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Baby überlebt unversehrtNizza: Unbekannte erschießen junge Mutter im Auto

22.01.2026, 02:26 Uhr
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Die Täter sind auf der Flucht. (Foto: picture alliance/dpa)

Im südfranzösischen Nizza wird eine junge Frau regelrecht hingerichtet: Sie sitzt am Steuer ihres Wagens, als Unbekannte von einem Motorroller aus mehrfach auf sie schießen. Ihr Baby kann sie vor dem Kugelhagel retten.

Im südfranzösischen Nizza haben Unbekannte eine junge Frau am Steuer ihres Autos erschossen, während sie mit ihrem Baby unterwegs war. Das Baby sei unverletzt geblieben, sagte Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi, der von einer "abscheulichen Tat" und von "Barbarei" sprach. Die Zeitung "Le Parisien" berichtete, zwei Männer auf einem Motorroller hätten an einer Kreuzung neben dem Fahrzeug gehalten und mehrfach eine Pistole abgefeuert. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet. Die Frau war nach Informationen französischer Medien 25 Jahre alt.

Ein Augenzeuge sagte der Zeitung "Nice-Matin", er habe gegen 18 Uhr etwa zehn Schüsse gehört, die in zwei Phasen abgefeuert worden seien. Die Frau habe sich schützend über ihr in einem Kindersitz sitzendes Baby geworfen. Sie sei von Schüssen in den Rücken und in die Seite getroffen worden. Mit der leblosen Frau hinter dem Steuer sei der Wagen noch die abschüssige Straße heruntergerollt und in einen Pfosten gekracht. Zeugen leisteten demnach Erste Hilfe und befreiten das Baby aus dem Wagen. Nach Angaben des Senders TF1 handelte es sich um ein sechs Monate altes Mädchen. Von den Tätern fehle noch jede Spur, lediglich der Motorroller sei mit abmontierten Kennzeichen in der Nähe des Bahnhofs entdeckt worden.

Noch keine Erkenntnisse zum Motiv

Das Motiv für die Tat ist noch offen. Wie der Sender France 3 Provence-Alpes-Côte d'Azur unter Verweis auf die Polizei berichtete, ermittelten die Beamten wegen eines möglichen Femizids.

"Die Nachricht vom Tod einer jungen Frau, die in Begleitung ihres Babys, das glücklicherweise wohlauf ist, durch Schüsse getötet wurde, löst immense Bestürzung und tiefe Wut aus", sagte Bürgermeister Estrosi am Tatort. Die Täter müssten so schnell wie möglich gefunden werden. "Die Stadt Nizza wird den Ermittlern alle verfügbaren Ressourcen zur Verfügung stellen", fügte der Bürgermeister hinzu.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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