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So techt Deutschland "Maschinen sind nur noch ein Rohstoff"

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(Foto: ZK-Systems)

Diana Rees will beweisen, dass Teilen nicht nur mit Fahrrädern und E-Scootern, sondern auch mit tonnenschweren Maschinen funktioniert. Es sei nicht mehr entscheidend, wer der Hersteller, sondern wie der Service ist, sagt die Chefin von ZK-Systems über die Zukunft des Maschinenbaus.

Sharing, also das Teilen, ist das ökomische Modewort der vergangenen Jahre. Wir kennen es von Fahrrädern oder E-Scootern. Diana Rees will mit ZK-Systems beweisen, dass es auch mit tonnenschweren Maschinen funktioniert oder mit Akkuschraubern, bei denen die Miete nach Umdrehung berechnet wird. Sie ist viel rumgekommen in der Welt, spricht acht Sprachen sowie einige Programmiersprachen. In China hat sie europäische Firmen bei der Suche nach geeigneten Standorten beraten. Ein beeindruckender Lebenslauf mit gerade einmal 30 Jahren.

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Diana Rees wohnt und arbeitet in Berlin.

(Foto: Diana Rees)

In China habe sie viele Fabriken und Produktionsprozesse kennengelernt und dabei festgestellt, "dass es noch sehr viel manuellen Aufwand gibt". Sicherlich lasse sich mit Software noch einiges verbessern, aber im Kopf habe sie damals schon weitergehende Ideen gehabt.

Zurück in Deutschland hat sie nach einigen Umwegen die Firma ZK-Systems mitgegründet. Ihre Ideen hätten dann nach und nach Form angenommen. Es sei nicht mehr entscheidend, wer der Hersteller der Maschine, sondern wie der Service ist, sagt Rees. Die Maschine werde zukünftig zu einem Rohstoff verkommen, ihr Anteil an einem Paket werde immer kleiner und "irgendwann ist das eigentlich ein Servicepaket, in dem die Maschine nur ein Teil des Verkaufsangebots ist", beschreibt sie ihre Zukunftsvision des Maschinenbaus.

Die fehlende Digitalisierung hält sie noch immer für ein Problem, aber es gebe noch sehr viele Prozesse im Servicebereich, die weitgehend manuell abliefen. Die müssen ihrer Ansicht nach erst automatisiert werden, bevor man eine Maschine ans Netz anbindet: "Es geht darum, sich von der Zettelwirtschaft wegzubewegen", dabei wolle ZK-Systems helfen.

Dafür braucht Rees als junge Unternehmerin viel Kapital. Vier Investoren sind im Boot: FinLab EOS Fund, Brandenburg Kapital, EnjoyVentures und ganz frisch im Boot - mit einem Millionenbetrag - der Startup-Fonds von Carsten Maschmeyer. Wie es zum Investment des berühmten Investors kam, und was sich Diana Rees davon erhofft, erzählt sie in der neuen Ausgabe von "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de, chr