Der TagHapag-Lloyd liebäugelt mit Atomfrachtern in deutschen Häfen
Die Handelsschifffahrt gehört zu den Problemfeldern im Kampf gegen den Klimawandel. Viele große Frachtschiffe kreuzen die Weltmeere nach wie vor mit Schweröl. Die dänische Reederei Maersk hält grünes Methanol für die "einzige Lösung", um den schmutzigen Treibstoff zu ersetzen. Der Chef von Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd ist deutlich kreativer, er liebäugelt mit Atomantrieben für seine Containerschiffe.
"Ich bin der Meinung, dass man das nicht ausschließen sollte, ehe man es nicht gründlich untersucht hat", sagt Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen im "Spiegel".
"Atomreaktoren haben gewisses Potenzial, weil sie zur Dekarbonisierung einen wichtigen Beitrag leisten können", führt er aus. "Wahrscheinlich ist es von den Kosten auch akzeptabel und wir wären wieder in der Lage, etwas schneller zu fahren."
Doch es gibt ein großes Problem: Wie verkauft man etwa den Menschen in Hamburg, dass in ihren Häfen bald Atomfrachter anlegen sollen: "Diesen Faktor muss man sicherlich berücksichtigen und man muss sich auch anschauen, wie gefährlich das ist", sagt Habben Jansen.