Der Tag
10. Juli 2026
bauer_mmamit Michael Bauer
Zum Archiv
22:02 Uhr

Das war Freitag, der 10. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Arbeitswoche hätten wir hinter uns gebracht und der Freitag hatte es nachrichtlich noch einmal in sich.

Aus sportlicher Sicht dürfen wir uns über den Finaleinzug von Alex Zverev in Wimbledon freuen. Seit Boris Becker hat das kein deutscher Tennisspieler mehr geschafft. Im Finale trifft er auf Titelverteidiger Jannik Sinner.

Ein politisches Beben gab es dagegen in Berlin: Mehr als zwei Jahrzehnte brauchte die CDU, um in Berlin die SPD als stärkste Kraft abzulösen. Nicht mal drei Jahre benötigte sie, um die Wähler wieder zu verprellen und auf altes Maß abzurutschen.

Damit bleibt mir noch, Ihnen eine gute Nacht zu wünschen. Bleiben Sie uns treu, Der Tag ist am Montag wieder für Sie da!

Das war Freitag, der 10. Juli 2026
21:37 Uhr

Gewaltwelle in Indien nach Mord an elfjährigem Mädchen

Nach der Vergewaltigung und Ermordung eines elfjährigen Mädchens im Osten Indiens hat die Polizei nach gewaltsamen Protesten Dutzende Menschen festgenommen. Bei den Ausschreitungen sei eine unschuldige Person von einer aufgebrachten Menge gelyncht worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Bislang seien 35 Personen wegen Gewalt und Vandalismus festgenommen worden, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter der Nachrichtenagentur Reuters. Seit dem Fund der Leiche des Mädchens am Sonntag hatten Demonstranten in der Stadt Baruipur im Bundesstaat Westbengalen Straßen blockiert und Fahrzeuge in Brand gesetzt.

Die Polizei hatte zuvor vier Männer wegen der Tat festgenommen. Einer der Verdächtigen wurde nach Polizeiangaben am Mittwoch bei einem Fluchtversuch erschossen. Die Mutter des Getöteten weigerte sich, die Leiche anzunehmen.

Gewaltwelle in Indien nach Mord an elfjährigem Mädchen
21:02 Uhr

44-Jähriger hortete Weltkriegsmunition - Sprengung notwendig

Die Polizei hat in der Wohnung eines 44-Jährigen im nordsaarländischen Losheim am See Weltkriegsmunition gefunden, die von Spezialisten kontrolliert gesprengt werden musste. Ein sicherer Abtransport sei nicht möglich gewesen, teilten die Beamten mit. Die Sprengung verlief demnach ohne Zwischenfälle, die Fundstelle wurde zuvor abgesperrt und gesichert.

Auf den Mann aufmerksam geworden war die Polizei eigenen Angaben zufolge, als Zeugen am frühen Freitagmorgen Schussgeräusche gemeldet hatten. Bald war klar: Der 44-Jährige hatte bei einer privaten Feier mehrmals mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen. Daraufhin durchsuchten die Polizisten seine Wohnung.

44-Jähriger hortete Weltkriegsmunition - Sprengung notwendig
20:22 Uhr

König Charles empfängt erstmals seit 2022 Prinz Harry und Familie

König Charles III. und Königin Camilla haben Prinz Harry und Meghan, die Herzogin von Sussex, zusammen mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet im Highgrove House in Großbritannien empfangen, wie eine Quelle aus dem Königshaus gegenüber ABC News bestätigte. Es war das erste Mal seit vier Jahren.

König Charles empfängt erstmals seit 2022 Prinz Harry und Familie
19:56 Uhr

Mordermittlungen nach mysteriösem Tod von Brexit-Politikerin

Großbritannien rätselt über den Tod von Ann Widdecombe. Die langjährige Abgeordnete und beinharte Brexit-Befürworterin war am Donnerstag tot in ihrem Zuhause in Haytor in der englischen Grafschaft Devon aufgefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, wies die 78-Jährige schwerste Verletzungen auf. Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes. Die Polizei geht nach derzeitigem Stand von einem "weißen Mann" als mutmaßlichem Täter aus.

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Die ehemalige konservative Abgeordnete wurde am Donnerstag tot aufgefunden. (Archivbild)

"Unsere Mordermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, schreiten aber mit hohem Tempo voran", sagte Detective Chief Inspector Ilona Rosson laut Mitteilung. Man setze alle Mittel ein, um die Umstände aufzuklären und den mutmaßlichen Täter so schnell wie möglich zu finden. Nähere Angaben zu möglichen Tatumständen machte die Polizei zunächst nicht.

Mordermittlungen nach mysteriösem Tod von Brexit-Politikerin
19:32 Uhr

Belgien plant Maut für alle Autofahrer

Die drei belgischen Landesteile haben sich auf die Einführung einer Straßenmaut für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen geeinigt. "Jeder, der unsere Straßen nutzt, muss einen fairen Beitrag zu deren Unterhalt leisten", erklärte der wallonische Minister für Infrastruktur und Mobilität, François Desquesnes, bei der Vorstellung der Pläne. Autofahrer aus seiner Region müssten auch in anderen europäischen Ländern Gebühren bezahlen, fügte der flämische Finanzminister Ben Weyts hinzu.

