zu 15 Millionen Euro Förderung jährlich, bei Verbünden bis zu 28 Millionen Euro.
Außenminister Johann Wadephul setzt seine Reise heute zunächst mit einem weiteren Termin in Rom fort und führt anschließend Gespräche im Vatikan und in Slowenien.
Wird der Volksentscheid zum bedingungslosen Grundeinkommen wiederholt? Darüber entscheidet das Hamburgische Verfassungsgericht. Eine Neuauflage beantragt haben die Initiatoren des Volksentscheids, dagegen sind Senat und Bürgerschaft.
Urteil im Prozess um den Tod eines ungeborenen Babys erwartet: Vor dem Landgericht Verden steht eine Hebamme, die bereits im Jahr 2024 wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Nach einer Revision der Verteidigung bestätigte der Bundesgerichtshof den Schuldspruch, entschied aber, dass das Strafmaß in einem neuen Verfahren geklärt werden muss.
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Frau mit Fahrrad nachts auf Autobahn unterwegs - tot
Was die Frau mit dem Fahrrad nachts auf der Autobahn gemacht hat, ist noch völlig unklar. Die Fahrt auf der A66 bei Wiesbaden endete jedenfalls tödlich für eine Frau, wie die Polizei mitteilt. Die Radfahrerin sei von einem Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten zum Hergang, heißt es.
Nächste Angriffswelle auf den Iran? US-Regierung verlegt Flugzeugträger nach Nahost
Die "USS Theodore Roosevelt" nimmt wohl Kurs auf den Nahen Osten - das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Das Pentagon schickt demnach eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe. Das berichten das "Wall Street Journal" und das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte. Demnach wird erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut dem "Wall Street Journal" stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9.000 bis 10.000 Soldaten auf. Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem "Time"-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: "Möglich."
100 Kälber verenden bei Brand in Schleswig-Holstein
Für etwa 100 Kälber kam bei einem Feuer in Schleswig-Holstein jede Hilfe zu spät: Die Tiere verendeten bei dem Brand eines Wohngebäudes mit angrenzendem Stall in Henstedt-Ulzburg im Landkreis Segeberg. Wie eine Polizeisprecherin mitteilt, wurden bei dem Großfeuer drei Bewohner durch Rauchgas leicht verletzt. Die Löscharbeiten dauern auch am Morgen noch an. Der Schaden wird auf einen Betrag in Millionenhöhe geschätzt. Was das Feuer verursacht hat, ist noch unklar.