mit Tobias HauserDas war Freitag, der 27. Juni 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
die Woche blickt fest ihrem Ende entgegen und der "Tag" tut das auch. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen folgende Texte der Redaktion empfehlen:
Bundeswehr-Lastwagen in Flammen: Ministerium widerspricht russischer Propaganda
Nach emotionaler Debatte: Bundestag setzt Familiennachzug von Geflüchteten aus
Smartphonehersteller aus China: Auto-Newcomer Xiaomi erhält in einer Stunde 289.000 Reservierungen
Hochzeitsfeier am Höhepunkt: Jeff Bezos und Lauren Sánchez sagen Ja
Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch diesen Bericht meines geschätzten Kollegen Hubertus Vollmer ans Herz legen:
Ich wünsche einen entspannten Abend und sonniges Wochenende.
Trumps Verteidigungsminister greift Ex-Kollegin an: "Eine der Schlimmsten"
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth attackierte bei einer Pressekonferenz die Fox-News-Reporterin Jennifer Griffin. Sie gehöre zu "denjenigen, die mit Absicht falsch darstellen, was der Präsident sagt", so Hegseth. Auslöser war ein Bericht über Irans Atomanlagen. Griffin hatte gefragt, ob das Pentagon sicher sagen könne, dass sich in den bombardierten Anlagen im Iran hochangereichertes Uran befand. Hegseth antwortete: "Jennifer, sie sind eine der Schlimmsten!"
Brisant: Hegseth arbeitete früher selbst bei Fox - und griff nun eine Ex-Kollegin an. Außerdem bestand zwischen Trump und seinem Lieblingssender lange ein enges Verhältnis.
Angeschossener Riesen-Wels landet auf dem Teller - "zart wie Kalb"
Der Riesenwels, der im Brombachsee Badegäste attackiert hatte, wird jetzt im fränkischen Gasthof "Zum Goldenen Lamm" serviert. Das schreibt die "FAZ". Für 22,50 Euro gibt es dort Welsfilet mit Gemüse und Kräuterkartoffeln – rund 120 Portionen sind geplant.
Peta ist empört und hat Anzeige gegen die Polizei gestellt. Der Wels wurde von einem Beamten angeschossen und später von Anglern getötet. Der Wirt lobt das Fleisch: Es sei "zart wie Kalb".
Oberstes US-Gericht weist Porno-Industrie in die Schranken
Der Supreme Court bestätigt ein Gesetz aus Texas: Porno-Seiten müssen prüfen, ob Nutzer volljährig sind. Das soll Kinder vor Inhalten schützen. Die Richter sehen darin keinen Verstoß gegen die Rechte Erwachsener. Die Porno-Industrie hatte geklagt - unter Verweis auf die Rede- und Meinungsfreiheit. Ohne Erfolg. Sechs konservative Richter stimmten für das Gesetz, drei liberale Richterinnen dagegen. Ähnliche Regeln gelten auch in anderen US-Staaten.
Verteidiger nennt Prozess gegen Ex-Rapper Combs' eine Farce
Im Prozess gegen den früheren Rapper Sean Combs weist dessen Anwalt die Anschuldigungen scharf zurück. Combs wird unter anderem Kidnapping, Brandstiftung, Bestechung, Zwangsarbeit und Sexhandel vorgeworfen. Die Anklage erzähle eine "überzogene Geschichte" von Combs' angeblichen Lebensstil, so der Anwalt.
Der Anwalt betont, die Ex-Partnerinnen hätten freiwillig an Sex-Partys teilgenommen. Eine Klägerin habe nach dem Vergleich 30 Millionen Dollar erhalten, sie seine eine "Gewinnerin". Combs habe dagegen nie Geld verdient – das könne kein Menschenhandel sein, sagt die Verteidigung. Das Urteil steht noch aus.