Die Maut soll ab 1. Januar 2027 für alle Autofahrer gelten - egal, ob Belgier oder Ausländer.

Belgien plant Maut für alle Autofahrer
19:02 Uhr

Bushido konnte vor Angst das Haus nicht mehr verlassen

Es gab Phasen, in denen Bushido die eigene Wohnungstür kaum noch öffnete. Wie schlimm seine Angstzustände zeitweise wurden, hat der Rapper jetzt in der aktuellen Folge des Podcasts "Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi" geschildert. Zwei Belastungen kamen damals zusammen: die schwere Ehekrise mit seiner Frau Anna-Maria und der lebensgefährliche Unfall des gemeinsamen Sohnes.

"Du weißt selbst, dass bei mir meine Angstzustände extrem schlimm waren, dass ich teilweise nicht rausgegangen bin", sagt der 47-Jährige zu seiner Ehefrau. Meist behielt er diese Zustände für sich. Anna-Maria bekam davon eigenen Angaben zufolge nichts mit und deutete sein Verhalten als Teilnahmslosigkeit, was die Ehe der beiden zusätzlich massiv belastete.

Bushido konnte vor Angst das Haus nicht mehr verlassen
18:36 Uhr

Trump: Bereit zu Gesprächen mit Iran - aber Waffenruhe vorbei

US-Präsident Donald Trump hat sich im Konflikt mit dem Iran zu weiteren Gesprächen bereit erklärt und zugleich mit weiteren Angriffen gedroht. "Die Islamische Republik Iran hat uns gebeten, 'Gespräche' fortzusetzen. Wir haben dem zugestimmt, aber die Vereinigten Staaten haben dem Iran unmissverständlich mitgeteilt, dass die Waffenruhe VORBEI ist", schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.

Trump hatte am Mittwoch beim Nato-Gipfel in der Türkei das vorläufige Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges für nichtig erklärt und mit neuen Angriffen gedroht. Die USA machten den Iran für den Beschuss von drei katarischen und saudiarabischen Öltankern verantwortlich und griffen daraufhin iranische Stellungen an. Der Iran reagierte am Donnerstag mit Gegenschlägen auf US-Militärstützpunkte in benachbarten Golfstaaten. Am Freitag wurden zunächst keine neuen Angriffe gemeldet.

Trump: Bereit zu Gesprächen mit Iran - aber Waffenruhe vorbei
18:07 Uhr

Für die Kaulitz-Brüder sind alle andere Männer "Mäuse"

Die Musiker Bill und Tom Kaulitz wollen aus Männern Mäuse machen: "Definitiv kann jeder Mann eine Maus sein", sagte der mit der Moderatorin Heidi Klum verheiratete Tom der Illustrierten "Playboy" laut Mitteilung. "Das ist überhaupt keine Frage der sexuellen Orientierung, bei uns im Umfeld sind wirklich alle Mäuse, egal, welchen Beruf, welches Alter oder welche Partner sie haben." Der Begriff Maus sei einfach eine "liebevolle Ansprache".

Auch sein Zwillingsbruder Bill setzt "Maus" ganz bewusst bei der Anrede von Männern ein. Das breche häufig das Eis. "Wenn ich denke, das ist bestimmt einer, der das nicht so gut findet, dann nenn ich den auch gerne extra Maus - um den mal ein bisschen zu entspannen", sagte der Sänger der Band Tokio Hotel. Er finde es sehr männlich, solch einen Begriff ganz natürlich zu verwenden. "Und ich muss sagen, es kam noch nie irgendwie blöd, ich hab das Gefühl, in dem Moment, in dem ich das sage, geht eine Freundschaftstür auf, man hat sofort so einen Icebreaker."

Für die Kaulitz-Brüder sind alle andere Männer "Mäuse"
17:30 Uhr

Bäckerin legt sich mit wütenden MAGA-Fans an

Mit einer Trump-kritischen Festtagstorte zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag zieht eine Bäckerin den Zorn von MAGA-Anhängern auf sich. Doch sie lässt sich von den unzähligen Troll-Anrufen in ihrem Geschäft nicht einschüchtern und gibt den wütenden Trump-Fans kräftig Kontra.

Bäckerin legt sich mit wütenden MAGA-Fans an
17:00 Uhr

Comedian Torsten Sträter gibt Update nach Tumorerkrankung

Torsten Sträter hat offen über seine Tumorerkrankung gesprochen und berichtet, dass es ihm inzwischen deutlich besser gehe. Im 1LIVE-Comedy-Talk "Sträter & Lobrecht" beantwortete der Dortmunder Kabarettist gemeinsam mit Felix Lobrecht Fragen aus dem Publikum. Zu seinem Gesundheitszustand sagte Sträter: "Also ich befinde mich auf dem Wege der Besserung und habe mich noch nie so gut gefühlt, was seltsam ist, wenn man bedenkt. ... ne?" Das vollständige Gespräch ist in der ARD Mediathek und auf dem YouTube-Kanal von 1LIVE abrufbar. Einen Ausschnitt veröffentlichte der Radiosender zudem auf Instagram.

