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Der TagE-Scooter-Fahrer erleiden bei Unfällen mehr Hirnverletzungen als Motorradfahrer

07.08.2026, 07:44 Uhr

E-Scooter-Fahrer ziehen sich bei Unfällen einer Studie zufolge deutlich häufiger Kopfverletzungen und Schädigungen innerer Organe zu als Motorrad- oder Fahrradfahrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachjournal "Scientific Reports" veröffentlichte britische Studie. Sie hat die Daten des nationalen Traumaregisters (aus dem Zeitraum 2020 bis 2022) und Berichte eines Leihanbieters aus 18 Städten in England und Wales (aus dem Zeitraum 2020 bis 2024) analysiert.

  • relatives Risiko für ein Schädel-Hirn-Trauma ist bei E-Scooter-Unfällen 3,45-mal höher als bei Motorradfahrern und 1,74-mal höher als bei Radfahrern

  • Risiko für Verletzungen innerer Organe (1,46-mal höher) und Gefäßtraumata (3,24-mal höher) übersteigt das von Motorradfahrern deutlich

  • Risiko von Knochenbrüchen fällt im Vergleich geringer aus

Auffällig ist laut den Forschern um David Bodansky vom Chelsea and Westminster Hospital Foundation Trust der hohe Anteil an verletzten Kindern: Minderjährige machen demnach 16,2 Prozent der schwerverletzten E-Scooter-Fahrer aus. Daten des Leihanbieters zeigen, dass das Risiko einer Kollision bei Minderjährigen um 78 Prozent höher ist als bei Erwachsenen. Zudem wurde bei Frauen eine höhere Schwere der Verletzungen festgestellt, sie haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko für schwere Traumata wie Männer.

Ein Hauptgrund für die schweren Kopfverletzungen ist der Studie zufolge die mangelnde Schutzausrüstung. Während 75,7 Prozent der Motorradfahrer und 45 Prozent der Radfahrer einen Helm trugen, lag dieser Anteil bei E-Scooter-Fahrern im Traumaregister bei lediglich 5,9 Prozent.

Quelle: ntv.de