Mercedes zu günstig verkauft – Gericht stoppt Deal
Ein niedersächsischer Heimbewohner verkauft seinen 52.000-Euro-Mercedes für 5.555 Euro – an den Haustechniker seines Pflegeheims. Das berichtet die "Legal Tribune Online". Zwei Wochen später ist der Mann tot. Der Techniker will das Auto – doch das OLG Celle sagt: sittenwidrig.
Das Gericht erkannte demnach ein krasses Missverhältnis zwischen Preis und Wert. Der Verkäufer war schwer krank, der Käufer kannte den Zustand – und nutzte ihn aus, so die Richter. Der Vertrag ist nichtig. Das Auto bleibt im Nachlass.
Das Wochenende wird sonnig, danach mancherorts Hitze
Nach Sturm und Regen wird es kurz kühler – aber nicht lange. Am Wochenende klettern die Temperaturen teilweise wieder über 30 Grad. In manchen Regionen drohen fast 40 Grad. Die Hitze macht nur eine kurze Pause.
Französisches Kleinflugzeug stürzt ab - drei Tote
In Frankreich ist ein Kleinflugzeug kurz nach dem Start abgestürzt. An Bord: ein 77-jähriger Pilot und ein Rentnerpaar. Alle drei starben. Die Maschine krachte im zentralfranzösischen Champhol auf den Boden, streifte ein Auto und eine Mauer. Am Boden wurde niemand verletzt. Die Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.
Bezos und Sánchez sind auf dem Weg zur Hochzeitsinsel
Amazon-Gründer Jeff Bezos und seine Verlobte, Lauren Sánchez, haben das Hotel verlassen und sind unterwegs zu ihrer Hochzeit – auf der Insel San Giorgio in der venezianischen Lagune.
200 Gäste sind eingeladen, Paparazzi haben keine Chance. Das Paar will sich dort das Jawort geben. Die Feier soll bis Sonntag dauern – exklusiv, teuer, streng abgeschirmt.
Trump feiert "monumentalen Sieg"
US-Präsident Trump nennt ein Urteil des Supreme Court einen "monumentalen Sieg". Das Gericht hob Blockaden auf, die ein Dekret Trumps zur Staatsbürgerschaft gestoppt hatten. Nun kann die Regierung zahlreiche Entscheidungen vorantreiben, die Richter zuvor blockiert hatten - unter anderem beim Staatsbürgerschaftsrecht.
Justizministerin Bondi sagte, Richter hätten sich mit ihren Stopps zu "Kaisern" gemacht. In den USA gilt: Wer dort geboren wird, ist Bürger. Trump will das einschränken – per Dekret.
Fußgängerin stirbt durch Autorennen - 30 Meter weit geschleudert
Bei einem verbotenen Autorennen in Berlin ist eine Fußgängerin ums Leben gekommen. Ein 33-Jähriger war "mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit" unterwegs, als er die Frau mit seinem Wagen erfasste, wie die Polizei mitteilte. Er habe sich am Donnerstagnachmittag mit einem 55-Jährigen ein Rennen geliefert und dabei die Frau angefahren, die von einer Straßenbahnhaltestelle gekommen sei. Die 65-Jährige wurde durch den Aufprall 30 Meter durch die Luft geschleudert. Alarmierte Einsatzkräfte versuchten noch vergeblich, die Frau zu reanimieren.
Zuvor hatte die Polizei bereits mitgeteilt, die Frau sei von einem Auto erfasst worden, nachdem sie eine Tram verlassen habe und anschließend die Fahrbahn habe überqueren wollen. Sie starb noch an der Unfallstelle. Das Auto sowie der Führerschein des 33-Jährigen wurden beschlagnahmt.
Abbiegender Lkw reißt Kran-Gondel unter Arbeiter weg
An einer viel befahrenen Kreuzung im US-Bundesstaat Louisiana führen Arbeiter gerade mit einem Kranwagen Wartungen an einer Ampel durch. Ihr Einsatzort ist jedoch kaum gesichert, der Verkehr läuft ungehindert weiter. Autos fahren problemlos unter dem Arbeiter durch - bis ein großer Lkw um die Ecke gebogen kommt.