Den Ernst der vergangenen Monate begegnete Sträter mit seinem typischen trockenen Humor. Lobrecht sprach gleich zu Beginn der Aufzeichnung den "Tumor-Elefanten" im Raum an, worauf Sträter entgegnete, es seien "sicherlich die amüsantesten sechs Monate meines Lebens" gewesen.

Comedian Torsten Sträter gibt Update nach Tumorerkrankung
16:26 Uhr

Kurz vor ihrem Tod wurde Bonnie Tyler zum viralen Trend

1983 landet Bonnie Tyler mit "Total Eclipse of the Heart" einen Welthit. Vier Jahrzehnte später wird der Song plötzlich noch einmal zu einem mega-viralen Trend. Begnadete Sänger auf Tiktok imitieren eine Szene aus einem Kinderfilm von 2010. So erfährt Tyler den Ruhm einer neuen Generation - kurz vor ihrem Tod.

Kurz vor ihrem Tod wurde Bonnie Tyler zum viralen Trend
16:06 Uhr

Wiederverwendbare Rakete: China fängt erstmals Stufe auf

China hat bei der Entwicklung wiederverwendbarer Raketen einen wichtigen Fortschritt erzielt. Erstmals holte das Land die erste Stufe einer Trägerrakete kontrolliert zurück. Die Stufe der neuen Rakete "Langer Marsch 10B" wurde auf einer Plattform auf See aufgefangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

China ist laut der staatlichen Zeitung "China Daily" damit nach den USA das zweite Land, das über eine zuverlässige Technik für wiederverwendbare Raketen verfügt. In den USA ist aber vor allem das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX bei wiederverwendbaren Raketen deutlich weiter. Schon vor rund zehn Jahren brachte die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk erstmals erfolgreich eine Stufe seiner "Falcon 9"-Rakete zum Boden zurück.

Xinhua sprach dennoch von einem "bedeutenden Durchbruch". Ein von der Agentur veröffentlichtes Video zeigt, wie die Raketenstufe mit laufendem Triebwerk auf die Plattform zufliegt und nahezu senkrecht in ein hohes, rechteckiges Gerüst sinkt - allerdings mit großer Rauchfahne am Adapter der Zwischenstufe. 

Wiederverwendbare Rakete: China fängt erstmals Stufe auf
15:12 Uhr

Einsatz von K.-o.-Tropfen zieht künftig harte Freiheitsstrafe nach sich

Menschen, die sogenannte K.-o.-Tropfen einsetzen, müssen künftig mit hohen Strafen rechnen. Wer die gefährlichen Mittel für eine Vergewaltigung oder einen Raub einsetzt, soll laut Gesetzesentwurf der Bundesregierung künftig mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen müssen. Nun gaben auch die Länder im Bundesrat grünes Licht.

K.-o.-Tropfen sind meist heimlich verabreichte Substanzen, die Opfer schnell benommen, wehrlos oder bewusstlos machen können. Sie sollen künftig rechtlich so eingestuft werden wie eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug: Wer diese bei einer Vergewaltigung verwendet, erhält eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft.

Einsatz von K.-o.-Tropfen zieht künftig harte Freiheitsstrafe nach sich
15:07 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister Wegner zieht sich zurück

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner gibt nach dpa-Informationen seine Spitzenkandidatur für die CDU zur Abgeordnetenhauswahl im September auf. Er soll demnach bis zur Wahl jedoch Regierender Bürgermeister bleiben.

Berlins Regierender Bürgermeister Wegner zieht sich zurück
14:36 Uhr

Aperol-Hersteller kämpft gegen Nachahmer-Produkte

Der italienische Spirituosenkonzern Campari verstärkt den Schutz seiner Erfolgsmarke Aperol gegen Nachahmer und Konkurrenten. Mit der Einführung von Aperol-Spritz-Fässern und einem Zertifizierungsprogramm für Gaststätten will das Unternehmen seine Vormachtstellung auf dem boomenden Markt für Aperitifs verteidigen. Hintergrund ist, dass vor allem in Italien zunehmend orangefarbene Spritz-Getränke serviert werden, die nicht das Original enthalten. "Seit 2023 beobachten wir, dass einige Bars und Restaurants begonnen haben, orangefarbene Getränke, oft vom Fass, zu servieren, die nicht unbedingt mit Aperol hergestellt werden", sagte Andrea Neri, Geschäftsführer der Aperitif-Sparte von Campari, in Mailand. Verbraucher würden oft irrtümlich annehmen, sie tränken das Original.

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Gläser mit Aperol Spritz werden bei einer Firmenveranstaltung serviert. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Marke Aperol ist der wichtigste Umsatzbringer für Campari und macht rund 26 Prozent der Erlöse aus. Neben den Nachahmerprodukten, die in Supermärkten teils 30 bis 40 Prozent günstiger sind als das etwa zehn Euro je Flasche kostende Original, wächst auch die Konkurrenz durch alternative Aperitifs. 

