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Der TagIllegales Glücksspiel? - New York nimmt sich Polymarket vor

24.09.2026, 21:53 Uhr

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hat bei einem Gericht in Manhattan Klage gegen die Online-Plattform Polymarket eingereicht und verschärft damit ihr Vorgehen gegen sogenannte Prognosemärkte. Sie wirft dem Unternehmen vor, gegen die Glücksspielgesetze des Bundesstaates zu verstoßen. Vorhersage-Plattformen wie Polymarket haben sich in einer regulatorischen Grauzone entwickelt. Dort können Nutzer auf den Ausgang von Sportereignissen, aber auch von Wahlen oder Kulturveranstaltungen wie den Oscars wetten.

Nach US-Recht sind allerdings Wetten verboten, die dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen - etwa solche, die Krieg oder Attentate betreffen. "Mit dem Betrieb eines nicht lizenzierten Glücksspielangebots hat Polymarket nicht nur wissentlich gegen staatliches Recht verstoßen, sondern auch die New Yorker in Gefahr gebracht", erklärte die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, in einer Mitteilung. Dies gelte insbesondere für Minderjährige, die für problematisches Spielverhalten besonders anfällig seien. Der Bundesstaat fordert Zivilstrafen, die Einziehung illegaler Gewinne und die vollständige Rückerstattung der Gelder an die Kunden.

Zudem hatte es zahlreiche Manipulationsvorwürfe gegeben. So hatte beispielsweise der Betreiber des Teleprompters im Weißen Haus viel Geld mit Wetten verdient, in denen er auf die Verwendungen von Worten in Reden des US-Präsidenten gesetzt hatte. Ein CEO von Coinbase hatte im Laufe einer Präsentation von Quartalszahlen erfahren, dass bei Anbietern Geld auf die Verwendungen von Worten gesetzt worden war. Er machte sich den Spaß und sagte die Worte - ohne jeden Zusammenhang - einfach gegen Ende seiner Präsentation auf. Bei Kalshi und Polymarket waren etwa 84.000 US-Dollar darauf gesetzt worden. Die Wettenden verdienten eine Menge Geld damit.

Quelle: ntv.de