Der TagEx-Islamist al-Scharaa fordert Israel zum Rückzug aus Syrien auf
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat Israels Vorgehen in Syrien scharf verurteilt. Israel habe seit dem Umbruch in Syrien 500 Luftangriffe geflogen, mehr als 1200 Vorstöße gemacht und rund 300 Menschen festgenommen, sagte al-Scharaa bei der UN-Generaldebatte in New York. Dies stehe im Widerspruch zur internationalen Entwicklung und erinnere an eine längst vergangen geglaubte Ära. Während sich die Welt über die Rückkehr Syriens freue, greife Israel das Land an, so al-Scharaa, der vor seinem Amtsantritt Anführer einer islamistischen Miliz war.
Der Interimspräsident betonte, Syrien habe die Rechtsstaatlichkeit gefestigt. Jeder Versuch, die syrische Souveränität oder das Völkerrecht zu verletzen, werde gestoppt. Die Golanhöhen würden syrisches Territorium bleiben, sagte er. Er forderte erneut einen Abzug der israelischen Truppen. Die Lage zwischen Israel und Syrien bleibt weiter angespannt. Seit dem Sturz von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad Ende 2024 hat Israel seine Einsätze im Süden Syriens ausgeweitet, Truppen in die UN-Pufferzone verlegt und immer wieder auch Ziele auf syrischem Gebiet angegriffen.