Aperol-Hersteller kämpft gegen Nachahmer-Produkte
14:07 Uhr

Erneut kranker Buckelwal vor Dänemark gesichtet 

In dänischen Gewässern gibt es zunehmend häufiger Buckelwale. In den vergangenen Jahren sei es laut Forscherinnen und Forschern immer mindestens einer pro Jahr gewesen, manchmal auch mehrere. Nun ist vor der dänischen Ostseeküste erneut ein Buckelwal unterwegs. Alles deute darauf hin, dass es sich bei dem vor Aarhus gesichteten Tier um denselben Wal handle, der bereits in den vergangenen Wochen in dänischen Gewässern beobachtet worden sei, unter anderem zwischen Jütland und der Insel Fünen, teilte die dänische Umweltbehörde mit. Sein Aussehen und sein Verhalten ließen darauf schließen, dass er krank sei.

Die Umweltbehörde rief die Menschen dringend dazu auf, Abstand zu dem Wal zu halten. "Es ist besonders wichtig, nicht in die Nähe des Tieres zu segeln oder auf andere Weise Kontakt zu ihm aufzunehmen." Falls der Wal tatsächlich krank sei, bedeute jede Störung zusätzlichen Stress für ihn. Die Behörde betonte, sie greife grundsätzlich nicht in das Leben freilebender Wale ein. "Wir bitten daher alle, den Wal in Ruhe zu lassen und ihn aus sicherer Entfernung zu beobachten." Die Rettungsdienste beobachteten die Situation aufmerksam und stünden in Kontakt mit Fachleuten.

Erneut kranker Buckelwal vor Dänemark gesichtet 
13:58 Uhr

Bundestag beschließt neues Heizungsgesetz

Der Bundestag hat das neue Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Damit werden Kernpunkte der von der früheren Ampel-Regierung beschlossenen Regelungen gekippt.

Bundestag beschließt neues Heizungsgesetz
13:34 Uhr

Virus bedroht Australiens einzigartige Tierwelt

Das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N1 breitet sich in Australien weiter aus und sorgt für wachsende Besorgnis um die einzigartige Tierwelt des Landes. Nachdem das Virus zunächst nur bei Zugvögeln aus der subantarktischen Region nachgewiesen worden war, wurde nun erstmals ein heimischer Seevogel positiv getestet, wie der Sender ABC unter Berufung auf die Regierung berichtete. Gleichzeitig untersuchen die Behörden, ob sich auch ein verendeter Australischer Seebär - eine Robbenart - im Bundesstaat New South Wales infiziert hat. Denn die gefährliche Vogelgrippe springt auch auf Säugetiere über: Da Robben Aasfresser sind und Vögel jagen, können sie sich leicht anstecken, wenn sie infizierte Vögel oder deren Kadaver fressen.

Fachleute fragen sich bereits, was die Ausbreitung für weltweit einmalige Tiere wie Koalas, Kängurus oder Tasmanische Teufel bedeuten könnte. "Es lässt sich unmöglich vorhersagen, was passieren wird", sagte Jose Quinteros, Dozent für Geflügelwissenschaften an der Universität Sydney, vor wenigen Tagen dem Nachrichtenportal News.com.au. Australiens Tierwelt sei aber so einzigartig und isoliert, dass sie gegen neue Krankheitserreger nicht geschützt sei.

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Der australische, auch neuseeländisch genannte Seebär (Arctocephalus forsteri) könnte durch H5N1 gefährdet sein. (Foto: picture alliance / imageBROKER)
Virus bedroht Australiens einzigartige Tierwelt
12:50 Uhr

Lamborghini rast von A555 und wird "in Teile gerissen"

Ein 32-Jähriger rast mit einem 500.000-Euro-Sportwagen über die A555 bei Bonn und verliert die Kontrolle über den Lamborghini. Der Wagen kracht gegen einen Baum und wird "in mehrere Teile gerissen". Der Fahrer kommt ums Leben, der Beifahrer wird schwer verletzt.

Lamborghini rast von A555 und wird "in Teile gerissen"
12:16 Uhr

Zweijähriges Mädchen ertrinkt in Nordrhein-Westfalen in Weiher

Ein zweijähriges Mädchen ist in Nordrhein-Westfalen in einen Weiher gefallen und ertrunken. Das Kind starb in einem Krankenhaus, wie die Polizei in Heinsberg mitteilte. Demnach hielten sich am Donnerstagabend zwei Mädchen mit der Zweijährigen auf einem Spielplatz auf, als das Kind aus dem Blickfeld der Mädchen verschwand.