Bahn empört mit Neubauplänen
Trotz scharfer Kritik setzt die Deutsche Bahn bei der stark überlasteten Strecke zwischen Hamburg und Hannover neben einer Generalsanierung 2029 auf eine Neubaustrecke über Bergen. Es seien 29 Varianten geprüft worden, sowohl entlang der Bestandsstrecken als auch neue Streckenführungen, teilte die Bahn mit. "Der Neubau von Hannover nach Hamburg über Bergen erfüllt die Kriterien für den Deutschland-Takt und das Ziel, mehr Platz auf den Gleisen für mehr Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr zu schaffen", erklärte die Bahn. Die Strecke Hannover-Hamburg zählt nach Angaben der Bahn mit einer Auslastung von 147 Prozent zu den am stärksten überlasteten und damit unpünktlichsten Strecken Deutschlands.
Dafür erhielt die Bahn in Niedersachsen parteiübergreifend Kritik. Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne sagte, die Bahn halte an ihren Planungen entgegen aller Vereinbarungen in Niedersachsen und ohne Rückhalt in der Region fest. "Die heute veröffentlichte Neubauplanung verläuft abseits vorhandener Infrastruktur und bringt den Menschen vor Ort nichts: keine Bahnhöfe, kein Fernverkehrsanschluss, stattdessen mehr Güterverkehr ohne Lärmschutz auf den heutigen Strecken." Eine echte Entlastung werde es erst geben, wenn eine Neubaustrecke komplett fertiggestellt sei, so der Projektbeirat Alpha-E. "Das wird nach den Erfahrungen mit großen Bahnprojekten frühestens in 20 - 30 Jahren der Fall sein."
Zweijähriger stirbt in überhitztem Auto - Vater festgenommen
Eine sehr traurige Erinnerung daran, wie gefährlich heiß es im Sommer in abgeschlossenen Autos wird: Ein zweijähriger Junge ist in Frankreich in einem überhitzten Auto gestorben. Sein Vater habe am Donnerstagmorgen vergessen, ihn beim Kindergarten abzugeben, teilte die Staatsanwaltschaft in Aix-en-Provence mit. Der Mann habe das Auto mit dem Jungen an seiner Arbeitsstelle am Luftwaffenstützpunkt im südfranzösischen Istres geparkt.
Erst als seine Frau ihn am Nachmittag anrief, weil der Junge nicht im Kindergarten war, wurde dem Mann demnach klar, dass er seinen Sohn vergessen hatte. Er eilte den Angaben nach zu seinem Auto, wo er den Zweijährigen leblos vorfand. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Bärbel Bas kritisiert die eigene Partei
Bärbel Bas ist dafür bekannt, Klartext zu sprechen. Auch in Bezug auf die eigene Partei beweist sie dies einmal mehr: Die designierte SPD-Vorsitzende hat ihre Partei für den Umgang mit der bisherigen Parteichefin Saskia Esken kritisiert. Esken habe erleben müssen, "dass Solidarität nicht immer selbstverständlich ist - auch nicht in der Sozialdemokratie", sagte die Arbeitsministerin auf dem Parteitag in Berlin. "Ich sage hier ganz deutlich: Das müssen wir wieder anders machen." Wenn die SPD für eine solidarische Gesellschaft kämpfen wolle, müsse sie zuallererst eine solidarische Partei sein. "Sonst glaubt uns das keiner!", sagte Bas.
Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl hatte SPD-Chef Lars Klingbeil nach der Macht gegriffen: Er ist nun Vizekanzler. Esken dagegen bekam keinen Platz im Kabinett und tritt nun auch als Parteivorsitzende nicht erneut an. Viele in der SPD kritisieren die rigorose Personalpolitik, doch während der Koalitionsverhandlungen gab es auch viel öffentliche Kritik an Esken.
