Der TagSoll die Rente mit 63 abgeschafft werden?
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig hat die Koalitionsparteien davor gewarnt, das Paket mit Expertenempfehlungen zur Rentenreform wieder aufzuschnüren. "Wenn wir jetzt einen Baustein hier rausziehen, dann fällt im Zweifel das gesamte Haus der Reform zu Boden", sagt Reddig im Deutschlandfunk. Dies gelte sowohl für Forderungen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren beizubehalten, als auch für den Wunsch, auf die weitgehende Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zu verzichten.
Die CDU-Ministerpräsidenten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens hatten vergangene Woche gefordert, auf die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zu verzichten. CSU-Chef Markus Söder kritisierte wiederum die Empfehlung der Experten zu Minijobs.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig weist das Argument zurück, dass vor allem Gutverdiener und Männer davon profitieren würden. "Mein Eindruck ist, dass sich die Rentenkommission nicht konkret auch mit der besonderen ostdeutschen Biografie beschäftigt hat", sagt die SPD-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin". In Ostdeutschland gebe es überdurchschnittlich viele Menschen, die 45 Jahre oder auch 47 oder 49 Jahre gearbeitet hätten. Die typische Biografie sei jetzt wie früher, dass viele mit 16 anfingen zu arbeiten und in die Rentenversicherung einzuzahlen. Gerade von Frauen erhalte sie viele Schreiben zur Abschaffung dieser sogenannten Rente mit 63.