Sie suchten zunächst in einem nahegelegenen Waldstück nach dem Mädchen. Rund eine halbe Stunde später meldete ein Spaziergänger ein leblos in einem Weiher treibendes Kind. Es wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo es starb. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Zweijähriges Mädchen ertrinkt in Nordrhein-Westfalen in Weiher
11:56 Uhr

Luft für Kai Wegner wird dünner

Kann sich Kai Wegner als Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Spitzenkandidat halten? Nach der Jungen Union fordern nun auch Berliner CDU-Mitglieder in einem offenen Brief, dass Wegner die CDU nicht wie geplant in die Abgeordnetenhauswahl im September führt. Das berichtete das Portal Table.Briefings. "Wir schreiben nicht gegen die Union - wir schreiben, weil wir sie schützen wollen", heißt es demnach in dem Entwurf des Briefs. Dessen Initiator sei der Berliner Investor und Kuratoriumsmitglied des Startup-Verbands, Christian Miele. In dem Brief werde Wegner aufgefordert, sein Amt als Regierender Bürgermeister unverzüglich aufzugeben und auf die Spitzenkandidatur zu verzichten. "Elf Wochen reichen für einen glaubwürdigen Neustart", heißt es demnach mit Blick auf den Wahltermin.

Und es gibt noch weitere Zeichen erhöhter Anspannung in der Hauptstadt: Anders als angekündigt verzichtete Wegner heute auf seine Rede im Bundesrat. Stattdessen nahm sein Stellvertreter, Finanzsenator Stefan Evers, im Gremium der Landesregierungen der Bundesländer teil. Schon am Donnerstagabend hatte Wegner einen Termin am Wannsee abgesagt. Ob er bei weiteren geplanten Terminen im Laufe des heutigen Tages - beim Hissen einer Regenbogenflagge vor dem Roten Rathaus am Mittag und einem Baustellen-Termin an der Autobahn-Ringbahnbrücke am Nachmittag - dabei sein wird, ist noch unklar. Heute Abend kommen der CDU-Landesvorstand und die Vorsitzenden der zwölf Kreisverbände zusammen, um über Wegners Kandidatur, den Wahlkampf, die Stimmung in der Partei und die Chancen bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September zu beraten. 

Luft für Kai Wegner wird dünner
11:27 Uhr

Diesel wieder über 2 Euro - auch Benzin mit Preissteigerung

Der Tankrabatt ist ausgelaufen, die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen nach einer Phase der Waffenruhe deutlich zu. Die Fahrt an die Tankstelle ist für Autofahrerinnen und Autofahrer mit Verbrenner in der Folge wieder schmerzhaft. Zum ersten Mal seit Mitte Mai kostete Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt zuletzt mehr als 2 Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Auch Benzin verteuerte sich deutlich.

  • Der Diesel-Durchschnittspreis vom Donnerstag lag bei 2,012 Euro. Das waren 4,2 Cent mehr als noch am Mittwoch. Blickt man bis zum Anfang der Woche - vor der jüngsten Eskalation - zurück, ergibt sich ein Anstieg von 6,2 Cent.

  • Auch Super E10 legte deutlich zu - mit einem Tagesanstieg von 2,6 Cent auf 2,060 Euro pro Liter allerdings nicht ganz so stark wie der typischerweise krisenanfälligere Dieselkraftstoff. Seit Montag ergibt sich ein Anstieg von 4 Cent pro Liter.

  • Beide Kraftstoffe liegen damit noch immer ein gutes Stück unter den Werten vor Beginn des Tankrabatts, der im Mai und Juni gegolten hatte, aber sehr deutlich über den Werten vor Kriegsbeginn oder auch in der zweiten Juni-Hälfte.

Diesel wieder über 2 Euro - auch Benzin mit Preissteigerung
11:26 Uhr

Bundestag stimmt umstrittener Gesundheitsreform zu

Der Bundestag hat der von der Regierung vorgelegten Gesundheitsreform zugestimmt. Mit der Mehrheit der schwarz-roten Koalition wurde der Gesetzentwurf in einer namentlichen Abstimmung verabschiedet. Sie soll das Defizit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beseitigen und einen Anstieg der Krankenkassenbeiträge verhindern. Die GKV-Reform ist eines der zentralen Reformpakete der Bundesregierung. Gesundheitsministerin Nina Warken hatte zuvor in der abschließenden Beratung nochmals für die Annahme geworben. Die Oppositionsparteien AfD, Grüne und Linke übten dagegen massive Kritik.

Bundestag stimmt umstrittener Gesundheitsreform zu
11:21 Uhr

Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen

Der Absatz von Volkswagen ist im zweiten Quartal weiter deutlich zurückgegangen: Weltweit verkaufte der Konzern mit knapp 2,1 Millionen Fahrzeugen 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er mitteilte. Demnach brachen die Verkäufe in China - dem wichtigsten Absatzmarkt - um 36,6 Prozent ein, während es insbesondere in Nord- und Südamerika und auch in Europa Zuwächse gab.

Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen
10:47 Uhr

Fenster bricht, Passagier muss festgehalten werden: Ryanair-Maschine kurz nach Start umgekehrt

Dramatische Szenen an Bord einer Ryanair-Maschine: Auf dem Weg von Thessaloniki nach Memmingen ist das Flugzeug nach einem Zwischenfall kurz nach dem Start zum Flughafen zurückgekehrt. Während des Fluges sei ein Knall zu hören gewesen, dann sei eine Fensterscheibe zerbrochen, sagte eine Passagierin. Mitreisende hätten den neben der beschädigten Scheibe sitzenden Passagier festgehalten. "Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus", sagte eine weitere Augenzeugin im griechischen Rundfunk ERT. Andere Passagiere hätten den Mann zurückziehen können. In der Kabine fielen Sauerstoffmasken herab, wie auf Fotos und Videos in sozialen Netzwerken zu sehen ist.