Israelische Soldaten erhielten Schießbefehl gegen Hungernde in Gaza
Es ist ein erschreckender Bericht: Israelische Soldaten in Gaza haben laut der israelischen Zeitung "Haaretz" im vergangenen Monat absichtlich auf Palästinenser in der Nähe von Verteilzentren geschossen. Mit Bezug auf Gespräche mit Offizieren und Soldaten berichtet die Zeitung, dass Kommandeure den Truppen befahlen, auf Menschenmengen zu schießen, um sie zu vertreiben oder zu zerstreuen. In diesen Fällen sei klar gewesen, dass von den Menschen keine Gefahr ausging. Ein Soldat beschrieb die Situation als einen "totalen Zusammenbruch der ethischen Grundsätze der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen", ein anderer spricht von einem "Schlachtfeld".
Immer wieder gab es im vergangenen Monat Berichte von Schießereien nahe den Ausgabestellen der umstrittenen Gaza Humanitarian Foundation (GHF). "Haaretz" schreibt von 19 solcher Vorfälle. Nach Angaben des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums wurden im vergangenen Monat 549 Menschen bei solchen Schießereien getötet und mehr als 4.000 verwundet. Die UN spricht von über 400 Toten, die man allesamt überprüft habe.
Die Verteilungszentren seien in der Regel jeden Morgen nur eine Stunde lang geöffnet. Den Quellen der Zeitung zufolge schießen die israelischen Streitkräfte auf Personen, die vor der Öffnungszeit ankommen, um sie daran zu hindern, sich zu nähern. Das Gleiche geschieht nach der Schließung, um die Menge zu vertreiben. "Es ist ein Schlachtfeld", zitiert die Zeitung einen Soldaten. "Wo ich stationiert war, wurden jeden Tag zwischen einem und fünf Menschen getötet."
Polizei nimmt renitenten Gaffer in Hamburg fest
Immer wieder müssen sich Rettungskräfte und Beamte mit Schaulustigen nach Unfällen herumschlagen, der Feuerwehrverband fordert jüngst härtere Strafen. Nach einem Verkehrsunfall in Hamburg kommt es jetzt sogar zu einer Festnahme.
Ochsenknecht muss noch länger in Haft in Hamburg bleiben
Der Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht kann in den nächsten Tagen eher nicht mit einer Entlassung aus dem Gefängnis in Hamburg rechnen. "Dass der Verfolgte die Haftanstalt am Wochenende verlassen wird, halten wir im Prinzip für ausgeschlossen", sagte Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
Das Auslieferungsverfahren nehme jetzt seinen normalen Lauf. Der Auslieferungshaftbefehl sei bereits gestellt worden, ergänzte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft. Das mehrstufige Verfahren, das zwischen Anwaltschaft und Hanseatischen Oberlandesgericht schriftlich geführt wird, nimmt für gewöhnlich mehrere Wochen in Anspruch. "Es kann noch drei bis vier Wochen dauern, bis die Entscheidung vorliegt." Und so lange muss der 33-Jährige auch in Hamburg in Auslieferungshaft ausharren.
Fahranfänger rast mit 111 Kilometern pro Stunde durch 30er Zone
Mit Tempo 111 ist ein Fahranfänger durch eine 30er Zone in Bremerhaven gerast. Die Polizei schnappte den 19-Jährigen ihren Angaben zufolge bei einer Geschwindigkeitsmessung, als er mit seinem Auto gerade ein anderes Fahrzeug überholte.
Die Beamten stoppten den jungen Mann, der sich unbeeindruckt zeigte und angab, höchstens 50 Kilometer pro Stunde gefahren zu sein, wie die Polizei mitteilte. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten neben dem Führerschein auch gleich das Auto des Fahranfängers. Er musste seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Den 19-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein geschätzter Kollege Lukas Märkle macht jetzt Feierabend und genießt die wohlverdiente Sonne. Ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Tobias Hauser und ich versorge Sie ab jetzt mit Wissenswertem, Wichtigem und Kuriosem. Los geht's!
