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Fesselnde Weltkriegs-Action "T-34" ist Panzer-Battle im "Matrix"-Style

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Einmal Panzer fahren, welcher Mann träumt nicht davon? Nach "T-34: Das Duell" wird die Sehnsucht nach der Erfüllung noch größer.

(Foto: Tiberius)

T-34 gegen Panther, welcher Panzer gewinnt in einem Duell? Das schreit doch nach einem Weltkriegsfilm in Hochglanzoptik. Dass der dazu passende Streifen aus Russland kommt, beweist, dass auch dort Special Effects beherrscht werden.

Wenn man keine Chance hat, soll man sie nutzen. Panzerkommandant Iwuschkin (Alexander Petrow; "Attraction") weiß nur zu gut, wie das gemeint ist. Im November 1941 erhält er den Auftrag, eine deutsche Panzerbrigade kurz vor Moskau aufzuhalten. Irgendwie. Ein russischer Panzer gegen eine Übermacht der Wehrmacht. Iwuschkin schafft das Unmögliche. Nicht irgendwie, sondern mit Kampfgeist, Bauernschläue und Können. Allerdings wird er gefangengenommen. In einem Strafgefangenenlager in Thüringen fristet er danach sein Dasein.

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Deutsches Gefangenenlager: "T-34" weckt auch Erinnerungen an den Klassiker "Gesprengte Ketten".

(Foto: Tiberius)

Drei Jahre gehen ins Land. Iwuschkin sitzt immer noch ein. Seine Aufmüpfigkeit macht ihm das Leben schwer. Er soll exekutiert werden. Doch da taucht sein Gegenspieler von einst auf: Standartenführer Jäger (Vinzenz Kiefer; "Jason Bourne", "Speed Racer"), Panzerkommandant. Als er Iwuschkin erkennt, hat er eine Idee: Der Russe soll dem deutschen Panzerfahrer-Nachwuchs auf die Sprünge helfen. Ihm Tipps geben, Tricks und Kniffe beibringen, die den Deutschen dann wiederum im Kampf gegen die Rote Armee helfen werden.

Iwuschkin hat keine Wahl: Willigt er nicht ein, stirbt er und auch die Dolmetscherin Anja (Irina Starschenbaum), in die er sich im Gefangenenlager verliebt hat. Iwuschkin sagt Jäger zu. Er erhält einen von der Wehrmacht erbeuteten T-34 der neuesten Generation und darf sich seine Panzercrew unter den Gefangenen aussuchen. Iwuschkin denkt aber noch immer nicht daran, den Deutschen zu helfen - er will mit dem T-34 aus dem Lager ausbrechen und in Richtung Tschechoslowakei in die Freiheit fahren.

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Die Flucht gelingt, Jäger bekommt Muffensausen: Nun ist er es, dem der Tod droht, also setzt er alles daran, Iwuschkin mitsamt dem T-34 zu finden. In der Nähe von Klingenthal kommt es zum Showdown, zum Duell. Wieder sind die Karten ungerecht verteilt, wieder ist Iwuschkin in der Unterzahl: Let's get ready to ruuuuumble! Let's get ready for "T-34: Das Duell".

Auch ein Panzer kann etwas ausrichten

Für den russischen Film nahm Alexej Sidorow auf dem Regiestuhl Platz. Er hatte sich bislang vor allem als Drehbuchautor ("Brigade") einen Namen gemacht. Wichtiger ist aber das Team dahinter: "T-34" stammt von den Produzenten von Mel Gibsons "Hacksaw Ridge" und "Get the Gringo". Damit ist Hollywood-Feeling garantiert. Verrückte Welt, wenn man bedenkt, dass die Helden des Films allesamt Russen sind und der Plot sich um einen russischen Panzer dreht.

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"T-34: Das Duell" (Tiberius) erscheint am 2. Oktober auf BD.

(Foto: Tiberius)

Aber genau das ist es auch, was den Film so sehenswert macht. Hollywood-Weltkriegsfilme hat man irgendwie über. Amerikanisches Helden-Pathos funktioniert in einer Welt, in der der US-Präsident und damit Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte Donald Trump heißt, nicht mehr wirklich. Warum nicht mal zur Abwechslung russisches Pathos? Er kommt in "T-34" zumindest nicht zu kurz, überlagert allerdings auch nicht die Handlung. Ob der Film 130 Minuten gebraucht hätte, ist da schon eine andere Frage. Aber vor allem Männer dürften sie mit "Ja, absolut!" beantworten, denn es vergeht fast keine Minute, in der nicht irgendein kraftvoller Dieselmotor aufheult, Dreck rumgeschleudert wird oder das Knirschen und Ächzen von Stahl zu hören ist. Explosionen gibt es natürlich auch zuhauf.

"Matrix" lässt grüßen

Und darin besteht die Besonderheit von "T-34": Bei den Special Effects wurde aber mal so richtig geklotzt. Zeitlupen, Super-Slomos, 360-Grad-Kamera-Drehungen - das alles erinnert an die gute alte "Matrix"-Reihe. Die ist zwar mittlerweile in die Jahre gekommen, ihr Stil aber zeitlos. Dazu kommen noch kernige Sätze wie "Wir klatschen die Fritzen, dass es nur so kracht" oder "Regel Nummer 1: Der Russe plant immer irgendwas". Und natürlich dürfen ein "Wir dienen der Arbeiterklasse" und ein "Das Reich wird die ganze Welt beherrschen" auch nicht fehlen.

Das alles führt dazu, dass bei "T-34" zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Man fiebert als Zuschauer gebannt und gespannt gleichermaßen dem Showdown am Ende des Films entgegen - mit der Erkenntnis: Wenn man keine Chance hat, muss man sie nutzen!

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EUR 11,99
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Quelle: n-tv.de

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