Der Pilot habe daraufhin den Flug abgebrochen und sei zum Flughafen Thessaloniki zurückgekehrt, berichtete die Passagierin. Der Rückflug habe nach dem Zwischenfall noch etwa 20 Minuten gedauert. Der Passagier, der neben der beschädigten Scheibe gesessen haben soll, sei vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus in Thessaloniki gebracht worden, berichtete der griechische Rundfunk. Den Informationen zufolge stammt der Mann aus Serbien.

Fenster bricht, Passagier muss festgehalten werden: Ryanair-Maschine kurz nach Start umgekehrt
10:12 Uhr

Bis zu 36 Grad: Hier wird es brütend heiß in Deutschland

Das Wetter in Deutschland ist zweigeteilt: Während der Norden und Osten in angenehmer Sommerluft liegen, schwappt eine extreme Hitze von Frankreich her langsam in den Südwesten des Landes über. Das ntv-Wetterteam gibt allerdings Entwarnung: Die 40 Grad und mehr (wie Ende Juni) sind diesmal nicht zu erwarten. Dennoch droht im Südwesten bis mindestens Donnerstag nächster Woche eine sehr hohe bis extreme Wärmebelastung, auch die Nächte werden hier wieder tropisch warm. Die Waldbrandgefahr steigt durch das trockene Wetter im Südwesten in manchen Regionen auf die höchste Stufe. Ein Ende der Hitzewelle ist wahrscheinlich Ende nächster Woche in Sicht - begleitet von teils heftigen Unwettern.

Bis zu 36 Grad: Hier wird es brütend heiß in Deutschland
09:36 Uhr

US-Flugpionierin und älteste Frau im All ist tot

Mit 82 Jahren ist Wally Funk im Jahr 2021 die älteste Frau, die jemals ins All geflogen ist. Nun ist die US-Flugpionierin in der Nacht zum Donnerstag in Grapevine im US-Bundesstaat Texas gestorben, wie eine Stadt-Sprecherin mitteilte. Die 87-Jährige sei zu Hause eines "natürlichen Todes" gestorben, umgeben von Menschen, die sie liebte. "Wir sind tief betrübt über den Tod von Wally Funk", hieß es auch in einem Beitrag auf der Plattform X des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Funk war 2021 mit dem Blue-Origin-Raumschiff "New Shepard" ins All geflogen und ist damit die älteste Frau, die je in den Weltraum reiste. "Wir fühlten uns geehrt, Teil ihrer Reise zu sein."

Die ehemalige amerikanische Pilotin war die erste Frau, die einen Posten als Prüferin für Flugsicherheit der US-Verkehrsbehörde NTSB erhielt und auch die erste Lehrerin der Flugbehörde FAA. In den 60er-Jahren absolvierte sie ein Trainingsprogramm für Frauen, die ins All fliegen wollten. Für eine Mission wurde sie nicht ausgewählt. "Wally Funks unerschütterliche Entschlossenheit beweist, dass Träume kein Verfallsdatum haben", zitierte die Mitteilung Duff O'Dell, Stadträtin von Grapevine. Ihre "bahnbrechenden Leistungen" erfüllten Grapevine mit Stolz.

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Gemeinsam mit Jeff Bezos (Mitte), dessen Bruder Mark, und dem damals 18-jährigen Oliver Daemen brach Wally Funk 2021 zu einem Kurzzeitflug ins All auf. (Foto: picture alliance / abaca)
US-Flugpionierin und älteste Frau im All ist tot
08:55 Uhr

Nach tödlichem Busunfall schwebt der Fahrer in Lebensgefahr 

Nach einem schweren Busunfall im niedersächsischen Westerstede, bei dem eine 59 Jahre alte Frau getötet worden ist, schwebt der 69-jährige Busfahrer in Lebensgefahr. Bei der Frau handelt es sich um die Lebensgefährtin des Fahrers, wie die Polizei mitteilte. Sie saß als Beifahrerin in dem Bus, als dieser von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Die 59-Jährige starb am Donnerstagabend noch an der Unfallstelle. Der 69-Jährige war mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Ersten Informationen zufolge galt er zunächst als schwer verletzt, heute Morgen präzisierte die Polizei, dass es sich um lebensbedrohliche Verletzungen handelt.

Die Polizei verortet die Schadenssumme im sechsstelligen Bereich. Warum das Fahrzeug von der Straße abkam, sei noch unklar. Es handelte sich laut Polizei um einen Linienbus, der außer Dienst unterwegs war. Deshalb befanden sich keine weiteren Fahrgäste im Bus. Die Unfallstelle wurde für sechs Stunden gesperrt.