Startvorgang abgebrochen: Passagiere zu betrunken für Flug
Gleich zwei betrunkenen Passagieren hat die Bundespolizei den Abflug in die Ferien am Flughafen Leipzig/Halle verwehrt. Am Donnerstagmorgen war ein 27-Jähriger kurz vor dem Start nach Mallorca derart betrunken, dass er nicht mehr ansprechbar war, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Pilot brach den Startvorgang ab, die Beamten brachten den Mann aus dem Flugzeug. Bei ihm ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,7 Promille.
Wenig später fiel ein 45-Jähriger durch sein ungewöhnliches Verhalten am Gate auf. Auch hier hatte sich der Pilot zum Ausschluss vom Flug entschlossen. Bei dem Mann stellten die Bundespolizisten einen Atemalkoholwert von mehr als drei Promille fest. Sie brachten ihn anschließend aus dem Sicherheitsbereich.
Baerbock hält ihre letzte Rede im Bundestag - und gibt einer Partei einen mit
Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat ihre letzte Rede als Abgeordnete im Deutschen Bundestag dazu genutzt, vor einer Gefährdung der Demokratie durch die AfD zu warnen. Die AfD sei "eine echte Gefahr für Deutschland", sagte Baerbock, die zum Ende des Monats ihr Mandat niederlegen will, im Bundestag. Die AfD sei eine Partei, die "demokratisch ins Parlament gekommen ist, aber in ihren Zielen etwas anderes trägt".
Baerbock äußerte sich in einer Debatte über einen Gesetzentwurf der AfD-Fraktion zum Verbot der Finanzierung politisch ausgerichteter Nichtregierungsorganisationen mit staatlichen Mitteln. Die AfD betreibe damit ein "Projekt der Einschüchterung der Zivilgesellschaft", warnte Baerbock.
Mann schüttet Flüssigkeit in U-Bahn - und zündet sie an
Eine Überwachungskamera in einer U-Bahn in Seoul zeigt den Moment, als ein Mann in einem Waggon voller Passagiere plötzlich ein Feuer legt. Dazu verwendet er offenbar eine brennbare Flüssigkeit. Die Anwesenden können fliehen. Grund für die Tat ist offenbar ein Scheidungsstreit.
Grüne wollen Rauchverbote massiv ausweiten
In der Debatte um das Rauchen und den Nichtraucherschutz haben die Bundestagsfraktionen der Grünen und Linken gefordert, Tabakprodukte höher zu besteuern, Rauchverbote auszuweiten und Werbeverbote konsequent durchzusetzen. "Höhere Preise sind eines der effektivsten Mittel, um insbesondere junge Menschen vom Rauchen abzuhalten", sagte der Grünen-Politiker Janosch Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen sollten aus seiner Sicht "zweckgebunden in das Gesundheitswesen investiert werden".
Außerdem seien ein komplettes Werbeverbot und eine Ausweitung von Rauchverboten nötig - gerade mit Blick auf Kinder und Jugendliche. "Parks, Spielplätze, Schwimmbäder, Eingangsbereiche von Schulen, Sportanlagen und Haltestellen sollten bundesweit rauchfrei werden", forderte Dahmen.
Israels Angriff auf berüchtigtes iranisches Gefängnis kostete Zivilisten das Leben
Bei Israels Angriff auf das berüchtigte Ewin-Gefängnis in der iranischen Hauptstadt Teheran sind Berichten zufolge mehrere Zivilisten ums Leben gekommen. Unter den Toten waren unter anderem eine Sozialarbeiterin und ihr Sohn, wie die Tageszeitung "Shargh" berichtete. Erst drei Tage nach dem Angriff seien die Leichen der 52-Jährigen und ihres fünf Jahre alten Sohnes aus den Trümmern geborgen worden.
Die Leiche des Jungen wurde dem Bericht zufolge in den Armen eines Kollegen seiner Mutter gefunden. Seit zehn Jahren setzte sich die Sozialarbeiterin für Gefangene in der Haftanstalt am Fuße des Albors-Gebirges ein. Am Tag des Angriffs hatte sie ihren Sohn mit zur Arbeit genommen, da der Kindergarten geschlossen war. Auch weitere iranische Medien berichteten über den Fall.
