Der TagKaffee wird teurer: Dürre und Frost in Brasilien treiben Preise in die Höhe
Erst Dürre, dann Frost: Wetterkapriolen treffen den weltgrößten Kaffeeproduzenten Brasilien hart und lassen die Preise der Bohnen drastisch steigen. Der für den späteren Handel vorgesehene Preis für Arabica-Kaffee lag am Freitag bei knapp 3,50 Euro pro Kilo - und damit auf dem höchsten Stand seit 2014. Verbraucher müssen sich deshalb wohl künftig auf höhere Preise gefasst machen.
Seit Januar ist der Preis für Arabica-Kaffee um 60 Prozent in die Höhe geschnellt. Hauptgrund für den astronomischen Preisanstieg seien die verheerenden Wetterbedingungen in Brasilien, sagt Rabobank-Analyst Carlos Mera. Brasilien litt zu Beginn dieses Jahres unter einer historischen Dürre. In der vergangenen Woche folgte Frost auf wichtigen Plantagen in Minas Gerais, aus dem 70 Prozent der Arabica-Bohnen des Landes kommen. "Die Minusgrade haben zu Laubfall geführt und die jüngsten Pflanzen zerstört", sagt Mera. Diese sind allerdings für künftige Ernten entscheidend. Die Verbraucher merken von all dem zwar derzeit noch nichts, das kann sich aber ändern: Die steigenden Preise würden nur langsam an die Verbraucher weitergegeben, sagt Mera.