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Die Polizei ermittelt nach dem tödlichen Unfall weiter zur Unfallursache. (Foto: picture alliance/dpa/NWM-TV | --)
Nach tödlichem Busunfall schwebt der Fahrer in Lebensgefahr 
08:25 Uhr

Überwachungsvideo: Tornado kracht in Wohnzimmer - Wucht reißt Türen raus

Ein historisch seltener Tornado zieht über Zentralchina hinweg. Eine Überwachungskamera zeichnet auf, wie der Wirbelsturm plötzlich mitten durch ein Wohnzimmer fegt. Dabei zersplittern Fenster, Türen werden aus den Angeln gerissen. Eine Mutter und ihre Tochter können sich gerade noch in Sicherheit bringen.

Überwachungsvideo: Tornado kracht in Wohnzimmer - Wucht reißt Türen raus
07:43 Uhr

Experten finden mögliche Ursache für Wegsacken der Boeing in Frankfurt

Kleiner Fehler, große Wirkung: Beim Unfall eines Dreamliners vom Flugzeughersteller Boeing am Frankfurter Airport Anfang Juni war ein Verriegelungsstift für das Bugfahrwerk nicht eingesteckt. Die technische Vorrichtung habe sich nicht in der vorgesehenen Bohrung befunden, sondern in einer Aufbewahrungskiste im vorderen Frachtraum, teilte die zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in ihrem Zwischenbericht mit. Als das Flugzeug einknickte und mit der Nase auf den Boden schlug, wurden 21 Personen leicht und zwei schwer verletzt. Passagiere waren zum Unfallzeitpunkt noch nicht an Bord.

Die Boeing B787-9 der Lufthansa wurde am 4. Juni auf einer Parkposition am Terminal für einen Langstreckenflug nach Los Angeles vorbereitet. Im Flugzeug befanden sich den Angaben zufolge 28 Personen, darunter Techniker, Besatzung und Bodenpersonal, als das Bugfahrwerk unerwartet einfuhr. Außerhalb waren sechs weitere Personen unmittelbar beteiligt. "Das Luftfahrzeug prallte mit dem Bug sowie beiden Triebwerksverkleidungen auf dem Betonboden auf", hieß es. Die BFU mit Sitz in Braunschweig erklärte, die Untersuchung des Unfalls sei noch nicht abgeschlossen. Erst im Abschlussbericht werde es eine Analyse der Fakten geben, Schlussfolgerungen und eine Benennung der Ursachen für den Unfall. Dieser Bericht sei in etwa einem Jahr zu erwarten.

Experten finden mögliche Ursache für Wegsacken der Boeing in Frankfurt
07:08 Uhr

Spahn bringt Wahlrechtsentzug für Höcke ins Spiel

Seit Jahren wird über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD diskutiert. Doch die Hürden sind hoch und es gibt Bedenken, ob ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht erfolgreich wäre. Unionsfraktionschef Jens Spahn bringt nun einen Entzug des passiven Wahlrechts von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke als eine andere Maßnahme ins Spiel. "Alle reden ja immer über Verbotsverfahren. Wie wär's denn, wenn wir einfach mal ein Verfahren machen und gucken, ob man jemandem extrem Rechtem wie ihm seine aktiven und passiven Wahlrechte abnehmen kann", sagte Spahn im "Focus"-Podcast "Machtmenschen".

Höcke, der wegen des Verwendens einer verbotenen SA-Parole zweimal vom Landgericht Halle verurteilt wurde, kann ungestraft als Faschist bezeichnet werden. Seine Thüringer AfD wurde vom Landesverfassungsschutz bereits 2021 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Spahn bekräftigte in dem Podcast eine Abgrenzung zur AfD. "Wer für Putin unterwegs ist, für China spioniert, extrem und radikal in der Sprache ist, von dem grenzen wir uns, grenze ich mich klar ab - politisch, inhaltlich, menschlich." Mitte Juni hatte der SPD-Politiker und frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dafür plädiert, einzelnen Vertretern der AfD das passive Wahlrecht zu entziehen - zum Beispiel Höcke.

Spahn bringt Wahlrechtsentzug für Höcke ins Spiel
06:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

dem Bundesverfassungsgericht sei Dank: Der Bundestag stimmt im Laufe des Tages über das neue Heizgesetz ab. Die schwarz-rote Koalition will Kernpunkte der von der früheren Ampel-Regierung beschlossenen Regelungen kippen. Die Bundestagsfraktion der Linken war in Karlsruhe mit dem Versuch gescheitert, die geplante Verabschiedung der Gesetzesreform vorerst zu stoppen. Das neue Gesetz soll heute auch den Bundesrat passieren.

Der Bundestag entscheidet heute außerdem über das umstrittene Sparpaket der schwarz-roten Koalition für stabile Krankenkassenbeiträge. Der Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken war zuletzt noch in mehreren Punkten verändert worden. Beschlossen werden sollen am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause auch die Aussetzung der diesjährigen Diätenerhöhung für die Abgeordneten und eine Reform des Bundespolizeigesetzes.

Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause will der Bundesrat über zahlreiche Gesetze der Bundesregierung entscheiden - einige davon müssten aber heute erst noch vom Bundestag beschlossen werden (siehe oben).