Bundestag setzt Familiennachzug von Geflüchteten aus
Der Bundestag hat eine Aussetzung des Familiennachzugs für Geflüchtete ohne Asylstatus beschlossen. Der Gesetzesentwurf wurde in namentlicher Abstimmung mit 444 Ja-Stimmen zu 135 Nein-Stimmen angenommen. Die AfD hatte vorab angekündigt, dem Entwurf der schwarz-roten Koalition zuzustimmen.
"Wir setzen damit die migrationspolitische Überschrift für diese Legislaturperiode: Humanität und Ordnung", sagte Innenminister Alexander Dobrindt in der vorhergehenden Debatte. Ihm zufolge kommen damit künftig 12.000 Menschen pro Jahr weniger nach Deutschland.
Unwetter bremst Bahn noch kräftig aus
Am Tag nach dem Unwetter in Deutschland kommt es noch zu Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Zwischen Hamburg und Berlin ist derzeit nur ein Gleis befahrbar, wie die Bahn mitteilte. Auf den ICE-Verbindungen von Hamburg, Berlin, Leipzig/Halle, Süddeutschland und Österreich sowie auf der EC-Linie zwischen Hamburg und Prag kommt es derzeit zu Verspätungen von etwa 15 Minuten, hieß es. Grund dafür sind umgestürzte Bäume auf der Strecke.
Auch auf der Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Hannover kommt es zu Beeinträchtigungen. Hier ist infolge des Unwetters eine Oberleitung beschädigt. Das betrifft etwa die Verbindung Bonn/Köln/Düsseldorf - Berlin. Hier verspäten sich die Züge zwischen Wolfsburg und der Hauptstadt um etwa 30 Minuten. Einige fallen ganz aus. Das Gleiche gilt für ICE-Verbindungen von Berlin über Frankfurt bis nach Frankreich.
Mehr Kontrollen: Sprengsätze auf Touristenflughafen entdeckt
Touristen auf der thailändischen Insel Phuket müssen ab sofort mehr Zeit für die Sicherheitskontrollen am Flughafen einplanen. Grund: Die Polizei hatte am Mittwoch ein mit Sprengstoff beladenes Motorrad auf dem Gelände des internationalen Airports entdeckt.
Auch wurden drei weitere Sprengkörper gefunden und entschärft - zwei in der Gegend um den bekannten Patong Beach und einer am Phromthep Cape im Süden, einem bei Urlaubern beliebten Aussichtspunkt. Dies berichtete die Zeitung "Bangkok Post" unter Berufung auf die Behörden. Phuket ist die größte Insel des Königreichs und eines der beliebtesten Reiseziele für Thailand-Fans aus aller Welt.
Mindestlohn steigt 2027 auf 14,60 Euro
Der Mindestlohn in Deutschland soll in zwei Stufen auf 14,60 Euro zum 1. Januar 2027 steigen. Anfang kommenden Jahres soll er von heute 12,82 auf 13,90 Euro steigen, wie die Mindestlohnkommission mitteilte.
Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche beim Parken
Neue Betrugsmasche: An Parkscheinautomaten werden gefälschte QR-Codes angeklebt. Darauf machen Polizeien und das Landeskriminalamt in Niedersachsen aufmerksam. Die Codes seien wie bereits einmal im vergangenen Jahr über echte QR-Codes für das bargeldlose Bezahlen geklebt worden.
Unter anderem in Bad Harzburg und Goslar wurden die Sticker bereits entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Auch Celle und Hannover sind nach LKA-Angaben betroffen. Wer den Code mit der Handykamera scannt, werde auf Webseiten mit den echten Logos der Anbieter weitergeleitet. Die Seiten seien aber gefälscht. In einem Fall sei dort direkt eine vierstellige Summe von einem Konto abgebucht worden, teilte die Polizei mit. Nur durch einen schnellen Anruf bei seiner Bank habe der Betroffene die Zahlung noch stoppen können.
