Der TagMissbrauch im Nationalsozialismus? Schufa prüft 100-jährige Geschichte
Die Schufa hat anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens 2027 ihre Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus erstmals umfassend von unabhängigen Wissenschaftlern untersuchen lassen. Der Geschichtsagentur D.I.E. Firmenhistoriker zufolge lässt sich kein Missbrauch des Karteikartenarchivs für die Zwecke des NS-Regimes nachweisen. Doch die drei jüdischen Gründer der Kreditauskunftei, die Brüder Kurt und Walter Gerhard Meyer sowie Robert Kauffmann, wurden nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten "systematisch aus ihren Funktionen verdrängt und zur Emigration gezwungen", schildert Firmenhistoriker-Geschäftsführer Rainer Lächele. Auch die jüdischen Mitglieder des Verwaltungsausschusses der 1927 in Berlin gegründeten "Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung und Kreditsicherung" verloren ihre Posten im Laufe des Jahres 1933.