Infografik

Ganz großes Tennis bei US Open Zverevs Grand-Slam-Glück in Zahlen

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Alexander Zverev steigerte sich in seinem Halbfinale gegen Pablo Carreno Busta gerade noch rechtzeitig.

(Foto: dpa)

Erstmals seit 17 Jahren erreicht mit Alexander Zverev wieder ein deutscher Tennisprofi das Finale eines Grand-Slam-Turniers. Beim letzten Schritt ins Endspiel muss Zverev dabei Historisches vollbringen. Nun steht der 23-Jährige vor dem zweiten ganz großen Titel seiner Tenniskarriere.

Zwischenzeitlich schien Alexander Zverev gegen den spanischen Überraschungs-Halbfinalisten Pablo Carreno Busta chancenlos, lag nach verlorenem ersten Satz im zweiten Durchgang bereits mit 0:5 zurück. Dann drehte Zverev plötzlich auf - und erstmals in seiner Karriere noch ein Fünfsatzmatch nach 0:2-Satzrückstand. Die Schlüsselstatistiken im Überblick, für das gesamte Match und Satz für Satz. Die Zahlen zeigen: Nach 36 unerzwungenen Fehlern in den ersten beiden verlorenen Sätze schraubt Zverev seine Fehlerquote deutlich nach unten (bis Spielende nur noch 21 weitere unerzwungene Fehler) und seine Winner-Quote klar nach oben. Zudem war er deutlich aggressiver beim Aufschlag des Spaniers und konnte ihn ab Satz 3 insgesamt sechsmal breaken.

Erstes Finale bei den Majors

Nachdem Zverev zu Jahresbeginn bei den Australian Open erstmals ein Grand-Slam-Halbfinale erreicht und gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem (dem möglichen Finalgegner in New York) verloren hatte, schaffte er nun in New York auch den vorletzten Schritt auf dem Weg zum ersehnten ersten Grand-Slam-Titel. Seine Bilanz bei den vier Majors sowie der ATP-WM zeigt: Es wäre der zweite ganz große Triumph seiner immer noch jungen Karriere:

Historischer Finaleinzug

Unabhängig vom Ausgang des Herrenfinals ist Zverevs Endspieleinzug in New York schon jetzt historisch. Denn der 23-Jährige ist der erste Deutsche seit Rainer Schüttler 2003 bei den Australian Open, der um den Titel bei einem Tennis-Major spielen darf. Noch länger liegt der letzte deutsche Grand-Slam-Sieg eines Herren zurück. Der war 1996 einem gewissen Boris Becker bei den Australian Open gelungen. Letzter deutscher Herrenfinalist in New York war Michael Stich, der 1994 gegen Andre Agassi verloren hatte.

Im Finale wartet ein Gigant

Im Endspiel von New York warten auf Alexander Zverev entweder der Österreicher Dominic Thiem, der bereits zweimal bei den French Open und einmal in Australien um seinen ersten Grand-Slam-Titel gespielt hatte - oder der Russe Daniil Medwedew, der 2019 im US-Open-Endspiel gegen den Spanier Rafael Nadal erst nach einem packenden Fünfsatzkampf unterlegen war. Beide präsentierten sich im bisherigen Turnierverlauf noch ein wenig stärker und konstanter als Zverev. Medwedew zog gar ohne Satzverlust ins Halbfinale ein.

Die bisherigen Zverev-Gegner in New York zeigen trotz des grandiosen Fünfsatzkrimis gegen Carreno Busta: Für den 23-jährige Deutsche wartet damit im Endspiel der finale und erste richtige Härtetest in New York.

Quelle: ntv.de, cwo

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