Illegale Grillparty sorgt für Feuer auf Uni-Dach
Auf dem Dach eines Gebäudes der Uni Bayreuth ist nach einer illegalen Grillparty ein Feuer ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, gelang es Mitarbeitern der Universität, den Brand einer etwa 20 Quadratmeter großen Grünfläche auf dem Dach zu löschen, noch bevor die Feuerwehr eintraf.
Die Polizei entdeckte auf dem Dach allerdings mehrere Biertischgarnituren und einen Grill - und das, obwohl Feiern dort eigentlich verboten seien. Offenbar sei Grillkohle in eins der Blumenbeete gekippt worden.
RTL Deutschland kauft Sky Deutschland
RTL will den Medienkonzern Sky Deutschland übernehmen. Mit dem Deal, dem noch die Wettbewerbshüter zustimmen müssen, will RTL Deutschland seine Position bei Unterhaltung, Sport und News im deutschsprachigen Bewegtbildmarkt ausbauen.
Verkehrsminister setzt Grenze beim Deutschlandticket
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder spricht sich für eine Fortsetzung des Deutschlandtickets aus, bleibt in der Frage der Finanzierung aber hart. Der Bund möchte, dass die nötigen Zuschüsse von drei Milliarden Euro weiter je zur Hälfte vom Bund und den Ländern bezahlt werden, sagte der CDU-Politiker im ZDF. "Unser Beitrag soll 1,5 Milliarden Euro nicht übersteigen."
In Berlin beraten im Laufe des Tages die Verkehrsminister aus Bund und Ländern unter Vorsitz von Bayerns Ressortchef Christian Bernreiter über die weitere Finanzierung des Deutschlandtickets. Experten halten jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Einigung für eher gering. Schnieder plädierte für einen festen Preismechanismus, damit nicht jedes Jahr neu über die Finanzierung verhandelt werden müsse.
Vize-FDP-Chef Kubicki schwärmt von einer SPD-Politikerin
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich vor der Wahl der SPD-Parteispitze als Anhänger von Bärbel Bas präsentiert. "Wenn mehr Sozialdemokraten so wären wie Bärbel Bas, wäre die Partei gerettet", sagte Kubicki über die Kandidatin für den SPD-Vorsitz dem "Stern". Die heutige Arbeitsministerin und Kubicki gehörten in der vergangenen Legislaturperiode beide dem Bundestagspräsidium an: Bas war Präsidentin des Parlaments, Kubicki gehörte zu ihren Stellvertretern.
Die 57-Jährige werde zwar keine große Rednerin mehr, aber sie sei verlässlich, gerade heraus, offen und geerdet, sagte Kubicki über Bas. Er und sie hätten sich trotz politischer Unterschiede menschlich immer gut verstanden. "Wer Frau Bas schlecht behandelt, bekommt es mit mir zu tun."
Wilder Fund: 1000 Fässer Atommüll im Atlantik entdeckt
Bei ihrer Suche nach vor Jahrzehnten entsorgtem Atommüll haben Wissenschaftler bereits mehr als 1000 Fässer im Nordostatlantik entdeckt und verortet. Das teilte eine Sprecherin der französischen Forschungsorganisation CNRS mit. Das internationale Forschungsteam war Mitte Juni vom westfranzösischen Brest aus mit ihrem Schiff "L'Atalante" zu ihrem Suchareal im Westeuropäischen Becken des Atlantiks aufgebrochen.
Vier Wochen lang wollen sie dort nach Atommüll-Fässern suchen und schauen, welchen Einfluss diese auf das örtliche Ökosystem haben. Mit dabei ist auch ein Forscher vom Thünen-Institut für Fischereiökologie in Bremerhaven. Zwischen den 1950er und 1980er Jahren haben etliche Staaten nuklearen Abfall im Ozean entsorgt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
für Saskia Esken endet mit dem heutigen SPD-Parteitag ihre Zeit an der Spitze. Vier Monate nach der Bundestagswahl will die SPD auf einem Parteitag inhaltliche und personelle Weichen für die Zukunft stellen.