  • Die Berliner CDU will am Abend (18.30 Uhr) über den Wahlkampf und ihre Chancen bei der Abgeordnetenhauswahl in rund zwei Monaten beraten. Bei dem Treffen der Kreisvorsitzenden mit dem Regierenden Bürgermeister und Spitzenkandidaten Kai Wegner soll auch über die zunehmende Kritik an ihm gesprochen werden.

  • Das Statistische Bundesamt gibt die Details zur Inflationsrate für Juni 2026 und Zahlen zu Insolvenzen für April 2026 bekannt.

  • In Köln wird ab 12 Uhr das Urteil im Prozess wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Mann erwartet, der mit seinem Auto in eine Schülergruppe gefahren sein soll. Bei dem Unfall wurden eine Zehnjährige und ein Schulbegleiter getötet.

  • Ein Streit um ein großformatiges Street-Art-Gemälde an der Fassade eines Hochhauses in Wuppertal beschäftigt ab 9 Uhr den Bundesgerichtshof.

  • Ex-Weltmeister Spanien will mit Superstar Lamine Yamal den nächsten Schritt in Richtung WM-Finale gehen. In Inglewood trifft die Mannschaft im Viertelfinale auf Belgien (21 Uhr/ZDF und MagentaTV). Als einzige Mannschaft dieser WM ist der Europameister noch ohne Gegentor.

  • French-Open-Sieger Alexander Zverev kämpft um seinen erstmaligen Einzug ins Finale von Wimbledon. Der beste deutsche Tennisspieler bestreitet das erste Vorschlussrundenduell und trifft auf den britischen Überraschungs-Halbfinalisten Arthur Fery (14.30 Uhr/Prime Video).

Starten Sie gut in den Tag - das Wochenende ist in greifbarer Nähe. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:24 Uhr

Trump drängt nach Jahrhunderturteil Mitglieder aus unabhängiger Wahlkommission

Erst kürzlich macht der Supreme Court Donald Trump ein unschätzbar wertvolles Geschenk, mein Kollege Roland Peters spricht gar von einem Jahrhunderturteil: Der Präsident darf nun "wie er will" Personal in bislang unabhängigen Behörden feuern, die vom Kongress gegründet wurden. Und so kommt es prompt auch: Vier Monate vor den Zwischenwahlen demontiert Trump eine unabhängige Wahlkommission. Die verbliebenen drei Mitglieder der Kommission für Wahlunterstützung seien von Trump aus dem Amt gedrängt worden, berichteten US-Medien übereinstimmend. Die Behörde war 2002 vom Kongress ins Leben gerufen worden und soll die Bundesstaaten unter anderem mit Bundesmitteln bei der Organisation von Wahlen unterstützen. Wahlen sind in den USA im Wesentlichen Sache der Bundesstaaten, nicht der Zentralregierung.

Die vier Kommissare sollen im Normalfall zu gleichen Teilen von Republikanern und Demokraten gestellt werden. Zuletzt saßen allerdings nur noch drei Mitglieder in dem Gremium, ein Posten war vakant. Trump sei offenbar entschlossen, bei den Wahlen Chaos zu verursachen, kritisierte Adrian Fontes, ein Demokrat, der als Secretary of State auch erster Stellvertreter des Gouverneurs von Arizona ist. "Dieser Schritt untergräbt die Integrität der überparteilichen Wahlverwaltung", sagte Fontes, der in seiner Rolle für die Wahlen in dem Bundesstaat verantwortlich ist. Auch andere Kritiker reagierten bestürzt auf die Entscheidung und sprachen von einem besorgniserregenden Versuch der Wahlbeeinflussung.

Trump drängt nach Jahrhunderturteil Mitglieder aus unabhängiger Wahlkommission
05:57 Uhr

Hausärzte appellieren an Bundesrat: "Irrfahrt stoppen"

Die Hausärzte appellieren an die Länder, das umstrittene Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge zu stoppen. "Spätestens der Bundesrat muss diese Irrfahrt stoppen. Wenn das Spargesetz so kommt, ist das ein einziges Fiasko für die Hausarztpraxen und ihre Patientinnen und Patienten", sagte die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der "Rheinischen Post". Sie mahnte: "Wenn Bund und Länder auch weiterhin eine gute hausärztliche Versorgung für ihre Bürgerinnen und Bürger wollen, dann muss dieses Gesetz aufgehalten werden."

Der Bundestag entscheidet im Laufe des Tages über das Sparpaket der schwarz-roten Koalition. Geplant ist, die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben zu entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Buhlinger-Göpfarth betonte, das Gesetz werde die "Versorgung der Patientinnen und Patienten spürbar verschlechtern". Sie sprach von einem "Kahlschlag" und warnte, die Folge wäre, dass die Vor-Ort-Versorgung in immer weniger Regionen gewährleistet werde, Menschen immer länger auf Termine warten müssten und weniger Zeit für ihre Behandlung bleibe.

Hausärzte appellieren an Bundesrat: "Irrfahrt stoppen"