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ntv-Podcast zu Streamingdiensten "In den Tiefen gibt es wahre Schätze"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ronny Rüsch, der bislang vor allem im Podcast "Ditt & Datt & Dittrich" aufgetreten ist, macht sich gewissermaßen selbständig. Der Filmenthusiast und Dauerstreamer startet ab sofort den neuen Podcast "Oscars & Himbeeren", der ab dem 4. September bei ntv, Audio Now, Spotify & Co. zu hören ist. Was das Publikum genau erwartet, verrät Ronny im Interview.

ntv.de: Ronny, einige Hörerinnen und Hörer kennen dich wahrscheinlich als regelmäßigen Gast von "Ditt & Datt & Dittrich", dem Podcast unserer Trash-TV-Königin Verena Dittrich. Jetzt machst du mit "Oscars & Himbeeren - ntv" dein eigenes Ding. Warum?

Ronny Rüsch: Mit Verena kann man ja nur begrenzt über Filme und Serien reden. Die guckt ihre schwedischen Krimis à la Wallander, ein paar Crime-Serien mit Mord und Spurensuche und gut is'. Ronny hat da schon noch mehr zu erzählen (lacht).

Worum geht's?

Es wird um Streamingdienste gehen: Was lohnt es sich zu gucken bei TVNOW? Was lohnt es sich zu gucken bei Netflix? Wie sieht's aus bei Amazon Prime? Mittlerweile gibt es so viele Streaming-Angebote, da wächst einem langsam der Kopf zu. Mit dieser Unordnung wollen wir etwas aufräumen. Unser Hauptinteresse soll dabei aber nicht immer nur bei den neuesten Produktionen liegen. Oft gibt es in den Tiefen der Streamingportale wahre Schätze zu entdecken. TVNOW zum Beispiel hat einige Folgen der Anime-Serie "Captain Future" im Angebot. Die habe ich mir als Fan natürlich sofort angeschaut.

Warum bist ausgerechnet du prädestiniert dafür?

Ich liebe Filme seit meiner frühesten Kindheit. Ich komme aus schwierigen Familienverhältnissen. Meine Mutter ließ meinen Vater oft wochenlang mit fünf kleinen Kindern allein, irgendwann kam sie gar nicht mehr nach Hause. Filme wurden mein Fenster zur Welt, eine Art Märchenland für einen kleinen Jungen. Die Leidenschaft für das Medium des bewegten Bildes habe ich von meinem Vater, der uns Kinder oft mit ins Kino genommen hat. Mit sechs Jahren sah ich Filme wie "Star Wars", mit neun Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum", aber auch Filme wie "Citizen Kane" oder "Lawrence von Arabien". Filme haben mich quasi erzogen und meinen moralischen Kompass justiert. Manche Leute sagen, ich sei ein wandelndes Filmlexikon. Gut, nach all den Jahren kann das schon ein bisschen so sein. Ich wäre definitiv ein super Telefonjoker für "Wer wird Millionär?".

Du hast vorhin "wir" gesagt. Mit wem machst du den Podcast?

Ich werde immer einen tollen Partner ins Studio einladen. Unter anderem meinen lieben Filmkollegen und Trekkie Axel Max, Nikolaus Pusse, der durch seine Arbeit im Berliner Kino Zoo Palast auch weiß, wie es hinter der Leinwand aussieht, aber auch Verena, wenn es mal etwas trashiger wird. Für Verenas Podcast hatte ich beispielsweise öfter mal einen Blick auf die Startseite von TVNOW geworfen. Ich dachte, dort geht es von "Laura & Wendler" bis "Love Island" eher trashig zu - bis ich dann in Vorbereitung für "Oscars und Himbeeren - ntv" auf die riesige Filmdatenbank gestoßen bin. Da war selbst ich ein bisschen baff.

Was ist deine aktuelle (Serien-)Empfehlung?

Oh je, da gibts 'ne Menge. Zurzeit schaue ich die vierte Staffel von "The Expanse", die ich jedem Science-Fiction-Fan wärmstens empfehlen kann. Allen, die es etwas emotionaler mögen, sei "The Affair" ans Herz gelegt, die letztes Jahr mit der fünften Staffel zu Ende ging. Hier geht es um die Geschichten einer ganzen Familie, deren Leben durch den Seitensprung des Vaters - übrigens hervorragend dargestellt von Dominic West - vollkommen durcheinandergerät. Die finale Szene dieser Serie werde ich nie vergessen.

Wann gehts los?

Die Premiere von "Oscars & Himbeeren - ntv" ist am kommenden Freitag, 4. September, und dann gibts immer freitags eine neue Folge. Überall da, wo es Podcasts gibt: bei AUDIO NOW, Spotify und so weiter und so fort.

Kannst du schon verraten, um welche Serie oder welchen Film es in der ersten Folge gehen wird?

Natürlich nicht (lacht). Ihr sollt ja den Podcast hören!

Mit Ronny Rüsch sprach Christian Herrmann

Quelle: ntv.de