Neben dem bisherigen Parteichef Lars Klingbeil soll die Arbeitsministerin Bärbel Bas die Führung der Sozialdemokraten übernehmen. Auch der Posten des Generalsekretärs wird heute zur Wahl gestellt.
Das wird heute sonst noch wichtig:
Im Bundestag findet die Abstimmung über eine Aussetzung des Familiennachzugs bei bestimmten Flüchtlingsgruppen statt sowie die erste Lesung eines Gesetzentwurfs zur Änderung des Einbürgerungsrechts.
Die Mindestlohnkommission gibt möglicherweise die Entscheidung über eine neue gesetzliche Lohnuntergrenze ab 2026 bekannt.
Sonder-Verkehrsministerkonferenz der Länder mit Bundesverkehrsminister Schnieder zum Deutschlandticket.
Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den Bundeskanzler Österreichs Christian Stocker.
Die Initiative "Digital für alle" veranstaltet einen bundesweiten Aktionstag für digitale Teilhabe.
Die DFL stellt die neuen Spielpläne für die 1. und 2. Bundesliga vor.
Der US-Milliardär Jeff Bezos und Lauren Sanchez wollen heute in Venedig heiraten.
Über alle Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir Sie im entsprechenden Liveticker.
Soweit ein kurzer Überblick. Über alles Wichtige, was heute geschieht, halten meine Kolleginnen und Kollegen Sie auf dem Laufenden bei ntv.de. Mein Name ist Lukas Märkle und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten auf diesem Kanal.
Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Starten Sie gut in den Tag!
"Teuflische Absichten": Trump teilt gegen Medien aus
Die "New York Times" und CNN sind aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung seit Langem ein Feindbild für US-Präsidenten Donald Trump. Jetzt rücken sie aufgrund ihrer Berichte zum US-Angriff auf den Iran noch stärker in den Fokus. "FAKE NEWS REPORTER VON CNN & DER NEW YORK TIMES SOLLTEN SOFORT GEFEUERT WERDEN!!! SCHLECHTE MENSCHEN MIT TEUFLISCHEN ABSICHTEN", schreibt der Republikaner auf Truth Social.
Die "New York Times" berichtete, dass Trump dem Haus mit einer Klage gedroht und eine Entschuldigung verlangt habe. Der Anwalt der Zeitung stellte klar: "Es wird keine Entschuldigung geben."
"Übertrieben": Iran erteilt Trump eine deutliche Absage
Aus dem Iran sind zum Ausmaß der Schäden an den iranischen Atomanlagen nach den US-Angriffen widersprüchliche Äußerungen verlautet. Während das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei die Auswirkungen der Angriffe herunterspielte, bezeichnete Irans Außenminister Abbas Araghtschi die Schäden nach dem zwölftägigen Krieg mit Israel als "schwerwiegend". Zugleich dementierte Araghtschi eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch.
"Der amerikanische Präsident hat die Ereignisse auf ungewöhnliche Weise übertrieben", sagte Chamenei in einer im Fernsehen verbreiteten Videobotschaft mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Er sagte, die Angriffe hätten der nuklearen Infrastruktur des Iran "nichts Wesentliches" zugefügt. Er wies zudem US-Angaben zurück, wonach das iranische Atomprogramm um Jahrzehnte zurückgeworfen worden sei.
25-Jähriger ersticht Gleichaltrigen in Einkaufszentrum
Ein 25-Jähriger soll in einem Hamburger Einkaufszentrum am Donnerstag einen Gleichaltrigen erstochen haben. Beide Männer sollen einander gekannt haben und im Stadtteil Harburg in einen Streit geraten sein, wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe der mutmaßliche Täter seinem Opfer mehrere Messerstiche in den Oberkörper versetzt.
Anschließend sei der Mann geflohen, aber noch im Einkaufszentrum von Augenzeugen gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest. Er soll am im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Das Opfer erlag seinen schweren Verletzungen in einem Krankenhaus. Eine Mordkommission übernahm die weiteren Ermittlungen.