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Der TagNach irrer Zwangsräumung von 87-Jähriger streiten sie auch in Spanien über Mieten

25.09.2026, 17:35 Uhr

Genau wie bei uns, wird in Spanien derzeit viel über Wohnen und Mieten gestritten. Dort hat der Rauswurf einer 87-jährigen Frau aus ihrer Mietwohnung die Debatte um bezahlbare Mieten neu entfacht. Der größte Mieterschutzbund des Landes forderte am Freitag die Regierung auf, schon in kommende Woche ein nach der betroffenen Seniorin Maricarmen Abascal benanntes "Maricarmen-Dekret" zu erlassen, um Mieterinnen und Mieter besser zu schützen. Eine Sprecherin des Mieterschutzbundes bezeichnete den Fall als "letzten Tropfen", der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.

Abascal hatte 70 Jahre lang in der Wohnung in Madrid gelebt. Am Mittwoch wurde die Wohnung dann nach Angaben des Mieterschutzbundes zwangsgeräumt, nachdem ein Investor die Immobilie erworben und die Miete um 275 Prozent auf 2650 Euro erhöht hatte. Seither ist die Frau im Krankenhaus.

Zu den Forderungen des Mieterschutzbundes gehört unter anderem, dass Mietverträge automatisch verlängert werden sollen. Diese Regelung solle im Rahmen eines Gesamtpakets zum Mieterschutz in der Kabinettssitzung am Dienstag verabschiedet werden, verlangte der Verband.

Quelle: ntv.de